Natürliche Heilmittel für die Wechseljahre, die tatsächlich funktionieren

Dr. Claudia ReckMedizinisch begutachtet von Dr. Claudia Reck , Internistin. Am 30 Dezember 2019 geschrieben von Kathrin Stickel

Schnelle Fakten zu den Wechseljahren

  • Die Wechseljahre auch Klimakterium genannt, gliedern sich in mehrere Phasen rund um die Menopause und belasten viele Frauen sehr.
  • Die Wechseljahre beginnen meist zwischen dem 40. und 50. Lebensjahr und äußern sich durch Symptome wie unregelmäßige Blutungen, Hitzewallungen, Unruhe, Stimmungsschwankungen, Nervösität, verändertes sexuelles Verlangen und vielen anderen Beschwerden.
  • Auch Männer erleben Wechseljahre, meist aber schleichend und weniger belastend.
  • Eine Hormontherapie ist aktuell umstritten und wird nur in schweren Fällen eingesetzt. Wir wollen ihnen aufzeigen, was sie selbst gegen die typischen Wechseljahrsbeschwerden tun können.
  • Neben einer speziellen Ernährung, können auch pflanzliche Alternativen, Nahrungsergänzungsmittel, Homöopathie und andere natürliche Methoden gut helfen.

Bevor wir ihnen die besten natürlichen Heilmittel für Wechseljahrsbeschwerden vorstellen, möchten wir ihnen einen Überblick über diese Lebensphase geben, welche viele Frauen als nicht leicht und herausfordernd empfinden. Was steckt aus medizinischer Sicht dahinter? Wann beginnen die Wechseljahre? Muss ich verhüten? Sind auch Männer betroffen?

Alle wichtigen Fragen wollen wir klären, das Tabuthema offen besprechen um dann mit ihnen den natürlichen Weg zu gehen, Wechseljahrsbeschwerden mit Hilfe der Natur zu lindern.

Wechseljahre Ursachen- Was sind die Wechseljahre aus medizinischer Sicht?

Als Wechseljahre (auch Klimakterium genannt) wird die Übergangsphase von der Geschlechtsreife der Frau zum Senium genannt.1 Diese ist in verschieden Phasen unterteilt. In diesen Phasen ändert sich der Hormonhaushalt stark und die Regelblutungen werden unregelmäßig und bleiben dann ganz aus. Die Eierstöcke bilden immer weniger weibliche Geschlechtshormone und stellen nach und nach ihre Tätig­keit ein. Häufig kommt es zu Wechseljahrsbeschwerden. Neben körperlichen Beschwerden können auch physische und emotionale Veränderungen auftreten, die sich auf das Leben einer Frau auswirken, einschließlich ihres Sexuallebens.

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Die Wechseljahre Ursachen sind auf die hormonelle Veränderung zurückzuführen. Viele wichtige Fortpflanzungshormonen verändern sich, dazu gehören:2 3

  • Östrogen (Östron, Östradiol und Östriol)
  • Progesteron (Gelbkörperhormon)
  • Testosteron
  • Follikel-stimulierendes Hormon (FSH)
  • Gonadotropin-Releasing – Hormon (GnRH)
  • Luteinisierendes Hormon (LH)
  • DHEA (Dehydroepiandrosteron)

Wann beginnen die Wechseljahre?

PrämenopauseMenopausePerimenopause
Beginn der Wechseljahre. Zwischen dem 40. und 50. Lebensjahr bei Frauen. Der weibliche Zyklus wird unregelmäßig, die Blutungen treten in längeren Abständen auf, es finden weniger Eisprünge statt.
Meist werden die letzten 2-7 Jahr vor der Menopause mit dem Begriff Prämenopause beschrieben. Hier treten meist leichte Wechseljahrs-beschwerden auf.
Letzte reguläre Monatsblutung, die von den Eierstöcken ausgelöst und gesteuert wird. Von der Menopause wird nur dann gesprochen, wenn darauffolgend ein Jahr lang keine Blutung erfolgt ist. Der Zeitpunkt liegt durch-schnittlich um das 51. Lebensjahr herum.Die Phase um die Menopause, ungefähr zwei Jahre davor und zwei Jahre danach.
4

Verhütung in den Wechseljahren

Eine Schwangerschaft ist in allen drei Phasen der Wechseljahre möglich. Verhüten sie deshalb sowohl in der Prämenopause, als auch nach längerem ausbleiben der Monatsblutung. Selbst in der Perimenopause, also lang nach der Menopause, ist eine Schwangerschaft theoretisch noch möglich.1 Sprechen sie hier mit ihrem Frauenarzt über mögliche Verhütungsmethoden.

