Ernährung und Krebs

Julia WeigandMedizinisch begutachtet von Julia Weigand, Fachwirtin für ambulante medizinische Versorgung(Ernährungsmedizin) sowie Ernährungscoach.Am 29. Februar 2020 geschrieben von Kathrin Stickel

Fakten zu Ernährung und Krebs

  • Die eine einheitliche Empfehlung zu Ernährung bei Krebs gibt es nicht! Die Ernährung sollte sich stets nach Körperzustand, Verlauf und individuellem Bedarf richten.
  • Ziel einer Ernährung bei der Diagnose Krebs ist es, den Körper im Kampf gegen die Krankheit mit allen wichtigen Nährstoffen zu versorgen und so bestmöglich zu unterstützen. Wie genau das aussehen kann lesen sie  im Artikel!
  • Achtung bei den sogenannten Krebsdiäten! Häufig sind diese mit der Gefahr einer einseitigen Mangelernährung verbunden.
  • Mit einer gesunden Ernährung können sie den Krankheitsverlauf zusätzlich verbessern. Allein durch Ernährung kann der Krebs nicht geheilt werden!
  • Nahrungsergänzungsmittel können bei einem starken Nährstoffmangel helfen. Sie sind aber nicht immer erforderlich. Bitte sprechen sie alle zusätzlichen Heilmethoden, auch eine Ernährungsumstellung immer mit ihrem Arzt ab.
  • Hier finden Sie unseren Podcast zum Thema „Ernährung bei Krebs

Die Frage wie man sich bei Krebs gesund ernährt, beschäftigt viele Betroffene. Muss ich auf bestimmte Lebensmittel verzichten? Hilft eine spezielle Krebsdiät? Auf was muss ich in der Ernährung achten, wenn ich mich in einer Chemotherapie befinde?

Im Dschungel der Antworten ist es schwierig passende und seriöse Tipps zu finden. Häufig versprechen Wunderdiäten eine Verbesserung oder gar Heilung der Krankheit. Doch was kann den Körper im Kampf gegen den Krebs wirklich unterstützen?

Was ist Krebs?

Unter dem Begriff „KREBS“ werden eine Menge von Erkrankungen zusammengefasst. Diese sind durch verschiedene Symptome und Verläufe gekennzeichnet.  Fachleute und Mediziner beschreiben Krebs als unkontrolliertes vermehren von eigenen Körperzellen. Tumore sind die folge, diese können gutartig oder bösartig sein! Nur die bösartigen Tumore werden als Krebs bezeichnet! Diese Tumore wachsen schnell und zerstören so das Gewebe um sie herum. Wenn sich Tumore an anderen Stellen bilden und streuen spricht man von Metastasen. Bei Leukämie also Blutkrebs bilden sich dagegen keine Tumore hier ist der ganze Körper betroffen, überall im Blutkreislauf befinden sich hier Krebszellen.


Zusammengefasst
: Krebs umfasst eine Reihe von Erkrankungen. Hier entstehen meist gutartige oder bösartige Tumore welche durch ein unkontrolliertes Vermehren von veränderten Körperzellen entstehen.

Wie entsteht Krebs?

Gesunde Zellen werden zu Krebszellen. Ursache kann zum eigenem ein verändertes Erbmaterial sein, zum anderen kann dieses auch falsch erfasst werden! Ungesunde Lebensweise sowie eine einseitige Ernährung können eine Krebsentstehung ebenfalls begünstigen.Auch ein angeborenes erhöhtes Risiko an Krebs zu erkranken gibt es!Des Weiteren gilt, umso älter man ist, umso höher ist das Risiko, dass im Erbmaterial Fehler entstehen und es zur Veränderung gesunder Zellen kommt. So wird erklärt, dass das Krebsrisiko im Alter erhöht ist!Die Wissenschaft vermutet darüber hinaus auch ein Einwirken von Stress auf das Entstehungsrisiko. Hier fehlen die Belege bisher!


