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Quercetin ist ein guter Immunverstärker bei Viruserkrankungen

Schnelle Fakten zu Quercetin

  • Quercetin kommt natürlich in vielen Pflanzen, Früchten und in Gemüse vor.
  • Er wird als Quercetin Nahrungsergänzungsmittel bei Bluthochdruck, Entzündungen, Virusinfektionen, Erkältungen und auch bei Krebs eingesetzt.
  • Wir stellen ihnen die 6 wichtigsten gesundheitlichen Vorteile vor!
  • In vielen Superfoods ist Quercetin zu finden!

Wenn Sie etwas über einen Link in diesem Artikel kaufen, verdienen wir möglicherweise eine kleine Provision. Wie funktioniert das.

Quercetin kommt in vielen Pflanzen, Früchten und Gemüse vor und zwar als gelber Naturfarbstoff. Er ist in die Gruppe der Polyphenole und Flavonoide einzuordnen. Quercetin kann durch eine ausgewogene Ernährung zugeführt werden oder durch Nahrungsergänzungsmittel in Kapsel, Pulver oder als liposomale Variante. Quercetin kommt in fast allen bekannten Superfoods als Bestandteil vor, es steht für Herzgesundheit, Ausdauer und eine bessere Immunität gegen Viruserkrankungen. Hierzu gilt es in einem Bericht von 2018 als am weitesten verbreitet und umfassend untersuchtes Flavonoid.1 In diesem Artikel erfahren Sie alles rund um den Wirkstoff, dessen Wirkung, Dosierung, Nebenwirkung und seine außergewöhnlichen Vorteile mit wissenschaftlichen Quellen belegt. Quercetin hat die Eigenschaften, welche zur Vorbeugung und Behandlung von Erkältung und Influenza genutzt  werden.


Zusammengefasst
: Eine ganz aktuelle Studie der Oxford Academy aus dem Jahr 2020 belegte erneut, dass die Einnahme von Quercetin beim Menschen zu einer signifikanten Senkung des Blutdrucks und des Schlaganfallrisiko führte. Darunter 17 klinischen Studien mit knapp 890 Teilnehmer. 2

Wo kommt Quercetin vor?

Menschen können selbst kein Quercetin in ihrem Körper herstellen. Deswegen sollten Sie dies über Superfoods und Getränke aufnehmen.

Lebensmittel und Getränke, die Quercetin enthalten sind:

  • Heidelbeeren
  • Trauben
  • Beeren
  • Brokkoli
  • Kirschen
  • Äpfel
  • Zitrusfrüchte
  • Zwiebeln
  • Kakao
  • Buchweizen
  • Brokkoli
  • Grünkohl
  • Tomaten
  • Rotwein
  • Schwarzer Tee
  • Olivenöl


Zusammengefasst
:Nutzen Sie die vielfältigen Lebensmittel um ihren Quercetin Speicher aufzufüllen.

Wie funktioniert Quercetin?

Lebensmittel die Quercetin enthalten, gelten als entzündungshemmende Lebensmittel. Potentiell ist er also in  vielen Einsatzgebieten nützlich. Dazu gehören , hoher Blutdruck 3 , Arthritis4 , Stimmungsstörungen5 , Bauchfett oder Bluthochdruck6 , oxidativem Stress7 , bestimmte Krebsarten.8 Sie gelten als wichtige Bestandteile in einer gesunden Ernährung.

6 mögliche gesundheitliche Vorteile und Wirkungen von Quercetin

1. Reduzierung von Entzündungen

Chronische Entzündungen sind schädlich für ihren Körper, freie Radikale können durchaus mehr Schaden anrichten, als nur die Zellen anzugreifen. Hier könnte nun Quercetin helfen, es besitzt die häufigsten vorkommenden Antioxidantien.9 Es bekämpft laut Studien die Alterung und Entzündungen. Ein hoher Gehalt an freien Radikalen kann langfristig zu einer Entzündungsreaktion führen10 . Es kann auch dazu beitragen, Schmerzen nach dem Sport oder am Morgen zu verhindern, auch eine stark verringerte Steifheit wurde in einer Studie nachgewiesen. Die 50 weiblichen Probanden, nahmen dazu 500 mg Quercetin ein.11 Die Resultate hören sich schon mal sehr zufriedenstellend an, es müssen jedoch noch weitere Studien an Menschen gemacht werden um die entzündungshemmenden Eigenschaften mit dem Körper besser zu verstehen.


Zusammengefasst
: Quercetin besitzt die häufigsten vorkommenden Antioxidantien und wirkt laut vieler Studien entzündungshemmend.

2. Kann unterstützend bei Herzerkrankungen wirken

Ein zu hohen Blutdruck, betrifft viele Menschen in allen Ländern der Welt. Ein dauerhaft zu hoher Blutdruck führt zu einem Risiko einer Herzerkrankung. Quercetin hat die Eigenschaft den oxidativen Stress und Entzündungen zu minimieren. Studien zeigen nun auch auf, dass es auch für ihre Herzgesundheit von Vorteil sein könnte. Sogenannte Flavonoide, dass ein großer Bestandteil von Quercetin ist, gibt es in Obst und Gemüse. Diesen Lebensmittel wird nachgesagt, dass diese das Risiko von Herz-Kreislauf-Erkrankungen reduzieren können.12 Auch bei Typ-2-Diabetes und in Verbindung mit Fettleibigkeit, wird die Einnahme mit einem reduzierten Risiko nachgewiesen.13 Antioxidantien scheinen den Körper auch vor einem Anstieg des „schlechten“ LDL-Cholesterins zu schützen. Eine interessante Forschung an Mäusen die einen hohen Bluthochdruck aufwiesen und darauf die 40 Tage Quercetin erhielten zeigte auf, dass die unteren Blutdruckwerte im Schnitt 18% bzw. 23% gesunken sind.14


Zusammengefasst
: Quercetin wird nachgesagt, dass es Stress reduzieren kann. Dies wiederum kommt ihrer Herzgesundheit und ihrem Blutdruck entgegen.

3. Verbesserten Schutz ihrer Haut

Forschungen15 zeigen auf, dass Quercetin vor Erkrankungen wie Dermatitis und Lichtempfindlichkeit schützen kann. Die antioxidative und entzündungshemmende, blockierende Wirkungen lässt dieses Flavonoide vielseitig einsetzbar werden. Es kann die Abgabe von Histamin in den Organismus hemmen.


Zusammengefasst
: Schützen Sie ihre Haut vor Lichtempfindlichkeit mit Quercetin.

4. Senkung der Viruserkrankung durch Quercetin

Eine finanzierte Studie16 aus dem Jahr 2007 zeigte auf, dass Quercetin Viruserkrankung senkt und die Leistungsfähigkeit im Gehirn nach sportlicher Belastung steigert.17 Vor allem aus den USA kommen viele Forschungen zu diesem Thema, die US-Agentur für Verteidigungsforschungsprojekte untersuchte Quercetin an Mäusen die einen Influenzavirus hatten. Im Gegensatz zur Placebogruppe, wiesen die Mäuse die Quercetin einnahmen, eine niedrige Sterblichkeitsrate auf. Influenza A- als auch Influenza B-Viren konnten keine Immunität gegen Quercetin entwickeln.18


Zusammengefasst
: Viruserkrankungen können laut Studien gesenkt werden. Die meisten Studien wurden jedoch an Tieren durchgeführt, es fehlen noch weitere Studien an Menschen.  

5. Hilft Quercetin bei Krebs?

Vieles deutet daraufhin, dass es ein Zusammenhang zwischen einer nährstoffreichen Ernährung, die reich an Quercetin und anderen Antioxidantien ist, sich auf ein  verringertes Krebsrisiko auswirken kann.19 Studien zeigen auf20 ,dass Quercetin dazu beitragen kann, die an der Mutation der Krebs wachsenden Tumoren, ähnlich wie bei einer Krebsbehandlungen mit Bestrahlung oder Chemotherapie, zu reduzieren und ggf. zu stoppen.21 Dieser Forschungsbericht zeigt, dass Quercetin das Wachstum von Prostatakrebszellen bei Ratten & Mäusen einschränken kann. 22


Zusammengefasst
: Da Quercetin die DNA beeinflussen kann, fordern Forscher auf aller Welt, dass es größere Studien geben muss die Quercetin als Zusatz zur Krebstherapie Untersuchungen. Viele der Studien wurden nur an Tierzellen untersucht, hier müssen die Auswirkungen auf menschliche Krebszellen noch  genauer untersucht werden.

6. Linderung von Allergiesymptomen

Quercetin besitzt eine antiallergischen Eigenschafte, da es die Bildung von Histamin blockiert. Es gibt Anzeichen, dass es bei einer Behandlung von Asthma und Bronchitis helfen kann.23 Viele Nahrungsmittelallergie geplagte Personen, nutzen es als natürliches Antihistaminikum das Nahrungsmittelallergien sowie Asthma verringern kann. Immunzellen können dadurch stabilisiert werden, hierbei hat dies positive Auswirkungen auf Husten, laufende Nase, juckende und tränende Augen.
Im alten China wurde es als chinesischen Kräuterformeln verwendet, um Allergien gegen Lebensmittel wie Erdnüsse zu blockieren.


Zusammengefasst
: Die meisten bisherigen Untersuchungen wurden jedoch an Tieren und nicht an Menschen durchgeführt

Wie Quercetin einnehmen?

Die normalen Dosierungsempfehlungen liegen zwischen 500 und 1.000 mg pro Tag.24 Quercetin kann man auch als Nahrungsergänzungsmittel online und in Reformhäusern kaufen. Es gibt es als Kapseln, Pulver oder liposomale Varianten. Die Bioverfügbarkeit von Quercetin ist gering. Der Wirkstoff wird somit von ihrem Körper nur schlecht aufgenommen.25 Daher enthalten viele Nahrungsergänzungsmittel zusätzlich Vitamin C das die Aufnahme verbessern kann.


Zusammengefasst
: 500 und 1.000 mg pro Tag können eingenommen werden. Bei höheren Dosen über ein längeren Zeitraum kann es vereinzelnd zu Nebenwirkungen kommen.

Ist eine Überdosierung mit Quercetin möglich?

Quercetin gilt als ein verträgliches Nahrungsergänzungsmittel. Einige Menschen berichteten über geringfügige Nebenwirkungen, wen Sie langfristig hohe Dosen Quercetin wie 1.000 mg pro Tag einnehmen.

Nebenwirkungen können sein:

  • Kribbeln
  • Kopfschmerzen
  • Übelkeit

In Verbindung mit Medikamenten sowie und für schwangere und stillende Frauen ist es ungeeignet. Sprechen Sie daher vor der Anwendung mit Ihrem Arzt.


Zusammengefasst
: Nebenwirkungen sind möglich und können sich durch Kopfschmerzen, Übelkeit oder auch Kribbeln zeigen.

Quercetin – Dosierungsempfehlungen auf einen Blick

Hier wollen wir ihnen an konkreten Beispielen zeigen, wie ihre Dosierungsmenge Quercetin aussehen kann. Bitte sprechen sie eine Einnahme immer mit ihrem Arzt ab! Unsere Werte können ihnen nur eine Orientierung geben!

Symptome/ErkrankungDosierungsempfehlung in mg zur Orientierung (Tageshöchstdosis)
Viruserkrankungen500-1000 mg
Erkältungen und grippale Infekte500 mg
Hautschutz200 mg
Allergienje nach Stärke der Symptome bis zu 500 mg
Rheumatoide Erkrankungen wie Arthritis und Arthrose200-500 mg
Entzündungen bspw. Prostataentzündung500-700mg
Bluthochdruck300 mg
Krebserkrankungen (ACHTUNG ABSPRACHE MIT DEM ARZT UNVERZICHTBAR!)bis zu 500 mg


Zusammengefasst
: Dosierungsbeispiele geben Orientierung, eine Einnahme sollte aber immer individuell dosiert werden und unbedingt mit dem Arzt abgesprochen werden!

Starker Körper-Starke Seele! – Wie sich Körper und Psyche gegenseitig beeinflussen!

 

Fakten zu Verbindung von Körper und Seele

  • Körper und Seele stehen in einer untrennbaren Verbindung zueinander!
  • Auch die Medizin befasst sich mit dieser Verbindung auf wissenschaftlicher Basis. Die Psychosomatik ist die Verbindung beider Ansätze.
  • Häufig wird zuerst der Körper in den Blick genommen, aber auch der psychische Bereich kann Auslöser vieler Krankheiten sein.
  • Wissenschaftliche Studien belegen die Zusammenhänge zwischen Körper und Seele.
  • Krankheiten die sich durch den Körper äußern hängen oft mit unserer Psyche zusammen, so bedingen sich beispielsweise psychische Probleme und Herzkrankheiten häufig gegenseitig.
  • Wir geben ihnen 8 Tipps um ihren Körper, aber auch ihre Seele zu stärken und gesund zu halten.

„Das ist der größte Fehler bei der Behandlung von Krankheiten, dass es Ärzte für den Körper und Ärzte für die Seele gibt, wo beides doch nicht getrennt werden kann.“

(Platon, antiker griechischer Philosoph)

Psychosomatik- was steckt dahinter?

Medizinisch wird die Psyche schon sehr lange in Bezug auf die Gesundheit betrachtet. Doch als die naturwissenschaftliche Medizin immer mehr an Wissen gewann, geriet der seelische Gesundheitsaspekt immer mehr in Verdrängung. Aus den Methoden der Psychoanalyse sowie der klinischen Medizin entwickelte sich der Ansatz der Psychosomatik. Eine Verbindung des physiologischen und des psychologischen Ansatzes.

Der Begriff Psychosomatik leitet sich aus den griechischen ab: „Psyche“ für Seele und „Soma“ für Körper. Psychosomatik bedeutet, dass Körper und Seele eine Verbindung haben, die nicht getrennt werden kann. Seelische Beschwerden haben eine Auswirkung auf das körperliche Wohlbefinden. Umgekehrt genauso! Psychosomatischen Erkrankungen können körperliche Ursachen haben, also organischer Befunde vorliegen, sind allerdings mit psychischen Aspekten verbunden.


Zusammengefasst
: Die Medizin hat die Verbindung zwischen Körper und Seele schon früh erkannt und forscht im Bereich der Psychosomatik um das Konstrukt besser zu verstehen.

Feld Körper und Feld Seele- Verbindungen

Unser Körper und unsere Seele werden viel zu oft als zwei separate Felder betrachtet. Doch wenn wir uns in stressigen Situationen genau beobachten wird deutlich, dass diese Bereiche untrennbar miteinander verbunden sind!

„Bei seelischen Belastungen, ob positiv oder negativ, reagiert auch der Körper mit Stress und schüttet das Hormon Cortisol aus, das den Blutdruck steigen lässt. Noradrenalin, das Hormon für Aktivität, lässt das Herz schneller schlagen. Diese Reaktionen sind völlig normal und lebensnotwendig für den Schutz des Körpers“1

Aber auch umgekehrt gilt diese Verbindung! Geht es unserem Körper aufgrund von Schmerzen schlecht, leidet auch unsere Psyche. Wir sind psychisch Erschöpft, die Konzentration ist schlechter und wir sind beispielsweise schneller gereizt. Psyche und Körper sind bei allen Krankheiten fest verbunden. Laut Chefarzt Martin Heinze sind die Symptome mal mehr psychisch ausgeprägt, mal mehr körperlich zu spüren.1


Zusammengefasst
: Der körperliche Zustand bedingt die Seele, aber auch bedingt der seelische Zustand unseren Körper.

Warum wird häufig erst der Körper in den Blick genommen?

Es macht diagnostisch Sinn erst den Körper genau zu betrachten, Werte zu checken und organische Ursachen auszuschließen oder frühzeitig zu erkennen. Häufig lassen sich durch Untersuchungen wie Ultraschall, Blutabnahme, CT und Röntgenaufnahmen körperliche Ursachen von Beschwerden schnell erkennen. Wird hier nichts gefunden wird die Suche komplizierter. Meist wird dann auch die seelische Gesundheit in den Blick genommen! Diese Diagnostik ist weitaus aufwendiger und zeitintensiver. Viele Gespräche und Offenheit sind hier wichtige Voraussetzungen für eine realistische Einschätzung der Situation! Häufig überweist der Hausarzt auch an Psychologen. Dies kann allerdings, neuen Studien zufolge bis zu sieben Jahre dauern! Grund hierfür sei das Patientengefühl nicht ernst genommen zu werden. 2


Zusammengefasst
: Es macht medizinisch gesehen Sinn, vorab den Körper in den Blick zu nehmen wenn es um mögliche Krankheiten geht, allerdings sollte auch der psychische Bereich nicht vergessen werden und auch in Betracht gezogen werden.

 

MUT ZUR OFFENHEIT!

Eine psychosomatische Störung oder Erkrankung  ist kein Zeichen von persönlicher Schwäche, vielmehr  ein Hilferuf Ihrer Seele – Suchen sie Hilfe und nehmen sie diese an!

Symptome von psychosomatischen Erkrankungen

„Manche Patientinnen und Patienten klagen über Herz- und Kreislaufbeschwerden: Sie haben ein Druckgefühl oder Stiche in der Brust, können nicht mehr richtig atmen, das Herz stolpert oder rast. Andere haben Magen- oder Darmprobleme: Ihnen ist ständig schlecht, der Bauch bläht sich auf oder schmerzt, sie leiden unter Sodbrennen, Durchfall oder Verstopfung. Manche werden von Schmerzen im Rücken, in Armen und Beinen, in den Muskeln oder im Kopf geplagt. Wieder andere sind chronisch erschöpft und ausgelaugt, ihnen fehlt jede Energie. Auch Schwindelgefühle, Schweißausbrüche, Störungen der Blasenfunktion und Sexualstörungen gehören zu den somatoformen Störungen, für die sich häufig keine körperliche Ursache oder Erklärung finden lässt.“ 2

Die Symptome können also je nach Krankheitsbild, Vorgeschichte und individuellen Faktoren sehr unterschiedlich sein. Folgende Erkrankungen kommen häufig vor:

Häufige Erkrankungen aus dem psychosomatischen Fachgebiet 3 4

  • Essstörungen z.B. Magersucht und Adipositas (Erkrankungen mit psychischen Auslösern, die den Körper stark beeinflussen)
  • Magen- und Darmbeschwerden
  • körperlichen Missempfindungen wie Unverträglichkeiten
  • Traumafolgestörungen (Trauma Patienten leiden nach traumatisierenden Erfahrungen oft unter seelischen und körperlichen Folgen)
  • Psychodiabetologie (Diabetes mit spezifischen Ängsten)
  • Schmerzstörungen (Schmerzen können das Auftreten depressiver Symptome hervorrufen, die Stimmung beeinflusst das Schmerzerleben)
  • Rückenprobleme
  • Abhängigkeit z.B. Internetsucht (häufig mit vernachlässigtem Körper verbunden)
  • Verhaltensstörungen
  • Chronische Erkrankungen (körperliche Erkrankung mit ihren psychischen Wechselwirkungen wie Asthma, Neurodermitis, Darmerkrankungen, Tinnitus, Migräne)
  • Krankheitsangst (Körperliche Beschwerden durch die Angst an einer Krankheit zu leiden)


Zusammengefasst
: Häufige Erkrankungen aus dem psychosomatischen Fachgebiet können sehr vielfältig sein, diese reichen von Rückenschmerzen, über chronische Erkrankungen bis hin zu starken Verhaltensstörungen. Die Bandbreite ist riesig.

