Gesunde Öle auch für Hunde

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Bislang beschränkten wir uns hier nur auf unsere eigene Gesundheit. Doch liegt vielen von uns genauso die Gesundheit unserer tierischen Freunde am Herzen. Wenn man sich umschaut, findet man fast alles, was für uns an Mitteln der Natur für gut befunden wird, auch bei Tieren angebracht. Das geht soweit, dass es auch spezialisierte Heilpraktiker für Tiere gibt und man jede Menge naturheilkundige Beiträge findet, die sich speziell an unsere Haustiere richten.

Dies war für uns Anlass, dass Thema in Gänze aufzugreifen und nach einzelnen Aspekten zu schauen, die wir aus unserer Sicht für interessant und aufschlussreich halten. Deshalb beginnen wir heute mit dem Thema gesunde Öle für Hunde, das weitaus umfangreicher ist als wir zu Beginn unserer Recherche gedacht haben. Denn Öle haben bei Hunden sowohl eine futterergänzende Aufgabe als auch eine pflegende und heilende.

Welche Öle für Hunde verwendet werden.

Sowohl tierische als auch pflanzliche Öle werden zur Pflege und Ernährungsergänzung von Hunden eingesetzt. Einige Öle sind dem Trockenfutter beigemischt, einige Öle gelten als sinnvolle Nahrungsergänzung, um eventuell einseitige Futtermittel oder Fütterungsarten, wie z. B. BARF, mit gesundheitlich empfehlenswerten Zusatzstoffen zu ergänzen. Nicht alle Speise-Öle, die für den Menschen verträglich sind, sind auch für Hunde geeignet. Manche Öle sind auch bedenklich.

Zudem gibt es Pflege-Öle, die Fell, Pfoten und die Haut pflegen und schützen, sowie teils auch gegen Parasiten – wie z.B. Zecken, Milben oder Flöhe – schützen sollen. Einige der im weiteren vorgestellten Öle, können sowohl äußerlich und innerlich beim Hund angewendet werden. 

Speiseöle

Wie beim Menschen so wird auch bei Hunden der förderliche Verzehr von kaltgepressten Speiseölen und Fischölen hervorgehoben und bei der Verwendung von raffinierten Ölen sich eher zurückzuhalten. Besonders die mehrfach ungesättigten Fettsäuren Omega 3 und Omega 6 – auch essentiell bezeichnet – werden hier genannt. Diese essentiellen Fettsäuren kann der Körper des Hundes nicht selbst bilden und müssen deshalb ausreichend über die Nahrung zugeführt werden. Ein Mangel kann der Haut schaden, macht Infekt anfälliger, kann das Wachstum stören und zu übermäßigen Haarausfall führen. 

Zu den tierischen Ölen, die essentielle Fettsäuren besitzen, und häufig Verwendung finden zählen Lebertran, Dorschöl oder Lachsöl.

Zu den pflanzlichen, kaltgepressten Ölen, die bei der Hundeernährung häufig zugegeben werden, zählen Leinöl, Weizenkeimöl, Maiskeimöl, Hanföl, Kokosöl, Borretschöl, Distelöl, Olivenöl, Rapsöl, Distelöl, Walnussöl, Nachtkerzenöl, Traubenkernöl, Sanddornöl, Sesamöl, Arganöl, Hagebuttenkernöl und Schwarzkümmelöl.  

Nur kaltgepresste Öle sind sinnvoll

Für alle Öle gilt, dass nur kaltgepresste Öl die essentiellen Fettsäuren enthalten können und diese auch nur enthalten bleiben, wenn sie nicht über 40 Grad erhitzt werden. Öl, die zum Braten verwendet wurden, eignen sich nicht zur Futterergänzung. Öle, die raffiniert hergestellt werden, müssen nicht schaden, nutzen jedoch zur Ernährung kaum. 

Problematisch bei kaltgepressten Ölen ist ihre Haltbarkeit. Geschlossen kann man sie bestenfalls bis zu 12 Monate aufbewahren, dies jedoch nur, wenn sie kühl und dunkel gelagert werden. Geöffnet sollte sie innerhalb von 2 bis 3 Monaten verbraucht werden. Der Grund liegt genau dort, was sie so wertvoll macht: die ungesättigten Fettsäuren und auch andere Stoffe oxidieren bei Licht und Luft und lassen das Öl ranzig werden.     

Aus tiermedizinischer Sicht gibt es keinen nachweislichen Mehrwert für die Zugabe von Speiseölen, sofern die Hunde spezielle auf die physiologischen Bedürfnisse von Hunden zusammengestellt Tiernahrung erhalten. Solches Fertigfutter bietet üblicherweise alle notwendigen Nährstoffe. 

Wenn Öl als Futterzugabe, dann öfter wechseln

Wenn dennoch Speiseöl zugegeben wird, ist es aus Sicht der Veterinäre empfehlenswert, Öle als Futterzusatz zu wechseln. Zum einen, weil jedes Öl eine eigene Fettsäurezusammensetzung aufweist und die Aufnahme dieser Fettsäuren somit optimiert werden kann. Zum anderen, da es bei ständigem gleichem Gebrauch eines Öls zu allergischen Reaktionen kommen kann. Zitat aus Dis. „Erhebungen zur Fütterung von Hunden und Katzen mit und ohne Verdacht auf eine Futtermittelallergie in Deutschland“ Nicola Stephanie Becker, München 2009:

