Unser Darm, Spiegel unserer Gesundheit- Die 11 besten natürlichen Behandlungsstrategien bei Darmbeschwerden

Heike StickelMedizinisch begutachtet von Andrea Stickel, Kinderkrankenschwester & MTA. Am 31. 07.2020 geschrieben von Kathrin Stickel

Fakten zu unserem Darm und Darmbeschwerden

  • Unser Darm ist Spiegel unserer Gesundheit sogar unserer Seele.
  • In unserem Darm ist ein großer Teil des Immunsystems beheimatet.
  • Fast 70% aller Deutschen leiden unter Problemen im Magen-Darm-Trakt. Mögliche Ursachen wollen wir genauer unter die Lupe nehmen.
  • Nicht nur somatische Darmerkrankungen können Auslöser sein, auch Unverträglichkeiten (Intoleranzen) und funktionelle Darmstörungen sollten in Betracht gezogen werden!
  • Wir wollen ihnen 11 natürliche Behandlungsstrategien vorstellen, um Darmprobleme natürlich unter Kontrolle zu bekommen!
Frau liegt auf dem Ruecken und haelt ihren Bauch wegen Beschwerden

Unser Darm wird häufig als Spiegel unserer Gesundheit und unserer Seele bezeichnet- doch was steckt dahinter? Warum leiden so viele Menschen unter Darmproblemen? In diesem Artikel wollen wir die Bedeutung unseres Darms für unseren Körper und unser Wohlbefinden, aber auch die möglichen Ursachen betrachten! Eine Forsaumfrage bestätigt, fast 70 % aller Deutschen leiden unter Magen-Darm-Beschwerden. Dabei sind es nicht wie häufig angenommen nur ältere Menschen, die mit Darmproblemen zu kämpfen haben, alle Altersklassen sind betroffen!1

Wir wollen Mut machen!

Magen-Darm-Probleme werden generell nur ungern offen mit anderen besprochen, häufig empfinden die Betroffenen ihre Symptome (wie z.B. häufige Toilettenbesuche) als sehr unangenehm. Wir wollen sie dazu ermuntern, den Ursachen auf den Grund zu gehen, die Angelegenheit offen anzusprechen. Eine Diagnose kann helfen, mit den Beschwerden besser umzugehen und die Situation zu verbessern!

Welche Aufgaben hat unser Darm?

Unser Verdauungssystem besteht aus verschiedenen Bereichen und aus mehreren Organen. Nach der Zerkleinerung im Mund gelangt unser Essen durch die Speiseröhre in den Magen und landet in unserem Darm. Auch Leber, Galle und Bauchspeicheldrüse sind in diesen Prozess eingebunden. Im Verdauungsprozess werden wichtige Nährstoffe gelöst, auch Kohlenhydrate und Fette werden hier aufgenommen und gelangen so durch den Körper.
Unser Magen und  unser Darm bestehen aus Millionen von Nervenzellen. In kaum einem Bereich unseres Körpers gibt es mehr davon! Kein Wunder also, dass keine andere Körperregion so zuverlässig auf unser psychisches Wohlbefinden reagiert wie unser Verdauungstrakt!2 Wer kennt es nicht? Ein wohliges Gefühl im Bauch, wenn wir verliebt sind, oder das flaue Gefühl im Magen, wenn uns etwas beschäftigt! Die enge Verbindung von Gehirn und Darm wurde auch in Studien bereits wissenschaftlich bestätigt!3