Studien belegen Verbindungen!

Bei ca. 1/3 der Patienten kann keine organischen Ursachen für bestehende Beschwerden herausgefunden werden. Deshalb wird angenommen, dass bei ihnen psychische Faktoren für die Entstehung und Aufrechterhaltung der Symptome verantwortlich sind.2

Aktuelle, auch deutsche Studien laufen. Eine bevölkerungsbasierte Beobachtungsstudie zur Untersuchung von Risikofaktoren und Schutzfaktoren für Entwicklung und Verlauf von Herz-Kreislauferkrankungen, aber auch für Augenerkrankungen, Erkrankungen des Immunsystems, Stoffwechsel- und Krebserkrankungen stellt die Gutenberg-Gesundheitsstudie aus dem Jahr 2007 dar! 5


Zusammengefasst
: Bei ca. 1/3 der Patienten kann keine organischen Ursachen für bestehende Beschwerden herausgefunden werden. Deshalb beschäftigen sich Wissenschaftler mit den Verbindungen zwischen Körper und Seele!

Im Folgenden möchten wir diese wissenschaftlichen Belge am Beispiel der Herzerkrankungen, Depressionen und Diabetes näher beleuchten:

Herzerkrankungen

In der Medizin gilt es mittlerweile als anerkannte Tatsache: Psychische Probleme und Herzkrankheiten bedingen sich häufig gegenseitig.

„lm Vergleich zu den klassischen Risikofaktoren ist der Einfluss psychosozialer Faktoren lange Zeit unterschätzt worden. Zahlreiche Untersuchungen zeigen, dass Depressionen, beruflicher und privater Stress oder auch der kürzlich zurückliegende Verlust eines geliebten Menschen für etwa jeden dritten Herzinfarkt verantwortlich sind.“6

Auch Forschungen der Uni Göttingen bestätigen Verbindungen:

„Die psychosomatische Diagnostik und Therapie hat eine zunehmend wichtige Bedeutung bei der Akutbehandlung, Prävention und Rehabilitation kardiovaskulärer Erkrankungen. Der Zusammenhang zwischen Herzerkrankungen und Psyche sowie den psychosozialen Begleiterscheinungen ist gut belegt.“7

Depressionen

Im Gegenzug wird körperliche Aktivität und Sport auch bei psychischen Problemen wie Depressionen empfohlen!

Einige Cochrane-Metaanalysen der letzten Jahre haben eine signifikante Wirkung von Sport bestätigt. Bewegung wird auch in der Nationalen Versorgungsleitlinie »Unipolare Depression« definitiv empfohlen.8

Diabetes

Menschen die an Diabetes erkranken, sind zahlreichen psychischen Belastungen ausgesetzt und können unter Diabetes-spezifischen Ängsten wie Angst vor Unterzuckerung leiden. Daraus ergibt sich bei Diabetes-Patienten ein doppelt so hohes Risiko an einer Depression zu erkranken, wie gesunden Personen.9

Auf der anderen Seite belegen Studien, dass Depressive rund 30 Prozent häufiger an Typ-2-Diabetes erkranken als Menschen ohne psychische Probleme. Diese Ergebnisse lassen sich vermutlich auch auf andere chronische Krankheiten übertragen und machen den Zusammenhang des körperlichen Zustands auf unsere Seele deutlich!


Zusammengefasst
: Psychische Probleme und Herzkrankheiten bedingen sich häufig gegenseitig. Aber auch im Bereich Depressionen und Diabetes sind wichtige Studienbelege zu finden!

Therapiemöglichkeiten

Psychosomatische Erkrankungen verselbstständigen oder verschlimmern sich mit der Zeit häufiger. Je früher man sie angeht, umso besser kann man sie therapieren. Wenn sie also längere Zeit an Symptomen leiden, welche sich bisher nicht eindeutig diagnostizieren lassen, scheuen sie sich nicht auch in die Richtung einer psychosomatischen Erkrankung zu denken und dies auch anzusprechen.

  • Psychotherapie (erkennen von seelisch-körperlicher Wechselwirkungen, sich selbst und die Lebensumstände besser zu verstehen, alternative Lösungsstrategien zu suchen)
  • Körperorientierte Verfahren (medizinischen Maßnahmen)
  • Pharmakologischer Interventionen
  • Entspannungsmaßnahmen (Entspannungstherapien, Yoga, Autogenes Training…)


Zusammengefasst
: In der Therapie psychosomatischer Erkrankungen wird sowohl am Feld Körper, als auch im Bereich Seele angesetzt. Hier stehen verschiedene Therapiemöglichkeiten zur Verfügung!

Was kann ich selbst tun um meinen Körper, aber auch meine Seele zu stärken und gesund zu halten?

8 Tipps zur Stärkung von Körper und Seele!

Sie fragen sich jetzt sicherlich, was sie tun können um ihren Körper, aber auch ihre Seele zu stärken und gesund und fit zu halten. Unsere 8 Tipps können ihnen hier als Anregung dienen, fühlen sie jedoch auch in sich hinein und erkennen sie, was ihrer Seele und ihrem Körper guttut.  Ein universelles Rezept gibt es hier nicht!

1) Ernähren sie sich gesund!

Geben sie ihrem Körper Gutes! Verzehren sie viele pflanzliche Produkte, kochen sie am besten frisch und abwechslungsreich! Auch der Genuss unserer Mahlzeiten ist für unser psychisches Wohlbefinden von enormer Bedeutung! Was genau eine gesunde Ernährung ausmacht, können sie bei unseren 22 Tipps und Fakten für ein gesünderes Leben und eine ausgewogene Ernährung nachlesen!

2) Bewegen sie sich regelmäßig!

 

In einem gesunden Körper wohnt ein gesunder Geist!

(Juvenal, römischer Dichter)

Bewegen sie sich also mindestens 30-60 Minuten unter leichter körperlicher Anstrengung. Am besten an der frischen Luft und in der Natur! Hier stärken sie nicht nur ihren Körper, halten sich fit und gesund. Auch auf ihr seelisches Befinden hat dies Auswirkungen und sie fühlen sich ausgeglichener und ausgelasteter!

Die WHO hat 2010 eine Bewegungsempfehlung veröffentlicht:

„Für Kinder und Jugendliche werden hier körperliche Aktivitäten von mindestens 60 Minuten pro Tag mit mittlerer bis hoher Intensität empfohlen. In leichter Modifikation früherer Empfehlungen, z. B. von Pate et al. (1995) wird für Erwachsene gesundheitsförderliche Aktivität mit einer Dauer von mindestens 150 Minuten in der Woche (mit moderater Intensität) oder 75 Minuten in der Woche (mit hoher Intensität) angegeben, zudem muskelkräftigende körperliche Aktivität an mindestens zwei Tagen in der Woche. Älteren Menschen wird darüber hinaus die Ausführung von Übungen zum Erhalt des Gleichgewichts und zur Sturzprävention empfohlen.“ 10

Versuchen sie ihren Alltag bewegter zu gestalten. Öfter mal die Treppe zu nehmen und kürzere Wege auch zu Fuß oder mit dem Rad zu „genießen“! Auch ältere Personen sollten körperlich aktiv bleiben, um den Körper und die Seele stark zu halten. Mobilität und körperliche Kraft ist sowohl für den Körper, als auch für unser psychisches Wohlbefinden von großer Bedeutung.

Wie wäre es mit einer neuen Sportart? Probieren sie es aus und lernen sie neue Dinge kennen. Hier unsere Empfehlungen zu Sportarten für Körper und Seele:

  • Qui-Gong
  • Yoga (z.B. Hatha, Ashtanga)
  • Bodyfitness
  • Aerobic
  • Tai-Chi
  • Tanzarten
  • Nordik-Walking

3) Erlernen sie Entspannungsmethoden!

Entspannungsmethoden wie Autogenes Training sind perfekte Methoden um den Körper mit Kraft der Gedanken zu entspannen. Progressive Muskelentspannung hilft unserem Körper durch bewusste Anspannung in eine Entspannung zu kommen was wiederum unserer Seele gut tut! Das Erlernen einer Selbstentspannungsmethode ist deshalb sehr zu empfehlen.

4) Ressourcenstärkung und Bewusstmachung!

Richten sie ihren Blick auf das positive in ihrem Leben. Wer tut ihnen gut? Was macht ihnen Spaß? Was haben sie bereits geschafft in ihrem Leben! Auf ihre Einstellung kommt es an. Arbeiten sie an ihrem Selbstbild durch positive Gedanken und einem positiven Blick! So können sie ihren Stress auch besser bewältigen!

5) Seelisches Krafttraining

Das Öffentliche Gesundheitsportal Österreichs, stellt einen Interessanten Ansatz vor: das seelische „Krafttraining“. 11

Zehn-Punkte-Plan für Ihr seelisches „Krafttraining“

  1. Pflegen bzw. knüpfen Sie soziale Kontakte
  2. Probleme und Krisen lösungsorientiert angehen: Herausforderungen annehmen und versuchen! Auch scheitern ist erlaubt!
  3. Veränderungen akzeptieren: Stecken Sie Ihre Energie in Dinge, die Sie aktiv ändern können.
  4. Realistische Ziele suchen und versuchen diese zu erreichen: Etappenziele setzten um Erfolgserlebnisse zu haben.
  5. Sich Problemen stellen!
  6. Beschäftigen Sie sich mit sich selbst: Sich mit „Selbstfindung“ und „Selbstliebe“ auseinandersetzen.
  7. Stärken kennen! „Wertschätzender“ Blick auf sich selbst: Haben Sie Vertrauen in sich selbst, Krisen bewältigen zu können
  8. Leben Sie im Moment, aber behalten Sie die Zukunft im Augenwinkel.
  9. Seien Sie optimistisch: Worst-Case-Szenarien meiden,Best-Case-Szenarien träumen. Es lohnt sich!
  10. Selbstfürsorge üben: Hören Sie auf sich selbst. Dazu gehört ihr Körper, ihre Seele, ihre Bedürfnisse. Nehmen sie sich immer wieder Auszeiten und tun sie sich selbst Gutes! Z.B: durch Psychohygiene, sozialem Austausch ,gesunde Ernährung sowie Bewegung

„Diese Punkte dienen als Orientierung. Sie selbst können herausfinden, was Ihnen ganz persönlich guttut und Sie seelisch stärkt! So führen z.B. manche Menschen Tagebuch, andere wiederum meditieren etc. Verfolgen Sie möglichst konsequent, aber entspannt Ihr eigenes „Resilienz-Training“ bzw. lassen Sie sich zusätzlich professionell begleiten.“ 11

6) Stress bewältigen!

Nehmen sie sich Auszeiten! Tun sie sich und ihrem Körper gutes! Vermeiden sie chronischen Stress, welcher negative Auswirkungen unter anderem auf unser Herz haben kann! Weitere Informationen zur aktiven Stressbewältigung finden sie hier: 14 Tipps zur natürlichen und effektiven Stressbewältigung.

7) Achtsam leben!

Die wahre Lebenskunst besteht darin, im Alltäglichen das Wunderbare zu sehen.

Pearl S. Buck (1892-1973), amerikanische Schriftstellerin

Unser Tipp unser Podcast Expertin Susi Mehl: Achten sie ein paar Minuten auf ihre Atmung. Atmen sie bewusst tief ein und aus. Am besten Übung an der frischen Luft durchführen. Mehr Tipps und Hintergründe zum Thema hören sie in unserem aktuellen Podcast: Starker Körper- Starke Seele- Starker Geist!

Hier gehts zum Podcast

Blasenentzündung natürlich behandeln

Fakten zur Blasenentzündung

  • Blasenentzündung wird auch Zystitis genannt und gehört zu den Harnwegsentzündungen.
  • Sie wird durch Bakterien ausgelöst, welche in die Harnröhre gelangen.
  • Frauen sind häufiger betroffen.
  • Starker Harndrang und Brennen beim Wasserlassen sind die häufigsten Symptome.
  • Eine Blasenentzündung lässt sich meist gut natürlich behandeln. Neben bestimmten Verhaltensregeln können auch natürliche Heilmittel wie Cranberry und Mannose helfen.
  • Beugen sie einer Blasenentzündung vor. Wir geben ihnen die besten Tipps an die Hand!

Was ist eine Blasenentzündung?

Eine Blasenentzündung auch Zystitis genannt ist eine Entzündung der Schleimhäute oder der Wand der Harnblase. Dies bringt meistens schmerzende Symptome mit sich und ist mit einem häufigeren Harndrang verbunden. Brennende Schmerzen beim Wasserlassen treten meist auf. Unterschieden wird meist in unkomplizierte Zystitis und komplizierte Zystitis, je nach Vorerkrankungen, sowie Risikofaktoren.

Unterschied Harnwegsinfektion und Blasenentzündung

Harnwegsinfektionen (HWI) können mehrere oder einzelne Teile ihrer Harnwege betreffen! Hierzu gehören:

  • Blase (Blasenentzündung)
  • Harnröhre (Urethritis)
  • Nieren (Niereninfektion)

Die Blasenentzündung kann also in die Kategorie der Harnwegsentzündungen eingeordnet werden.

Blasenentzündung Ursachen

Woher bekommt man eine Blasenentzündung?

Eine Blasenentzündung entsteht dadurch, dass Bakterien in die Harnwege gelangen. Studien belege, dass dies Darmkeime wie Escherichia coli sind, seltener Staphylococcus spp. 1 Sie wandern hoch bis zur Blase und lösen dort eine Entzündung aus. Eine Infektion mit Viren oder Würmern ist möglich allerdings selten.

Bei bestimmten Risikofaktoren tritt eine Blasenentzündung häufiger auf!

Risikofaktoren

Unter folgenden Umständen tritt eine Harnwegsinfektion häufiger auf:2

  • In einer Schwangerschaft steigt das Risiko an einem Harnwegsinfekt zu leiden. Der Urin fließt meist langsamer durch den Harnleiter und staut sich ggf. an. So haben Keime die Chance sich zu vermehren und in die Blase zu wandern.
  • Wenn sie eine Frau sind. Durch die kürzeren Harnwege erhöht sich das Risiko eine Infektion.
  • Wenn sie zu wenig Trinken. Dann werden die Harnleiter zu wenig durchgespült, sie müssen weniger oft zur Toilette. Das fördert das Entzündungsrisiko.
  • Wenn sie Urin lange anhalten. Gehen sie also Wasser lassen, wenn sie den Drang verspüren. So wird die Blase und die Harnwege regelmäßig durchgespült.
  • Wenn sie sehr häufig Sex haben bzw. nach längerer Pause wieder. („Flitterwochen – Zystitis“ oder „Honeymoon-Zystitis“) Auch beim Geschlechtsverkehr können Bakterien in die Harnröhre dringen. 1
  • Wenn ihr Körper geschwächt ist, z.B. durch Müdigkeit oder Kälteeinwirkung auf den Körper
  • Wenn ein Harnkatheter getragen werden muss.
  • Wenn sie ein geschwächtes Immunsystem haben (z.B. Diabetes oder Chemotherapie)
  • Wenn sie eine vergrößerte Prostata haben und der Harndurchfluss dadurch gestört ist (Männer)
  • Wenn sie unter Verstopfung leiden und so die Blase nicht vollständig entleert werden kann (Vor allem bei Kindern)
  • Wenn sie unter Fehlbildungen des Harntraktes leiden.
  • Wenn sie sich einer Krebstherapie unterziehen. Z.B. bei Bestrahlung des Beckens. Hier wird die Schleimhaut zerstört und so die Schutzschicht der Harnwege!

Blasenentzündung durch Kälte?

Häufig verbindet man eine Blasenentzündung mit einer Unterkühlung. Doch was steckt dahinter? Kann eine Blasenentzündung durch Kälteeinwirkung entstehen? Alleine durch Unterkühlung entsteht keine Blasenentzündung. Dennoch ist darauf zu achten, sich nicht zu unterkühlen. Durch eine Unterkühlung ist der Körper geschwächt und kann Bakterien weniger stark bekämpfen. Kälte Allgemein erhöht das Risiko einer Infektion (z.B. Blasenentzündung, aber auch grippaler Infekt und Andere). Denn bei Kälte muss unser Körper mehr arbeiten, um die Körpertemperatur von 37 Grad zu halten. Bei Kälteeinwirkung auf unseren Körper verlangsamt sich unser Stoffwechsel und unser Immunsystem arbeitet weniger effektiv. Achten sie deshalb auf ausreichend warme Kleidung!.

Blasenentzündung Symptome

Wenn wir an eine Blasenentzündung denken, ist dies meist mit häufigem Harndrang und Brennen beim wasserlassen. Doch welche Symptome treten bei einer Blasenentzündung noch auf? Hier die Übersicht:

  • Häufiger Harndrang mit kleinen Mengen Urinausscheidung
  • Stärkerer Harndrang
  • Restharngefühl (Gefühl, die Blase ist nicht vollständig entleert)
  • Schmerzen im Unterbauch
  • Schmerzen oder ein brennendes Gefühl beim Wasser lassen
  • stinkender oder trüber Urin
  • Blut im Urin
  • sich müde und unwohl fühlen
  • Schwächegefühl

Früherkennung- Wie fühlt es sich an wenn man Blasenentzündung hat?

Um eine Blasenentzündung schnell wieder in den Griff zu bekommen sollten sie auf erste Anzeichen achten und mit natürlichen Methoden und Hausmitteln schnell reagieren. Meist beginnt eine Blasenentzündung mit einem Krankheits- bzw. Schwächegefühl. Auch Brennen beim Wasserlassen ist meist eines der ersten Symptome. Achten sie auf ihren Körper, vor allem wenn sie für Blasenentzündung anfällig sind. Trinken sie dann viel und ruhen sie sich aus, mit unseren natürlichen Tipps, bekommen sie ihre Blasenentzündung hoffentlich schnell wieder in den Griff!

 Blasenentzündung Mann

Männer leiden deutlich weniger häufig an Blasenentzündungen als Frauen! Die längere Harnröhre lässt dies begründen! Bei Männern ab 50+ treten häufiger Blasenentzündungen auf, Grund hierfür können Prostataerkrankungen sein. Wenn die Prostata vergrößert ist verhindert sie den schnellen Durchfluss des Urins und Bakterien können besser in die Blase gelangen. Krankheitserreger können dann eine Entzündung auslösen.

Blasenentzündung Frau

Frauen leiden durch eine kürzere Harnröhre häufiger an Blasenentzündung als Männer. Bakterien gelangen so schneller in die Harnblase und können hier die Entzündung auslösen. Frauen in den Wechseljahren sind durch einen Östrogenmangel häufiger betroffen.

„Etwa 50 bis 70 Prozent aller Frauen sind mindestens einmal in ihrem Leben von einer Blasenentzündung betroffen. In ungefähr fünf bis zehn Prozent der Fälle treten die Blasenentzündungen wiederholt auf.“ 3

Blasenentzündung bei Kindern

Kinder fühlen sich bei einer Blasenentzündung meistens im Allgemeinen unwohl. Babys und Kleinkinder können weinerlich sein, sich nicht richtig füttern lassen oder trinken und eine hohe Temperatur von 37,5 ° C oder höher haben. Häufig nässen sie sich ein oder haben vermehrten Harndrang. Ältere Kinder halten teilweise auch das Urin länger zurück, da der Schmerz so verdrängt werden soll. Suchen sie deshalb frühzeitig bei Verdacht den Kinderarzt auf!

