Coronavirus und Klimawandel: Ist Corona auch eine Chance?

Heike StickelMedizinisch begutachtet von Andrea Stickel, Kinderkrankenschwester & MTA. Am 18. März 2020 geschrieben von Kathrin Stickel

Der Coronavirus – Sperrungen der Straßen, Einreiseverbote und Ausgangsverbote haben ein großen unbeabsichtigten Vorteil – den blauen Himmel. Der Virus hat die Emissionen schneller gesenkt als jahrelange Klimaverhandlungen. Der tödliche Virusausbruch, bei dem tausende Menschen gestorben und hunderttausende bisher Infiziert sind, hält die Welt im Atem und löste Alarm aus. Im Gegensatz zur globalen Erwärmung, sieht man wie politische und unternehmerische Führungskräfte auf Empfehlungen von Wissenschaftlern reagieren, um radikale Sofortmaßnahmen einzusetzen um das menschliche Wohlbefinden zu schützen.

21,5% mehr gute Lufttage in China durch eine sofortige Reduzierung der Stickstoffdioxidemissionen durch Fahrzeuge, Kraft- und Industrieanlagen. Als größter Umweltverschmutzer der Welt trägt China jährlich 30% zu den weltweiten CO2-Emissionen bei. Die Hinweise verdichten sich, dass die Änderung zumindest teilweise mit den Lockdown-Maßnahmen, nach dem Ausbruch des Coronavirus zusammenhängt. Auch in weiteren Städten sieht man positive Auswirkungen, die wir in diesem Artikel näher eingehen werden. Führende Aktivisten raten der Regierung dringend in Angelegenheiten des Klimas genauso schnell zuhandeln wie beim Coronavirus, sobald sich die jetzige Corona Krise verbessert hat. Es sollte jedoch kein Umweltschützer eine Krise begrüßen. Beweise sprechen dafür, dass die jetzige Gesundheitskrise die CO2-Emissionen mehr als jede andere Politik senkt. Wir hoffen nicht, dass wie 2008/2009 nach der Wirtschaftskrise und innerhalb nur eines Jahres zusätzliche Staatsausgaben in China dafür sorgten, dass sowohl die Wirtschaft als auch CO 2 wieder auf einem Aufwärtstrend waren.

Kohlendioxidreduzierungen in China

Aus China aus dem der Coronavirus stammt, wurde in einer Studie1 eine 25% ige Kohlendioxidreduzierungen während der letzten Monate aufgezeigt. Des entspricht 200 Tonnen CO2, durch Reduzierung des Kohleverbrauchs, des Flugverkehrs der Ölraffinerie und weiteren Quellen. Das bisherige Learning daraus ist, dass weniger Verkehr und sauberere Luft nur ein geringen Rückgang des Wirtschaftswachstums mit sich bringen. Diese These wird auch die durch die neusten Bilder der Nasa untermauert. Die Nasa besitzt spezielle Satelliten die für die Überwachung der Umweltverschmutzung eingesetzt werden. Dort konnte man auf den Bildern erkennen, dass es einen sehr starken Rückgang des Stickstoffdioxids in China gab. Experten vermuten, dass dies durch den Lockdown der Wirtschaft in und um Wuhan zusammenhängt.

Auf den Bildern erkennt man die Konzentrationen von Stickstoffdioxid:

  • 1. bis 20. Januar 2020 (vor der Quarantäne)
  • 10. bis 25. Februar (während der Quarantäne)

 

Bild: Stickstoffdioxid in Wuhan

Quelle: NASA Earth Observatory von Joshua Stevens unter Verwendung modifizierter Copernicus Sentinel 5P- Daten, die von der Europäischen Weltraumorganisation verarbeitet wurden.

Die Wissenschaftler fanden zuerst einen deutlichen Rückgang rund um Whuan, der sich dann auf das ganze Land ausbreitete. Bereits 2008 wo die Wirtschaftskrise langsam anfing, konnte man in vielen Ländern einen allmählichen Rückgang feststellen. Zeitgleich waren 2008 in Peking die Olympischen Spiele, hier stellten Wissenschaftler auch einen Rückgang fest, dieser war aber nur lokal und stieg nach den Olympischez Spielen wieder an. 2

„Dies ist das erste Mal, dass ich für ein bestimmtes Ereignis einen so dramatischen Rückgang über ein so weites Gebiet sehe“, sagte Fei Liu, ein Luftqualitätsforscher am Goddard Space Flight Center der NASA.3

Der Satellit der Europäische Weltraumorganisation zeichnet seit geraumer Zeigt wieder steigende Verschmutzungsgrade auf, da viele Sperrungen gelockert wurden. Hier kann man wieder deutlich den Effekt erkennen. Der Stickstoffdioxidgehalt reduziert sich drastisch bei den Coronavirus Maßnahmen und stiegt, wenn die chinesische Wirtschaft wieder startet.

 

Zentrum für Forschung zu Energie und sauberer Luft

@CREACleanAir

Laut einer Studie4 von Greenpeace scheint es so das fossile Brennstoffe mehr Todesopfer bringen als derzeit COVID-19. Laut der Studie gibt es Jahr für Jahr 4,5 Millionen Todesfälle aufgrund von Luftverschmutzung die auch zusätzlich den Klimawandel stark beeinflussen.