„Bei Hunden und Katzen gibt es eine Menge potentieller Futtermittelallergene. Aufgrund der vielen Inhaltsstoffe in kommerziellen Tierfuttern ist es jedoch schwierig, das spezifische ursächliche Futterallergen zu ermitteln. Jede beliebige Futterkomponente ist ein potentielles Allergen, jedoch treten in der Regel Reaktionen auf Proteine auf. Reaktionen auf Zucker oder Mineralien sind dagegen sehr selten.“

Prinzipiell gelten raffinierte Öl und Fette als wenig geeignet für Hunde, da sie keinerlei sinnvolle Nährstoffe bieten und in der industriellen Herstellung, bei der oft nicht natürliche Stoffe eingesetzt werden und es zu belastenden Transfetten kommen kann. Zudem gelten folgende kaltgepressten Öle auch als wenig oder ungeeignet: Erdnussöl, Haselnussöl, Kürbiskernöl, Maiskeimöl, Mandelöl, Sonnenblumenöl, Sojaöl und Sesamöl aufgrund ihres hohen Anteils an Omega-6 Fettsäuren als weniger geeignet. Zudem können sie Allergien auslösen oder enthalten Stoffe, die vom Hund nicht gut ausgeschieden werden können.

Pflegeöle

Pflegeöle für Hunde, die äußerlich angewendet werden, dienen überwiegend zur Prävention, z.B. gegen Streusalz, und zur Linderung der Symptome (z. B. Juckreiz) bei Hautirritationen oder Hauterkrankungen. 

Die Grundsubstanz vieler Pflegeöle ist meist ein synthetisch gewonnenes Öl, wie Paraffin. Paraffin ist in jüngster Zeit in Verbindung mit dem Ruf nach Naturkosmetik in Verruf geraten, wobei aus dermatologischer Sicht nichts Nachteiliges über Paraffin bekannt ist. 

Zu den pflegenden Pflanzenölen werden Kokosöl, Borretschöl, Schwarzkümmelöl gezählt, die sowohl zur äußeren und inneren Verwendung empfohlen werden. Zur äußeren Pflege werden Nachtkerzenöl, Macadamiaöl, Aloe Vera, Rizinusöl, Babassuöl, Olivenöl und weitere.

Ätherische Öle

Bei ätherischen Ölen, auch Aromaöle genannt, wird aus tiermedizinischer Sicht bei Hunden und auch anderen Haustieren zur Vorsicht angeraten. Zudem gilt der therapeutische Nutzen als sehr zweifelhaft. Einzig Lavendelöl soll bei einigen Hunden die beruhigende Wirkung zeigen, die man ihm auch bei Menschen zuspricht. Es ist zudem unbedenklich.

Doch viele ätherische Öl gelten sogar als toxisch für Hunde. So u.a. Pfefferminzöl, Teebaumöl, Kieferöl, Süße Birke, Zitrusöl und alle Öle, die Tannin enthalten. Auch wenn einige ätherische Öle als unbedenklich gelten, sollten sie nie ins Futter von Hunden gelangen. Inwiefern eine Aromatherapie für Hunde sinnvoll ist, sollte man im Zweifel am besten mit einem Tierarzt klären.

Naturheilmittelöle

Zu den Naturheilmittelölen zählen schon einige der genannten Speiseöle und ätherischen Öle, wie Lavendelöl. Besonders das Schwarzkümmelöl verdankt seinen noch jungen guten Ruf einem Teilnehmer von „Jugend forscht“. Er will entdeckt haben, dass sein Hund durch Einnahmen des Öls zeckenfrei blieb. Zudem soll sich Schwarzkümmelöl auch positiv auf die Atemwege auswirken. Der wirklich wissenschaftliche Nachweis wurde bislang jedoch nicht erbracht. 

Ähnlich euphorisch wird derzeit das Wirkungsspektrum Hanf-, Hanfsamen- und CBD Öl für Hunde beschrieben. Zu CBD im Allgemeinen gibt es bislang nur wenig Forschungsergebnisse, die diese Euphorie bestätigen könnten. Im Gegenteil: aus wissenschaftlicher Sicht stehen die Nachweise eine Wirkung noch aus. Dennoch gibt es zunehmend Erfahrungsberichte von Hundhaltern, die eine positive Wirkung auf verschieden Symptome erkannt haben wollen. Auch in der Tiermedizin öffnet man sich zunehmend diesem Thema. So will die Tierklinik Ismaning in München beruhigende Wirkungen bei Stressereignissen festgestellt haben (Silvester, Gewitter, Tierarztbesuch, Tier aus dem Tierheim, Eingliederung in eine bereits bestehende Gruppe).

Wichtige Ausnahme: Falls eine Hündin trächtig ist, soll man ihr kein CBD verabreichen. Untersuchungen ergaben, man könne nicht ausschließen, dass Cannabidiol die Entwicklung des Mutterkuchens stören könnte.  

Dosierung der Öle: Viel hilft nicht immer viel

Wenn es um Zugabe von Ölen zu einer gesunden Ernährung geht, sprechen wir meist von Teelöffel-Einheiten. Für kleine bis mittelgroße Hunde reicht meist halber Teelöffel Öl pro Tag, über das Futter gegeben, aus. Bei großen Hunden gilt empfiehlt man einen Teelöffel pro 20 kg Körpergewicht. 

Für Heilmittel-Öle gibt es üblicherweise die Tropfen-Einheiten. Hier sollte man sich an den Empfehlungen der Hersteller orientieren, wie dies z. B. der Spezialanbieter Fitono sehr schön erklärt.

Für alle Öle gilt: Viel hilft nicht immer viel. Und bei Futterergänzung empfiehlt es sich, öfter mal das Öl zu wechseln.

   

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