Diagnose- Woran wird eine Blasenentzündung erkannt?

Meist untersucht der behandelnde Arzt ihren Urin. Hier kann dieser feststellen ob sie einen Infekt in den Harnwegen haben. Weiße Blutkörperchen, vermehrter Schleim, ggf. rote Blutkörperchen und Bakterien deuten hier auf eine Blasenentzündung hin. Auch die Stärke der von ihnen beschriebenen Symptome weisen auf eine Blasenentzündung hin. Ein ausführliches Anamnesegespräch ist meist der erste Schritt. Geben sie ihrem Arzt auch unbedingt Bescheid, wenn sie häufiger unter Blasenentzündung leiden. Dann wird  ggf. auf andere Ursachen untersucht.

Wann zum Arzt?

Suchen sie einen Arzt auf, wenn sie starke oder langanhaltende Schmerzen haben. Wenn sie schwanger sind und erste Symptome einer Blasenentzündung auftreten, sprechen sie schnellstmöglich mit ihrem Frauenarzt. Ältere Personen, Männer und Kinder sollten schneller zum Arzt gehen!

Bei gesunden Erwachsenen sollten sie bei folgenden Symptomen spätestens einen Arzt aufgesucht:2

  • Wenn die Symptome sehr stark sind.
  • Wenn die Entzündung und eingehende Schmerzen mehrere Tage anhalten und sich nicht bessern.
  • Wenn die Symptome nach einer Behandlung erneut auftreten.
  • Wenn sie Blut im Urin haben.
  • Wenn sie sich stark geschwächt und krank fühlen.
  • Sie starke Schmerzen auch in der Seite und/oder im unteren Rücken haben.
  • Wenn sie Fieber oder Schüttelfrost haben.
  • Wenn sie Durchfall haben.

Stärkere Schmerzen und Fieber deuten ggf. auf eine Niereninfektion hin, hier sollte nicht gezögert werden einen Arzt aufzusuchen.

Ist eine Blasenentzündung ansteckend?

Eine Bakterieninfektion, zu der auch die Blasenentzündung gehört ist grundsätzlich ansteckend. Jedoch ist die Blasenentzündung sehr selten direkt übertragbar!  Eine Blasenentzündung lässt laut NHS sich nicht auf den Partner (z.B. beim Geschlechtsverkehr) übertragen!2  Die Bakterien kommen im Darm natürlich vor und das Risiko einer Infektion kann durch Hygiene- und Verhaltensregeln gut verringert werden.

Blasenentzündung was tun?

Medikamente Blasenentzündung

Leichte Harnwegsinfektionen verschwinden innerhalb weniger Tage von selbst wenn sie diese natürlich behandeln. Suchen sie einen Arzt auf verschreibt er bei einer  Blasenentzündung vermutlich  Antibiotika. Vor allem wenn sie starke oder lang anhaltende Schmerzen haben. Nach einer Behandlung mit Antibiotika, sollten die Symptome rasch, innerhalb der nächsten 5 Tage deutlich besser werden. Wenn sie sich für ein Antibiotikum entscheiden, nehmen sie dieses auf jeden Fall zu Ende, um einen Rückschlag zu vermeiden.

Behandlung wiederkehrender Harnwegsinfekte

Lassen sie sich genauer untersuchen, wenn sie öfters an Blasenentzündung leiden. Achten sie darauf unsere präventiven Tipps sorgfältig zu beachten. Achten sie auf ihren Körper und auf erste Anzeichen und handeln sie schnell! So ist die Chance gegeben die Blasenentzündung auch ohne Antibiotika in den Griff zu bekommen!

Was hilft gegen Blasenentzündung? – die besten Hausmittel

Einige Tipps sollten sie beachten, wenn sie merken, dass sich eine Blasenentzündung anbahnt! Folgendes können sie selbst tun:

    • Legen sie eine Wärmflasche auf Ihren Bauch, auf den unteren Rücken oder zwischen ihre Oberschenkel. (Achtung, nicht zu heiß machen)
    • Trinken sie genügend! Das hilft die Bakterien aus der Blase und den Harnleitern zu spülen!
    • Ruhen sie sich aus und schonen sie sich!
    • Gehen sie zur Toilette, wenn sie einen Harndrang verspüren! Wenn sie eine Blasenentzündung haben, müssen sie vermehrt Wasser lassen. Wenn sie viel Trinken wird die Blase dabei gut durchspült. Halten sie Urin nicht zu lange an. Das regelmäßige Durchspülen ist wichtig und sinnvoll!

Blasenentzündung natürlich behandeln- die besten natürlichen Heilmittel

Einige natürliche Heilmittel werden bei Blasenentzündung empfohlen. Jeder Körper reagiert anders auf bestimmte Heilmittel. Probieren sie deshalb aus und beachten sie auch die oben genannten Tipps:

Entwässernde Tees:

Einige Tees wirken Harntreibend und Entwässernd. Beispielsweise Brennesselblätter sind häufig enthalten. Dieser soll entzündungshemmende und entwässernde Eigenschaften haben. Als bewährtes Heilmittel ist er Bestandteil vieler Blasentees, kann aber auch separat in Drogerien oder in der Apotheke erworben werden. Birkenblätter, Hauhechelwurzel, Orthosiphonblätter, Goldrutenkraut, Süßholzwurzel sind ebenfalls häufig in Harntees zu finden.

D-Mannose:

D-Mannose ist ein natürlicher Wirkstoff aus der Gruppe der Einfachzucker. Er soll eine Anheftung der Bakterien an die Schleimhäute in der Blase und in den Harnröhren verhindern.

„Untersuchungen legen nahe, dass D-Mannose dazu beitragen könnte, Harnwegsinfektionen bei Frauen zu verhindern, die nicht schwanger sind.“2

Cranberry-Saft oder Tabletten 2

Cranberrysaft ist eines der beliebtesten natürlichen Heilmittel bei Blasenentzündung. Auch Laut NHS wird eine Anwendung empfohlen. Aber auch hier wird der Hinweis gegeben, dass eine Wirkung bisher nicht wissenschaftlich belegt ist! Erste Studien deuten aber sehr stark auf positive Effekte hin.4 Cranberries sollen Stoffe enthalten, die verhindern, dass sich Bakterien in die Schleimhäute der Harnwege einnisten.

Probiotikum Lactobacillus2

Mit Probiotika wie Lactobacillus soll das Wachstum der Krankheitskeime unterdrückt werden. Studien geben Hinweise darauf, dass bestimmte Lactobacillus- Arten das Wachstum von Escherichia coli, der häufigsten Ursache von Harnwegsinfekten, hemmen.5

Laut neuesten Studien eignet sich auch eine Kräutertherapie aus

  • Liebstöckel,
  • Rosmarin,
  • Tausendgüldenkraut

sehr gut zur Behandlung einer unkomplizierten Blasenentzündung. Lesen sie hier nach!

Homöopathie bei Harnwegsinfektionen wie Blasenentzündungen

Auch die Homöopathie bietet Möglichkeiten zur Behandlung einer Blasenentzündung. Folgende Mittel sind zur Anwendung bei Blasenentzündung empfohlen. 6

WirkstoffBeschreibungDosis
Dulcamara D6/12Durchnässung oder Unterkühlung des Unterleibs, sehr häufiger Harndrang, Schmerzen beim Wasserlassen3x tägl. 5 Globuli
Cantharis D6/12anhaltend brennender Schmerz, trüber Urin, tröpfchenweise entleert 3x tägl. 5 Globuli
Sarsaparilla D12ursächliche Unterkühlung, extreme Schmerzen am Ende des Wasserlassens3x tägl. 5 Globuli
Aconitum D6Infekt im Anfangsstadium, plötzliches Brennen beim Wasserlassen.Stündlich 5 Globuli
Mercurius sublimatus corrosivus D12Ständiger Harndrang, bewährt zur Begleitung einer Antibitokatherapie!3x tägl. 5 Globuli
Fabiana imbricata D6Harnwegsinfekt mit Wundheitsgefühl beim Wasserlassen, Nierenschmerzen3x tägl. 5 Globuli
Solidago D3Nachbehandlung, Abklingender Harnwegsinfekt3x tägl. 5 Globuli
Chimaphila umbellata D3Nachbehandlung auch nach Antibiotikagabe, bei häufig Wiederkehrenden Harnwegsinfekten3x tägl 1 Tablette

Dauer- Wie lange dauert eine Blasenentzündung?

Eine Blasenentzündung sollte sich innerhalb weniger Tage bessern. Je nach Verlauf und Behandlung kann dies variieren. Darum ist die Frage „Wie lange dauert es bis eine Blasenentzündung weg ist?“ schwer allgemein zu beantworten. Geben sie ihrem Körper also Zeit und Ruhe um die Bakterien gut zu bekämpfen. Jedoch gilt: Wenn Blut im Urin erkennbar ist, die Beschwerden schon länger als drei Tage andauern oder Fieber sowie starke Rückenschmerzen hinzukommen, bitte unbedingt einen Arzt aufsuchen. Wenn die Bakterien sich vermehren und die Harnwege nach oben wandern, kann eine Nierenbeckenentzündung entstehen.

Sex während einer Blasenentzündung?

Bei einer Blasenentzündung fühlen sie sich höchstwahrscheinlich unwohl und Geschlechtsverkehr kann unangenehm sein. Zu einer schnelleren Heilung kann es helfen, auf Sex zu verzichten. Eine Blasenentzündung lässt laut NHS sich allerdings nicht bzw. sehr selten auf den Partner übertragen! 2  Verzichten sie also besser auf Sex während einer Blasenentzündung um zu verhindern, dass neue Bakterien in die Blase gelangen und die geschwächte Schleimhaut zusätzlich gereizt wird!

Wann darf ich nach einer Blasenentzündung wieder schwimmen?

Verzichten sie auf einen Schwimmbadbesuch während oder kurz nach einer Blasenentzündung. Das Risiko eines Rückfalls ist hoch, da die Schleimhäute noch geschwächt sind und die Blase gereizt ist. Auch ist darauf zu achten, nach dem Baden schnellstmöglich die nasse Badekleidung zu wechseln und sich gründlich mit sauberem Wasser abzuwaschen!

Wie kann ich eine Blasenentzündung zukünftig vermeiden- Tipps zur Prävention 

  • Achten sie auf die Signale ihres Körpers und handeln sie bei ersten Symptomen direkt.
  • Trinken sie ausreichend Flüssigkeit. Am besten ungesüßten Tee und Wasser! (2 Liter sind optimal!)
  • Entleeren sie ihre Blase vollständig, lassen sie sich also Zeit auf der Toilette.
  • Wischen sie nach den Toilettengang von vorne nach hinten ab! So ist das Risiko geringer, dass Darmbakterien in die Harnwege gelangen.
  • Nutzen sie keine Feuchttücher.
  • Duschen sie anstatt zu baden!
  • Meiden sie Whirlpools und warme Gemeinschaftsbäder, wenn sie häufig unter Blasenentzündung leiden, hier sind häufig Bakterien zu finden.
  • Nach dem Schwimmen oder Baden, zügig die nasse Badekleidung gegen trockene tauschen!
  • Entleeren sie die Blase zügig nach Geschlechtsverkehr.
  • Baumwollunterwäsche tragen, auf Luftdurchlässigkeit achten! Auf synthetische Unterwäsche (z.B. Nylon) verzichten.
  • Vermeiden sie Slipeinlagen.
  • Bei Kindern gilt es regelmäßig Windeln zu wechseln.
  • Halten sie Urin nicht lange an. Suchen sie spätestens nach dem zweiten Impuls des Harndrangs die Toilette auf.
  • Verwenden sie kein parfümiertes Duschgel oder Seife. In den Drogerien sind spezielle Intim-Duschgels (pH-Wert<5) zu finden.
  • Vermeiden sie Verhütungsmittel mit spermizidem Gleitgel.
  • Ziehen sie nach dem Baden zügig ihre nassen Badesachen aus und spülen sie sich mit sauberem Wasser ab.
  • Besonders in der kalten Jahreszeit sollten sie sich ausreichend warm anziehen. Auf warme Füße besonders achten!

Ernährung und Krebs

Fakten zu Ernährung und Krebs

  • Die eine einheitliche Empfehlung zu Ernährung bei Krebs gibt es nicht! Die Ernährung sollte sich stets nach Körperzustand, Verlauf und individuellem Bedarf richten.
  • Ziel einer Ernährung bei der Diagnose Krebs ist es, den Körper im Kampf gegen die Krankheit mit allen wichtigen Nährstoffen zu versorgen und so bestmöglich zu unterstützen. Wie genau das aussehen kann lesen sie  im Artikel!
  • Achtung bei den sogenannten Krebsdiäten! Häufig sind diese mit der Gefahr einer einseitigen Mangelernährung verbunden.
  • Mit einer gesunden Ernährung können sie den Krankheitsverlauf zusätzlich verbessern. Allein durch Ernährung kann der Krebs nicht geheilt werden!
  • Nahrungsergänzungsmittel können bei einem starken Nährstoffmangel helfen. Sie sind aber nicht immer erforderlich. Bitte sprechen sie alle zusätzlichen Heilmethoden, auch eine Ernährungsumstellung immer mit ihrem Arzt ab.
  • Hier finden Sie unseren Podcast zum Thema „Ernährung bei Krebs

Die Frage wie man sich bei Krebs gesund ernährt, beschäftigt viele Betroffene. Muss ich auf bestimmte Lebensmittel verzichten? Hilft eine spezielle Krebsdiät? Auf was muss ich in der Ernährung achten, wenn ich mich in einer Chemotherapie befinde?

Im Dschungel der Antworten ist es schwierig passende und seriöse Tipps zu finden. Häufig versprechen Wunderdiäten eine Verbesserung oder gar Heilung der Krankheit. Doch was kann den Körper im Kampf gegen den Krebs wirklich unterstützen?

Was ist Krebs?

Unter dem Begriff „KREBS“ werden eine Menge von Erkrankungen zusammengefasst. Diese sind durch verschiedene Symptome und Verläufe gekennzeichnet.  Fachleute und Mediziner beschreiben Krebs als unkontrolliertes vermehren von eigenen Körperzellen. Tumore sind die folge, diese können gutartig oder bösartig sein! Nur die bösartigen Tumore werden als Krebs bezeichnet! Diese Tumore wachsen schnell und zerstören so das Gewebe um sie herum. Wenn sich Tumore an anderen Stellen bilden und streuen spricht man von Metastasen. Bei Leukämie also Blutkrebs bilden sich dagegen keine Tumore hier ist der ganze Körper betroffen, überall im Blutkreislauf befinden sich hier Krebszellen.


Zusammengefasst
: Krebs umfasst eine Reihe von Erkrankungen. Hier entstehen meist gutartige oder bösartige Tumore welche durch ein unkontrolliertes Vermehren von veränderten Körperzellen entstehen.

Wie entsteht Krebs?

Gesunde Zellen werden zu Krebszellen. Ursache kann zum eigenem ein verändertes Erbmaterial sein, zum anderen kann dieses auch falsch erfasst werden! Ungesunde Lebensweise sowie eine einseitige Ernährung können eine Krebsentstehung ebenfalls begünstigen.Auch ein angeborenes erhöhtes Risiko an Krebs zu erkranken gibt es!Des Weiteren gilt, umso älter man ist, umso höher ist das Risiko, dass im Erbmaterial Fehler entstehen und es zur Veränderung gesunder Zellen kommt. So wird erklärt, dass das Krebsrisiko im Alter erhöht ist!Die Wissenschaft vermutet darüber hinaus auch ein Einwirken von Stress auf das Entstehungsrisiko. Hier fehlen die Belege bisher!


Zusammengefasst
: Krebszellen entwickeln sich aus gesunden Körperzellen. Ursachen können unterschiedlich sein und zusammenspielen. Im Alter steigt das Risiko für eine Krebserkrankung!

Wie erkennt man Krebs?

Ziel der Krebsvorsorge ist es, eine Erkrankung zu erkennen, bevor Beschwerden auftreten! Aus diesem Grund sollte eine Krebsfrüherkennungsuntersuchung, welche regelmäßig von der Krankenkasse bezahlt wird, auch in Anspruch zu nehmen! Folgende Krebsarten werden hier in der Regel abgeklärt:

  • Darmkrebs
  • Brustkrebs
  • Gebärmutterhalskrebs
  • Hautkrebs
  • Prostatakrebs

Ein Krebsverdacht sollte umgehend abgeklärt werden! Meist sind mehrere Untersuchungen von Nöten um eine sichere Diagnose zu stellen. Röntgen, CT oder MRT sind hier gängige Verfahren zur Diagnostik! Auch Gewebeproben sind häufig von hoher Wichtigkeit, auch um festzustellen, ob der Tumor gut- oder bösartig ist, sowie die Fortschreitung der Erkrankung zu erkennen.

Unser Tipp:

Holen sie sich immer eine Zweitmeinung ein!


Zusammengefasst
: Die Krebsvorsorge dient zur Früherkennung von Krebs. Einige Krebsarten sollte man regelmäßig abklären lassen, die Kosten übernimmt in der Regel die Krankenkasse. Lassen sie einen Krebsverdacht schnellstmöglich abklären! Hier stehen verschiedene Diagnostikverfahren zur Verfügung.

Alternative Heilmethoden bei Krebs

WICHTIGER HINWEIS VORAB:

Krebserkrankungen sind sehr ernstzunehmende Krankheiten, die auf keinen Fall unterschätzt werden sollten! Allein durch Ernährung kann eine bestehende Krebserkrankung nicht geheilt werden. Eine gesunde Ernährung kann den Krankheitsverlauf jedoch positiv beeinflussen und das Leben verlängern. Bitte sprechen sie alle zusätzlichen Heilmethoden immer mit ihrem behandelnden Arzt ab, dazu zählt auch eine Ernährungsumstellung! Es ist wichtig parallel alle Werte im Blick zu behalten um Effekte schnell erkennen zu können.

Ernährung bei Krebs

 „Die Ernährung spielt bei der Entstehung und beim Verlauf von Krebserkrankungen eine maßgebliche Rolle. Schon lange wird vermutet, dass eine ungünstige Ernährungsweise für etwa 30 bis 40 Prozent aller Krebserkrankungen verantwortlich ist.“ 1

Eine gesunde Ernährung kann Menschen mit der Diagnose Krebs helfen den Krankheitsverlauf positiv zu beeinflussen. Dabei gibt es das eine Grundrezept für eine gesunde Ernährung bei Krebs nicht! Es ist wichtig den Körper mit allen wichtigen Nährstoffen zu versorgen und auch über die Nahrung genügend Energie aufzunehmen um den Körper beim Kampf bestmöglich zu unterstützen! Es gilt nicht zu viel zu essen bzw. bei Appetitlosigkeit auf genügend Kalorien und Nährstoffe zu achten.  Dies kann also eine höchst individuelle Ernährung bedeuten, bei der alle Werte ärztlich im Blick gehalten werden sollten!

Lassen sie bei einer Krebserkrankung also unbedingt einen Mangel an bestimmten Nährstoffen abklären. Auch sie selbst können ihren Ernährungszustand selbst reflektieren. Die Deutsche Ernährungsgesellschaft für Ernährungsmedizin stellt hier einiges zur Verfügung:

Mangelernährung Screenings

Sprechen sie ihren Ernährungszustand auch regelmäßig beim Arzt an. Hier kann der Experte helfen und so ggf. sogar ihre Lebenszeit verlängern!

