11 der wirksamsten Maßnahmen, die Haut natürlich vor der Sonne und deren Strahlung zu schützen

Heike StickelMedizinisch begutachtet von Andrea Stickel, Kinderkrankenschwester & MTA. Am 28.08.2020 geschrieben von Kathrin Stickel

Schnelle Fakten zu Hautschutz im Sommer:

  • Unsere Haut ist unser größtes Organ und hat wichtige Aufgaben für unsere Körper. Im Sommer braucht sie besonderen Schutz!
  • Hautbedeckende Kleidung ist der beste Schutz vor UV-Strahlung.
  • Outdooraktivitäten zu hohen Strahlungzeiten (zwischen 11 und 15 Uhr) besser vermeiden.
  • Sonnencremes können helfen, begrenzte Zeit vor Sonnenbrand zu schützen, ein umfassender Schutz vor Hautkrebs kann aber nicht gecremt werden!
  • Der LSF (Lichtschutzfaktor) sagt aus, wie viel länger man durch ausreichend Sonnencreme, sich ohne Sonnenbrand in der Sonne aufhalten kann.
  • Wir wollen ihnen 11 der wirksamsten Maßnahmen vorstellen, um die Haut  natürlich vor der Sonne und deren Strahlung zu schützen!
frau schützt sich vor der sonne

Was denn nun? Tut Sonnenlicht gut? Oder soll ich mich davor schützen? Die Frage wie viel Sonne gesund für unsere Haut ist, lässt sich nur schwer beantworten! Fest steht, Sonnenlicht in Maßen tut unserer Haut gut und ist wichtig für die Produktion von Vitamin D-das Sonnenvitamin. Wer sich allerdings zu lange und ohne Schutz in der Sonne aufhält geht die Gefahr von Sonnenbrand ein und riskiert Hautverletzungen, Schäden und sogar Erkrankungen! Dabei ist unsere Haut sehr empfindlich und auch für unseren Körper unglaublich wichtig! Sie übernimmt wichtige Schutzfunktionen, ist für die Entgiftung zentral und ist sogar größtes Organ unseres Körpers! Deshalb ist gerade im Sommer wichtig, die Haut vor der Sonne zu schützen. Auf was es ankommt verraten wir ihnen!

Warum Schutz vor Sonne?

Die Sonne wirkt mit ihrer UV-Strahlung auf unsere Haut und auf unsere Augen. Zu viel davon kann verschiedene Schädigungen verursachen, Hautkrebs kann entstehen. Laut dem Bundesamt für Strahlenschutz steigt die Zahl der an Hautkrebs erkrankten Personen ständig weiter an- in Deutschland und auch auf der ganzen Welt!

„Deutschland verdoppelt sich die Anzahl an Hautkrebsneuerkrankungen alle 10 bis 15 Jahre.“1

Um Gefahren wie Hautkrebs oder Verbrennungen zu vermeiden gilt es, sich ausreichend vor der Sonne zu schützen. Damit man weiß wie stark man sich ungefähr schützen muss, haben Wissenschaftler den UV-Index entwickelt. Er gibt Orientierung und wird immer tagesaktuell angegeben!


Zusammengefasst
: Zu viel Sonne kann unserer Haut und auch unseren Augen schaden. Die Anzahl der Hautkrebsneuerkrankungen steigt ständig weiter an! Schützen sie sich und ihre Haut deshalb!

UV-Index (UVI) beachten

Der UV-Index ist international festgelegt und beschreibt die am Boden erwarteten Höchstwerte der UV-Strahlung des Tages! Je höher der UV-Index desto höher die Gefahr für Sonnenbrand und andere Hautschädigungen! Je höher der UVI, desto genauer sollten sie sich vor der Sonne schützen! Er bietet also Orientierung und vermeidet ggf. eine Unterschätzung der Sonnenkraft.