Wechseljahre Blutungen

Die Wechseljahre sind das Ende der fruchtbaren Lebensphase der Frau. Die Frau bekommt keinen Eisprung mehr. Zwei Hormone beeinflussen in dieser Zeit den weiblichen Zyklus verstärkt, das Östrogen (für das Wachstum der Schleimhaut der Gebärmutter) und Progesteron (stößt die Gebärmutterschleimhaut durch Blutungen wieder ab).

Gerade zu Beginn der Wechseljahre, haben Frauen fast immer unregelmäßige Blutungen. Einzelne Blutungen können stärker oder schwächer, kürzer oder länger ausfallen, als Frau es bisher gewohnt war. Starke und langanhaltende Blutungen können auch zu Blutarmut mit Eisenmangel führen, der sich durch Schwindel, Müdigkeit, und Antriebslosigkeit zeigt. Bei wechseljahresbedingten starken Blutungen bietet die Naturheilkunde einige Mittel an, die Linderung versprechen.

Wechseljahre Beschwerden

Östrogenmangel und dessen Folgen

Östrogene haben im Körper wichtige Aufgaben. Vor allem eine bedeutende Aufbau- und Schutzfunktion. Wenn ein Östrogenmangel in den Wechseljahren entsteht, äußert sich dies meist durch das klimakterische Syndrom. Hitzewallungen, vermehrtes Schwitzen, Nervosität, Depressivität und Schlafstörungen können die Folge sein. Auch treten häufiger Blasenentzündungen auf und Scheidentrockenheit nimmt zu.5

Folgende Symptomübersicht rund um die Menopause haben wir für sie zusammengefasst:

Hitzewallungen Wechseljahre

Einer der häufig auftretenden Symptome in den Wechseljahren sind die Hitzewallungen. Häufig überkommt die Betroffenen ein Schweißausbruch, der sich über das Gesicht, über den Hals, bis zum Oberkörper ausbreitet. Anschließend folgt häufig ein Frieren oder Frösteln.

Die Einzelheiten der genauen Funktionsweise von Hitzewallungen sind noch nicht vollständig bekannt. Die meisten Untersuchungen legen jedoch nahe, dass ein Mangel an Östrogen die Fähigkeit des Körpers, die Temperatur zu kontrollieren, beeinträchtigt.6

Die Faktoren, die die Häufigkeit und Schwere von Hitzewallungen erhöhen, variieren von Frau zu Frau. Häufige Auslöser sind:

  • warmes Wetter
  • Stress
  • würzige oder warme Speisen und Getränke
  • Alkohol

Weitere Tipps gegen Hitzewallungen:7

  • Entspannte Atemübungen am Morgen und in den Abendstunden können Hitzewallungen entgegenwirken. 2-3 Sekunden tief einatmen und langsam wieder ausatmen. Legen Sie sich dazu auf ihr Bett oder gemütlich auf das Sofa. Wiederholen Sie diese Übungen ca. 8-mal.
  • Heiße und würzige Gerichte sowie koffeinhaltige Getränke inkl. Alkohol nicht konsumieren. Auslöser für intensivere Hitzewallungen.
  • Genug Sonne, 20-30 min am Tag ohne Sonnencreme in die Sonne gehen (Vorsicht kein Sonnenbrand holen) um dadurch Sonne zu tanken und den Vitamin D Speicher aufzufüllen.
  • Kleiden Sie sich so, dass bei den kleinsten Hitzewallungen die Kleidungstücke einzeln schnell ausgezogen werden können. Der sogenannte Zwiebellock kann helfen. Auch Wechselwäsche kann Sicherheit geben und unangenehme Situationen vermeiden.
  • Vielen Frauen hilft auch das waschen der Unterarme mit lauwarmen Wasser, um wieder ein kühleres Körpergefühl zu erreichen.