„Wird der Ernährungszustand von Krebspatienten regelmäßig kontrolliert, können entsprechende Maßnahmen einem Energie- und Nährstoffmangel entgegenwirken: Fachleute sprechen von Ernährungssupport. Eine solche Unterstützung kann dazu führen, dass Behandlungen besser vertragen werden. Das kann sich auf Lebensqualität, Behandlungserfolg und damit auf die Überlebenszeit auswirken.“ 2


Zusammengefasst
: Ernährung spielt bei der Entwicklung von Krebs meist eine Rolle! Menschen mit Krebsdiagnosen kann eine gesunde Ernährung helfen, den Verlauf positiv zu beeinflussen. Ziel ist es, mit guter Ernährung, den Körper mit allen wichtigen Nährstoffen zu versorgen!

Ernährung gegen Krebs?

Die aktuelle Studienlage hat sich in der Vergangenheit viel mehr mit dem Thema der Krebsprävention beschäftigt, als mit dem Thema wie man den Krebs durch Ernährung besser besiegen kann. Vor allem die wissenschaftlichen Beweise fehlen hier!

Experten raten zu einer überwiegend pflanzlichen Ernährung. Dennoch gilt, essen sie sehr abwechslungsreich. Primäres Ziel einer gesunden Ernährung bei Krebs ist es, den geschwächten Körper mit allen wichtigen Nährstoffen zu versorgen, welche er für den schweren Kampf benötigt!

Verzehren sie also hauptsächlich Vollkorn, Obst und Gemüse, aber auch Rohkost. Fleisch gehört zu einer gesunden Ernährung dazu, achten sie darauf eine gute Qualität zu kaufen und möglichst zu unverarbeiteten, weißen Fleischsorten zu greifen.

Verzichten sie häufiger auf rotes Fleisch wie Rind, Schwein, etc.

„Als Richtwert wird empfohlen, nicht mehr als ungefähr 500 Gramm rotes Fleisch pro Woche zu essen (500 Gramm Kochgewicht, was ungefähr 700-750 Gramm Rohgewicht entspricht, je nach Zuschnitt und Zubereitung).“3

Bereichern sie ihren Speiseplan gerne öfter mit fettreichem Fisch und gesunden Ölen. Auch Nüsse sind tolle Nährstofflieferanten!

Aber Achtung, die Menge macht es aus! Snacken sie gerne ein paar Nüsse, eine Hand voll ist ein gutes Richtmaß!

Auch sehr wichtig ist es, die Lebensmittel rasch zu verarbeiten. Dies gilt besonders für Obst und Gemüse. Am besten frisch kaufen und gleich verarbeiten.

Wer das nicht schafft, weil der Kampf gegen Krebs häufig mit vielen anderen Belastungen und Zeitfressern verbunden ist, dem empfehle ich auch auf konservierte z.B. eingefrorene Lebensmittel zurückzugreifen! Durch das Einfrieren bleiben viel Vitamine enthalten. Viel mehr, als es bei einer zu langen oder falschen Lagerung der Fall wäre! In Dosen konservierte Lebensmittel, mit viel Zucker oder Salz, jedoch besser meiden!


Zusammengefasst
: Die Wissenschaft hat sich in der Vergangenheit mehr mit der Ernährung zur Krebsprävention, als mit der Frage einer passenden Ernährung bei Krebs, beschäftigt. Eine möglichst fleischarme und abwechslungsreiche Ernährung wird empfohlen. Auch auf Frische sollte geachtet werden.

Seelischen Aspekte des Essens bei Krebs

Gerade bei Krebs ist es auch für die Seele so wichtig sich gut und lecker zu ernähren. Ausgewogene und mit Mühe gekochte Mahlzeiten steigern die Lebensqualität! Die leidet bei einer Krebserkrankung häufig stark. Gesundes, leckeres Essen kann ihnen bei der schlimmen Diagnose also helfen, den Lebensmut zu behalten!


Zusammengefasst
: Mit Genuss essen, vor allem bei einer Krebserkrankung!

Welche Lebensmittel haben krebsbekämpfende Eigenschaften?

Häufig liest man von Lebensmitteln mit krebsbekämpfenden Eigenschaften. Ein Wundermittel gegen Krebs gibt es aber nicht! Neue Erkenntnisse geben Hinweise darauf, dass es jedoch auch auf die Art des Gemüses ankommt, welches gegessen wird. Viele Gemüse- und Obstsorten enthalten wertvolle Verbindungen und Inhaltsstoffe die bei Krebs unterstützend wirken können!

Hier einige gesunde Beispiele!

Trauben

Wirkstoffe: Resveratrol, OPC

Erste Forschungszusammenfassungen unterstützen erste Studien, welche das Potential von Traubenkernextrakten, zur Vorbeugung verschiedener Krebsarten, erforscht haben. 4

Kohlarten und Kohlrabi (Kreuzblütler)

Wirkstoffe: Allicin, Sulforaphan

Studien geben Hinweise auf einen Zusammenhang einer Blasenkrebserkrankung und den Verzehr von Kreuzblütlern.5

Auch das Risiko an Darmkrebs oder Prostatakrebs zu erkranken kann durch Kohlarten reduziert werden.6 7

Knoblauch und Knoblauchverbindungen wie Bärlauch

Wirkstoffe: Allicin

Laut einer Studie der Universität Cheng-du (China) verringert ein hoher Verzehr von Allium-Gemüsearten, zu der auch Bärlauch zählt, das Risiko einer Magenkrebserkrankung.7

Kurkuma

Wirkstoffe: Curcumin

Einige Laborstudien an Krebszellen haben gezeigt, dass Curcumin krebsbekämpfend wirkt. Es scheint in der Lage zu sein, Krebszellen abzutöten und das vermehrte Wachstum zu verhindern. Wirkungen auf Brustkrebs, Darmkrebs, Magenkrebs und Hautkrebszellen konnten festgestellt werden.8

Zitrusfrüchte wie Orangen

Wirkstoffe: Vitamine, Polyphenole, Mineralstoffe, Ballaststoffe, Flavonoide

Studien belegen die Risikoreduzierung bei Bauchspeicheldrüsenkrebs, Speißeröhrenkrebs, Magenkrebs und Brustkrebs.9 10

Avocado

Wirkstoffe: Avocatin B

Avocados können zur Vorbeugung und Behandlung von Krebs beitragen. Eine 2015 in Cancer Research veröffentlichte Studie ergab, dass Avocatin B, eine von Avocado abgeleitete Verbindung, zur Abtötung von Leukämiezellen beitragen kann. 11


Zusammengefasst
: Einige Lebensmittel sollten sie unbedingt in den Speiseplan einbauen, ihre wichtigen Inhaltsstoffe sind nicht nur bei einer Krebserkrankung für den Körper wichtig! Studien geben Hinweise auf die Wirksamkeit in der Krebsprävention und Krebsbekämpfung.

Unterschiede in den Krebsarten?

Ernährung bei Chemotherapie?

Die einzelnen Krebsarten wurden in Hinblick auf eine passende Ernährung noch zu wenig in den Blick genommen um gesicherte Empfehlungen geben zu können! Die meisten Behörden empfehlen die gleiche Ernährung wie auch zur Krebsprävention.

Anders sieht es aus, wenn sie beispielsweise durch eine Chemotherapie viel Gewicht verloren haben! Dann können unterstützende Maßnahmen von Nöten sein.

„Relativ neu sind Erkenntnisse über die Möglichkeiten, das Rückfallrisiko durch Ernährung und Lebensstil zu beeinflussen.“ 12


Zusammengefasst
: Vermeiden sie besonders während der Chemotherapie eine Mangelernährung! Eine gesunde Ernährung ist auch nach einer Krebsbehandlung wichtig um das Rückfallrisiko zu verringern!

Ernährung bei Brustkrebs

Im Bereich Brustkrebs sind bereits hinweisgebende Studien durchgeführt worden:

„Vieles weist darauf hin, dass bei Frauen mit Brustkrebs ein gesundes Körpergewicht und körperliche Aktivität die Lebensqualität verbessern können und mit einer höheren Überlebenschance verbunden sind.“14

Eine klare Empfehlung oder Beweise sind derzeit nicht vorhanden! Ernähren sie sich während der Krebsbehandlung als auch hier sehr ausgewogen und befolgen sie die unten aufgeführten Tipps.

Benötigen sie noch mehr Hilfe, Ansprache und Tipps, sowie eine individuelle Beratung? Hier kann ich ihnen folgende Seite des Krebsinformationsdienst, Deutsches Krebsforschungszentrum sehr empfehlen!

Krebsinformationsdienst


Zusammengefasst
: In Bezug auf Brustkrebs, ist die Studienlage etwas besser geworden. Vor allem auf ein gesundes Körpergewicht, sowie körperliche Aktivität sollte geachtet werden. Lassen sie sich individuell beraten!

Was sollte man bei Krebs nicht essen? -Verbotene Lebensmittel bei Chemotherapie

Verzichten sie auf sehr fettreiche oder zuckerhaltige Lebensmittel. Energiereiche Lebensmittel, bei denen viel Kalorien, bei wenig Masse aufgenommen werden sollte man besser weglassen. Dies gilt nicht nur während der Behandlung von Krebs, sondern auch präventiv. Es werden viele Kalorien aufgenommen, das Verhältnis an Nährstoffen und auch Ballaststoffen ist jedoch zu gering. Hier einige Beispiele, auf die sie besser verzichten:

  • Fast Food
  • Stark verarbeitete Lebensmittel (enthalten oft viel Zucker und Zusatzstoffe)
  • Zuckerhaltige Getränke
  • Snacks wie Chips, Müsliriegel und Co.
  • Stark bearbeitetes oder gesalzenes (gilt auch für Fleisch)


Zusammengefasst
: Besser auf fettreiche (ausgenommen gesunde Fette) und zuckerhaltige, sowie stark verarbeitete Lebensmittel verzichten!

Rezepte für Krebspatienten

Anbei wollen wir ihnen ein paar Rezepte an die Hand geben, welche eine gesunde Ernährung bei Krebs unterstützen:

Bärlauchsuppe
Orangen-Fenchel-Salat
Kurkuma-Gemüsepfanne

Schauen sie in unserer Rezepteecke vorbei, hier finden sie weitere leckere und gesunde Rezepte!

Krebsdiäten

Wir warnen an dieser Stelle ausdrücklich vor einseitigen Krebsdiäten! Sprechen sie eine mögliche Anwendung unbedingt mit ihrem Arzt ab! Die Studienlage zu den einzelnen „Krebsdiäten“ sind aktuell noch sehr dünn. Es können also keine sicheren, belegten Aussagen getroffen werden. Wichtig! Lassen sie sich hier nicht durch unseriöse Beiträge oder Berichte blenden! Neben der Gerson-Diät wird auch häufig von der Krebskur nach Breuss berichtet, auch liest man auch häufig von der Krebsdiät nach Budwig oder Coy. Diese Krebsdiäten sind teilweise sehr einseitig und können eine Mangelernährung mit sich bringen. Auch ist die Datenlage noch zu gering um Empfehlungen aussprechen zu können.


Zusammengefasst
: Einseitige Krebsdiäten sind nicht zu empfehlen! Die Studienlage ist unzureichend und die Gefahr einer Mangelernährung meist hoch.

Ketogene Ernährung bei Krebs und Gehirntumoren?

Die Ketogene Ernährung oder Diät ist eine Ernährungsweise, bei der kaum Kohlenhydrate aufgenommen werden. So soll der Körper in den Zustand der Ketose gebracht werden.

Die Grundlegende These, dass Tumorzellen sich nur von Kohlenhydraten ernähren, spielt hier die Hauptbegründung. Den Tumorzellen soll also die Nahrung entzogen werden! Neben der Gefahr einer Mangelernährung ist die Art sich zu ernähren auch sehr schwer selbstständig umzusetzen.Auf vieles muss verzichtet werden! Wissenschaftliche Belege, dass Krebszellen dadurch am Wachstum gehindert werden, gibt es nicht! Auch steht der Verdacht im Raum, dass Krebs und Tumorzellen sehr anpassungsfähig sind und sich ggf. auch von Eiweiß oder Fett ernähren können. In Bezug auf Gehirntumore gibt es allerdings erste Studien, welche positive Effekte festgestellt haben. Eine ketogene Ernährung könnte helfen, das Wachstum zu vermindern.

Diese Studie 13 , welche an Mäusen mit Gehirntumorzellen mögliche Auswirkungen untersucht hat, stellt die Vermutung auf, dass Gehirntumorzellen keine metabolische Flexibilität aufweisen. Sie seien also nicht in der Lage Ketonkörper in Energie umzuwandeln, ihnen fehle die Glukose.Normale Gehirnzellen sind jedoch durchaus in der Lage Ketonkörper zur Energiegewinnung zu nutzen. So wird das Potential der ketogenen Ernährung begründet. Wichtig ist auch hier, die Datenlage ist aktuell zu schwach, um generell sichere Aussagen treffen zu können. Weitere Studien auf den Menschen bezogen wären wünschenswert!

Ähnlich sieht es auch bei der Coy-Krebsdiät aus. Auch hier soll auf Kohlenhydrate verzichtet werden, dafür sollen Nahrungsergänzungsmittel zusätzlich eingenommen werden. Dies bringt enorme Kosten mit sich und ist bisher noch nicht ausreichend erforscht!


Zusammengefasst
: Bei der ketogenen Ernährung fehlen Beweise zur Wirkung! Potential bei Gehirntumoren soll vorhanden sein.

Nahrungsergänzungmittel- Vitamine für Krebskranke?

Einige Experten im Bereich Ernährung und Krebs raten zu Nahrungsergänzungsmitteln andere weniger. So soll bei der Coy-Krebsdiät beispielsweise Laktat, sekundäre Pflanzenstoffe, Tocotrienol, Omega-3-Fettsäuren eingenommen werden.

„Einige Nährstoffe und andere Nahrungsbestandteile (u. a. Selen, Lycopen und Vitamin D) sollen speziell gegen bestimmte Krebsarten schützen, doch die Beweise sind zu schwach, um diese zur Krebsvorbeugung zu empfehlen.“14

Wichtig ist, dass der Körper mit allen wichtigen Nährstoffen versorgt wird, kann dies über die Nahrung nicht erreicht werden, können Nahrungsergänzungsmittel helfen! Aber aufgepasst! Sprechen sie eine Einnahme von Nahrungsergänzungsmittel unbedingt mit ihrem Arzt ab, laut dem Europäischen Kodex zur Krebsbehandlung haben Studien gezeigt, dass diese auch die Krebsbehandlung beeinträchtigen können!


Zusammengefasst
: Versorgen sie ihren Körper optimalerweise über eine gesunde Ernährung mit wichtigen Nährstoffen. Gelingt dies nicht, können Nahrungsergänzungsmittel helfen. Bitte vorab mit dem Arzt abklären!

Tees für Krebskranke?

Grüntee gilt als der Tee für Krebserkrankungen. Besonders bei Darmkrebs wird er empfohlen. Flavonoide sollen hier entzündungshemmend und unterstützend bei der Krebsbekämpfung wirken.

Generell ist Tee, wichtig ungesüßt, als Getränk sehr zu empfehlen! Achten sie vor allem bei einer Krebserkrankung auf genügend Flüssigkeit im Körper und vermeiden sie zuckerhaltige Getränke. Tee ist hier optimal und bringt dazu noch viele gesundheitsfördernde Eigenschaften mit!


Zusammengefasst
:Trinken sie ausreichend. Ungesüßte Tees sind gut geeignet. Auf Grüntee schwören einige Betroffene bei Darmkrebs.

Krebs mit gesunder Ernährung vorbeugen, Rückfälle vermeiden, den Körper während der Behandlung bestmöglich stärken

Laut des Europäischen Kodex zur Krebsbekämpfung lässt sich das Krebsrisiko durch die richtige Ernährung um bis zu 11 % reduzieren!

„Schätzungen zufolge sinkt das Krebsrisiko bei Menschen, die vorwiegend Lebensmittel pflanzlichen Ursprungs essen (Gemüse, Hülsenfrüchte, unverarbeitete Getreideflocken und -körner), um ungefähr 11 % gegenüber Menschen mit einem niedrigen Verzehr pflanzlicher Lebensmittel.“ 3


Zusammengefasst:
Das Krebsrisiko lässt sich durch gesunde Ernährung verringern.

Sie sehen, eine gesunde Ernährung spielt also für die Prävention und Vermeidung von Krebs eine enorme Rolle.

Deshalb haben wir nochmals im Überblick folgende Tipps zusammengestellt: 3 2

  • Die wichtigste Ernährungsaussage zur Vermeidung von Krebs ist:

„Nur so viel essen, dass man nicht zunimmt“

  • Kochen sie frisch und vor allem mit frischen Lebensmitteln (bei zu langer oder falscher Lagerung gehen wertvolle Nährstoffe verloren)
  • Rotes und verarbeitetes Fleisch nur selten verzehren (wird zur Verringerung des Darmkrebsrisikos empfohlen)
  • Viel Ballaststoffreiche Lebensmittel wie Obst, Gemüse, Hülsenfrüchte und Vollkorn
  • Möglichst viele Nährstoffe über die Nahrung aufnehmen!
  • Verzichten sie auf zuckerhaltige Getränke!
  • Verzehren sie viel fettreichen Fisch:

„Die Beweise mehren sich, dass eine höhere Aufnahme von mehrfach ungesättigten Omega-3-Fettsäuren (reichlich vorhanden in fettem Fisch) und die Vermeidung von zuckerhaltigen Getränken sich günstig auf das Krebsrisiko auswirken können, für eine feste Empfehlung reichen die Beweise aber noch nicht aus.“ 15

  • Zur Vermeidung von Darm- und Magenkrebs wird empfohlen, sehr salzreiche Kost oder gesalzene Lebensmittel stark gering zu halten.
  • Auch Alkohol nennt der Cancer Code Europa als Ursache für viele Krebsarten!
  • Regelmäßige Bewegung (ca. 150 Minuten pro Woche) ist sehr wichtig, überfordern sie sich jedoch nicht!

„Krebspatienten profitieren in fast jeder Krankheitssituation davon, körperlich aktiv zu sein oder sich sportlich zu betätigen. Die heute bekannten Vorteile von Bewegung: Wer sich bewegt, fühlt sich seltener erschöpft und bleibt meist leistungsfähiger.“ 15

  • Lassen sie sich individuell beraten! Jede Krebsart ist anders, bringt andere Einschränkungen, Herausforderungen und Maßnahmen mit sich! Die Ernährung und auch die Aktivität muss und sollte auf die individuelle Situation und ihren Körperzustand angepasst werden.

Was sind ihre Erfahrungen und Tipps bei einer gesunden Ernährung und Krebs? Was hat ihnen geholfen? Wir sind auf ihre Anregungen gespannt!

Asthma- 15 Tipps für einen natürlichen, besseren Umgang

Schnelle Fakten zu Asthma

  • Asthma kann jeden treffen. Vom Kleinkind bis zum Erwachsenen sind alle Altersstufen betroffen.
  • Die Hauptbeschwerden der Betroffenen sind schubweise auftretende Asthmaanfälle mit starkem Husten, Engegefühl in der Brust und  Atemnot. Auch ein Pfeifen beim Atmen und Luftnot belastet Asthmatiker. 
  • Asthma ist nicht heilbar! Mit der passenden Medikation und einem bewussten Umgang können Symptome im Alltag gut gelindert werden.
  • Natürliche Behandlungsmethoden helfen vielen Betroffenen ein fast normales Leben zu führen!