Auch ist der Darm das größte Immunsystem des Körpers!4 Denn in der Darmschleimhaut sind mehr als 70 % der körpereigen Immunzellen beheimatet. Im Lymphgewege auch GALT (englisch: gut associated lymphoid tissue) werden etwa 90 % aller Antikörper gebildet.5 Die unzähligen Mikroben in unserem Darm bekämpfen schädliche Eindringlinge und finden hier kaum Nährboden um sich zu vermehren. Häufige Antibiotikaeinnahme oder eine einseitige Ernährung kann dieses Ökosystem schwächen. Störungen des Immunsystems können folgen.6 In unserer Darmflora leben also im besten Fall Millionen von Bakterien. Diese produzieren auch Vitamin K, welches für unser Blut, für dessen Herstellung und Gerinnung extrem wichtig ist! Auch spalten die Bakterien in unserem Darm die Nahrung auf, machen wichtige Nährstoffe für unseren Körper zugänglich, indem diese in die Darmschleimhaut gelangen!
Probleme treten auf, wenn dieses Darmimmunsystem nicht mehr richtig funktioniert, wenn gute und schlechte Bakterien nicht mehr unterschieden werden können. So können entzündliche chronische Darmerkrankungen (CED) wie Morbus Crohn entstehen.5


Zusammengefasst
: Unser Darm ist der größte Bereich unseres Immunsystems im Körper! Auch die Zerkleinerung der Nahrung ist ein wichtiger Aufgabenbereich. Besonders wichtig ist der Zusammenhang zwischen dem Darm und unserem Nervensystem.

Welche Verdauungsbeschwerden treten häufig auf?

Bauchschmerzen, Blähungen, Winde, Durchfall, Verstopfung, Bauchgeräusche, Stuhlunregelmäßigkeiten, Druck, Völlegefühl und Krämpfe- Symptome unseres Darms können vielseitig sein. Besonders häufig treten Sodbrennen (36%) und Magenschmerzen, sowie Durchfall (25%) auf. Übelkeit und Erbrechen betrifft ca. 20 %. Verstopfung dagegen kommt mit 6 % eher seltener vor.1


Zusammengefasst
: Magen-Darmprobleme kommen häufig vor. Schmerzen, Blähungen, Durchfall und Sodbrennen kommen vermehrt vor.

Ursachen von Darmproblemen

Woher die Symptome im Magen-Darm-Bereich kommen, kann sehr unterschiedlich sein! Folgende Ursachen sind beispielsweise möglich: 7

  • Somatische Krankheit (z.B.Morbus Crohn)
  • Intoleranz (z.B. Fructoseunverträglichkeit, Glutenintoleranz, usw.)
  • Seelische Störung (z.B. Panikstörung)
  • Funktionelle Störung (ohne erkennbare organische Ursache, individueller Verlauf)

Somatische chronische Darmkrankheiten- Morbus Crohn und die Colitis ulcerosa

Der Begriff CED umfasst ein vielfältiges Spektrum an entzündlichen Darmerkrankungen.8 Meist unterscheidet man in zwei davon, Morbus Crohn und die Colitis ulcerosa. Diese Erkrankungen kommen eher selten vor!

„Die jährliche Neuerkrankungsrate an Morbus Crohn liegt in Europa zwischen 4-7 Fälle bezogen auf 100.000 Einwohner, an Colitis ulcerosa erkranken europaweit jährlich 9-12 Personen pro 100.000 Einwohner neu. In Deutschland gibt es schätzungsweise etwa 300.000 Erkrankte.“9

Morbus Crohn betrifft meist den gesamten Magen-Darm-Trakt, tritt schubweise auf und beginnt teilweise sogar im Mundbereich. Häufig am stärksten betroffen sind das Ende des Dünndarms und der Dickdarm. Bei Colitis ulcerosa dagegen ist nur der Dickdarm betroffen. Beide Krankheitsbilder äußern sich durch Symptome wie Durchfall und krampfartige Bauchschmerzen (meist nach dem Essen), Fieber, Blähungen, Übelkeit und Entzündungsanzeichen. Die Ursachen einer CED sind bisher weitestgehend nicht erklärbar. Eine Diagnose kann durch Ultraschall, Kernspintomographie, Darm- und Magenspiegelung und durch Gewebeproben erstellt werden. Häufig wird bei CED kurzfristig eine Medikamentengabe verschrieben, die die Entzündung hemmen sollen. Immunsuppressiva, Biologika oder operative Eingriffe können notwendig sein.10

Auch psychische Bewältigungsstrategien sind sinnvoll, da die Betroffenen meist in seiner Teilhabe am alltäglichen Leben beeinträchtigt ist! Auswirkungen auf die Ausübung des Berufes, auf das soziale Leben und das Freizeitverhalten können sehr belasten.11


Zusammengefasst
: Chronisch entzündliche Darmerkrankungen sind mögliche Ursache von Problemen, kommen aber verhältnismäßig wenig vor. Morbus Crohn und Colitis ulcerosa sind die bekanntesten. 