Spätestens ab einem UV-Index von 8 sollten sie besser im Haus bleiben. Ab einem UV-Index von 3 sind Maßnahmen erforderlich:1

  • UV-Index 3-5: Hautschutz durch passende Kleidung, Augenschutz, Kopfbedeckung; in den Mittagsstunden im Schatten aufhalten; ggf. Sonnenschutzmittel
  • UV-Index 6-7: Hautschutz durch passende Kleidung,Augenschutz, Kopfbedeckung; in den Mittagsstunden im Schatten aufhalten; unbedeckte Hautstellen mit Sonnenschutzmittel schützen
  • UV-Index 8-10: Schutz unbedingt nötig! Hautschutz durch passende Kleidung, Augenschutz, Kopfbedeckung; in den Mittagsstunden möglichst nicht draußen aufhalten; im Schatten aufhalten; unbedeckte Hautstellen mit Sonnenschutzmittel schützen
  • UV-Index 11 und höher : oben genannte Schutzmaßnahmen sind extrem wichtig, da die Belastung sehr hoch ist. 

Aber aufgepasst! Auch der Hauttyp spielt eine Rolle- es gibt Menschen, die empfindlicher auf UV-Strahlung reagieren als andere, bei denen also schneller Sonnenbrand auftritt. Gehören sie dazu? Schützen sie sich lieber zu viel als zu wenig vor der Sonne und halten sie sich, wenn möglich im Schatten auf! Denn sonst kann die Gefahr von Sonnenbrand und das Risiko für Hautkrebs erhöht sein!2

Hier können sie den aktuellen UV-Index nachlesen:

Deutscher Wetterdienst: aktueller UV-Index
Uv-Index Beispiel 06.08.2020

Hier ein Beispiel des UV-Index des DWD an einem Sommertag im August.


Zusammengefasst
: Der UV-Index bietet Orientierung, wie stark die Strahlen aktuell sind und werden sollen! Je höher der UV-Index desto höher die Gefahr für Sonnenbrand!

frau hebt baby in die luft, sonniger tag

 

SCHON GEWUSST?

Kinder müssen besonders vor den UV-Strahlen geschützt werden. Meiden sie hier hohe Belastungen und Sonnenbrände durch konsequente Maßnahmen!  Sonnenbrände in der Kindheit und im Jugendalter sind besonders gefährlich. Das Risiko an Hautkrebs zu erkranken steigt um das 2-3 fache! Besonders „intermittierende“ UV-Belastungen, also plötzlich auftretende und starke UV-Strahlung sind für unsere Kleinen so gefährlich.2

Deshalb sollten sie folgendes beachten:

  • Babys nicht in die Sonne (im Schatten bleiben)
  • KEINE Sonnencreme in ersten Lebensjahr!
  • Besser durch luftige, lange Kleidung schützen und nur im Schatten aufhalten.
  • Weitere Sonnenschutzregeln beachten und einhalten!

 

Sonnencreme als Schutz

Sonnencreme, richtig angewendet, ist ein wirksames Mittel um sich vor den gefährlichen Strahlen zu schützen. Doch hier gibt es immer noch starke Unsicherheiten und Fehlanwendungen!

Sonnencreme dient der Haut als Reflektionsschutz! UV-Strahlen werden durch sie reflektiert oder umgewandelt. Das wichtigste bei einer Sonnencreme ist der Lichtschutzfaktor kurz LSF.  Dabei ist aber wichtig zu wissen, dass Sonnencreme auf der Haut einen Sonnenbrand verzögern, aber nicht verhindern kann. Die Wissenschaft hat darüber hinaus festgestellt, dass Sonnenschutzmittel (gegen UV-B und UV-A Strahlen) auch wirksam sein können gegen Vorzeitige Hautalterung und bestimmte Arten von Hautkrebs! Lesen sie deshalb immer nach, was auf der Verpackung angegeben ist! Der Schutz vor UV-A muss extra gekennzeichnet werden!3

Lichtschutzfaktor (LSF)

Auf jeder Sonnencreme, Spray oder Öl ist der Lichtschutzfaktor (LSF) angegeben. Dieser sagt aus, wie viel länger man sich in der Sonne aufhalten kann, ohne Hautverbrennungen z.B. in Form von Sonnenbränden zu bekommen. Dieser wird auf der ganzen Welt nach der „Internationalen Methode zur Bestimmung des Lichtschutzfaktors“ festgesetzt.