Was ist Asthma?

Asthma bronchiale ist eine chronische Erkrankung der Atemwege. Dabei entsteht eine chronische Entzündung der Schleimhäute an den Atemwegswänden. Diese Entzündung kann in Schüben auftreten. Die Bronchien sind meist stark betroffen.

„Asthma“ kommt aus dem Griechischen und Bedeutet „erschwertes Atmen“ oder „Atemnot“

Wer ist betroffen?

Sowohl Kinder als auch Erwachsene können Asthma entwickeln. Mal sind die Symptome schlimmer, mal eine Zeit lang besser. Bei Kindern kann Asthma auch wieder verschwinden, aber auch später wieder auftreten.

Das Risiko an Asthma zu erkranken kann schon vor Geburt beeinflusst werden! Stallkontakt und mediterrane Kost bei Schwangeren wirken schützend. Rauchen in der Schwangerschaft dagegen, erhöht das Risiko einer Asthmaerkrankung beim Kind!1  

Wodurch wird Asthma ausgelöst?

Asthma wird durch Schwellung (Entzündung) der Atemschläuche verursacht, die Luft in die Lunge und aus der Lunge befördern. Dadurch sind die Röhren sehr empfindlich und verengen sich vorübergehend.“2  

Dies kann ohne besonderen Grund passieren, meist hängt es jedoch mit einem Auslöser zusammen:

  • Infekt der Atemwege
  • Allergien (Pollen, Heuschnupfen, Tierhaar, usw.)
  • Reizung z.B. durch Dämpfe
  • Reizung durch starke Forderung (beispielsweise bei Sport an kalter, trockener Luft)
  • Genetische Ursachen (Veranlagung zu empfindlicher Lunge)

Allergien sind der häufigste Auslöser für Asthma.3  

Symptome bei Asthma- So können sie Asthma erkennen

„Der typische Krankheitsverlauf von Asthma ist durch wiederkehrende Asthmaanfälle gekennzeichnet, dazwischen können die Betroffenen vollkommen beschwerdefrei sein.“1  

Doch auch in Beschwerdefreien Zeiten sind Entzündungen nachweisbar. Die Atemwege sind also trotzdem dauerhaft betroffen.

Diese Hauptsymptome sind bei Asthma häufig anzutreffen:2  

  • Atemlosigkeit
  • ein pfeifendes Geräusch beim Atmen (Keuchen)
  • Eine enge Brust, die sich anfühlt, als würde sich ein Band um sie herum zusammenziehen
  • Husten (auch mit Schleim)
  • Anfälle von Luftnot (häufig bei körperlicher Betätigung oder nachts)

Was beeinträchtigt Asthmapatienten?

Wie sehr das Leben eines Asthmapatienten beeinträchtigt ist, hängt stark von Ursache und dem individuellen Umgang mit der Krankheit ab! Mit den richtigen Medikamenten, einer guten ärztlichen Betreuung und einem guten Selbstmanagement gelingt es vielen Asthma-Betroffenen gut mit der Krankheit zu leben. Natürlich müssen viele Dinge beachtet und Trigger vermieden werden. Auch Hilft es Patienten gut über die Krankheit Bescheid zu wissen und Selbsthilfemethoden zu erlernen.

 

Achtung!

Behandeln sie Asthma unbedingt. Es kann sonst zu einer Dauerhaften Verengung der Atemwege kommen, was die Lungenfunktion beeinträchtigen kann!

Risiken bei Asthma

Atemnot

 „Die Bronchien befördern die Atemluft von der Luftröhre zu den Lungenbläschen. Bei Asthmatikern verengen sich die Atemwege auf bestimmte Reize hin und verursachen eine anfallsartige Atemnot, die insbesondere nachts und am frühen Morgen auftritt.“4 

Asthmaanfall

„Asthma-Anfälle können Minuten bis Stunden andauern. Der Asthma-Anfall beginnt oft mit pfeifender Atmung, Kurzatmigkeit, Kopfschmerzen, Schwitzen und Schmerzen in der Brust. Der Betroffene muss husten, hat Atemnot und Angst zu ersticken, da er die eingeatmete Luft nur noch schwer ausatmen kann und gleichzeitig das Gefühl hat, nicht genügend Luft zu bekommen.“3  

Eine Reizung der Bronchien durch individuelle Trigger, lösen meist den Anfall aus. Die Muskulatur der Atemwege krampft und Bronchien und Atemwege verengen sich. So kann der Schleim den wenigen Platz komplett verstopfen. Es kommt zu Hustenanfällen und Atemnot.

So kann sich ein Asthmaanfall ankündigen:5 

  • starke Zunahme der Atemnot,
  • trockener Husten
  • zäher Schleim.
  •  Atemnot in Ruhe und beim Sprechen

Kann man Asthma Heilen?

Aktuell kann Asthma nicht geheilt werden. Es gibt allerdings viele natürliche und medizinische Behandlungsmöglichkeiten, welche die Symptome und Komplikationen lindern und verbessern können.

Wann sollte ich zum Arzt gehen?

  • Wenn sie vermuten, Asthma zu haben. Wenn Symptome wie häufiges Husten haben, der mehr als ein paar Tage anhält, oder wenn andere Symptome von Asthma auftreten, lassen sie sich vom Arzt untersuchen. Frühzeitige Erkennung und Behandlung kann dauerhafte Lungenschäden verhindern. Auch einer chronischen Entzündung der Bronchien kann so entgegengewirkt werden.
  • Regelmäßige Kontrolle. Lassen sie sich regelmäßig vom Lungenarzt durchchecken. Eine regelmäßige Langzeitkontrolle hilft ihnen mit der Krankheit besser umzugehen und Asthmaanfälle ggf. zu verhindern.
  • Behandlung anpassen. Asthma verändert sich nach gewisser Zeit. Sprechen sie deshalb regelmäßig über ihren Zustand um mit ihrem Arzt, Behandlungswege anzupassen und individuell zu gestalten.
  • Bei akuter Atemnot. Wenn sie unter starke Atemnot leiden oder ein Anfall auftritt zögern sie nicht, sich Hilfe zu holen. Im Akutfall auch den Notruf wählen!
  • Wenn sich Ihre Asthmasymptome verschlimmern. Wenden Sie sich sofort an Ihren Arzt, wenn Ihre Medikamente nicht helfen. Auch wenn ihre Medikamenteneinnahme sich stark erhöht. Hier können auch Nebenwirkungen auftreten.

Diagnose von Asthma- Wie wird Asthma festgestellt?

Eine sichere Diagnose ist nicht immer leicht zu treffen. Um Asthma zu diagnostizieren, wendet ihr Arzt verschiedene Verfahren an. Folgende sind hier häufig:

  • Ausführliche Anamnese
  • Lungenfunktion testen: Meist vor und nach Medikamenten Einnahme. Verbessert sich der Test, ist das ein mögliches Anzeichen für Asthma
  • Röntgenaufnahmen oder CT
  • Körperliche Untersuchungen (dazu gehört das Abhören der Lunge)
  • Allergietests begleitend (als mögliche Ursache)
  • Messung von bestimmten Immunzellen
  • FeNO-Messung
  • Differentialdiagnosen (anhand der Symptome ergibt sich der Hinweis auf Asthma durch Tests werden andere Ursachen ausgeschlossen)
  • Belastungstests z.B. mit kalter Luft unter starker Belastung der Lunge
  • Messung von Stickoxidwerten in ihrem Atmen. Höherer Gehalt von Stickoxid kann ein Hinweis sein.
  • Methacholin- Test: Methacholin ist ein häufiger Asthmaauslöser. Eine Reaktion kann ein Warnzeichen sein. Provokationstests erden solche gezielte Reizungen genannt.

Forscher arbeiten aktuell an einen Bluttest zur Schnellerkennung.6 Nur ein Tropfen soll reichen um in 90 Minuten ein Ergebnis zu haben. Dieser ist besonders für die Diagnose bei Kindern dringend notwendig. Hier können häufig noch keine Lungenfunktionstests durchgeführt werden, das macht eine Diagnose so schwierig!

Behandlung von Asthma

Häufig wenden Betroffene Inhalatoren/Sprays mit Medikamenten präventiv oder im Notfall an. In manchen Fällen kann eine Medikamenteneinnahme in Form von Tabletten erforderlich sein. Das Einatmen der medikamentösen Sprays gilt als schnellste und wirksamste Behandlung! Hier wirkt meist auch Kortison. Präventiv wirkt in dieser Form vorbeugend und verringert die dauerhafte Entzündungsbereitschaft der Atemwege. Laut der Landesärztekammer BW schadet dieser Dauergebrauch dem Körper nicht!3  

Die Therapie von Asthma ist sehr individuell und muss mit dem richtigen Facharzt individuell auf den Patienten abgestimmt werden. Folgende Möglichkeiten gibt es:

  • Medikamentöse Therapie
  • Schulungen des Betroffenen zum besseren Umgang und zur Vermeidung auslösender Situationen
  • Asthma-Stufentherapie
  • Immuntherapie bei allergischem Asthma
  • Rauchentwöhnung

„Eine neue Möglichkeit in der Asthma-Therapie ist seit einiger Zeit der Eingriff in die sogenannte TH2-Entzündungskaskade. Durch Blockade einzelner Entzündungsbotenstoffe (Zytokine) und deren Rezeptoren, kann die überschießende Entzündungsreaktion blockiert werden.“1  

Bisher wird dieser Ansatz allerdings nur bei schweren Fällen eingesetzt, bei denen die gängigen Methoden nicht ausreichend wirken. Des Weiteren wirken diese Therapien nur bei einigen Untergruppen.

15 Tipps für einen natürlichen, besseren Umgang mit Asthma

Im folgenden möchten wir ihnen 15 natürliche und nützliche Tipps für den Alltag geben, mit denen es ihnen leichter fällt mit Asthma zu leben und sogar die symptome zu verringern:

1. Erkennen sie ihre individuellen Auslöser (Trigger)!

Je nach Person können Auslöser die Symptome verschlimmern oder hervorrufen. Finden sie deshalb heraus, was bei ihnen eine Verschlimmerung Auslöst und das Asthma triggert. Ihr Arzt kann mit einem Allergietest bei Verdacht helfen. Wichtig ist es hier auch, die Krankheit zu akzeptieren und ihr auf den Grund zu gehen. Zu wissen, was die Auslöser sind und wie man sie verringern kann, hilft auch ihrem Umgang mit der Krankheit! Ein Tagebuch ist hier eine tolle Möglichkeit, die Auslöser zu dokumentieren und so Trigger herauszufinden!

2. Vermeiden sie Auslösende Situationen:

„Die Fachleute sind sich einig: Am wichtigsten bei allergischem Asthma ist es, den Auslöser – soweit möglich – zu meiden. Wenn das allein nicht hilft, kommen Medikamente zum Einsatz.“7 

Verringern sie das Risiko eines Anfalls oder eine Verschlimmerung, indem sie die auslösenden Situationen vermeiden. Beispielsweise verzichten sie auf starke Anstrengung bei kaltem, trockenem Wetter oder schützen sie sich mit einer Atemmaske.

3. Natürliches Heilmittel: Koffein

Bereits 1984 wurde die Wirkung von koffein auf Asthmapatienten in einer Doppelblindstudie untersucht. Die Gabe von 10mg pro kg Körpergewicht zeigte deutliche Verbesserungen der wichtigsten Respirationsparameter.

„Die Autoren empfehlen Koffein als Übergangs- oder Verlegenheitslösung bei Asthmatikern. Um einen bronchodilatatorischen Effekt zu erzielen, muß ein 60 Kilogramm schwerer Patient mindestens zwei Tassen eines starken Kaffees trinken.“8 

Koffein ist übrigens auch für andere Bereiche sehr gut! Beispielsweise gegen Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

4. Nährstoffe einnehmen: Vitamin D, E und Cholin

Es gibt aktuelle Forschungsergebnisse die auf positive Effekte von Nährstoffen in Bezug auf Asthma deuten, sichere Belege konnten nicht dokumentiert werden:9 

  • Vitamin D in der Asthmaprävention und -therapie,
  • Cholin als ergänzende Therapie,
  • Vitamin E, um negativen Effekt der Luftverschmutzung entgegenzuwirken.

Die Experten empfehlen deshalb randomisierte kontrollierte Studien mit einem ausführlichem, wissenschaftlichen Studiendesign. Auch ein Bericht des Lungeninformationsdienstes zitiert interessante Studien und kommt zum Fazit, dass der Schweregrad der Erkrankung, durch die Art der Ernährung, zumindest teilweise beeinflusst werden kann.10 

5. Natürliches Heilmittel: Pycnogenol®

Um Symptome von Asthma zu verbessern eignet sich laut einer italienischen Studie auch Pycnogenol®. Ein Extrakt aus französischer Seekiefernrinde. Auch war es wirksam, sodass der Bedarf an Medikamenten gesunken ist.11

Besonders ältere Menschen ab 60+ sollten auf geringere Medikationen achten. Hier die aktuellen Erkenntnisse dazu.

6. Atemtechniken

„Spezielle Atemtechniken zielen in der Regel darauf ab, durch konzentriertes Ein- und Ausatmen zur Entspannung und Ruhe zu finden und besser Luft zu bekommen. Im Rahmen einer Atemschulung oder Atemtherapie mit Hilfe eines spezialisierten Physiotherapeuten können atemerleichternde Techniken und Selbsthilfemaßnahmen im Ruhezustand und auch unter körperlicher Belastung erlernt werden.“12

Atemtechniken wie die Lippenbremse oder bestimmte Haltungen helfen um besser zu Atmen! Nutzen sie auch Entspannungstechniken um ihren Atem zu kontrollieren und zu beruhigen. Auch für die präventive Einnahme von Kortisonsprays ist eine tiefe, gezielte Atmung wichtig!

8. Inhalieren sie!

Inhalieren sie mit NaCl und befeuchten sie somit ihre Atemwege und die Schleimhäute.

9. Sorgen sie für Sauberkeit in ihrem Zuhause!

Putzen sie regelmäßig um eine Reizung durch Staub zu verringern. Tragen sie beim Reinigen einen Atemschutz, wenn sie sehr empfindlich reagieren.

10. Tauschen sie regelmäßig Kissen und Decken, sowie ihre Matratze aus!

Milben und Staub können ihre Symptome verschlimmern. Deshalb auch auf Teppichböden und Vorhänge wenn möglich verzichten.

11. Regelmäßig Bewegen!

Stärken sie ihre Lunge und ihr Herz durch regelmäßige Bewegung und Sport! Seien sie vorsichtig bei kalter Luft und tragen sie z.B. eine Gesichtsmaske. Achten sie auch besonders auf ein Aufwärmprogramm!

12. Auch Zuhause regelmäßig die Lungenfunktion testen!

Der Peak-Flow-Wert („peak flow“ = „stärkste Strömung“) misst die Leistungsfähigkeit der Atemwege. Mit einem Peak-Flow-Meter können Sie die diese zu Hause überprüfen. Gemessen wird der ausgeatmete Luftstrom. Für eine objektive Dokumentation über einen längeren Zeitraum ist dies sehr zu empfehlen! 13 

13. Achten sie auf einen ausreichenden Impfschutz!

Sprechen sie mit dem behandelnden Arzt über ihren Impfschutz und frischen diesen ggf. auf denn:

„Asthma erhöht, wie andere chronische Erkrankungen, das Risiko an Influenza und Pneumokokkeninfektionen zu erkranken.“ 14

14. Vermeiden sie Luftschadstoffe!

Dazu gehört neben Zigarettenrauch auch Feinstaub und Co. denn:

„Bestimmte Luftschadstoffe (z. B. Tabakrauch, Feinstaub, Stickstoffdioxid und Ozon) stellen insbesondere bei Patienten mit Asthma gesundheitliche Risiken dar“14 

15. Suchen sie sich weiter Rat und Austausch!

Es ist sinnvoll sich regelmäßig auszutauschen. Den aktuellen Zustand und Umgang zu reflektieren und ggf. anzupassen. Hier hilft nicht nur ihr behandelnder Arzt. Folgende Anlaufstellen sind sehr zu empfehlen:

Deutscher Allergie und Asthmabund Deutsche Patientenliga Atemwegserkrankungen - DPLA e.V Deutsche Atemwegsliga

Hier finden sie weitere wichtige und fundierte Informationen, die Über eine erste Übersicht hinaus gehen. Informieren sie sich und tun sie selbst etwas gegen diese nicht heilbare, aber zu lindernde Krankheit!

22 Tipps und Fakten für ein gesünderes Leben und eine ausgewogene Ernährung

Starten sie heute in ein gesünderes Leben! Unsere 22 Tipps hierzu werden ihnen helfen, ihr Leben ganzheitlich, positiv zu verändern! Probieren sie es aus!

1. Verzehren sie genügend Proteine

Proteine benötigt unser Organismus als Baustoff für Zellen, Enzyme und Hormone. Darüber hinaus sind sie für den Nährstofftransport und als Energielieferant unverzichtbar.Werden diese nicht ausreichend aufgenommen, drohen Mangelerscheinungen.

2017 hat das BZfE die Referenzmenge überarbeitet und empfiehlt:1

  • Erwachsene, 19- bis 65-Jährige: 0,8 g Protein pro kg Körpergewicht pro Tag. Das entspricht täglich 57 bis 67 g Protein
  • Erwachsene ab 65+: exakte Berechnung nicht möglich, geschätzter Wert 1,0 g pro kg Körpergewicht
  • Kinder im Alter von ein bis vier Jahren: 1,0 g pro kg Körpergewicht pro Tag und sinkt während des Wachstums abhängig von Alter und Geschlecht auf 0,8 g pro kg Körpergewicht pro Tag.

Kein Wunder, dass unser Körper so viel Protein braucht. Er besteht zu durchschnittlich 7-13 kg aus Proteinen. Für den Eiweißbau benötigt unser Körper Aminosäuren, welche er teilweiße nicht selbst herstellen kann. Sie müssen über die Nahrung aufgenommen werden. Diese Aminosäuren sind Isoleucin, Leucin, Lysin, Methionin, Phenylalanin, Threonin, Tryptophan und Valin. Babys benötigen zusätzlich Histidin. Über eine ausgewogene Ernährung können die vorgegebenen Werte erreicht werden. Essen sie vermehrt Hülsenfrüchte (Soja, Erbsen, Linsen), Getreideprodukte, Fleisch, Fisch, Eier und Milcherzeugnisse.

Eine Studie der Medizinischen Fakultät der Universität Washington stellten in einer 2005 veröffentlichten Studie fest, dass eine vermehrte Proteinzufuhr durch die Nahrung, zu einem signifikanten Gewichtsverlust führt, auch wenn der Kohlenhydratgehalt gleich bleibt. 2

Die lässt schließen, dass eine höhere Proteinaufnahme beim Abnehmen helfen kann. Proteine sind in unserem Körper also unverzichtbar und können sogar ihr Gewicht beeinflussen.