Zusammengefasst
: Krebszellen entwickeln sich aus gesunden Körperzellen. Ursachen können unterschiedlich sein und zusammenspielen. Im Alter steigt das Risiko für eine Krebserkrankung!

Wie erkennt man Krebs?

Ziel der Krebsvorsorge ist es, eine Erkrankung zu erkennen, bevor Beschwerden auftreten! Aus diesem Grund sollte eine Krebsfrüherkennungsuntersuchung, welche regelmäßig von der Krankenkasse bezahlt wird, auch in Anspruch zu nehmen! Folgende Krebsarten werden hier in der Regel abgeklärt:

  • Darmkrebs
  • Brustkrebs
  • Gebärmutterhalskrebs
  • Hautkrebs
  • Prostatakrebs

Ein Krebsverdacht sollte umgehend abgeklärt werden! Meist sind mehrere Untersuchungen von Nöten um eine sichere Diagnose zu stellen. Röntgen, CT oder MRT sind hier gängige Verfahren zur Diagnostik! Auch Gewebeproben sind häufig von hoher Wichtigkeit, auch um festzustellen, ob der Tumor gut- oder bösartig ist, sowie die Fortschreitung der Erkrankung zu erkennen.

Unser Tipp:

Holen sie sich immer eine Zweitmeinung ein!


Zusammengefasst
: Die Krebsvorsorge dient zur Früherkennung von Krebs. Einige Krebsarten sollte man regelmäßig abklären lassen, die Kosten übernimmt in der Regel die Krankenkasse. Lassen sie einen Krebsverdacht schnellstmöglich abklären! Hier stehen verschiedene Diagnostikverfahren zur Verfügung.

Alternative Heilmethoden bei Krebs

WICHTIGER HINWEIS VORAB:

Krebserkrankungen sind sehr ernstzunehmende Krankheiten, die auf keinen Fall unterschätzt werden sollten! Allein durch Ernährung kann eine bestehende Krebserkrankung nicht geheilt werden. Eine gesunde Ernährung kann den Krankheitsverlauf jedoch positiv beeinflussen und das Leben verlängern. Bitte sprechen sie alle zusätzlichen Heilmethoden immer mit ihrem behandelnden Arzt ab, dazu zählt auch eine Ernährungsumstellung! Es ist wichtig parallel alle Werte im Blick zu behalten um Effekte schnell erkennen zu können.

Ernährung bei Krebs

 „Die Ernährung spielt bei der Entstehung und beim Verlauf von Krebserkrankungen eine maßgebliche Rolle. Schon lange wird vermutet, dass eine ungünstige Ernährungsweise für etwa 30 bis 40 Prozent aller Krebserkrankungen verantwortlich ist.“ 1

Eine gesunde Ernährung kann Menschen mit der Diagnose Krebs helfen den Krankheitsverlauf positiv zu beeinflussen. Dabei gibt es das eine Grundrezept für eine gesunde Ernährung bei Krebs nicht! Es ist wichtig den Körper mit allen wichtigen Nährstoffen zu versorgen und auch über die Nahrung genügend Energie aufzunehmen um den Körper beim Kampf bestmöglich zu unterstützen! Es gilt nicht zu viel zu essen bzw. bei Appetitlosigkeit auf genügend Kalorien und Nährstoffe zu achten.  Dies kann also eine höchst individuelle Ernährung bedeuten, bei der alle Werte ärztlich im Blick gehalten werden sollten!

Lassen sie bei einer Krebserkrankung also unbedingt einen Mangel an bestimmten Nährstoffen abklären. Auch sie selbst können ihren Ernährungszustand selbst reflektieren. Die Deutsche Ernährungsgesellschaft für Ernährungsmedizin stellt hier einiges zur Verfügung:

Mangelernährung Screenings

Sprechen sie ihren Ernährungszustand auch regelmäßig beim Arzt an. Hier kann der Experte helfen und so ggf. sogar ihre Lebenszeit verlängern!