Diese Formel und die genaue Schutzzeit zu berechnen ist sehr umfangreich, da auch der Hauttyp und die eigene Schutzzeit der Haut mit einbezogen wird. Denn natürlich bekommt man nicht gleich bei den ersten Strahlen einen Sonnenbrand. Manche aber früher, manche Hauttypen später.

Deshalb hier ein Beispielhaftes Rechenbeispiel:

Mit sehr empfindlicher Haut reichen schon wenige Minuten in der prallen Sonne ohne Schutzmaßnahmen aus, um Sonnenbrand zu bekommen. Wenn man also nun beispielsweise 5 Minuten Eigenschutz der Haut hat und nun eine Sonnencreme mit LSF 20 aufträgt, verlängert sich die Zeit, bis die Haut erste Verbrennungen aufweist, um 5 Minuten mal 20 (also 100 Minuten).

Die Verbraucherzentrale warnt jedoch, dass diese theoretische Berechnung nicht ausgereizt werden sollte. Besser rechtzeitig aus der Sonne gehen.4 Auch das Bundesamt für Strahlenschutz gibt an, dass die theoretische Schutzzeit, anhand des LSF berechnet, höchstens zu 60 % ausgeschöpft werden sollte! 3

Die Qual der Wahl- welche Sonnencreme ist die Beste?

Die Auswahl an möglichen Sonnenschutzmitteln ist riesig. Ohne Hindergrundwissen fällt die Wahl oft schwer. Deshalb wollen wir ihnen die wichtigsten Unterschiede übersichtlich erklären. Vorab, viele Sonnenschutzmittel enthalten sowohl chemische als auch mineralische UV-Filter. In zertifizierter Naturkosmetik (z. B. BDIH oder NATRUE-Siegel) sind nur mineralische Lichtschutzfilter und keine chemischen UV-Filter erlaubt!

Mineralische-physische vs. Organisch-chemische Sonnencreme

chemische, organische UV-Filterphysikalische, mineralische UV-Filter
Lösliche UV-Filter nehmen die Strahlung auf und geben sie als Wärmestrahlung zurück. Organisch-chemische Filter nehmen die Moleküle auf und wandeln sie in Wärme um. Unlösliche Filter sind sehr kleine Nanopartikel diese absorbieren, streuen und reflektieren UV-Strahlung.
Beispiel ist Octinoxat, Variante der Zimtsäure Titandioxid oder Zinkoxid sind Beispiele
Besonders chemische Lichtschutzfilter geraten durch ihre Auswirkungen auf Gesundheit und Umwelt häufiger in Kritik! Vorsicht vor bestimmte fettlösliche Lichtschutzfilter bzw. deren Abbauprodukte, diese konnten in Studien 5 im Blut und Urin der Anwender nachgewiesen werden. Jedoch sind diese Ergebnisse auf uns in der EU zu übertragen. Hier gilt:
„In der Europäischen Union hingegen müssen UV-Filter untersucht (beispielsweise ob
die Stoffe in den Blutkreislauf übergehen) und bewertet werden - inklusive Angaben zu Maximalmengen. Das heißt: Nach derzeitigem Wissensstand sind gesundheitliche Beeinträchtigungen bei den auf dem europäischen Markt erhältlichen Sonnenschutzmitteln nicht zu erwarten.“6
werden häufig als winzig kleine Nano-Teilchen eingesetzt, die über die Haut allerdings nicht aufgenommen werden können. (sollte nicht eingeatmet werden, auch sind Umweltfolgen und Reaktionen auf geschädigte Haut noch nicht ausreichend erforscht!) Deshalb besser auf Sonnencremes ohne Nanoteilchen zurückgreifen. Diese Hinweise deuten beispielsweise darauf hin: Titanium dioxide (nano).
Lösen bei empfindlichen Hauttypen häufiger Allergien und Hauptprobleme aus. Bei Allergien gegen UV-Filter sind mineralische Lichtschutzfilter die bessere WahlBei häufig auftretenden Hauptproblemen durch UV-Filter sind mineralische Lichtschutzfilter oft eine gute Wahl
Manche zugelassen UV-Filter werden als Auslöser für Störungen im Hormonsystem vermutet Weniger bedenklich
Lässt sich meist besser auftragenOft weißer Film auf der Haut
3 4 6


Zusammengefasst
: Die richtige Sonnencreme sollte je nach Hauttyp und Empfindlichkeit mit Bedacht ausgewählt werden. Achten sie auf die enthaltenen Inhaltsstoffe und einen ausreichenden LSF. Auch sollte die Sonnencreme vor UV-B und UV-A Strahlen schützen!