 

Intoleranzen und Unverträglichkeiten

Nicht immer muss gleich eine schwerwiegende somatische Darmkrankheit hinter den Beschwerden stecken. Auch Lebensmittelallergien oder Lebensmittelunverträglichkeiten wie12

können hinter Darmbeschwerden stecken. Ursachen dieser Nahrungsunverträglichkeiten können sehr vielfältig sein. Medizinisch betrachtet kann dahinter eine eingeschränkte Darmfunktion begründet sein. Unser Darm kann also bestimmte Stoffe und Nahrungsbestandteile nicht verwerten und verdauen. Unsere Supermarktregale sind inzwischen voll von „Frei von“ -Lebensmitteln wie glutenfreies Müsli oder Laktosefreie Milch. Dies weckt den Anschein, dass die Nahrungsunverträglichkeiten zugenommen haben. Laut Prof. Dr. Jan Frank von der Universität Hohenheim ist dies aber nicht der Fall!13

Die wichtigsten und häufig auftretenden Intoleranzen wollen wir ihnen kurz und übersichtlich vorstellen, jedoch auch darauf hinweisen, dass keine Selbstdiagnosen gestellt werden sollten:

Fructose- Unverträglichkeit

Fructose ist Fruchtzucker und kommt natürlich in vielen Obstsorten vor. In unserem Darm wird dieser Zucker durch Eiweiße in unseren Blutbahnen gebracht. Diese Eiweiße sind nur in begrenztem Maße vorhanden, deshalb sollte man nicht zu viel Fruchtzucker auf einmal verzehren. Bei Menschen mit Fruktoseintoleranz sind Funktionen der Transporteiweiße eingeschränkt.12

Laktose- Unverträglichkeit

Um die 15 Prozent aller Deutschen sind von einer Laktoseintoleranz betroffen. Laktose (Milchzucker) wird in unserem Dünndarm durch das natürlich vorkommende Enzym Laktase in Galaktose und Glukose gespalten. Dieses körpereigene Enzym ist bei Menschen mit Laktoseunverträglichkeit zu wenig vorhanden oder wird gar nicht produziert. Dies hat die Folge, dass der über die Nahrung aufgenommene Milchzucker in den Dickdarm gelangen kann. So entstehen Gase und Symptome wie Blähungen, Durchfälle und Krämpfe treten auf.14

Gluten- Unverträglichkeit (Zöliakie)

Glutenunverträglichkeit ist eine immunologische Erkrankung des Dünndarms. Hier wird das Eiweiß Gluten, welches in Roggen, Weizen, Dinkel, Emmer und andere Getreidesorten vorkommt nicht vertragen. Eine konsequente Meidung von Gluten ist hierbei erforderlich um Symptome wie Durchfall, Gewichtsverlust, Wassereinlagerungen und Nährstoffmangel zu vermeiden.15

Histamin- Unverträglichkeit

Histaminintolleranz ist ein sehr umstrittenes Krankheitsbild. Histamin ist ein biogenes Amin, eine biologisch aktive Substanz. Liegt eine Histamin-Intoleranz vor , so besteht vermutlich eine Dysbalance der Bildung, der Aufnahme  von Histamin (biogenes Amin) und dessen Abbau. Symptome wie Hautrötungen, Juckreiz und Flush aber auch Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Magenkrämpfen, Herzrasen, Schwindel und Kopfschmerzen können auf eine Histaminunverträglichkeit hindeuten. Leider gibt es bisher keine eindeutigen Testverfahren um dies festzustellen. Durch aufwändige Ernährungsprotokolle und dessen Auswertung durch professionelle Berater, kann eine Histaminintoleranz ggf. erkannt werden.15


Zusammengefasst
: Auch wenn im Supermarktregale immer mehr „Frei von“ Lebensmittel zu finden sind. Die Zahlen von Intoleranzen sind nicht stark gestiegen. Unverträglichkeiten können jedoch Ursache von Darmproblemen sein und sollten abgeklärt werden. Häufige Intoleranzen sind Gluten-, Laktose-, Histamin und Fructose- Unverträglichkeit.