„Wird der Ernährungszustand von Krebspatienten regelmäßig kontrolliert, können entsprechende Maßnahmen einem Energie- und Nährstoffmangel entgegenwirken: Fachleute sprechen von Ernährungssupport. Eine solche Unterstützung kann dazu führen, dass Behandlungen besser vertragen werden. Das kann sich auf Lebensqualität, Behandlungserfolg und damit auf die Überlebenszeit auswirken.“ 2


Zusammengefasst
: Ernährung spielt bei der Entwicklung von Krebs meist eine Rolle! Menschen mit Krebsdiagnosen kann eine gesunde Ernährung helfen, den Verlauf positiv zu beeinflussen. Ziel ist es, mit guter Ernährung, den Körper mit allen wichtigen Nährstoffen zu versorgen!

Ernährung gegen Krebs?

Die aktuelle Studienlage hat sich in der Vergangenheit viel mehr mit dem Thema der Krebsprävention beschäftigt, als mit dem Thema wie man den Krebs durch Ernährung besser besiegen kann. Vor allem die wissenschaftlichen Beweise fehlen hier!

Experten raten zu einer überwiegend pflanzlichen Ernährung. Dennoch gilt, essen sie sehr abwechslungsreich. Primäres Ziel einer gesunden Ernährung bei Krebs ist es, den geschwächten Körper mit allen wichtigen Nährstoffen zu versorgen, welche er für den schweren Kampf benötigt!

Verzehren sie also hauptsächlich Vollkorn, Obst und Gemüse, aber auch Rohkost. Fleisch gehört zu einer gesunden Ernährung dazu, achten sie darauf eine gute Qualität zu kaufen und möglichst zu unverarbeiteten, weißen Fleischsorten zu greifen.

Verzichten sie häufiger auf rotes Fleisch wie Rind, Schwein, etc.

„Als Richtwert wird empfohlen, nicht mehr als ungefähr 500 Gramm rotes Fleisch pro Woche zu essen (500 Gramm Kochgewicht, was ungefähr 700-750 Gramm Rohgewicht entspricht, je nach Zuschnitt und Zubereitung).“3

Bereichern sie ihren Speiseplan gerne öfter mit fettreichem Fisch und gesunden Ölen. Auch Nüsse sind tolle Nährstofflieferanten!

Aber Achtung, die Menge macht es aus! Snacken sie gerne ein paar Nüsse, eine Hand voll ist ein gutes Richtmaß!

Auch sehr wichtig ist es, die Lebensmittel rasch zu verarbeiten. Dies gilt besonders für Obst und Gemüse. Am besten frisch kaufen und gleich verarbeiten.

Wer das nicht schafft, weil der Kampf gegen Krebs häufig mit vielen anderen Belastungen und Zeitfressern verbunden ist, dem empfehle ich auch auf konservierte z.B. eingefrorene Lebensmittel zurückzugreifen! Durch das Einfrieren bleiben viel Vitamine enthalten. Viel mehr, als es bei einer zu langen oder falschen Lagerung der Fall wäre! In Dosen konservierte Lebensmittel, mit viel Zucker oder Salz, jedoch besser meiden!


Zusammengefasst
: Die Wissenschaft hat sich in der Vergangenheit mehr mit der Ernährung zur Krebsprävention, als mit der Frage einer passenden Ernährung bei Krebs, beschäftigt. Eine möglichst fleischarme und abwechslungsreiche Ernährung wird empfohlen. Auch auf Frische sollte geachtet werden.

Seelischen Aspekte des Essens bei Krebs

Gerade bei Krebs ist es auch für die Seele so wichtig sich gut und lecker zu ernähren. Ausgewogene und mit Mühe gekochte Mahlzeiten steigern die Lebensqualität! Die leidet bei einer Krebserkrankung häufig stark. Gesundes, leckeres Essen kann ihnen bei der schlimmen Diagnose also helfen, den Lebensmut zu behalten!