Sonnenschutz aus der Natur

Viele Menschen versuchen durch die Nachteile beider Sonnenschutzmittelvarianten auf die Kraft der Natur zurückzugreifen. Neben Karotten, Ringelblume und Kokosöl sollen auch Himbeersamen und Weizenkeimöl eine Schutzwirkung haben.

Inzwischen gibt es sogar wissenschaftliche Untersuchungen7 dazu. Hier wurde herausgefunden, dass pflanzliche Öle nicht ausreichend gegen UVB-Strahlung schützen.

Auch der Lichtschutzfaktor wurde für einige Öle berechnet:

  • Kokosnussöle 7–8,
  • Rizinusöl, Pfefferminzöl 5–6,
  • Mandelöl auf 4–5,
  • Senf- und Chalumoograöl auf 2–3
  • Sesamöl LSF 1–2

Die Forscher sehen diese Ergebnisse allerdings als unzureichend an. Auch vor Schwankungen, Hautreizungen und Verunreinigungsgefahr wird gewarnt.8

Andere Hoffnung liegt auf den antioxidativen Pflanzenwirkstoffen. Diese sollen eine Anti-Aging-Wirkung haben und  als natürlicher Sonnenschutz dienen. Besonders Flavonoide und Carotinoide sehen hier im Blickpunkt. 

„Zahlreichen Kosmetika wird das carotinoidreiche Öl der Buriti-Palme zugesetzt. Einer ersten Studie zufolge könnte es möglicherweise auch als Wirkverstärker in Sonnenschutzmitteln dienen.“8

Leider fehlen aktuell noch Untersuchungen die gesicherte Ergebnisse liefern, um potentielle natürliche Sonnenschutzmittel aus den oben genannten Substanzen, als wirksam zu bezeichnen. Als Wirkverstärker macht es jedoch Sinn, die natürlichen Inhaltsstoffe und Produkte auszuprobieren und zu nutzen! Auf eine alleinige Wirkung verlassen sie sich nach aktuellem Forschungsstand besser noch nicht!
Eine Steigerung des Schutzeffekts konnte interessanterweise in einer Studie belegt werden, in der Lipid-Nanocarrier mit Öl aus Reisklee und Himbeersamen mit chemischen UV-Filtern (Butyl-Methoxydibenzoylmethan und Octocrylen) kombiniert wurden. In den Kombinationspräparaten  verbesserte sich der Schutz gegenüber UV-B-Strahlung durch den natürlichen Zusatz um 93 Prozent und gegenüber UV-A-Strahlung um 91 Prozent.9 Auch das Öl aus grünem Tee wird gerne als Wirkverstärker genutzt. So wurde in einer Studie festgestellt, dass dieses mit seinen phenolische Verbindungen, verbunden mit Ethylhexyl-Methoxycinnamat, den Lichtschutzfaktor um bis zu 2 % erhöhen können!9

Natürlicher Schutz von Innen-Carotinoide

Die Karotte mit dem enthaltenen Carotin soll sogar von innen vor Sonnenstrahlung schützen.10 Experten geben an, dass Untersuchungen gezeigt haben, dass Betacarotin die Eigenschutzzeit der Haut verdoppeln kann (also LSF 2). Eine mehrmonatige Einnahme ist hier elementar um die gewünschte Wirkung zu erzielen! Vor allem bei Menschen, welche von Natur aus eine empfindliche Haut haben, kann dies von Vorteil sein!