Veränderte Sexualität- Warum beeinflusst die Menopause die Libido?

Ein weiteres bekanntes Symptom ist die Reduzierung der Libido der Frau. Einerseits können die physische Gesundheit, eine verminderte Durchblutung sowie Stress dazu führen, dass eine Abnahme der Libido beginnt. Aber auch Scheidentrockenheit verändert das sexuelle Verlangen vieler Frauen. Auch die Veränderung des Hormons Testosteron, was auch im Frauenkörper vorhanden ist, hat Auswirkungen.7

Das sexuelle Verlangen während des Übergangs in die Wechseljahre und der frühen Postmenopause sinkt. Beobachtungen aus der Seattle Midlife Women’s Health Study berichten, dass die vielen Nebenwirkungen in den Wechseljahren mit großer Wahrscheinlichkeit dazu führen, dass das Libido Niveau der Frau sinkt. Vor allem Stress und die typischen Wechseljahrssymptome wie Hitzewallungen und Schlafstörungen, führten hier zu einem verminderten sexuellen Verlangen.8

Gewichtszunahme Wechseljahren- Wie kann ich in den Wechseljahren schlank bleiben?

Viele Frauen klagen darüber, dass sie in den Wechseljahren zunehmen und vor allem der Bauch zulegt. Allein die Hormone sind an dieser Gewichtszunahme nicht schuld. Ebenfalls nimmt auch die Muskelmasse ab. Dies wird dadurch begründet, dass der Anteil des männlichen Hormons Testosteron größer wird. Folge davon ist die Fettanlagerung am Bauch, was bei Männern typisch ist und durch das Hormon begründet wird. Wenn also an Gewicht zugenommen wird, ist die Chance hoch, dass es sich als Bauchfett anlagert.

Wichtig ist zu wissen, mit höherem Alter brauchen Männer und Frauen weniger Kalorien. Der Nährstoffbedarf des Körpers sinkt, sowie auch der Grundumsatz. Hunger und Appetit bleibt jedoch meist unverändert. Hinzu kommt, dass wir uns mit zunehmendem Altem weniger bewegen. Also auch unser Leistungsumsatz sinkt. Wir verbrennen weniger Kalorien und nehmen auch deshalb zu.

Bei dem Aspekt der Gewichtszunahme geht es nicht nur um optische Gründe und Wohlbefinden, auch das Risiko an Diabetes oder Herz- Kreislauferkrankungen zu leiden steigt bei Übergewicht.9 Auch ist Sport sowohl für den Körper als auch für die Seele Stressabbau. Reizungen und depressive Phasen in den Wechseljahren, können so natürlich bekämpft werden.

Folgende Tipps sollten sie also beachten, wenn sie eine Gewichtszunahme vermeiden oder gering halten wollen:

  • Passen sie ihre Essgewohnheiten an. Essen sie weniger und vor allem proteinreicher. Dies benötigen Frauen mehr als Männer, um die Muskelmasse auch in den Wechseljahren zu halten.
  • Bleiben sie aktiv oder starten sie mit einer Sportart, die ihnen Spaß macht. Sport und ausreichend Bewegung sind unverzichtbar um das Gewicht dauerhaft zu halten. Auch für ihren Fitnesszustand, ihre Mobilität und ihre Beweglichkeit ist regelmäßiges Training wichtig. Kräftigen sie auch ihre Muskeln gezielt um die Kraft auch im hohen Alter zu behalten.

Schlafstörungen Wechseljahre

Schlafstörungen sind ebenfalls ein häufig genanntes Symptom, wenn es um die Wechseljahre geht. Die Betroffenen schlafen schlechter ein, schlechter durch und wachen auch häufig auf. Bedingt ist dies häufig durch nächtliches Schwitzen mit verbundener Unruhe.