Zusammengefasst
: Mit Genuss essen, vor allem bei einer Krebserkrankung!

Welche Lebensmittel haben krebsbekämpfende Eigenschaften?

Häufig liest man von Lebensmitteln mit krebsbekämpfenden Eigenschaften. Ein Wundermittel gegen Krebs gibt es aber nicht! Neue Erkenntnisse geben Hinweise darauf, dass es jedoch auch auf die Art des Gemüses ankommt, welches gegessen wird. Viele Gemüse- und Obstsorten enthalten wertvolle Verbindungen und Inhaltsstoffe die bei Krebs unterstützend wirken können!

Hier einige gesunde Beispiele!

Trauben

Wirkstoffe: Resveratrol, OPC

Erste Forschungszusammenfassungen unterstützen erste Studien, welche das Potential von Traubenkernextrakten, zur Vorbeugung verschiedener Krebsarten, erforscht haben. 4

Kohlarten und Kohlrabi (Kreuzblütler)

Wirkstoffe: Allicin, Sulforaphan

Studien geben Hinweise auf einen Zusammenhang einer Blasenkrebserkrankung und den Verzehr von Kreuzblütlern.5

Auch das Risiko an Darmkrebs oder Prostatakrebs zu erkranken kann durch Kohlarten reduziert werden.6 7

Knoblauch und Knoblauchverbindungen wie Bärlauch

Wirkstoffe: Allicin

Laut einer Studie der Universität Cheng-du (China) verringert ein hoher Verzehr von Allium-Gemüsearten, zu der auch Bärlauch zählt, das Risiko einer Magenkrebserkrankung.7

Kurkuma

Wirkstoffe: Curcumin

Einige Laborstudien an Krebszellen haben gezeigt, dass Curcumin krebsbekämpfend wirkt. Es scheint in der Lage zu sein, Krebszellen abzutöten und das vermehrte Wachstum zu verhindern. Wirkungen auf Brustkrebs, Darmkrebs, Magenkrebs und Hautkrebszellen konnten festgestellt werden.8

Zitrusfrüchte wie Orangen

Wirkstoffe: Vitamine, Polyphenole, Mineralstoffe, Ballaststoffe, Flavonoide

Studien belegen die Risikoreduzierung bei Bauchspeicheldrüsenkrebs, Speißeröhrenkrebs, Magenkrebs und Brustkrebs.9 10

Avocado

Wirkstoffe: Avocatin B

Avocados können zur Vorbeugung und Behandlung von Krebs beitragen. Eine 2015 in Cancer Research veröffentlichte Studie ergab, dass Avocatin B, eine von Avocado abgeleitete Verbindung, zur Abtötung von Leukämiezellen beitragen kann. 11


Zusammengefasst
: Einige Lebensmittel sollten sie unbedingt in den Speiseplan einbauen, ihre wichtigen Inhaltsstoffe sind nicht nur bei einer Krebserkrankung für den Körper wichtig! Studien geben Hinweise auf die Wirksamkeit in der Krebsprävention und Krebsbekämpfung.

Unterschiede in den Krebsarten?

Ernährung bei Chemotherapie?

Die einzelnen Krebsarten wurden in Hinblick auf eine passende Ernährung noch zu wenig in den Blick genommen um gesicherte Empfehlungen geben zu können! Die meisten Behörden empfehlen die gleiche Ernährung wie auch zur Krebsprävention.

Anders sieht es aus, wenn sie beispielsweise durch eine Chemotherapie viel Gewicht verloren haben! Dann können unterstützende Maßnahmen von Nöten sein.

„Relativ neu sind Erkenntnisse über die Möglichkeiten, das Rückfallrisiko durch Ernährung und Lebensstil zu beeinflussen.“ 12


Zusammengefasst
: Vermeiden sie besonders während der Chemotherapie eine Mangelernährung! Eine gesunde Ernährung ist auch nach einer Krebsbehandlung wichtig um das Rückfallrisiko zu verringern!