Sollte ich besser vorsorglich bei Darmproblemen auf häufige Auslöser von Unverträglichkeiten wie Laktose oder Gluten verzichten?

Experten und Forscher auf diesem Gebiet sagen ganz klar NEIN!
Wer zum Beispiel auf Gluten verzichtet (Klebereiweiß im Getreidekorn), reduziert dadurch auch oft den Vollkornanteil am Essen. Diese haben aber einen hohen gesundheitlichen Nutzen für unseren Körper und die Zahl der Deutschen, die Gluten wirklich nicht gut verträgt ist gering.13


Zusammengefasst
: Nein sagen Experten. Verzichten sie nicht ohne Grund auf Gluten- oder Laktose. Sie haben auch positive Eigenschaften!

Seelische Störungen

Seelische Störungen wie Angstzustände und Panikattacken, können sich auf unseren Darm auswirken und vielfältige Darmbeschwerden hervorrufen! Die Verbindung zwischen Körper und Seele ist hier deutlich zu erkennen und sollte bei Darmproblemen nicht außer Acht gelassen werden!16


Zusammengefasst
: Seelische Störungen können auch Auswirkungen auf unseren Darm haben!

 Funktionelle Darmstörungen- Der Darm als Spiegel der Seele

Besonders wenn keine organische Ursache zu finden ist und keine psychische Vorerkrankung vorliegt, wird die Diagnose schwieriger und langwieriger! Funktionelle Darmstörungen wird hier meist erst als Ausschlussdiagnose gestellt. Wenn viele weitere Untersuchungen ohne Diagnose bleiben.17

„Es gibt keine eindeutigen Merkmale, an denen Mediziner eine funktionelle Magen-Darm-Krankheit festmachen können. Erschwerend kommt hinzu, dass organische Erkrankungen ähnliche Beschwerden hervorrufen. Die Diagnose kann der Arzt letztlich nur stellen, indem er Schritt für Schritt organische Ursachen ausschließt.“4

Reizdarmsyndrom und Reizmagen

Eine der häufigeren Diagnosen in den Industrieländern ist das Reizdarmsyndrom oder ein Reizmagen (funktionelle Dyspepsie). Frauen sind hier doppelt wahrscheinlich betroffen als Männer!4   Eine deutsche Studie berichtet über 10 bis 15 % Betroffene, welche unter Symptomen leiden, welche mit dem Reizdarmsyndrom in Verbindung gebracht werden!22   Dabei gibt es bessere und schlechtere Phasen, welche die betroffenen Menschen oft über lange Zeiträume begleiten. Sowohl ein die Diagnose Reizmagen als auch das Reizdarmsyndrom sind durch die Eigenschaft definiert, dass Magen und oder Darm keine krankhaften Veränderungen aufweisen. 4 Über genaue Ursachen ist die Forschung noch nicht einig, folgende Faktoren sind unter anderen möglich: 4

  • gestörte Bewegungsabläufe im Verdauungstrakts (Motilitätsstörung)
  • Überempfindlichkeit des Nervensystem des oberen Magen-Darm-Traktes
  • verstärkte Schmerzwahrnehmung
  • verstärkte Absonderung von Magensäure
  • genetische Faktoren
  • gestörtes Immunsystem
  • Bakterium Helicobacter pylori (Experten noch unschlüssig)
  • außergewöhnliche psychische Belastungen wie Angst, Panik oder Depressionen


Zusammengefasst
: Wenn keine organische Ursache oder psychische Vorerkrankung vorliegt, wird die Ursachenfindung schwieriger. Oft stecken funktionelle Darmstörungen wie Reizmagen oder Reizdarm-Syndrom dahinter. Diese haben gemeinsam, dass keine krankhaften Darmveränderungen erkennbar sind.