Aber auch zahlreiche andere Ursachen wie beispielsweise Stress, Lebensstil oder Störungen im Schlaf sind möglich. Wenn sie langanhaltende Schlafprobleme haben, sprechen sie bitte mit ihrem Arzt über mögliche Ursachen und Behandlungsmöglichkeiten. Versuchen sie selbst durch Entspannung vor dem Zubettgehen, einen kühlen und dunklen Schlafraum, feste Schlafenszeiten und einer Abendroutine, ihre Schlafbedingungen zu verbessern.

Haarausfall Wechseljahre

„Bei Frauen ist es vor allem die hormonelle Umstellung während der Wechseljahre oder nach der Geburt eines Kindes, die zum Haarausfall führt.“10

 

Helfen kann die richtige Haarpflege. Vermeiden sie zu viel Shampoo, Tönungen und Färbungen. Fördern sie stattdessen die Durchblutung der Kopfhaut durch kämmen in alle Richtungen und durch Kopfhautmassagen.

Stimmungsschwankungen in den Wechseljahren

Scheuen sie sich nicht offen mit ihren Wechseljahren umzugehen. Ihr Umfeld wird sicherlich eine erhöhte Reizbarkeit und Stimmungsschwankungen an ihnen bemerken, das ist ganz normal und darf sein. Doch sie selbst können etwas gegen das Gefühl der Überforderung, den gefühlt erhöhten Stress und andere seelische Belastungen tun.

Versuchen sie aktiv zu entspannen und ihr Stressgefühl und die Belastungen zu lindern. Schauen sie doch mal bei unseren Tipps zur effektiven Stressbewältigung vorbei! So können sie die Wechseljahrssymptome wie Reizbarkeit, Stimmungsschwankungen, Überforderung und Gefühlsschwankungen entspannt entgegenwirken.

Wechseljahre Männer- Sind auch Männer von Wechseljahrsbeschwerden betroffen?

Kennen sie den Spruch: „Frauen werden älter, Männer nur interessanter“? Dieser Spruch steht sinnbildlich für die unterschiedliche Alterungswahrnehmung von Männern und Frauen. Männer sind bis ins hohe Alter zeugungsfähig. Heißt das, dass sie nicht von Wechseljahren und Beschwerden betroffen sind?

Nein keineswegs! Auch Männer erleben eine Phase (häufig wird sie „Andropause“ genannt) mit ähnlichen Symptomen wie die Frauen, meist nur sehr viel schwächer. Männer spüren mit zunehmendem Alter ebenfalls eine Abschwächung der Muskelkraft, eine verminderte Leistungsfähigkeit und sexuelle Veränderungen/Probleme, nehmen diese jedoch sehr schleichend war. 

Auch Haarausfall und Gewichtszunahme betrifft viele Männer. In der Wissenschaft, stehen die Männer ebenfalls deutlich weniger im Forschungsinteresse als Frauen in den Wechseljahren. Ursachen für die Andropause bei Männern geht vermutlich ebenfalls auf die Veränderungen im Hormonhaushalt zurück. So sinkt laut Untersuchungen der Testosteronanteil bei einem Drittel aller Männer.11

Auch depressive Verstimmungen und andere psychische Probleme sind keine Seltenheit. Männer müssen mit einem anderen Selbstbild zurechtkommen. Meist wird der Beruf weniger wichtig, durch den sich viele, in früheren Jahren stark identifiziert haben.

Auch das Partnerschaftsverhältnis verändert sich, die Kinder verlassen das Haus und der Lebensinhalt verändert sich zunehmend. Dies kann ebenfalls zu Stimmungsschwankungen und zu Veränderungen in der Selbstwahrnehmung führen. Haben sie also stets im Hinterkopf, dass auch Männer im Prozess des Älterwerdens mit Problemen und Anpassungen zu kämpfen haben, diese jedoch meist sehr schleichend auftreten.

Kann eine Hormontherapie helfen?