Ernährung bei Brustkrebs

Im Bereich Brustkrebs sind bereits hinweisgebende Studien durchgeführt worden:

„Vieles weist darauf hin, dass bei Frauen mit Brustkrebs ein gesundes Körpergewicht und körperliche Aktivität die Lebensqualität verbessern können und mit einer höheren Überlebenschance verbunden sind.“14

Eine klare Empfehlung oder Beweise sind derzeit nicht vorhanden! Ernähren sie sich während der Krebsbehandlung als auch hier sehr ausgewogen und befolgen sie die unten aufgeführten Tipps.

Benötigen sie noch mehr Hilfe, Ansprache und Tipps, sowie eine individuelle Beratung? Hier kann ich ihnen folgende Seite des Krebsinformationsdienst, Deutsches Krebsforschungszentrum sehr empfehlen!

Krebsinformationsdienst


Zusammengefasst
: In Bezug auf Brustkrebs, ist die Studienlage etwas besser geworden. Vor allem auf ein gesundes Körpergewicht, sowie körperliche Aktivität sollte geachtet werden. Lassen sie sich individuell beraten!

Was sollte man bei Krebs nicht essen? -Verbotene Lebensmittel bei Chemotherapie

Verzichten sie auf sehr fettreiche oder zuckerhaltige Lebensmittel. Energiereiche Lebensmittel, bei denen viel Kalorien, bei wenig Masse aufgenommen werden sollte man besser weglassen. Dies gilt nicht nur während der Behandlung von Krebs, sondern auch präventiv. Es werden viele Kalorien aufgenommen, das Verhältnis an Nährstoffen und auch Ballaststoffen ist jedoch zu gering. Hier einige Beispiele, auf die sie besser verzichten:

  • Fast Food
  • Stark verarbeitete Lebensmittel (enthalten oft viel Zucker und Zusatzstoffe)
  • Zuckerhaltige Getränke
  • Snacks wie Chips, Müsliriegel und Co.
  • Stark bearbeitetes oder gesalzenes (gilt auch für Fleisch)


Zusammengefasst
: Besser auf fettreiche (ausgenommen gesunde Fette) und zuckerhaltige, sowie stark verarbeitete Lebensmittel verzichten!

Rezepte für Krebspatienten

Anbei wollen wir ihnen ein paar Rezepte an die Hand geben, welche eine gesunde Ernährung bei Krebs unterstützen:

Bärlauchsuppe
Orangen-Fenchel-Salat
Kurkuma-Gemüsepfanne

Schauen sie in unserer Rezepteecke vorbei, hier finden sie weitere leckere und gesunde Rezepte!

Krebsdiäten

Wir warnen an dieser Stelle ausdrücklich vor einseitigen Krebsdiäten! Sprechen sie eine mögliche Anwendung unbedingt mit ihrem Arzt ab! Die Studienlage zu den einzelnen „Krebsdiäten“ sind aktuell noch sehr dünn. Es können also keine sicheren, belegten Aussagen getroffen werden. Wichtig! Lassen sie sich hier nicht durch unseriöse Beiträge oder Berichte blenden! Neben der Gerson-Diät wird auch häufig von der Krebskur nach Breuss berichtet, auch liest man auch häufig von der Krebsdiät nach Budwig oder Coy. Diese Krebsdiäten sind teilweise sehr einseitig und können eine Mangelernährung mit sich bringen. Auch ist die Datenlage noch zu gering um Empfehlungen aussprechen zu können.


Zusammengefasst
: Einseitige Krebsdiäten sind nicht zu empfehlen! Die Studienlage ist unzureichend und die Gefahr einer Mangelernährung meist hoch.

Ketogene Ernährung bei Krebs und Gehirntumoren?