Auswirkungen von Darmbeschwerden

Verdauungsbeschwerden kommen nicht nur häufig vor, sie bringen oft auch einen enormen Leidensdruck mit sich! Gerade bei Durchfall, Übelkeit und Schmerzen fühlen sich die Betroffenen meist extrem oder sehr beeinträchtigt! 1 Gerade funktionelle Darmstörungen beeinträchtigen die Leidenden sehr! Oft wird die Lebensqualität sehr eingeschränkt, häufige Fehltage und Rückzug aus dem sozialen Leben sind längerfristige Folgen!


Zusammengefasst
: Darmbeschwerden haben unterschiedliche, oft jedoch starke Auswirkunge auf unser Leben und auf die Lebensqualität!

Unseren Darm natürlich stärken und gesund halten- worauf kommt es an?

4
  • Regelmäßige Darmvorsorge (um Erkrankungen wie Darmkrebs frühzeitig zu erkennen).
  • Für den Darm kann es von Vorteil sein, besser mehrere kleinere Mahlzeiten, verteilt auf den Tag zu bekommen, als große, schwerer Mahlzeiten. Aber auch Pausen sind wichtig!
  • Bewusstes kauen und langsames Essen fällt uns häufig schwer, macht es dem Darm aber einfacher. Konzentrieren sie sich deshalb bewusst auf ihre Speise und den Geschmack. Ablenkungen wie Fernsehen oder Zeitdruck, wenn möglich meiden!
  • Würzen sie mit frischen Kräutern und vermeiden sie bei Darmempfindlichkeiten sehr scharfes, süßes, salzigen und fettige Mahlzeiten!
  • Unser Darm braucht genügend Flüssigkeit! Trinken sie deshalb ca. 2 Liter am Tag!
  • Ernähren sie sich darmgesund, also vielfältig.

    Eine darmgesunde Ernährung ist eine abwechslungsreiche Kost mit einem hohen Anteil an Gemüse, Sauermilchprodukten, hochwertigen Fett- und Eiweißquellen.18 Ballaststoffe sind das A und O. Die DGE gibt an, dass wir hier in Deutschland immer noch zu wenig Ballaststoffe verzehren! Obwohl die gesundheitsfördernde Wirkung gut erforscht ist, erreichen wir meist die empfohlene Tagesmenge (ca. 30g pro Tag) nicht. Ballaststoffe haben die Fähigkeit die Viskosität unseres Stuhls zu erhöhen, dadurch können wir  Funktionsstörungen des Darmes, z.B. Verstopfungen vorbeugen. Für die Darmgesundheit ist es also wichtig, vor allem viel Gemüse, Obst und Vollkornprodukte zu verzehren! 19 Auch eine sinnvolle Kombination aus pflanzlichen und tierischen Eiweißen wie Hülsenfrüchte, Nüsse, Ölsaaten sowie Sauermilchprodukte, Fisch, Fleisch und Eier sind für eine darmgesunde Kost empfehlenswert!18 Bei den Fetten gilt es einen guten Mittelweg zu finden. Einerseits sind sie wichtig, da sie die Verweildauer des Essens im Magen erhöhen. Dies kann für Menschen mit Blähungen von Vorteil sein. Wer mit Völlegefühl zu kämpfen hat, für den können leichte, fettarme Speisen Linderung bringen. Generell gilt, auf gute und gesunde Fettquellen zu achten.   Hier erfahren sie mehr dazu!

  • Probiotika aus natürlichen Quellen sind für den Darm sehr gesund! Bauen sie deshalb Joghurt, Sauerkraut, Käse, uvm. in ihre tägliche Ernährung ein!
  • Probiotika-Präparate können z.B. bei einer Einnahme von Antibiotika hilfreich sein, um den Darm wieder aufzubauen. Lassen sie sich hierzu gerne von ihrem Arzt oder Apotheker beraten!