Bis vor ein paar Jahren war die Lösung der Wechseljahrsbeschwerden klar. Der Arzt verschrieb Hormone, die helfen sollten. Positive Nebeneffekte wie bessere Haut, Anti-Aging, weniger Brustkrebs und Demenz, mehr sexuelle Lust wurden versprochen.

„Im Jahr 2002 erhielt die Pilleneuphorie dann einen kräftigen Dämpfer. Eine umfassende Studie der amerikanischen Women’s Health Initiative (WHI) offenbarte, dass die Hormongabe bei gesunden Frauen zu deutlich mehr Herzinfarkten, Schlaganfällen, Thrombosen und Brustkrebs führte. Über 65-Jährige erkrankten zudem öfter an Demenz, Gallenleiden und Inkontinenz.“12

Diese Studie wurde sogar abgebrochen. Folgestudien bestätigten diese Ergebnisse und so kommt es, dass der natürliche Weg mit Wechseljahrsbeschwerden umzugehen, immer mehr ins Interesse rückt. Natürlich gibt es auch zahlreiche Gegenstimmen. Doch die Nachteile überwiegen meist trotzdem.12 Lassen sie sich individuell vom ihrem Arzt beraten, wenn sie eine Hormontherapie in Betracht ziehen und nehmen sie, wenn überhaupt nur kurzfristig und niedrig dosierte Präparate ein. Im Gegensatz zu alternativen Heilmethoden, kann es bei Hormonbehandlungen in den Wechseljahren zu vielen Nebenwirkungen kommen. Das gesteigerte Risiko für Blutgerinnsel, Schlaganfälle und Brustkrebs sind nur einige Beispiele. Nur ein ausgebildeter Experte kann das Nutzen-Risiko-Verhältnis mit ihnen genau besprechen. Daher sind Medikamente mit Hormonen verschreibungspflichtig.

„Der Berufsverband der Frauenärzte empfiehlt, dass Hormone nur bei starken Beschwerden und gesundheitlichen Risiken durch das Klimakterium gegeben werden sollen. Die Risiken müssen sorgfältig abgewogen werden. Auch sollte die Therapie nur so lange wie nötig durchgeführt werden.“13

Wechseljahre was hilft wirklich?

Pflanzliche Alternativen zu Hormonen

Hormone gegen Wechseljahresbeschwerden haben in der Bevölkerung keinen guten Ruf und auch die Forschungslage rät von einer Hormontherapie ab. Die Zeitschrift Ökotest hat deshalb mehrere pflanzliche Mittel gegen Beschwerden in den Wechseljahren untersucht. Die sogenannten Monopräparate (Ein-Wirkstoff-Präparate), haben hierbei die besten Wirkungen gezeigt. Auch gute Mischprodukte wurden getestet.13

Im ersten Test vor einigen Jahren, wurden beispielsweise alle Präparate, die einen Extrakt aus Traubensilberkerze enthalten, mit „sehr gut“ bewertet. 2018 sieht dies nun etwas anders aus. Die Note „gut“ ging jetzt nur noch an Traubensilberkerzen-Präparat“ – Remifemin ®. Hier sei aufgrund einer produktspezifischen Studie die Datenlage besser, schreibt Ökotest.12

Folgende Pflanzen stehen in der natürlichen Behandlung von Beschwerden vor, während und nach der Menopause im Interesse vieler Betroffenen:

Traubensilberkerze

Die Pflanze hat seit Jahrzehnten sich in Deutschland sowie in der westlichen Medizin zur Behandlung von Wechseljahresbeschwerden bewährt. Egal ob Hitzewallungen, Schweißausbrüche, Reizbarkeit, Sie wirkt gegen allgemeine Wechseljahresbeschwerden aber auch bei Schwindel und Kopfschmerzen.2

Auch wirken die Pflanzenextrakte positiv auf die Psyche da manche Präparate zusätzlich Johanniskraut beinhalten. Die Wirksamkeit ist bereits in mehreren Studien nachgewiesen worden.13

Soja

Hier gehen die Meinungen und Erfahrungen weit auseinander. Die Pflanze enthält Isoflavone, die unter anderem negative Auswirkungen auf die Gebärmutter haben können. Auch soll Soja die Funktion der Schilddrüse beeinflussen.