Die Ketogene Ernährung oder Diät ist eine Ernährungsweise, bei der kaum Kohlenhydrate aufgenommen werden. So soll der Körper in den Zustand der Ketose gebracht werden.

Die Grundlegende These, dass Tumorzellen sich nur von Kohlenhydraten ernähren, spielt hier die Hauptbegründung. Den Tumorzellen soll also die Nahrung entzogen werden! Neben der Gefahr einer Mangelernährung ist die Art sich zu ernähren auch sehr schwer selbstständig umzusetzen.Auf vieles muss verzichtet werden! Wissenschaftliche Belege, dass Krebszellen dadurch am Wachstum gehindert werden, gibt es nicht! Auch steht der Verdacht im Raum, dass Krebs und Tumorzellen sehr anpassungsfähig sind und sich ggf. auch von Eiweiß oder Fett ernähren können. In Bezug auf Gehirntumore gibt es allerdings erste Studien, welche positive Effekte festgestellt haben. Eine ketogene Ernährung könnte helfen, das Wachstum zu vermindern.

Diese Studie 13 , welche an Mäusen mit Gehirntumorzellen mögliche Auswirkungen untersucht hat, stellt die Vermutung auf, dass Gehirntumorzellen keine metabolische Flexibilität aufweisen. Sie seien also nicht in der Lage Ketonkörper in Energie umzuwandeln, ihnen fehle die Glukose.Normale Gehirnzellen sind jedoch durchaus in der Lage Ketonkörper zur Energiegewinnung zu nutzen. So wird das Potential der ketogenen Ernährung begründet. Wichtig ist auch hier, die Datenlage ist aktuell zu schwach, um generell sichere Aussagen treffen zu können. Weitere Studien auf den Menschen bezogen wären wünschenswert!

Ähnlich sieht es auch bei der Coy-Krebsdiät aus. Auch hier soll auf Kohlenhydrate verzichtet werden, dafür sollen Nahrungsergänzungsmittel zusätzlich eingenommen werden. Dies bringt enorme Kosten mit sich und ist bisher noch nicht ausreichend erforscht!


Zusammengefasst
: Bei der ketogenen Ernährung fehlen Beweise zur Wirkung! Potential bei Gehirntumoren soll vorhanden sein.

Nahrungsergänzungmittel- Vitamine für Krebskranke?

Einige Experten im Bereich Ernährung und Krebs raten zu Nahrungsergänzungsmitteln andere weniger. So soll bei der Coy-Krebsdiät beispielsweise Laktat, sekundäre Pflanzenstoffe, Tocotrienol, Omega-3-Fettsäuren eingenommen werden.

„Einige Nährstoffe und andere Nahrungsbestandteile (u. a. Selen, Lycopen und Vitamin D) sollen speziell gegen bestimmte Krebsarten schützen, doch die Beweise sind zu schwach, um diese zur Krebsvorbeugung zu empfehlen.“14

Wichtig ist, dass der Körper mit allen wichtigen Nährstoffen versorgt wird, kann dies über die Nahrung nicht erreicht werden, können Nahrungsergänzungsmittel helfen! Aber aufgepasst! Sprechen sie eine Einnahme von Nahrungsergänzungsmittel unbedingt mit ihrem Arzt ab, laut dem Europäischen Kodex zur Krebsbehandlung haben Studien gezeigt, dass diese auch die Krebsbehandlung beeinträchtigen können!


Zusammengefasst
: Versorgen sie ihren Körper optimalerweise über eine gesunde Ernährung mit wichtigen Nährstoffen. Gelingt dies nicht, können Nahrungsergänzungsmittel helfen. Bitte vorab mit dem Arzt abklären!

Tees für Krebskranke?

Grüntee gilt als der Tee für Krebserkrankungen. Besonders bei Darmkrebs wird er empfohlen. Flavonoide sollen hier entzündungshemmend und unterstützend bei der Krebsbekämpfung wirken.