2. Auf Genuss sollten sie nicht verzichten- Zeit, Ruhe und gute Gesellschaft

Ein wichtiger Punkt vergessen viele bei einer gesunden Ernährung: der Genuss und die Lust am Essen. In einer Umfrage der Uni Göttingen und Lieferando, wurden die Deutschen (Stichprobe waren 1034 Probanden) zu ihrem Essensgenuss befragt.3 Dabei gaben die meisten Befragten an, dass Zeit, Ruhe und Entspannung wichtig für einen genussvolles Essen sind. Langsames Essen hat auch Auswirkungen auf die Menge, die wir essen. Erst nach etwa 15 Minuten tritt ein Sättigungsgefühl ein. Wer sich beim Essen Zeit lässt, ist deshalb vermutlich auch weniger.

Aber auch eine gute Qualität, leckerer Geschmack und Geruch, sowie angenehme Gesellschaft, machen den Essensgenuss aus! Meist bleibt nur am Abend wirklich Zeit, die Mahlzeiten zu genießen. Den größten Genuss erleben die Menschen Zuhause.

Auch die Bedeutung von sozialen Kontakten rückt immer mehr ins Forschungsinteresse. Denn auch sie hat Einfluss auf unsere Gesundheit. Studien haben gezeigt, dass soziale Beziehungen sich kurz- und langfristig auf die psychische und physische Gesundheit, sowie das Sterberisiko auswirken. 4

Nehmen sie sich also bewusst Zeit zu genießen, kochen und essen sie auch mal ohne Zeitdruck, achten sie auf gute Qualität, laden sie sich Gäste ein und pflegen so ihre sozialen Beziehungen. 

3. Verwenden sie Kräuter und Gewürze – dafür an Salz sparen

Frische Kräuter bringen nicht nur einen leckeren Geschmack in unsere Speisen und Rezepte, sie sind auch richtig gesund und liefern unserem Körper viele wichtige Inhaltsstoffe. Als natürliche Heilmittel nutzen die Menschen ihre Kraft, seit vielen hundert Jahren.

Besondere Vorteile bringen sie unserem Magen und Darm. Viele Kräuter wirken beruhigend auf unseren Magen. Sie entkrampfen und schützen vor Blähungen. Vor allem Dill, Bohnenkraut, Fenchel und Wacholder sind hier wirksam. Petersilie, Kresse, Basilikum und Borretsch wirken dagegen entwässernd, sollen die Harnbildung und die Arbeit unserer Nieren anregen. Viele Kräuter weißen darüber hinaus auch antibakterielle, antivirale und antimykotische Eigenschaften auf. So können Pilze und Bakterien natürlich bekämpft werden. Rosmarin hat beispielsweise eine konservierende Wirkung.

Auch Kurkuma, das gelbe Wurzelpigment, hat in zahlreichen Studien antioxidative und entzündungshemmende Eigenschaften gezeigt. 5 Aber auch heimische Kräuter wie Bärlauch und Thymian sind nicht zu unterschätzen. Thymian  wird gerne wegen seiner blutdrucksenkenden Eigenschaften eingesetzt. Forscher der Washington State University haben herausgefunden, dass eine Knoblauchverbindung, welche auch im Bärlauch vorkommt, bis zu 100-mal wirksamer sein kann, als eines der beliebtesten Antibiotikums bei Darmerkrankungen. 6

Ein wichtiger Grund für die Verwendung frischer Kräuter in der Küche ist der Salzspareffekt. Wenn sie viele Kräuter verwenden, nutzen sie automatisch weniger Salz. Ein verminderter Salzkonsum kann Bluthochdruck präventiv vorbeugen. Auch die DEG warnt vor einer zu hohen Speisesalzzufuhr, Herz-Kreislauferkrankungen drohen. 7

4. Ernährungsweise je nach Lebensphase variieren- Probieren sie Neues aus und lassen sie Veränderungen zu

Ob als Baby, Kleinkind, Jugendlicher im Wachstum, Erwachsener oder Senior, eine gesunde und ausgewogene Ernährung ist für eine gute Gesundheit immer unverzichtbar.

Mit dem älter werden ändert sich einiges. Im Ruhestand nehmen sich viele Menschen mehr Zeit zum Essen (52%), kochen häufiger selbst (42%) und jeder Dritte greift seltener zu Fertigprodukten.8

Auch das Energiebilanz erlebt eine Veränderung. In den Wechseljahren wandelt sich das Essverhalten und der Grundumsatz sinkt. Es wird weniger Nahrung gebraucht.

Muskeln beanspruchen den Hauptteil des Stoffwechsels. Der sogenannte Grundumsatz, also jene Energiemenge, die der Körper im Ruhezustand zur Aufrechterhaltung all seiner Funktionen benötigt, ist bei den Frauen in den Wechseljahren etwa ein Drittel geringer als mit 25 Jahren.“ 9

Auch werden mehr und andere Nährstoffe benötigt. Muskel und Knochenmasse nehmen im Alter ab, sowie auch der Wasseranteil. Dafür steigt der Fettanteil an. Meist setzt man dem Körper mit zunehmendem Altem auch weniger Aktivität aus. Das führt dazu, dass auch bei Männern der Grund- und Leistungsumsatz sinkt, der Körper somit weniger Kalorien benötigt. Deshalb sollte eine Ernährungsumstellung im Alter erfolgen, sonst droht ein erhöhtes Risiko für Herz-Kreislauferkrankungen und chronische Erkrankungen wie Diabetes Typ 2.

„Nur wer sich auf die Veränderungen einstellt und auch im Alter aktiv bleibt und sich bewusst ernährt, erhöht seine Chancen auf ein langes vitales und selbstbestimmtes Leben.“10

Wagen sie sich deshalb immer wieder an neue Rezepte, Zutaten und Lebensmittel heran. Kochen sie leichter, bewusster und trotzdem mit Genuss. Schauen sie doch mal in unsere gesunden Rezeptesammlung.

5. Bauen sie mehr Ballaststoffe in die Mahlzeiten ein

Ballaststoffe sind Pflanzenbestanteile, welche unverdaulich sind und keine Energie liefern. Dennoch sind sie für eine gesunde Ernährung sehr wichtig!  Sie regen an besser zu kauen, sättigen uns und fördern die Verdauung.

Eine Zusammenfassung der Universität Kentucky aus dem Jahr 2009, hebt die wichtige gesundheitliche Bedeutung von Ballaststoffen, in Bezug auf einige Krankheiten hervor:

„Personen mit hoher Zufuhr von Ballaststoffen scheinen ein signifikant geringeres Risiko für die Entwicklung von Herzerkrankungen, Schlaganfall, Bluthochdruck, Diabetes, Fettleibigkeit und bestimmten Magen-Darm-Erkrankungen zu haben. Die Erhöhung der Ballaststoffaufnahme senkt den Blutdruck und den Cholesterinspiegel im Serum.“ 11

Für eine langfristige Gewichtsreduzierung, eignet sich laut einer Studie der medizinischen Fakultät Massachusetts, Yangzhou und Chicago, eine vermehrte Ballaststoffaufnahme.Hier wurden die Teilnehmer in zwei Gruppen eingeteilt. Die eine Gruppe sollte nur 30 g mehr Ballaststoffe am Tag essen. Die andere sollte sich nach Richtlinien der Amerikanischen Herzgesellschaft AHA ernähren, was sehr umfassende Änderungen mit sich brachte. Dies bedeutete weniger Kalorien, mehr Gemüse und Obst, zwei Portionen Fisch in der Woche, mehr Geflügel und weniger rotes Fleisch, sowie Vollkornprodukte. Auch sollten Alkohol und gesüßte Getränke weggelassen werden. Erstaunlich ist hier, dass Teilnehmer aus beiden Gruppen, innerhalb eines Jahres, deutlich Gewicht reduzierten. Die AHA Gruppe nahm etwas mehr ab. Festzuhalten ist jedoch, dass allein die Umstellung auf mehr ballaststoffreiche Kost, das Gewicht langfristig verringern kann. Dabei muss man keine umständlichen und schwer umsetzbaren Maßnahmen ergreifen, sondern nur auf vermehrte Ballaststoffe setzen.12

Ballaststoffe sollten sie also mindestens 30 g am Tag verzehren. Dies können sie durch Gemüse sein wie Zucchini, Grünkohl, Kohlrabi und andere Kohlarten, Karotten, Fenchel, Kartoffeln und Hülsenfrüchte erreichen. Auch Getreideprodukte, überwiegend Vollkornprodukte sind reich an Ballaststoffen.

6. Essen sie mehr Nüsse

Nüsse machen dick? Das stimmt nicht! Immer wieder haben Menschen Bedenken, dass fettreiche und energiereiche Nüsse das Gewicht erhöhen. Studien haben ergeben, dass zunehmender Nusskonsum über einen längeren Zeitraum, mit einer geringeren Gewichtszunahme verbunden war. Der regelmäßige Verzehr von Nüssen kann sogar Fettleibigkeit vorbeugen und senkt das Risiko für Diabetes Typ 2.13

Dabei gilt es, nicht zu viele Nüsse zu essen. Eine Hand voll täglich genügen, um von den gesundheitlichen Vorteilen zu profitieren. Nüsse enthalten viele Vitamine, Mineralien, Antioxidantien und Phytoesterolen. Auch die in Vielzahl enthaltenen Fette sind sehr gesund, sie enthalten einfach und mehrfach ungesättigte Fettsäuren, welche für unseren Körper viele positive Eigenschaften mitbringen.

Zwischen den einzelnen Sorten gibt es Unterschiede in der Inhaltszusammensetzung. Das Bundeszentrum für Ernährung gibt eine gute Übersicht:14

NussartEnergie kcalEiweiß gFette gKohlenhydrate gBallaststoffe gWasser g
Cashewkerne57117,242,230,52,94,0
Erdnusskerne564 25,3 48,1 7,5 11,7 5,2
Erdnusskerne geröstet 585 25,6 49,4 9,4 11,4 1,6
Kastanien, Maro-nen 196 3,4 1,9 41,2 8,4 48,0
Haselnusskerne644 12,0 61,6 10,5 8,2 5,6
Kokosnuss, reif 363 3,9 36,5 4,8 9,0 48,0
Mandeln, süß 583 18,754,1 5,4 13,5 5,0
Macadamianüsse 703 7,5 73,0 4,0 11,4 3,0
Paranüsse 670 13,6 66,8 3,6 6,7 5,6
Pekannüsse 7039,3 72,0 4,4 9,5 3,0
Pistazienkerne 594 20,8 51,6 11,6 10,6 5,3
Walnusskerne 663 14,4 62,5 10,6 6,1 5,0

Quelle: Die große Nährwert-Kalorien-Tabelle, Gräfe und Unzer 2014/15

Auch sie betonen, dass wissenschaftliche Untersuchungen eine positive Auswirkung auf das Herz-Kreislaufsystem und auf unsere Blutfettwerte festgestellt haben.

Snacken sie doch beim kleinen Hunger zwischendurch in Zukunft öfter mal eine Hand voll Mandeln, Pistazien und Co.

7. Achten sie auf gute Qualität bei Lebensmitteln

Dabei muss es nicht immer Bio sein. Kaufen sie am besten frisch ein und verbrauchen ihre Lebensmittel zeitnah. So bleiben die wichtigen Nährstoffe enthalten und man wirft weniger weg.

Generell fühlen wir uns hier in Deutschland mit unseren Nahrungsmitteln sicher. 18% aller Deutschen vertrauen unseren Lebensmitteln voll und ganz. Vor allem die Menschen unter 30 haben ein großes Vertrauen in die Lebensmittel. Die Befragten über 45 Jahren sind da etwas skeptischer. 8

Wer sich unsicher ist, welche Pestizide, Schadstoffe und andere unerwünschte Stoffe in unseren Lebensmitteln stecken, kann sich an Gütesiegeln orientieren. Das EU-Biosiegel ist das bekannteste. 50% aller Befragten geben beim großen Ernährungsreport 2019 an, „immer“ oder „meistens“ auf das Biosiegel zu achten. Auch die Tierhaltungsbedingungen interessieren knapp die Hälfte alle Befragten. Auch hier geben zertifizierte Siegel Hinweise. Achten sie bei ihrem nächsten Einkauf doch mal darauf.

8. Schlafen sie genügend

Guter Schlaf ist unglaublich wichtig für unsere Gesundheit. Denn wer nachts zu wenig schläft, isst am nächsten Tag mehr. Diese Vermutung stellt eine Metastudie des Kings College London auf. Probanden mit wenig Schlaf nahmen so durchschnittlich 385 Kalorien mehr zu sich. Auch aßen sie mehr Fett, als die Kontrollgruppe mit ausreichend Schlaf. 15 Das BZfE empfiehlt in einem Artikel 7-9 Stunden Schlaf. Viele Menschen kommen nicht auf diese Stundenzahl und gefährden so ihre Gesundheit. Es kommt zu einer gestörten Balance zwischen Energieaufnahme und -verbrauch. Dies erhöht das Risiko für eine Gewichtszunahme und so auch für Übergewicht.

Eine weitere Studie der Universität Pittsburgh beschreibt auch eine schlechtere körperliche Leistungsfähigkeit, in Verbindung mit schlechtem Schlaf. Eine langsamere Gehgeschwindigkeit und weniger Leistung wurden beobachtet. Die funktionellen Leistungen waren eingeschränkt. 16

Planen sie sich in ihren Alltag also bewusst genügend Schlaf ein. Nur so können sie ihre volle Leistungsfähigkeit erreichen, ernähren sich gesünder und stärken ihren Körper.

9. Essen sie mehr Gemüse und Obst – 5 Portionen am Tag

Obst und Gemüse sind unsere Lieblingsnahrungsmittel. 71% der Deutschen essen diese täglich. Frauen mit 80% mehr als Männern mit 62%.8

Für unsere Gesundheit ist Gemüse und Obst unverzichtbar, wir sollten sogar noch häufiger dazu greifen. Schaffen sie die empfohlenen 5 Portionen Obst und Gemüse am Tag?

Besonders zu Gemüse sollten wir öfter auf unsere Einkaufsliste schreiben. Denn besonders verschiedene Gemüsearten haben in Studien viele gesundheitliche Vorteile gezeigt. Eine taiwanesische Studie ergab, dass ein häufiger Verzehr von Gemüse zu einem verminderten Risiko für Lungenkrebs (um 75%), für Leberkrebs (um 60 %) und für Darmkrebs (um 40%) führt. 17

Auch im Kindesalter ist ein regelmäßiger Obst- und Gemüseverzehr sehr wichtig. In einer über 60 Jahre andauernden Langzeitstudie wurden die Auswirkungen einer kindlichen Ernährung, auf den Gesundheitszustand im Alter untersucht. Ein erhöhter Obstverzehr in der Kindheit, verminderte das spätere Risiko an Krebs zu erkranken um 38%, gegenüber den Kindern welche eine niedrige Aufnahme an Obst angaben.17

Begründet werden diese positiven Ergebnisse durch die hohe Aufnahme an Antioxidantien, welche DNA-Schäden vermutlich verminderten. Für Kinder über 9 Jahren empfehlen die Forscher deshalb eine Obstzufuhr von etwa 400 g Obst und Gemüse täglich. Als Erwachsener sollten sie ca. 250 g Obst (ca. 2 Portionen) und 400 g Gemüse (ca. 3 Portionen) verzehren.7

10. Bringen sie Vielfalt auf den Teller

Ernähren sie sich kunterbunt, bringen sie verschiedene Farben, Gerüche und Geschmacksrichtungen auf ihren Teller und wagen sie auch mal Neues!

„Je vielfältiger und ausgewogener die Auswahl an Lebensmitteln gelingt, desto höher die Wahrscheinlichkeit ist, dass der Körper mit allen Nährstoffen ausreichend versorgt wird.“ 18

Essen sie vielfältig und ergänzen sie pflanzliche Produkte mit Fisch, Fleisch, Eiern und Milchprodukten. So erhalten sie alle wichtigen Nährstoffe die sie benötigen. Die DEG empfiehlt nicht mehr wie 300-600g Fleisch in der Woche. Zu Milch und Milchprodukte können täglich auf den Teller kommen. Auch Eier als Proteinquelle sollten gelegentlich auf dem Teller oder im Eierbecher landen. Eine Obergrenze für den Eierkonsum wird gesundheitlich und wissenschaftlich häufig diskutiert. Widersprüchliche Forschungen kommen aber bisher auf kein klares Ergebnis.7

11. Sorgen sie für ausreichend Bewegung- ein starker Körper, für eine starke Seele

Eine gesunde, ausgewogene Ernährung ist das Eine, genügend Bewegung das Andere, was für unsere Gesundheit unverzichtbar ist. Nur wer seine Energiebilanz im Gleichgewicht hält und das Verhältnis zwischen Zufuhr und Verbrauch stimmt, kann ein gesundes Gewicht halten. Dabei ist Untergewicht genauso schädlich, wie auch Übergewicht.

Bewegen sie sich also mindestens 30-60 Minuten unter leichter körperlicher Anstrengung. Wer mehr Kalorien aufnimmt, sollte auch seine Aktivitätsmenge steigern.

Die WHO hat 2010 ebenfalls eine Bewegungs- Empfehlung veröffentlicht:

„Für Kinder und Jugendliche werden hier körperliche Aktivitäten von mindestens 60 Minuten pro Tag mit mittlerer bis hoher Intensität empfohlen. In leichter Modifikation früherer Empfehlungen, z. B. von Pate et al. (1995) wird für Erwachsene gesundheitsförderliche Aktivität mit einer Dauer von mindestens 150 Minuten in der Woche (mit moderater Intensität) oder 75 Minuten in der Woche (mit hoher Intensität) angegeben, zudem muskelkräftigende körperliche Aktivität an mindestens zwei Tagen in der Woche. Älteren Menschen wird darüber hinaus die Ausführung von Übungen zum Erhalt des Gleichgewichts und zur Sturzprävention empfohlen.“19

Nur wer sich regelmäßig und ausreichend bewegt, kann seinen Körper stark und gesund halten. Das hat auch Auswirkungen auf unser seelisches Befinden und auf unsere Lebensqualität.

„Regelmäßige körperliche Aktivität senkt das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Bluthochdruck, Schlaganfall, Diabetes mellitus Typ 2, Adipositas, Brust-/Darmkrebs und Depressionen und ist gut für die Knochengesundheit.“7

Gestalten sie auch ihren Alltag so bewegt wie möglich. Treppen laufen, statt mit dem Aufzug zu fahren ist hier nur einer der praktischen Alltagstipps. Erledigen sie kleinere Einkäufe und Besorgungen auch zu Fuß, nutzen sie das Fahrrad für den Weg zur Arbeit und verbringen sie viel Zeit an der frischen Luft, bei einem Spaziergang oder einer abendlichen Verdauungsrunde. So können kleine Rituale helfen, sich mehr zu bewegen. Auch ältere Personen sollten bewusst aktiv bleiben, um körperlich und seelisch stark zu bleiben. Mobilität und körperliche Kraft ist sowohl für den Körper, als auch für das psychische Wohlbefinden von großer Bedeutung.

12. Weniger ist mehr! Achten sie auf ihre Zuckeraufnahme

In vielen Lebensmittel ist Zucker versteckt! Neben der klassischen Saccharose zählt auch Fructose, Honig, Sirup und Co. zu Zucker. Achten sie deshalb auch auf den Zuckergehalt in fertigen Produkten wie Saucen, Ketchup, Getränken, Keksen, Wurst und Fertigprodukten. Hier wird häufig Zucker zugesetzt. Oft wird er hinter Begriffen wie Dextrose, Fruktose, Glukose, Raffinose, usw. versteckt.