Dagegen sprechen Argumente wie der Osteoporose Schutz. Die Datenlage rund um die isoflavonhaltigen Produkte sind aktuell zu mangelhaft. Die Verbraucherzentrale rät deshalb ab, bzw. rät die empfohlenen Dosen genau einzuhalten. Keinesfalls bei östrogenabhängigem Brustkrebs verwenden!14

Rotklee

Für Präparate aus dieser Pflanze gilt Ähnliches wie für Soja. Sie enthalten ebenfalls Isoflavone.2

Johanniskraut

Johanniskraut wird bei leichten bis mittelschweren Depressionen eingesetzt, sowie bei Stimmungsschwankungen und Reizbarkeit.

Baldrian und Hopfen

Die beruhigende Wirkung hilft vielen Betroffenen gehen Unruhe und Reizbarkeit.15

Salbei

Als natürliches Mittel gegen Schweißausbrüche und übermäßiges Schwitzen in der Nacht

Wechseljahre Ernährung- Welche Rolle spielt die Ernährung?

Ein großer Teil spielt die richtige Ernährung um Symptome der Menopause zu lindern. Je älter Sie werden desto weniger Kalorien pro Tag benötigen Sie, teilweise bedingt durch Schwund von Muskelmasse und weniger Bewegung im zunehmenden Alter. Zu einer gesunden und ausgewogenen Ernährung gehören ausreichend viele Mineralien, sowie gesunde Fette.

Folgende Nahrungsmittel sollten Sie in ihren Ernährungsgewohnheiten mit aufnehmen:

Obst:

Im Idealfall kaufen Sie Bio Qualität. Durch die enthaltenen Antioxidantien können Sie gezielt mit den Ballaststoffen ihren Alterungsprozess verlangsamen.

Gemüse

Lebensmittel mit hohem Indol-3-Carbinol-Gehalt wie Brokkoli, Rosenkohl, Kohl und Grünkohl tragen zur Verbesserung des Östrogenstoffwechsels bei. Diese Gemüse enthalten auch viele Ballaststoffe, Vitamin C, Vitamin K und Elektrolyte, die für den Blutdruck und die Herzgesundheit wichtig sind.16

Ballaststoffe

Ballaststoffe sind deshalb so wichtig, da Sie die eigene Darmflora unterstützen. Ballaststoffe wirken sich positiv auf den Cholesterin- und Blutzuckerspiegel aus.

Phytoöstrogene Lebensmittel wie Natto oder Leinsamen

Fermentiertes Soja wie Tempeh, Miso und Natto, welche in Japan zahlreich verzehrt werden, können durchaus in geringen Mengen, bei Wechseljahrsbeschwerden helfen. Ebenso wie Leinsamen enthalten sie Phytoöstrogene (pflanzliche Östrogene), welche die körpereigenen Hormone ausgleichen können. Allerdings raten wir von diesen Lebensmitteln ab, wenn sie in der Vergangenheit an östrogenabhängigem Brustkrebs erkrankt waren. Bitte beachten sie auch, dass Isoflavone enthalten sind, welche negative Auswirkungen haben können und die Datenlage bisher zu wenig erforscht ist.17

Omega-3-Fettsäuren

Eine erhöhte Aufnahme von Omega-3-Fettsäuren können die negativen Effekte von zu viel Omega-6-Fettsäuren in den Zellmembranen verringern.

Eine schwedische Studie gibt Hinweise darauf, das Omega-3-Fettsäuren folgende positive Eigenschaften mit sich bringen:18

  • Risiko einer Fehlgeburt wird vermindert (Einnahme während der Schwangerschaft)
  • Verhinderung von postpartalen Depressionen
  • Probleme in den Wechseljahren können verringert werden
  • Verhinderung von postmenopausaler Osteoporose
  • Brustkrebsrisiko kann minimiert werden

Joghurt mit probiotischen Bakterien

Meistens bekannt aus der Werbung von zahlreichen Joghurt Sorten. Probiotika sind gesunde Bakterien, welche die Produktion und Regulation von Schlüsselhormonen (Insulin, Ghrelin und Leptin) verbessern können. Sehr oft vorhanden in Sauerkraut, Kuhmilch, Joghurt und weiteren zahlreichen fermentierten Lebensmitteln.