Generell ist Tee, wichtig ungesüßt, als Getränk sehr zu empfehlen! Achten sie vor allem bei einer Krebserkrankung auf genügend Flüssigkeit im Körper und vermeiden sie zuckerhaltige Getränke. Tee ist hier optimal und bringt dazu noch viele gesundheitsfördernde Eigenschaften mit!


Zusammengefasst
:Trinken sie ausreichend. Ungesüßte Tees sind gut geeignet. Auf Grüntee schwören einige Betroffene bei Darmkrebs.

Krebs mit gesunder Ernährung vorbeugen, Rückfälle vermeiden, den Körper während der Behandlung bestmöglich stärken

Laut des Europäischen Kodex zur Krebsbekämpfung lässt sich das Krebsrisiko durch die richtige Ernährung um bis zu 11 % reduzieren!

„Schätzungen zufolge sinkt das Krebsrisiko bei Menschen, die vorwiegend Lebensmittel pflanzlichen Ursprungs essen (Gemüse, Hülsenfrüchte, unverarbeitete Getreideflocken und -körner), um ungefähr 11 % gegenüber Menschen mit einem niedrigen Verzehr pflanzlicher Lebensmittel.“ 3


Zusammengefasst:
Das Krebsrisiko lässt sich durch gesunde Ernährung verringern.

Sie sehen, eine gesunde Ernährung spielt also für die Prävention und Vermeidung von Krebs eine enorme Rolle.

Deshalb haben wir nochmals im Überblick folgende Tipps zusammengestellt: 3 2

  • Die wichtigste Ernährungsaussage zur Vermeidung von Krebs ist:

„Nur so viel essen, dass man nicht zunimmt“

  • Kochen sie frisch und vor allem mit frischen Lebensmitteln (bei zu langer oder falscher Lagerung gehen wertvolle Nährstoffe verloren)
  • Rotes und verarbeitetes Fleisch nur selten verzehren (wird zur Verringerung des Darmkrebsrisikos empfohlen)
  • Viel Ballaststoffreiche Lebensmittel wie Obst, Gemüse, Hülsenfrüchte und Vollkorn
  • Möglichst viele Nährstoffe über die Nahrung aufnehmen!
  • Verzichten sie auf zuckerhaltige Getränke!
  • Verzehren sie viel fettreichen Fisch:

„Die Beweise mehren sich, dass eine höhere Aufnahme von mehrfach ungesättigten Omega-3-Fettsäuren (reichlich vorhanden in fettem Fisch) und die Vermeidung von zuckerhaltigen Getränken sich günstig auf das Krebsrisiko auswirken können, für eine feste Empfehlung reichen die Beweise aber noch nicht aus.“ 15

  • Zur Vermeidung von Darm- und Magenkrebs wird empfohlen, sehr salzreiche Kost oder gesalzene Lebensmittel stark gering zu halten.
  • Auch Alkohol nennt der Cancer Code Europa als Ursache für viele Krebsarten!
  • Regelmäßige Bewegung (ca. 150 Minuten pro Woche) ist sehr wichtig, überfordern sie sich jedoch nicht!

„Krebspatienten profitieren in fast jeder Krankheitssituation davon, körperlich aktiv zu sein oder sich sportlich zu betätigen. Die heute bekannten Vorteile von Bewegung: Wer sich bewegt, fühlt sich seltener erschöpft und bleibt meist leistungsfähiger.“ 15

  • Lassen sie sich individuell beraten! Jede Krebsart ist anders, bringt andere Einschränkungen, Herausforderungen und Maßnahmen mit sich! Die Ernährung und auch die Aktivität muss und sollte auf die individuelle Situation und ihren Körperzustand angepasst werden.

Was sind ihre Erfahrungen und Tipps bei einer gesunden Ernährung und Krebs? Was hat ihnen geholfen? Wir sind auf ihre Anregungen gespannt!

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