Die positive Wirkung von unlöslichen Ballaststoffe

Heike StickelMedizinisch begutachtet von Andrea Stickel, Kinderkrankenschwester & MTA. Am 5. Januar 2020 geschrieben von Kathrin Stickel

In einer Studie1 die in der Fachzeitschrift Nutrients veröffentlicht wurde, sind die sogenannten unlösliche Ballaststoffe und dessen Wirkung auf die Prävention des Typ-2-Diabetes untersucht worden. Dort wurde untersucht, wie sich unlöslicher Ballaststoffe auf die Diabetesinzidenz und den Glukosestoffwechsel von potentiellen Patienten mit einem erhöhten Risikofaktor aufweist.

Diabetes Fälle in Deutschland

In Deutschland leben mehr als 6 Millionen Menschen mit Typ-2-Diabetes, mit zunehmender Anzahl. Viele Beobachtungsstudien stellten bisher fest, dass eine angepasste Ernährung mit vielen unlöslichen Ballaststoffen – vornehmlich aus

  • Vollkornprodukten,
  • Hülsenfrüchten
  • Pilzen,

einen Schutz vor Typ-2-Diabetes geben könnte.

Studienarzt Kabisch erklärt:

„Sie bewirken, dass die Nahrung länger und besser gekaut wird. Mit genug Flüssigkeit quellen sie schon im Magen auf und machen satt. Zudem beschleunigen sie die Darmpassage und lockern den Stuhlgang.1

Unklar war aber, ob generell diese Menschen einen eher gesünderen Lebensstil pflegten auch automatisch dieser positive Effekt auftrat. Die bisherigen Studien dazu haben keine valide Datengrundlage.

Das Forscher Team führte darauf eine Studie 2 durch um herauszubekommen wie genau wie unlösliche Ballaststoffe vor Typ-2-Diabetes schützen können. Die Studie ging über 2 Jahre, mit insgesamt 180 Probanden die eine Vorstufe des Typ-2-Diabetes hatten.
Allen Teilnehmern wurde eine identische Ernährungsberatung gegeben.

In jeweils zwei Gruppen a 90 Probanden wurden die Studienteilnehmer unterteilt.

  1. Gruppe 1: Zwei Jahre täglich zweimal unlösliche auf Hafer basierende Ballaststoffe. Diese wurden in Firm eines Pulvers eingenommen
  2. Gruppe 2: Bekam ein Placebo Produkt

Das Resultat der Studie

Der verstärkte Nutzen der unlöslichen Ballaststoffe für Personen mit auffälligem Nüchternzucker deutet möglicherweise darauf hin, dass insbesondere Patienten mit einer Fettleber von der Behandlung profitieren könnten.

„Prädiabetiker mit erhöhtem Nüchternzucker haben nämlich oft auch eine Fettleber. Patienten ohne Fettleber haben möglicherweise keinen so großen Nutzen von einer ballaststoffreichen Ernährung“, so Dr. Stefan Kabisch.

Der nächste Schritt der Forscher ist es nun, weitere Studien mit neuen Probandinnen und Probanden zu absolvieren, um die aktuellen Ergebnisse zu verifizieren.

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