Gewöhnen sie sich und vor allem auch ihre Kinder nicht an Zucker. Gerade in vielen Kinderprodukten steckt extra viel davon. Denn Zucker kann süchtig machen und unser Körper will dann immer mehr davon. Trotz der Warnungen liegt der Zuckerkonsum in Deutschland weit über dem Richtwert. Durchschnittlich liegt die Zuckermenge um 25% über den allgemeinen Empfehlungen, dabei sind es gerade unserer Kleinsten, die zu viel Zucker essen.20

Zahlreiche Studien belegen die schädigenden Effekte von Zucker. Der Zuckerkonsum ist stark mit dem Risiko für Stoffwechselerkrankungen verbunden. Auch auf Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Diabetes Typ 2 hat Zucker negative Auswirkungen.21

Empfohlen wird von der DEG deshalb einen Engergieprozentsatz von unter 10 %. Das heißt, wer 2000 kcal täglich aufnimmt, sollte nicht mehr als 50 g Zucker zu sich nehmen. Darin sind sowohl zugesetzter Zucker, als auch natürlich vorkommender Zucker, z.B. in Früchten, enthalten.20

50 g sind schnell erreicht, verzichten sie deshalb überwiegend auf zu viele Süßigkeiten und auch auf zuckerhaltige Getränke, oder zu viel Fruchtsaft.

13. Kochen oder Braten sie ihr Gemüse, Fleisch und Co. nicht zu lange und greifen sie auch mal zur Rohkost

Wie bereiten sie am liebsten ihr Gemüse zu? Beim übermäßigen kochen gehen viele wichtige Nährstoffe und Mineralien verloren. Greifen sie deshalb öfter auch mal zur Rohkost oder dünsten sie ihr Gemüse nur leicht. So bleiben Vitamine, Enzyme und andere wertvolle Inhaltsstoffe erhalten. Auch kann sich durch die vielen Ballaststoffe, welche in der Rohform des Gemüses enthalten ist, das Darmgleichgewicht verbessern. So kann es beispielsweise bei chronischer Verstopfung helfen und die Darmregulierung in Gang bringen.22

Ausschließlich Rohkost ist keine gesunde Lösung, manche Gemüsesorten sollten sogar nicht roh verzehrt werden. Jedoch ist Rohkost in Maßen, für eine ausgewogene Ernährung und Gesundheit sehr wichtig!

Heterocyclische aromatische Amine (HAAs) sind Produkte, welche beim zubereiten (braten, kochen, frittieren…) von Fleisch entstehen und sich negativ auf unsere Gesundheit auswirken können. Eine chinesische Untersuchung beschäftigte sich mit diesen HAAs und dokumentierte, bei welcher Zubereitungsart die meisten dieser unerwünschten Stoffe entstehen.23 Durch den Holzkohlegrill entstanden bei Hähnchen und Entenbrust die meisten HAAs. Achten sie deshalb auch darauf ihr Fleisch schonend zuzubereiten, nicht zu lange zu garen, beschichtete Pfannen zu und ein bratgeeignetes Öl zu verwenden. Denn besonders an verbrannten Stellen sind schädliche Stoffe vorhanden, diese sollten nicht verzehrt werden. Aber Achtung, gerade Fleisch sollte dennoch ausreichend gegart werden, um schädliche Bakterien abzutöten. Nur so kann hier eine Lebensmittelinfektion vermieden werden.

Für eine schonende Zubereitung, bei der die meisten Nährstoffe enthalten bleiben, raten wir zu dünsten oder dampfgaren.

14. Lesen sie das kleingedruckte auf der Verpackung

Achten sie beim Einkauf auf die Zutatenliste und auf versteckte Inhaltsstoffe. So können sie mit etwas Erfahrung schnell herausfinden, ob ein Lebensmittel gesund ist, oder ob viele ungesunde Zusatzstoffe in ihm stecken. Auch versteckten Zucker können sie so erkennen. 84 % aller Deutschen sind diese Angaben zu Inhaltsstoffen sehr wichtig. Auch auf die Herkunft achten 80 % aller Befragten Deutschen.8

15. Setzen sie gesunde Fette bewusster ein

Sehen sie Fett nicht nur als Kalorienlieferant. Gesunde Fette sind für unseren Körper sehr wichtig. Die in Vielzahl enthalten Fettsäuren und Vitamin E, tun uns gut und stecken in vielen Fettarten. Wichtig ist dabei darauf zu achten, die richtigen Fette aufzunehmen. Das Verhältnis zwischen ungesättigten Fettsäuren und gesättigten Fettsäuren muss stimmen. Ungesättigte Fettsäuren sind die gesünderen, welche das Risiko für Herz-Kreislauferkrankungen senken können.7

Gute Quellen hierfür sind Nüsse, Fisch und pflanzliche Öle. Auch in Leinsamen stecken viele ungesättigte Fettsäuren. Auch ist darin die lebensnotwendige Fettsäure Omega 3 enthalten. Sie kann laut einer Studie von 2015 sogar unser Gehirn während des Alterns schützen. 24

Nutzen sie deshalb Öle mit einer guten Fettsäurenbilanz. Dies sind Rapsöl, Walnussöl, Leinöl und Sojaöl. Auch zu Olivenöl dürfen sie gerne ab und zu greifen. Vermeiden sie im Gegenzug stark verarbeitete Produkte wie Margarine und tierische Fette wie Butter und Schmalz. Sie enthalten mehr der schlechten gesättigten Fettsäuren.

16.Greifen sie mehr zu Urprodukte- Fertigprodukte meiden

In einem mittelgroßen Supermarkt, können wir durchschnittlich zwischen 10.000 Nahrungsmitteln auswählen. Natürlich kann es da schwerfallen, sich richtig zu entscheiden. Wir empfehlen deshalb: Greifen sie mehr auf natürliche, sowie wenig verarbeitete Urprodukte zurück und lassen sie die Fertigprodukte besser stehen. Hier sind meist viele Zusatzstoffe, Geschmacksverstärker und auch Zucker, sowie Fette versteckt.

Wir hier in Deutschland mögen es abwechslungsreich. Zu diesem Ergebnis kommt der aktuelle Ernährungsreport 2019. 8 Obst und Gemüse ist aktuell der beliebteste Lebensmittelbereich, aber auch Milchprodukte werden gerne gegessen. Wie gut, dass hier unsere Supermärkte eine große Auswahl an regionalen und saisonalen Urprodukten anbieten.

17. Nehmen sie sich Auszeiten vom Alltag nur für sich

Als Entspannungstherapeutin erlebe ich viele Menschen, die sehr unter Stress und Überlastung leiden. Burnout und chronischer Stress sind die Folgen.

Auch in der Stressstudie 2016 der Techniker Krankenkasse wird dieser Eindruck bestätigt. Sechs von zehn Menschen fühlten sich in dieser Umfrage gestresst, entweder privat oder beruflich. 23 % sind dabei sogar häufig gestresst.  Die Stressgründe variieren stark, jeder Mensch hat andere Stressoren, die ihn belasten. In den mittleren Lebensjahren verursacht das Spannungsfeld Familie und Karriere oft Stress. Ab 50 stresst die Angst nicht mithalten zu können, beispielsweise beim Arbeitstempo anderer. 25
Egal was sie in ihrem Alltag fordert, nehmen sie sich immer wieder Pausen nur für sich selbst. Entspannungstechniken wie Autogenes Training können helfen. Auch die Zeit in der Natur hilft vielen Menschen zur Ruhe zu kommen und vom Alltag abzuschalten. Egal was ihnen gut tut, tun sie es bewusst und genießen sie die kleinen Auszeiten.

18. Versorgen sie ihren Körper mit genügend Vitamin D3

Vitamin D wird für unseren Knochenstoffwechsel dringend benötigt. Auch schwerwiegende Krankheiten stehen damit in Verbindung. Besonders bei älteren Menschen, bei Säuglingen und Kindern, Schwangeren und anderen Risikogruppen, sollte auf einen ausreichenden Vitamin D Gehalt im Blut geachtet werden. Der größte Teil von Vitamin D3 wird von unserem Körper, bei ausreichendem Sonnenlicht, selbst gebildet. Nur ein geringer Teil wird über die Nahrung aufgenommen.

Die Zahlen, der unter Vitamin D-Mangel leidenden Personen, sind erschreckend. Laut einer Studie sind 50 % aller Menschen leicht gefährdet, 25 % weisen sogar einen starken Vitamin D Mangel auf.17

Greifen sie deshalb auch zu Vitamin D Präparaten oder halten sie sich bewusst etwas mehr in der Sonne auf. Denn allein über Vitamin D reiche Nahrungsmittel, wie Fisch, kann der Speicher nicht vollständig aufgefüllt werden.

19. Fisch sollten sie in den Ernährungsplan regelmäßig einbauen

Fisch ist reich an Omega 3 Fettsäuren, Vitamin B und D, Aminosäuren und wichtigen Mineralien. Diesen Substanzen werden viele gesundheitliche Vorteile zugeschrieben. Vor allem auf unser Gedächtnis haben sie positive Effekte.

Eine Studie an über 1000 Chinesen (55+) ergab, dass regelmäßiger Fischkonsum, Auswirkungen auf die geistigen Fähigkeiten im Alter hat. Ein kognitiver Rückgang kann demnach vermindert werden, wenn wöchentlich mindestens 100 g Fisch gegessen wird. Die Probanden wurden über mehrere Jahre begleitet und regelmäßig geprüft. Die Gedächtnisleistung verringerte sich langsamer, dies konnte ab einem Alter von 65+ nachgewiesen werden. 26


Auch auf Herz-Kreislauf-Erkrankungen wirken sich Fettsäuren aus Fisch oder Fischölpräparaten positiv aus. 27
Fettreiche und gesunde Fische sollten also mindestens einmal wöchentlich auf dem Speiseplan stehen. Achten sie auf Nachhaltige Fischerei und entsprechende Siegel.

Die Verbraucherzentrale Hamburg rät aktuell zu folgenden Fischarten, welche man bedenkenlos verzehren kann ohne eine Überfischung der Meere zu unterstützen: 28

FischartHerkunft oder Fanggebiet (Label)
Forelle, RegenbogenforelleDeutschland, Dänemark und Finn-land (ASC und Bioverband Natur-land)
Scholle, GoldbuttNordsee/Skagerrak (MSC)
HeringNordwestatlantik (ohne westliche Ostsee), Nordostatlantik (MSC)
Seelachs, KöhlerNordostatlantik (MSC)
SchwertfischNordwestatlantik, Indischer Ozean
HeilbuttEuropa (MSC)
ZanderDeutschland, Dänemark, Nieder-lande (MSC)
Tintenfisch, KalmarNordostatlantik, Südostatlantik

20. Trinken sie ausreichend und vor allem das Richtige

Auch das Trinken gehört zu einer bewussten, gesunden Ernährung. Empfohlen wird vom Bundeszentrum für Ernährung mindestens 1,3-1,5 Liter Flüssigkeit am Tag. 29
Denn wir Menschen bestehen zu mehr als der Hälfte aus Wasser, für unsere Organe ist es unverzichtbar. Es wird als Lösungsmittel für unsere Transportvorgänge im Körper benötigt, es kühlt unseren Körper ab, indem wir schwitzen und wir benötigen es als Baumaterial für unsere Zellen und Körperflüssigkeiten. Wenn sie zu wenig trinken, kann es passieren, dass das Blut nicht mehr optimal fließt. Auch leidet die Nierenausspülung, die Sauerstoffversorgung und die Nährstoffversorgung von Muskeln und Gehirn. Dabei gilt es, sich nicht nur auf unseren Durst zu verlassen, sondern auch einfach so zum Wasser und Co. zu greifen. Stress und starke Beschäftigung können das Durstempfinden unterdrücken. Deshalb sollten alle Menschen, aber vor allem ältere Personen, Kinder und Sportler häufiger etwas trinken.

Dabei kommt es auch darauf an, was sie Trinken. Vermeiden sie reinen Saft oder andere süße Getränke. Eine Studie der Purdue Universität West Lafayette (USA) untersuchte die Auswirkungen von flüssigen Kohlenhydraten auf das Körpergewicht. Im Vergleich zu festen Kohlenhydraten, erhöhte die Energiebilanz stark. Deshalb lieber auf sehr zuckerhaltige Getränke verzichten.30
Nehmen sie vor allem Leitungswasser oder Mineralwasser auf. Auch verdünnte Fruchtschorle (3 Teile Wasser + 1 Teil Saft) und ungesüßte Tees sind sehr zu empfehlen. Kaffee und schwarzer Tee dürfen ebenfalls, in kleineren Mengen, zur Trinkmenge gerechnet werden.

Tipp: Wem regelmäßiges Trinken schwerfällt, sollte sich einen kleinen Trinkplan erstellen. Nehmen sie sich vor, zu allen 3 Hauptmahlzeiten ein Glas Wasser oder verdünntes Fruchtschorle zu trinken. Auch gleich nach dem Aufstehen ist ein Glas Wasser leicht in den Tagesablauf einzubauen.

21. Greifen sie auch zu Kaffee

Ist Kaffee nun gesund oder ungesund? Diese Frage stellen sich viele Menschen und auch die Forschung interessiert das Thema nach wie vor. Eine aktuelle Studie hat die bisherigen Ergebnisse zusammengefasst und sagt, dass Kaffeekonsum mehr gesundheitliche Vorteile als Nachteile hat! Die Wahrscheinlichkeit an Herz-Kreislauf-Krankheiten zu leiden ist demnach geringer, wenn man Kaffee konsumiert. Auch das Risiko für Diabetes Typ 2 und Lebererkrankungen, ist gesenkt. Bei Parkinson, Alzheimer und Depressionen konnten bei Kaffeekonsum ebenfalls positive Auswirkungen festgestellt werden. 31

Zu einer ausgewogenen Ernährung kann man Kaffee also Bedenkenlos in Maßen trinken. 4 Tassen Kaffee täglich, schaden dem Körper nach den bisherigen Erkenntnissen nicht. Seien sie etwas vorsichtiger, wenn ihr Körper stark auf Koffein und auf Kaffee reagiert

22. Kochen sie häufiger selbst und frisch

40% der Deutschen kochen täglich selbst. Bei 37% sind es nur 2-3 Mal die Woche, 8% nur einmal die Woche und 5% noch seltener. 10 % kochen sogar nie Zuhause. 8

Dabei ist Zuhause kochen und essen, meist mit einem größeren Genuss und mehr Ruhe und Zeit verbunden. Natürlich genießt man es auch mal, sich in von einem Koch im Restaurant bekochen zu lassen oder spart Zeit durch ein Kantinenessen. Kochen und essen sie jedoch auch häufiger Zuhause. Hier können sie genau in sich hören und nach ihren Wünschen, ihrem Hunger und nach individuellen Bedürfnissen kochen. So kann man die Portionsgröße besser anpassen und weiß auch genau, was man isst und was enthalten ist.

Und nun sind sie an der Reihe! Berichten sie uns doch wie es ihnen gelingt unsere Tipps umzusetzen!

Wie man Rheuma natürlich behandeln kann

Schnelle Fakten zu Rheuma

  • Rheuma als alleinstehende Krankheit mit festen Symptomen gibt es nicht. Rheuma steht nur als Überbegriff für eine vielzahl an rheumatischen Erkrankungen.
  • Die Krankheit mit den vielen Gesichtern äußert sich je nach genauem Krankheitsbild sehr unterschiedlich. Das macht sowohl die Diagnose als auch die Behandlung schwierig.
  • Häufig sind bei Rheuma Gelenke betroffen, aber auch Weichteile, Blutgefäße und Bänder können erkrankt sein.
  • Durch alternative, komplementäre Behandlungsmethoden, welche auf der Kraft der Natur basieren, können Beschwerden gelindert werden. Genau abgestimmte Ernährung und Bewegung, sind neben pflanzlichen Mitteln eine natürliche Methode zur Linderung von Symptomen.
  • Auch Akkupunktur, Entspannung und andere alternative Heilmethoden helfen vielen Betroffenen- Wir wollen sie informieren und Anregungen geben!

Haben sie Beschwerden in den Gelenken und fragen sich ob das Alterungserscheinungen sind, oder doch eine Krankheit dahinterstecken könnte? Wir wollen ihnen helfen, Symptome vorab einzuschätzen und sich ein Bild über Rheuma zu machen. Die Krankheit mit den vielen Gesichtern ist schwer eindeutig zu erkennen, deshalb sind Informationen und Erfahrungsberichte besonders hier so wichtig!

Was ist Rheuma?

Um die 3 Millionen Menschen leiden in Deutschland an rheumatischen Erkrankungen.1

 Rheuma wird häufig in Verbindung mit Arthritis und Arthrose verwendet. Doch was genau ist Rheuma eigentlich? Erstmal ist festzuhalten das es „RHEUMA“ als selbstständiges Krankheitsbild nicht gibt.

Ärzte und Experten beschreiben unter Rheuma eine Vielzahl an rheumatischen Erkrankungen. Mehr als 100 verschiedene sind festgesetzt.

Rheuma als Überbegriff steht für rheumatische Erkrankungen wie:2 3 4

  • entzündlicher Rheumatismus (Arthritis, chronische Polyarthritis und Morbus Bechterew) Autoimmunerkrankung-Das Immunsystem arbeitet hier gegen den eigenen Körper.
  • degenerativer Rheumatismus (verschleißbedingte Arthrosen oder Bandscheibendegeneration) Hauptursache sind Abnutzungserscheinungen. Meist vorkommend im Alter und bei Überlastung. Bei Ruhe meist weniger Schmerzen.
  • Weichteilrheumatismus (Fibromyalgie, chronischer Rückenschmerz, Tennisellenbogen) Entzündlicher Rheumatismus der Muskeln, Sehnen oder des Bindegewebes.
  • Stoffwechselerkrankungen/Knochenerkrankungen (Osteoporose und Gicht als Folgeerkrankung entzündlichen Rheumas)

Die meisten rheumatische Erkrankungen sind entzündlich und kommen in Schüben, welche mit starken Schmerzen verbunden sind. Sie kommen und gehen schnell.

Dabei können Muskeln, Gelenke, Nerven, Wirbel, Sehnen, Knorpel und das Bindegewebe betroffen sein. Die meisten Fälle von Rheuma treten zwischen dem 30. Und 50. Lebensjahr auf. Aber auch Kinder und Jugendliche sind betroffen.

Welche sind die häufigsten rheumatischen Erkrankungen?