Flüssigkeit

Trockenheit spielt in den Wechseljahren eine große Rolle, vermutlich durch den niedrigeren Östrogenspiegel. Trinken sie deshalb genügend um ihren Körper ausreichend zu versorgen und nicht zusätzlich auszutrocknen.

Welche Nahrungsergänzungen können eine Linderung in den Wechseljahren bringen?

Vitamine

Nehmen sie ab dem 50 Lebensjahr täglich 1500mg Kalzium, 800 IE Vitamin D3 und ggf. Vitamin E ergänzend zu sich. Die Vorteile sind eine höhere Knochenstärke, Minimierung der Hitzewallungen durch Vitamin E. Achten Sie setzts auf die richtige Dosis da sonst Nebenwirkungen wie Blutungen, Schlaganfälle und Herzversagen auftreten können.

Mönchspfeffer

Mönchspfeffer (auch unter Vitex bekannt) gehört zur Pflanzengattung der Lippenblütlerfamilie. Die Blätter haben die Eigenschaften, Wechseljahrbeschwerden entgegenzuwirken. Egal ob Blutungsstörungen oder bei Brustspannungen, der Mönchspfeffer kann die Symptome lindern. Von vielen Frauenärzten wird er auch bei Zyklusstörungen und Hormonschwankungen empfohlen.19

Maca- Wurzel

In den peruanischen Anden wird Maca-Kraut seit vielen Jahrtausenden angebaut und bei hormonellen Problemen eingesetzt. Auch hier wird es inzwischen als Nahrungsergänzungsmittel angeboten und kann ggf. helfen. Besonders als Libido steigernd wird es beworben. Die Datenlage ist bisher leider nicht ausreichend um das Risiko-Nutzen- Verhältnis wissenschaftlich basiert abzuwägen.20 Klären sie deshalb eine Einnahme unbedingt mit ihrem Arzt ab und nehmen sie nicht mehr als 900-1800 mg täglich zu sich!

Adaptogene Kräuter

Eine Vielzahl von Adaptogene Pflanzen helfen ihnen eine Vielzahl von Krankheiten zu lindern und Stress abzubauen. Dazu gehört der echte Ginseng, die Taigawurzel, das chinesische Spaltkörbchen, die Rosenwurz und viele weitere.21

Pflanzliche Adaptogene sind Stoffe sie die Anpassung an Stressoren unterstützen, indem die Körperfunktionen unter Stress normalisiert wird. Die Stressresistenz wird somit erhöht.  Wer unter Reizbarkeit, Erschöpfung, Leistungsabfall und Konzentrationsstörungen in den Wechseljahren leidet, dem können adaptogene Kräuter potentiell helfen.

Eine Studie aus 2012 beobachte positive Effekte auf Menschen mit Lebensstress-Symptomen (z.B. Reizbarkeit in den Wechseljahren) dank der eines Rosenwurz-Spezialextraktes.22

CBD Hanföl

Es gibt zwar keine Hinweise darauf, dass CBD-Öl wahrscheinlich alle Symptome der Menopause beeinflusst, es könnte jedoch für Folgendes hilfreich sein:

Schlafstörungen:

Im Jahre 2016 wurde eine Studie veröffentlicht, in der hervorgeht, dass Personen die an einer posttraumatischer Belastungsstörung litten, CBD-Öl die Schlafstörungen und Angstzustände reduzieren kann.23

Reizbarkeit und depressive Verstimmungen:

Reizbarkeit gehört zu den Top 3 Symptomen in den Wechseljahren. Eine Studie aus dem Jahr 2010 an Mäusen ergab, dass CBD ähnlich wie Antidepressiva im Gehirn wirkt und die Symptome einer Depression lindert. Eine potentielle Wirkung bei ähnlichen Beschwerden in den Wechseljahren ist also durchaus denkbar.24

Pflanzliches Eiweiß gegen frühe Menopause und Muskelerhaltung

Viele Frauen kommen schneller als erwartet in die Wechseljahre, viele teilweise schon ab 40 Jahre. Die Prämenopause beginnt jedoch im Schnitt zwischen 46-47 Jahren.