Auch der Lebensmittelverband Deutschland gibt an, dass die Erhöhung des Lichtschutzes der Haut durch Betacarotin belegt ist:

Beta-Carotin lagert sich in die verschiedenen Zellschichten der Haut ein und wirkt dort als Antioxidans und Lichtfilter. Auf diese Weise unterstützt es die der Haut eigenen Sonnenschutzmechanismen“11


Zusammengefasst
: Die Natur bietet potentiell einige Pflanzen, die vor der Sonne, zumindest in gewissem Maße schützen sollen. Leider fehlen noch aussagekräftige Studien, welche die Wirksamkeit eindeutig belegen. Erste Hinweise sind in Untersuchungen zu finden. Eine natürliche, bewiesene Schutzwirkung von Innen sind die Carotinoide. Diese sollen den Eigenschutz der Haut stärken.

So schützen sie sich optimal vor der Sonne

Im Folgenden möchten wir ihnen die 11 der wirksamsten Maßnahmen, die Haut natürliche vor der Sonnen und deren Strahlung zu schützen, vorstellen:3 4 12

1. Kleidung die die Haut bedeckt, ist der beste Schutz vor zu viel UV-Strahlung!

Hautbedeckende T-Shirts, Hosen und Mützen sind der effektivste Sonnenschutz. Unterschätzen sie deren Nutzen nicht und wenden sie diese an, nicht nur bei ihren Kindern.

2. Meiden sie Outdooraktivitäten vor allem zu strahlungsintensiven Zeiten (11-15 Uhr)!

Beachten sie den UV-Index und tun sie ihrem Körper und ihrer Haut gutes, indem sie sich bei hohen Belastungen (ab 8 und höher), besser innen aufhalten. Auf Outdoor-Sport und andere Aktivitäten besser in diesem Zeitraum verzichten!

3. Sonnenschutzmittel nur als Ergänzung anwenden!

Sonnencremes, Sprays und andere Sonnenschutzmittel helfen, sich und seine Haut eine begrenzte Zeit vor Sonnenbrand und -Hautschädigungen zu schützen! Achtung! Ein zuverlässiger Schutz für alle Hautkrebsarten ist die Sonnencreme nicht! Optimalerweise solle ihr ausgewählter Sonnenschutz einen UV-A- und UV-B-Filter enthalten. Wer sich eingecremt hat, der fühlt sich geschützt, aber hier ist das Gefühl trügerisch. Auch Sonnenschutzmittel mit sehr hohem LSF und Schutzfilter für UV-B- und UV-A-Strahlung bieten keinen vollständigen Schutz. Sonnencreme sollte vor allem dann aufgetragen werden, wenn wir uns nicht im Schatten aufhalten können und besonders auf die Stellen, die wir mit Kleidung schlecht schützen können (Gesicht).

4. Auf hohen LSF achten!

Für welche Sonnencreme sie sich auch entscheiden, ob mineralische-physische, organisch-chemische Sonnencreme, oder eine Mischform, suchen sie sich einen hohen LSF aus und beachten sie diesen auch! Für die Anwendung auf Kinderhaut wird ein LSF von mindestens 30 empfohlen. Jugendliche und Erwachsene sollen mindestens einen Lichtschutzfaktor von 20 auf der Haut auftragen. Bei empfindlicher Haut, hellen Hauttypen und bei starker Strahlung (z.B. im Hochsommer) wählen sie einen LSF von 50 und höher!

5. Sonnencreme richtig auftragen

Tragen sie ihr Sonnenschutzmittel in ausreichender Menge und überall am Körper auf, an denen die Sonne ungehindert strahlen kann. Am besten ca. 30 Minuten vor der Sonnenbelastung, erst dann ist der komplette Schutz garantiert.  Auch die Menge an Sonnencreme ist entscheidend. Der LSF wird anhand einer relativ dicken Schicht berechnet (von 2 Milligramm pro Quadratzentimeter). Für eine bessere Vorstellung, das sind 4 volle Esslöffel Sonnencreme verteilt auf den Körper eines Erwachsenen. Wer weniger nutzt verringert den Lichtschutzfaktor und somit die Schutzzeit erheblich. Deshalb ist auch nachcremen unverzichtbar und wichtig. Hinweise auf optimale Mengen, sind häufig auf der Verpackung angegeben! Mehrmals sollte nachgecremt werden, besonders nach Wasserkontakt. Aber ACHTUNG! Auch durch mehrmaliges Nachcremen sollten sie sich nicht länger in der Sonne aufhalten, das Nachcremen dient nur zur Aufrechterhaltung des Schutzes!3