Zusammengefasst
: Durch eine darmgesunde Ernährung, können wir unserem Verdauungstrakt helfen gesund und stark zu bleiben. Vor Allem Ballaststoffe und Gemüse sind wichtig! Auch genügend Flüssigkeit und stressfreies Essen ist für unsere Darmgesundheit von Vorteil.

Verbesserung und Heilung von Magen-Darm-Beschwerden

In Bezug auf die Heilungschancen von Darmproblemen muss natürlich individuell die Ursache betrachtet werden. Chronische entzündliche Darmerkrankungen sind meist mit einer medikamentösen Therapie verbunden. Verdauungsbeschwerden funktionellen Ursprungs sind nach heutigem Wissensstand nicht heilbar! Ziel der Therapien ist es, die Beschwerden zu verringern um so wieder besser am Leben  teilhaben zu können!4

Auch bei Unverträglichkeiten sollte das Ziel sein herauszufinden, was den Darm triggert, ob es Unterschiede gibt, wann die Lebensmittel konsumiert werden und ob verschiedene Zubereitungsarten Einfluss auf das Körperliche Wohlbefinden haben. Eine wichtige und unbedingt zu empfehlende Strategie, in Bezug auf alle Magen-Darm-Beschwerden ist deshalb, ein ausführliches Ernährungs- und Stimmungstagebuch zu führen! Notieren sie hier genau was sie wann und in welcher Menge gegessen haben. Oft wird vergessen das allgemeine Befinden und den Alltag mit zu dokumentieren. Doch auch Stress oder andere Gefühlslagen beeinflussen unseren Darm und unser körperliches Befinden! So können sie ihre Ernährungsgewohnheiten, aber auch ihre Alltagsgestaltung reflektieren und ggf. optimieren!

Die 11 besten natürlichen Behandlungsstrategien bei Darmbeschwerden haben wir hier für sie zusammengestellt:

4 15
  1. Stress und Belastungen unserer Psyche wirken sich auf unsere Verdauung aus und können sogar Ursache von Darmproblemen sein! Um die Beschwerden zu lindern kann es in vielen Fällen sinn machen, auch diese Probleme anzugehen und sich mit seinem Alltag, seinen Ängsten und Stressoren auseinanderzusetzen! Es gilt Strategien zu entwickeln, mit den Anforderungen des Lebens und des Alltags besser umzugehen, sich von Dingen abzugrenzen und Wege der Entspannung zu finden. Kennen sie schon unsere Tipps zur natürlichen und effektiven Stressbewältigung? Schauen sie doch mal vorbei.
  2. Entspannungsübungen und -techniken wie Autogenes Training und Yoga können ihnen dabei helfen!
  3. Auch regelmäßige Bauchmassagen können helfen zu entspannen, die Verdauung zu verbessern, Blähungen zu lösen und das Wohlbefinden zu steigern! Spezielle Bauchöle mit Kümmel und anderen Heilkräutern sind hier sehr zu empfehlen.
  4. Rituale geben Sicherheit! Menschen mit Darmproblemen fürchten sich häufig vor Situationen die wenig kontrollierbar sind und die man nicht so einfach verlassen kann. Deshalb kann es Sicherheit geben gut vorbereitet zu sein. Regelmäßiges aufsuchen des WC´s oder zu wissen wo die nächste Toilette ist, kann beruhigend auf ihre Psyche und ihren Darm wirken! Übertreiben sie es aber nicht und versuchen sie auf ihren Körper zu vertrauen!
  5. Informieren sie sich genau über Inhaltsstoffe ihres Essens! So vermeiden sie unangenehme Situationen. Trauen sie sich immer nachzufragen, was in den Speisen enthalten ist oder lassen sie sich z.B. im Restaurant oder beim Bäcker die Inhaltsliste zeigen!
  6. Vermeiden sie also konsequent die Lebensmittel die sie triggern! Dies ist ein wichtiger Punkt, durch dem der Körper wieder ins Gleichgewicht gebracht werden kann. Welche das sind, ist ganz individuell, auch der Verzehrzeitpunkt und Zubereitungsart, können unterschiedliche Reaktionen auslösen. Dokumentieren und Reflektieren kann hier helfen!
  7. Generell sollte auf Nikotin, Alkohol und ggf. auch Koffein verzichtet werden, da diese Stoffe die Darmschleimhaut und auch die des Magens reizen können.
  8. Wichtig ist auch zu betonen, dass eine drastische Ernährungsumstellung, von jetzt auf gleich nicht zu empfehlen ist. Auch Verzicht und starke Einschränkungen beeinflussen die Lebensqualität. Es macht Sinn die individuelle Ernährung genau zu durchleuchten und Trigger zu erkennen. Eine Ernährungsberatung kann hier helfen.
  9. Darmgesunde Ernährung–  Wie bereits oben beschrieben, gilt es unseren Darm gesund und abwechslungsreich mit einer Kost zu versorgen die einen hohen Anteil an Gemüse und Ballaststoffe mitbringt. Ernähren sie sich also auch bei Darmproblemen vielfältig, viele Ballaststoffe und Pflanzenfasern sind wichtig! Umso mehr gesunde Bakterien im Darm, desto besser für unser Immunsystem und die Darmgesundheit. Auch hierbei gilt ausprobieren und Reaktionen dokumentieren.
  10. Phytotherapeutika (pflanzliche Arzneimittel) können potentiell eine Verbesserung der Beschwerden erzielen. Besonders beruhigende und krampflösende Heilpflanzen sind zu empfehlen. Diese können als Heiltee oder in Tropfenform eingenommen werden! Wichtig ist hier eine passende Mischung und Dosierung, welche vorab mit dem Arzt oder Therapeuten besprochen werden sollte! Auch Allergien und Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten sind möglich! Folgende Heilpflanzen werden häufig bei Darmproblemen eingesetzt:
    • Anis
    • Wermut
    • Enzian
    • Angelikawurzel
    • Kamille
    • Minze (Nicht bei Sodbrennen)
    • Kümmel
    • Melisse

11.  Bitterstoffe gelten als stärkend, kräftigend, anregend und regulierend.

Bei Darmbeschwerden (auch funktionellen Ursprungs) können Bitterstoffe eine gute Möglichkeit sein, den Darm zu beruhigen und die Verdauung zu regulieren. Dass bittere Geschmacksstoffe z.B. aus Enzian und Wermut die Verdauung positiv beeinflussen können, wurde bereits wissenschaftlich untersucht! 20 Fest steht beispielsweise auch, dass Bitterstoffe die Speichelproduktion anregen und die Speichelzusammensetzung verbessern!

„Schon Hildegard von Bingen, Benediktinerin und Universalgelehrte, setzte in ihren Heilkräutertinkturen auf Bitterstoffe, um Krankheitenzu behandeln. Liebstöckel, Löwenzahn, Wermut, Enzian und auch Hopfen können bei beginnenden Infektionskrankheiten helfen, da ihre Bitterstoffe antibakteriell wirken.“21

Darm Beschwerden - pflanzliche Arzneimittel


Zusammengefasst
: Sie können etwas gegen Darmprobleme unternehmen! Wichtig ist auf den Körper zu hören, die Ernährung genau zu reflektieren und auch auf die  psychische Gesundheit zu achten. Mit unseren 11 natürlichen Behandlungsstrategien, können sie etwas für ihre Darmgesundheit unternehmen und ihre Lebensqualität zurückgewinnen!

Lena von Lenatura

 

Podcast mit Lena von Lenatura

Expertin und Betroffene-Lena von Lenatura spricht mit uns über ihren Umgang mit Darmbeschwerden und hilft Ursachen zu erkennen und Beschwerden natürlich zu lindern!

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