Aus der Literatur geht hervor, dass eine hohe pflanzliche Proteinzufuhr die weibliche Fortpflanzungsfunktion verlängern kann. Aktuell belegt eine Studie aus der University of Massachusetts, dass Frauen die ca. 6,5 % aus pflanzlichen Proteinen zu sich nehmen, ein 16% geringeres Risiko haben, vor dem 45 Lebensjahr in die Wechseljahre zu kommen.Getestet wurde an 86.000 Teilnehmer.Die frühe Menopause, die Beendigung der Eierstockfunktion vor dem 45. Lebensjahr, betrifft etwa 10 Prozent der Frauen und ist nach Angaben der Autoren mit einem höheren Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Osteoporose und frühzeitigen kognitiven Rückgang verbunden. Nur wenige Studien haben ausgewertet, wie die Proteinaufnahme mit dem Timing der Wechseljahre zusammenhängt, und ihres Wissens ist dies die erste, die sich speziell mit den frühen Wechseljahren befasst.25 

Auch für die Erhaltung der Muskeln spielen Proteine eine wichtige Rolle. Frauen essen häufig zu wenig davon. Um die Muskelmasse zu erhalten und die pflanzliche Proteinzufuhr ausreichend aufzunehmen sollten sie vermehrt

  • Erbsen,
  • Linsen,
  • Bohnen,
  • Quinoa,
  • Brunnenkresse,
  • Nüsse,
  • und andere proteinreiche pflanzliche Lebensmittel essen.

Wechseljahre und Homöopathie

Hilft Homöopathie in den Wechseljahren gegen Hitzewallungen und andere Begleiterscheinungen wirklich?

Viele Betroffene schwören auf die kleinen Globuli und sind von ihrer Kraft überzeugt. Im Folgenden möchten wir ihnen eine Übersicht über die wichtigsten Globuli in den Wechseljahren geben, sodass sie für die den homöopathischen Ansatz ausprobieren können.26 27

Homöopathische ArzneiSymptomeDosis
Sanguinaria (D6-12)Hitzewallungen, Bluthochdruck, Gesichtsröte, brennende Hände und Füße, Kopfschmerzen, Verschleiß im Bewegungsapperat3-mal täglich
5 Globuli
Lachesis (D12)Hitzewallungen, Schweißausbrüche oder frösteln, häufig linksseitige Beschwerden, hitziger Kopf, Engegefühl, Stimmungsschwankungen2-mal täglich
5 Globuli
Pulsatilla (D12)Psychosomatische Reaktionen auf Stimmungsschwankungen, Nachtschweiß, launisch, starkes Hitzegefühl2- mal täglich
5 Globuli
Glonoinum (D12)Kopfschmerzen bei ausbleibender Monatsblutung, Hitzewallungen2-mal täglich
5 Globuli
Platinum metallicum (D12)Starkes sexuelles Verlangen, Stimmungsschwankungen, Unterleibsschmerzen2-mal täglich
5 Globuli
Sepia (D12)Überforderung, Hitzewallungen bei geringer Anstrengung, alles ist einem zu viel, vermindertes sexuelles Verlangen, Blasenentzündung, Erschöpfung 2-mal täglich
5 Globuli
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Eine Idee zu “Natürliche Heilmittel für die Wechseljahre, die tatsächlich funktionieren

  1. Hanna Adams sagt:

    Vielen Dank für den Beitrag zu natürlichen Heilmitteln bei den Wechseljahren. Meine Tante nutzt für ihre Wechseljahre verschiedene homöopathische Arzneimittel, die ihr helfen mit den Veränderungen zurechtzukommen. Gut zu wissen, dass auch Männer von Wechseljahren beeinflusst sein können, diese aber nicht als besonders belastend empfinden.

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