6. UV-Schutzkleidung

Jede Art von Kleidung schützt in gewissem Maße vor UV- Strahlung. Es gibt allerdings Unterschiede durch Gewebeart und Dichte des Stoffs! „Grundsätzlich gilt: je dichter gewebt, desto besser.“13

Auch spezielle UV-Kleidung mit UV-Schutzfaktor (UPF) gibt es zu kaufen, häufig als Ganzkörperanzug oder Badebekleidung. Diese ersetzt jedoch nicht das eincremen!

7. Kopfbedeckung

Vergessen sie beim Sonnenschutz nicht den Kopf und die Kopfhaut. Dieser kann durch die Haare nicht eingecremt werden, benötigt aber unbedingt einen Schutz. Am besten gelingt dies durch eine Kopfbedeckung, welche auch Ohren, Nacken und Gesicht schützt!

8. Augenschutz Sonnenbrille

UV-Belastungen sind auch für unsere Augen gefährlich. Schädigungen der Netzhaut oder Eintrübungen sind im schlimmsten Fall Folge von ungeschützten Augen. Eine Sonnenbrille mit 100 % UV-Schutz (UV 400) kann hier vorbeugen. Seitenschutz (z.B. durch große Gläser oder Form der Brille) ist optimal! Dabei muss es nicht immer eine teure Optikerbrille sein. Achten sie auf die UV-Filterangabe UV 400.

„Messungen haben gezeigt, dass auf die Kennzeichnung „UV-400“ relativ gut Verlass ist; das heißt, die so gekennzeichneten Sonnenbrillen filtern die gesamte UV-Strahlung bis 400 Nanometer (nm) ausreichend aus und erfüllen somit die Anforderungen, die aus Sicht des Strahlenschutzes an eine gute Sonnenbrille zu stellen sind.“14

9. Schutz auch im Wasser!

Sonnenstrahlung wird im Wasser durch dessen kühlende Wirkung kaum wahrgenommen. In Wahrheit ist die UV- Strahlung im Wasser sogar verstärkt! Deshalb unbedingt rechtzeitig (mind. 30 min) vor dem Baden eincremen und optimalerweise UV-Badekleidung tragen, sowie eine Kopfbedeckung. Nach dem Baden Sonnencreme auffrischen.

10. Wechselwirkung Medikamente und Kosmetika beachten!

Nehmen sie regelmäßige Medikamente ein? Bitte beachten sie mögliche Wechselwirkungen mit Sonnenlicht und besprechen sie diese unbedingt mit ihrem Arzt. Auch die Verbindung von Sonnenlicht und Deo´s, Kosmetik, Parfums und Co. kann sich negativ auf unsere Haut auswirken, oder zu Pigmentstörungen führen. Darauf beim Sonnenbaden besser verzichten!

11. Kein Vorbräunen im Solarium!

Immer wieder steht der Mythos im Raum Vorbräunen hilft, um sich vor Sonnenbrand zu schützen. Es macht Sinn der Haut Zeit zu geben, sich an die Sonne zu gewöhnen, allerdings langsam und im Schatten. Von Solarien raten Experten ab! Ein Vorbräunen hier führt zu keiner Erhöhung des Eigenschutzes der Haut, sondern belasten zusätzlich.


Zusammengefasst
: Wenn sie unsere 11 Tipps beachten, kommen sie natürlich und hautgesund durch den Sommer!

Elisabeth teufner von Wildwuchsnatur

 

Podcast: Sommer, Sonne, Sonnenbrand- so können sie ihre Haut natürlich schützen und pflegen!