Coronavirus rettet wahrscheinlich 77.000 Leben in China , durch die Reduzierung der Umweltverschmutzung

Die Wissenschaftler der Stanford University berichteten, dass die Coronavirus Maßnahmen zehntausende Menschenleben gerettet hat, da die Luftverschmutzung durch Fahrzeuge und vor allem Fabriken reduziert oder teilweise eingestellt wurde.

Luftverschmutzung China

Quelle: CNN

Zwei Monate Reduzierung der Umweltverschmutzung „haben wahrscheinlich das Leben von 4.000 Kindern unter 5 Jahren und 73.000 Erwachsenen über 70 in China gerettet“, wird auf dem G-Feed5 , einem Blog von sieben Wissenschaftlern, geschrieben.

„Selbst unter diesen konservativeren Annahmen sind die durch die Verringerung der Umweltverschmutzung geretteten Leben ungefähr 20-mal so hoch wie die Anzahl der Leben, die direkt durch das Virus verloren gegangen sind“, unter Verwendung der am 8. März aktuellen Statistiken.

Diese Momente zeigen uns wirklich, wie eng die Treibhausgasemissionen mit dem Wirtschaftswachstum verbunden sind.

Rückgang der Stickstoffdioxidemissionen über der Poebene in Norditalien

Norditalien wurde während der Sperrung des Landes von der Europäische Weltraumorganisation beobachtet und eine verschwindende Stickstoffdioxidverschmutzung festgestellt. Die Experten sind sich sicher, dass dies nicht durch eine Wolkendecke hervorgerufen sein könnte, sondern dass dies durch die Reduzierung der Emissionen zurückzuführen ist.

Bild: Luftverschmutzung in Italien

Quelle: @CREACleanAir

Ein gutes Beispiel ist der Venedig- Kanal in Italien. Der Twitter-Nutzer @FolinAlbert zeigte den Kanal, der normalerweise von Touristen in Gondeln und Kreuzfahrtschiffensegeln in die Lagune von Venedig täglich durchquert wird. Es werden dadurch schädliche Verschmutzungen verursacht, ohne sie hatte das Wasser eine Chance zu klären.

Ca 700.00 Menschen kommen in der Saison pro Monat nach Venedig. Die Lokalzeitung La Nuova di Venezia e Mestre schrieb „Der Rückgang des Tourismus hat „die Lagunengewässer der Antike, die der Nachkriegszeit, als es noch möglich war, in den Gewässern der Kanäle zu baden“, zurückgebracht. Auch wie in China, gibt es vom Sentinel-5P-Satelliten der ESA Beweise6 , die zeigen das die Stickstoffdioxidkonzentrationen durch Autos und Kraftwerke zwischen dem 1 Januar – 3 März 2020 zurückgingen.

Schwankung der Stickstoffdioxidemissionen in ganz Europa vom 1. Januar bis 11. März 2020 unter Verwendung eines gleitenden 10-Tage-Durchschnitts.

Mehr Energieverbrauch durch soziale Isolation?

Ein derzeit großes Thema betrifft die soziale Isolation. Die Bundesregierung rät derzeit, sich nicht in Gruppen zu treffen oder am besten Zuhause zu bleiben. Viele Menschen arbeiten im Homeoffice und bleiben vermehrt Zuhause. Was machen jedoch Menschen wenn Sie Zuhause sind? Sie schauen Fernsehen, hören Radio, Kochen und Heizen mehr als sonst. Dadurch verbrauchen wir Menschen mehr Energie als sonst in unseren Häusern – keine gute Sache.

Wir fragten bei Patrick Stickel, einem Versorgungstechniker und Energieexperte nach;

„Der CO2-Verbrauch der Haushalte könnte möglicherweise steigen, doch die Senkung der globalen Emissionen (durch bsp. Schließung von großen Industrieanlagen und Firmen) könnte dies teilweise ausgleichen.“

Es gibt ermutigende Anzeichen auch in anderen Bereichen. Der Internationale Währungsfonds mit 189 Nationen und seine Schwesterkreditorganisation nutzen dieses Jahr erstmals während der Krise virtuelle Telefonkonferenzen. Damit wird ein hoher Verbrauch an CO2 eingespart, dies könnte dazu führen das dies jedes Jahr zur Norm wird.


Laut nachgedacht:
:

Wie Sie sehen können, kann die Regierung wenn es einen Notfall gibt sofort mit Maßnahmen reagieren, die der Bedrohung angemessen sind. Doch obwohl die Regierungen den Klimawandel als Notfall deklariert haben, muss hier mehr gemacht werden. Es scheint aber eine gute Nachricht für unseren Planeten zu sein – zu mindestens kurzfristig. Nehmen Wir mal an, Sie währen ein politischer Entscheidungsträger, dann haben Sie jetzt eine gute Anweisung erhalten, welche Maßnahmen man braucht um die Emission zu senken.

Wir fragen uns auch sehr oft, wieso müssen wir Menschen eigentlich an einen zentralen Ort reisen, um unsere Arbeit zu erledigen? Wir sollten lieber mit unserer Maus pendeln als mit unserem Auto.

Wir werden vielleicht einmal feststellen, dass die Flexibilität am Arbeitsplatz sich auf noch viel mehr erstecken kann, angefangen vom Benzinverbrauch. Wir sollten unsere Gewohnheiten – von zu Hause aus arbeiten, Videokonferenzen abhalten, kürzere Wochen arbeiten oder die Bürozeiten schwanken, um den Verkehr zu reduzieren, das ist ein längerfristigen Beitrag zum Klimaschutz.

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