Unsere Haut ist unser größtes Organ und wir nehmen über sie einen unserer wichtigsten Sinne wahr! Sie ist für unsere Vitamin D Produktion von großer Bedeutung und auch wichtiger Teil des Immunsystems. Im Winter wie im Sommer wird sie verschiedenen Reizen ausgesetzt und nimmt eine wichtige Schutzfunktion ein. Deshalb ist es so wichtig, sich um sie zu kümmern und auch ihr Schutz, Aufmerksamkeit, sowie Pflege zu geben. Doch auf was kommt es an? Was braucht unsere Haut wirklich, besonders jetzt im Sommer? Was braucht sie an Pflege und wann ist zu viel gecremt? Welche natürlichen Möglichkeiten stellt uns die Pflanzenwelt zur Verfügung? Um diese und noch mehr Fragen zu klären, haben wir  wieder eine Expertin zum Thema eingeladen. Elisabeth Teufner (wild.wuchs.Natur-Akademie) ist Agrar- und Pflanzenwissenschaftlerin, sowie Kräuter- und Grüne Kosmetikpädagogin und hat viel Erfahrung und Wissen, rund um das Thema natürlicher Hautschutz und -pflege!

Hier gehts zum Podcast!
Mann mit kopfbedeckung schützt sich im auto vor der sonne mit der sonnenblende

FAQ- häufig gestellte Fragen

Wir sammeln hier Fragen aus der Community. Unsere Gesundheits-Experten antworten darauf. Haben Sie auch eine Frage, schreiben Sie uns ein Kommentar.

Erhöhen UV-Filter in Sonnenschutzmitteln das Risiko für Krebs?

Nach aktuellem Wissensstand ist eine Erhöhung des Krebsrisikos durch UV-Filter nicht bekannt. Das deutsche Krebsforschungszentrums gibt an, dass es keine Belege aber auch keine wissenschaftlichen, klinischen Studien gibt, die auf ein verstärktes Krebsrisikos durch UV-Filter in Sonnenschutzmitteln hindeuten.6

Braucht man UV-Schutz im Auto?

Die meisten Autoscheiben schützen uns vor UV-B Strahlung, aber nicht ausreichend vor UV-A. Zu viel UV-A- Strahlung kann zu Hautschädigungen oder sogar Hautkrebs führen. Schützen sie sich deshalb im Sommer durch weitere Schutzvorrichtungen, Sonnencreme und Kleidung vor Hautbelastungen.15

Was bewirkt eine Sonnencreme?

Sonnencreme dient der Haut als Reflektionsschutz! UV-Strahlen werden durch sie reflektiert oder umgewandelt. Das wichtigste bei einer Sonnencreme ist der Lichtschutzfaktor kurz LSF. Dabei ist aber wichtig zu wissen, dass Sonnencreme auf der Haut einen Sonnenbrand verzögern, aber nicht verhindern kann.

Welche natürlichen Sonnencremes sind zu empfehlen?

Jede Haut reagiert anders auf bestimmt Inhaltsstoffe. Deshalb sollte die Auswahl des Sonnenschutzmittels nach individuellen Kriterien entschieden werden. Achten sie auf die Filterart und ob auch ein Schutz vor UV-A Strahlung enthalten ist. Auch auf die Inhaltsstoffe muss geachtet werden, besonders dann, wenn Überempfindlichkeiten oder Allergien vorhanden sind!

Was bringt mehrmaliges Eincremen?

Achtung! Auch mehrmaliges Eincremen schützt nicht länger vor Sonnenbrand und Hautschädigungen! Nachcremen macht nur zur Auffrischung des Schutzes Sinn, verlängert werden kann er dadurch nicht. Besonders nach dem Baden und Abtrocknen sollte der Sonnenschutz wieder Aufgefrischt werden.

Was tun gegen Sonnenbrand?

Erste Hilfe bei Sonnenbrand ist sinnvoll. Noch besser ist es natürlich ihn gar nicht erst auftreten zu lassen. Ist die Haut dennoch gerötet ist es wichtig sie zu kühlen und ihr bei der Regeneration zu helfen. Am besten etwas kalten Quark auf die betroffene Stelle verteilen. Das kühlt und beruhigt. Auch Ringelblumen-Öl oder -Creme wirkt beruhigend und kann nach dem Aufenthalt in der Sonne aufgetragen werden.

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