„Mehrere Millionen Menschen leiden auf Dauer an einer rheumatischen Krankheit. Sie haben Schmerzen an den Bewegungsorganen, an Muskeln, Sehnen, Gelenken oder im Bindegewebe.“5

In folgender Übersicht haben wir für sie die häufigsten und bekanntesten rheumatischen Erkrankungen mit Symptomen und Ursachen zusammengestellt:

Rheumatische ErkrankungSymptomeUrsachen
Polyarthritis (rheumatoiden Arthritis)

Häufigste Form von entzündlichem Rheumatismus5

Morgensteifheit mehr als 60 Minuten, beidseitige Schwellungen der Fingergelenke, beginnt meist mit Krankheitsgefühl, allgemeine Erschöpfung und erhöhte Temperatur, Gehschmerz, steife Gelenke, Gelenkschwellungen und Gelenkergüsse, nächtliche Schmerzen, unbehandelt können Deformationen auftretenChronische Autoimmunerkrankung: der Körper bildet Antikörper gegen das Knorpelgewebe. Das Gelenk wird zerstört. Frauen sind 3-mal häufiger betroffen als Männer.6
Morbus Bechterew
(auch genannt: Bechterewsche Krankheit, Spondylitis Ankylosans oder ankylosierende Spondylitis)7

Schubhafte Schmerzen an der Wirbelsäule, Entzündete Wirbelgelenke/ Gelenke an den Rippen/ Kreuzbein-Darmbein-Gelenke, Verknöcherung, Unbeweglichkeit bis hin zur vollständigen Versteifung, gebeugte Körperhaltung (Rundrücken), erste Symptome meist vor dem 40 LebensjahrChronische, entzündliche-rheumatische Erkrankung. Genaue Ursache noch nicht geklärt, vermutlich genetische Ursachen (HLA-B27-Molekül).
Kollagenosen
(seltener vorkommend)
(Sjögren-Syndrom, systemischer Lupus (SLE)8

Kann den ganzen Körper betreffen, verschiedene Innere Organe, Haut und Gelenke erkranken gleichzeitig oder in kurzem Abstand, Schübe meist mit Schmerzfreien Phasen, verminderte Tränen- und Speichelproduktion, trockene Schleimhäute, Müdigkeit und Erschöpfung, Schwellungen und Schmerzen an Gelenken, Gewichtsverlust, Nervenstörungen, usw.Autoimmunerkrankung: der Körper bekämpft eigene gesunde Zellen. Ursache ungeklärt. Vermutlich spielen Umwelteinflüsse und Geschlechtshormone eine große Rolle.
Vaskulitiden
(seltener vorkommend)
(Gefäßentzündungen)9

Entzündung der Blutgefäße: Infektanzeichen kommen schleichend, Müdigkeit, Gewichtsverlust, Fieber, Schmerzen an Gelenken und Muskeln, Schwellungen möglich, mehrere Anzeichen an verschieden Beriechen gleichzeitigFehlerhafte Immunreaktion, körpereigene Bestandteile werden angegriffen. Vermutet werden Umwelteinflüsse sowie genetische Veranlagungen.

Rheuma Anzeichen und Symptome – Wie erkennt man Rheuma und wie macht sich Rheuma bemerkbar?

Was steckt hinter meinen Gelenkschmerzen? Rheuma oder doch ein Infekt? Das fragen sich viele Betroffenen, die Anzeichen von Rheuma haben. Es ist wichtig die Dauer, die Qualität der Schmerzen, sowie die betroffenen Bereiche genau zu dokumentieren. Ein deutliches Indiz für eine entzündlich- systemische Gelenkerkrankung ist die Morgensteifheit. Sie dauert meist eine Stunde lang. Erst durch Bewegung wird der Schmerz, der häufig im Rücken oder Händen auftritt, besser.

Weitere typische Symptome an der sie Rheuma und rheumatischer Erkrankungen erkennen können, haben wir für sie zusammengestellt:

SymptomBeschreibung
Schwellungen der Fingergelenke (meist beidseitig)Schmerzen beim Händeschütteln bis hin zu starken Schwellungen und Schmerzen in den Händen.
Schwellungen an Gelenken Hände sind häufig betroffen, Gehschmerz (Füße), Rücken und andere Gelenke, meist an mehr als zwei Gelenken, Wärmeausbreitung an der betroffenen Stelle.
KrankheitsgefühlGefühl krank zu werden/zu sein, Erschöpfung, Müdigkeit, Gliederschmerzen, erhöhte Temperatur bis Fieber.
Morgensteifheit30+ bis 60+ Minuten versteifte Gelenke am Morgen nach dem Aufstehen. Meist in betroffenen Gelenken und im Rücken.
Versteifung der GelenkeVor allem nach Ruhephasen fühlen sich die Gelenke schwer an und sind steif. Alltägliche Handlungen fallen schwer.
Gelenkschmerzen, Muskelschmerzen, NervenschmerzenStarke Schmerzen in Muskeln, Gelenken, Sehnen, Nerven welche langanhaltend sind und auch durch Schonung meist nicht besser werden, sondern sich verschlimmern. Meist verbessert sich das Symptom durch Bewegung.
RheumaknotenMeist in späteren Krankheitsverläfuen, druckunempfindliche Verhärtungen.
KraftlosigkeitKraftlosigkeit durch mangelnde Bewegung, Muskeln werden schwächer.
Sehstörungen/NervenstörungenAuch die Augen können betroffen sein, zum einen durch Trockenheit aber auch durch Störungen, Entzündungen und Gefäßerkrankungen im Auge.
GelenkergüsseAnsammlung von Flüssigkeit rund um ein Gelenk (im Inneren), meist mit Schmerzen verbunden.
Zunehmende UnbeweglichkeitEine Bewegungseinschränkung durch Schmerzen und Versteifung.
DeformationenKann im langzeitverlauf knöchernd werden. Z.B. Deformation der Wirbelsäule.
Psychische BeschwerdenAngst, Depressionen, Erschöpfungszustände.

Neben Schmerzen sind auch die sogenannten „Rheumaknoten“ ein typisches Anzeichen. Frauen sind häufiger betroffen als Männer.

„Rheumaknoten sind kleine harte Knötchen unter der Haut, die bei 20 bis 40 Prozent der Betroffenen mit rheumatoider Arthritis auftreten. Man nennt diese Erscheinungen auch Entzündungsknoten oder Granulom.“10

Die knotenähnlichen Ansammlungen von Abwehrzellen kommen meist erst im späteren Krankheitsverlauf vor. Eine entzündliche Arthritis beginnt meist in den Fingern und Zehen. Im Verlauf sind auch größere Gelenke wie Schultern oder Knie betroffen. Wichtig zu wissen: die Beschwerden sind immer beidseitig, betreffen also nicht nur die linke Schulter.

Rheuma in den Händen? – Welche Gelenke sind häufig betroffen?

Eine entzündliche Arthritis beginnt meist in den Fingern und Zehen. Im Verlauf sind auch größere Gelenke wie Schultern oder Knie betroffen. Wichtig zu wissen: die Beschwerden sind immer beidseitig, betreffen also nicht nur die linke Schulter.

Über Rheuma in beiden Händen klagen viele Rheumatiker. Die Hand ist generell meist zuerst betroffen. Schmerzen in den Handgelenken und den Fingergelenken deuten häufig auf eine rheumatische Arthritis hin. Oft fällt zu Beginn das Aufschrauben von Flaschen schwer, die Hände sind geschwollen und an den Gelenken vermehrt warm. Auch die Zehengelenke sind oft entzündet. Rheuma und ihre Untererkrankungen wie Arthritis können im ganzen Körper vorkommen. Meist sind mehrere Stellen betroffen. Auch große Bereich wie Schulter und Hüfte können hier entzündet sein.

Diagnose Rheuma- Welche Blutwerte sind bei Rheuma erhöht?

Rheumatische Erkrankungen lassen sich nur durch einen Arzt diagnostizieren. Dieser nimmt neben einer genauen körperlichen Untersuchung, meist auch Blut ab.Wichtig sind auch ausführliche Gespräche und Symptombeschreibungen. Wichtig ist zu berichten, welche Gelenke und Bereiche betroffen sind und wie lange schon.Im Blut werden bestimmte Antikörper gemessen und auch auf eine Entzündungsreaktion wird untersucht. Ein wichtiger Bestandteil ist der sogenannte „Rheumafaktor“. Nicht bei allen, aber bei ca. 50 % der Betroffenen ist dieser positiv.11

„Der Rheumafaktor (RF) ist ein Antikörper gegen das körpereigene Immunglobulin G. Er selbst gehört zu den Immunglobulinen IgM, IgG, IgA oder IgE.“11

Ein erhöhter Rheumafaktor kann aber auch auf andere Ursachen hindeuten, genauso ist es möglich das Menschen, die unter Rheuma leiden keinen erhöhten RF haben. Die Blutwerte allein, sind deshalb kein alleiniges Merkmal für Rheuma.

Gibt es einen Rheuma-Test?

Online werden verschiedene Frage-Antwort-Tests angeboten. Hier kann eine erste Einschätzung erfolgen. Eine Diagnose sollte jedoch immer von Ärzten gestellt werden. Gehen sie bitte frühzeitig und bei Anzeichen zum Hausarzt. Dieser kann sie weiter vermitteln und genauere Einschätzungen abgeben, sowie ihre Blutwerte bestimmen.

Für den ersten Selbsttest empfehlen wir folgende Tests:

Rheumatische Beschwerden – Wie fühlt sich Rheuma an?

Rheuma und seine Symptome schränken den Alltag der Erkrankten stark ein. Neben Schmerzen, Erschöpfungszustände und Einschränkungen in der Beweglichkeit kommen häufig auch Nebenwirkungen von Medikamenten hinzu. Der Alltag geht langsamer von der Hand, vermehrte Pausen sind nötig. Auch der Zeitaufwand ist für viele sehr groß. Häufige Arztbesuche und Therapien sind empfehlenswert, benötigen jedoch auch Zeit.

Durch die Erschöpfung und den Entzündungszustand im Körper schlafen auch einige Betroffene vermehrt. Auch psychische Einschränkungen können auftreten. Das Erschöpfungsgefühl und die Kraftlosigkeit haben auch auf die Seele ihren Einfluss. Wut, Trauer, Unsicherheit und Angst sind mögliche Begleiter. Deshalb ist es wichtig, zu lernen mit der Krankheit umzugehen und eigene Lösungswege zu finden, dass es einem besser geht und der Alltag besser bewältigt werden kann.

Rheuma Ursachen

Rheumatische Erkrankungen kommen in Schüben. Ursache der Krankheit ist ein gestörtes Immunsystem. Diese fallen also meist unter die Kategorie „Autoimmunerkrankungen“. Jede einzelne Rheumatische Erkrankung kann individuelle Ursachen haben, viele sind auch bisher nicht wissenschaftlich vollständig untersucht.  Eine Autoimmunerkrankung kann wie folgt erklärt werden:

„Davon spricht man, wenn das Immunsystem den eigenen Körper angreift. Das Abwehrsystem unterscheidet normalerweise zwischen körpereigenen und körperfremden Zellen, Organismen und Stoffen. Dadurch schützt es den Körper vor Krankheitserregern und anderen schädlichen Substanzen. Bei Menschen mit einer Autoimmunerkrankung funktioniert dieser Mechanismus nicht mehr richtig: Das Abwehrsystem bewertet bestimmte körpereigene Zellen irrtümlich als Fremdstoffe und greift sie an. Entzündungsreaktionen sind die Folge.“12

Warum das Immunsystem so reagiert ist noch nicht geklärt. Vermutlich spielen Veranlagungen und Umwelteinflüsse eine große Rolle. Auch Stress, Witterung, Traumen und psychische Faktoren sollen eine Rolle spielen. Auch Theorien, die einen Infekt als Auslöser beschreiben, sind möglich.

Heilen lässt sich Rheuma bisher nicht! Es geht in den Therapieansätzen darum, dem Betroffen den Alltag zu erleichtern, Schmerzen zu mildern und die betroffenen Gelenke beweglich zu halten.

Medizinische Therapie von rheumatischen Erkrankungen

Die Medizin setzt auf eine rasche Therapie, möglichst in den ersten beiden Jahren nach der Diagnose.  Sie hat zum Ziel, den Entzündungsprozess zu unterdrücken, um eine Zerstörung der Gelenke zu vermeiden. Auch die Schmerzlinderung spielt eine große Rolle in der Therapie. Dabei gibt es drei Therapieansätze die meist in Kombination eingesetzt werden:12 13

  • Physikalische Therapie: Krankengymnastik, Bewegungstherapie, Massagen, Thermo-, Hydro-, Elektro- und Kryotherapie.
  • Medikamentöse Therapie (Nicht-steroidale Antiphlogistika, Glukokortikoide, Basistherapeutik)
  • Psychologische Verfahren (um Schmerzen besser zu bewältigen, Ängste und Depressionen durch die Krankheit sollen vermindert werden)

Rheuma natürlich behandeln- Was hilft gegen Rheuma?

Die medizinischen Therapieansätze bringen für manche Erkrankten Nebenwirkungen mit sich.14 Deshalb sind immer mehr Betroffene auf der Suche nach natürlichen Behandlungsmöglichkeiten und Wegen, ihren Alltag so zu verändern, dass sie mit der Krankheit besser umgehen können. Folgende Möglichkeiten könnten ihnen potentiell helfen:

Sport bei Rheuma

Sport kann die Beschwerden nicht beseitigen, aber eine Linderung kann durch Bewegung erzielt werden. Meist werden eine Physiotherapie und ein gesunder Lebensstil mit genügend Bewegung Betroffenen empfohlen. Dies hat zum Ziel die Gelenkfunktionen zu verbessern und die Gelenke so lange wie möglich beweglich zu halten.

 

„Physiotherapie und Sport sollen helfen, die Beweglichkeit, Kraft und Gelenkfunktion zu verbessern oder zu erhalten. Für Menschen mit Rheuma eignen sich viele Sportarten wie etwa Radfahren, Walking, Tanzen, Gymnastik, Kräftigungsübungen, Schwimmen und Wassergymnastik. In einer Ergotherapie geht es vor allem darum, die Beweglichkeit und Muskelkraft der Hände zu erhalten und zu lernen, wie man im Alltag mit der Erkrankung zurechtkommen kann.“12

Wichtig ist, immer in Bewegung zu bleiben und keine langen Trainingspausen zuzulassen. Bewegung kann sogar die Entzündungsreaktion im Körper vermindern und so rheumatische Beschwerden lindern.15

Pflanzliche Mittel und Hausmittel gegen Rheuma.

Ingwer

Ingwer als Tee, nutzen viele Menschen in der Erkältungszeit. Aber haben sie gewusst, dass es auch bei Rheuma helfen kann? Fest steht, dass es entzündungshemmende Eigenschaften aufweist.

In einigen Ländern wird es traditionell als Behandlung bei rheumatischen Erkrankungen eingesetzt. Es wird sogar vermutet, dass es nicht nur lindern kann, sondern auch Entzündungen in Gelenken stoppt.16

Das Potential für zukünftige Medikamente ist also sehr hoch.

Curcumin (Kurkuma) 

Curcumin weißt starke entzündungshemmende und antiarthritische Eigenschaften auf. In einer indischen Studie wurde die Wirksamkeit bei Patienten mit aktiver rheumatoider Arthritis untersucht. Hier wurden positive Effekte auf die DAS- und ACR- Werte festgestellt, auch zu erwähnen ist, dass keine nachteiligen Nebenwirkungen beobachtet werden konnten.17 Eine andere Studie bestätigt dies ebenfalls, in Bezug auf verschiedene Autoimmunerkrankungen.18 Das Potential konnte also bisher bewiesen werden, weitere groß angelegte Studien wären nun wünschenswert.

Boswellia (Weihrauch)

Auch Boswellia Serrata der indische Weihrauch wurde als potentieller Entzündungshemmer wissenschaftlich untersucht.19 Auch hier ist ein Einsatz als natürliches Therapeutikum bei Rheuma denkbar, genauere Studien stehen aber noch aus.

Ernährung bei Rheuma- Auf welche Lebensmittel sollte man bei Rheuma verzichten?

Bei Rheuma kann die Ernährung ein wichtiger Eckpfeiler sein! Folgende Ernährungsumstellungen können ihnen helfen, Symptome zu verringern1

Fettreiche Kost reduzieren

  • Der Entzündungsprozess im Körper wird begünstigt.

Arachidonsäure verringern: Vegan/Vegetarisch oder verringerter Fleischkonsum

  • Diese langkettige Omega-6-Fettsäure kommt in tierischen Lebensmitteln wie Fleisch, Eigelb, Schmalz, Leber vor. Eine vegane oder vegetarische Ernährung, stellt für viele Betroffene deshalb, ein nützlicher Bestandteil der natürlichen Rheumabehandlung dar.

„Zahlreiche Studien belegen, dass sich bei vegetarischer Ernährung die morgendliche Unbeweglichkeit, die Zahl der geschwollenen Gelenke, Schmerzen sowie zum Teil auch die Entzündungswerte im Blut verringern“1

Wer nicht auf Fleisch verzichten möchte, sollte die Menge auf 1-2 Portionen pro Woche reduzieren.

Omega-3-Fettsäuren: Fisch und Pflanzenöle

  • Um die Arachidonsäure abzumildern empfehlen Experten eine Omega-3 reiche Ernährung. Die Bildung von entzündungshemmenden Stoffen wird gefördert. Mildern sie also die Entzündungen, durch gesunde Pflanzenöle und Fisch (Lachs, Hering, Makrele, usw.).

Alpha-Linolensäure:

  • Laut der unabhängigen Ernährungsberatung UGB empfiehlt sich auch alpha-Linolensäure, welche in Soja-, Raps-, Walnuss-, oder Leinöl enthalten ist.

Obst, Gemüse und Vollkornprodukte vermehrt verzehren

  • Um genügend Antioxidantien zu sich zu nehmen, sollten sie täglich mehrere Portionen Obst, Gemüse und Vollkornprodukte essen. Im Blut befinden sich durch die Krankheit vermehrt Sauerstoffradikale die zusätzlichen Entzündungen auslösen können. Antioxidantien wie Vitamin E, C, Beta-Karotin, sowie Mineralstoffe wie Zink und Kupfer können hier entgegenwirken.

Genügend Calcium aufnehmen

  • Durch Cortison, welches als Medikament häufig bei Rheuma eingesetzt wird, kann es zu vorzeitigem Knochenabbau kommen. Deshalb sollte man mit genügend Calcium dem Knochenerhalt helfen. Nutzen sie hier fettarme Milch (um nicht zu viel Arachidonsäure aufzunehmen) oder nutzen sie pflanzliche Produkte wie Grünkohl, Fenchel, Brokkoli, Nüsse um ihren Körper mit Calcium zu versorgen.

Mögliche Nahrungsergänzungsmittel

Folgende Nahrungsergänzungsmittel wenden Betroffene an und Können helfen ihre Symptome zu lindern. Bitte besprechen sie eine Einnahme mit ihrem behandelnden Arzt ab.

NahrungsergänzungsmittelWarum?
FischölpräparateZur optimalen Versorgung von Omega 3 und Linolensäure. Studien haben gezeigt, dass diese Präparate Rheumabeschwerden lindern können.1
Vitamin DVitamin D benötigt unser Körper um Calcium aus der Nahrung, in die Knochen einzubauen. Es ist für Rheumatiker also unverzichtbar. Deshalb sollten sie mindestens jeden zweiten Tag in die Sonne gehen oder auf Vitamin D- Präparate zurückgreifen.
Präparaten mit Borretsch- oder NachtkerzenölBildung von entzündungshemmenden Botenstoffen.
Vitamin E und SelenOft ist hier der Gehalt im Blut zu gering. Präparate können helfen Schmerzen zu verringern.1

Hilft Bienengift gegen Rheuma?

Bereits die antiken Ägypter und die Chinesen verwendeten Bienengift als Therapeutikum bei Gelenkentzündungen und Gelenkproblemen an. Hier wurden die Erfahrungen gemacht, dass sich rheumatische Beschwerden verbessern können. Frühe klinische Studien (Steigerwaldt et al.1966) wiesen bereits 1966 wissenschaftlich auf positive Effekte hin.20

Auch als Bienengiftakkupunktur ist potentiell sehr hilfreich, so soll das Bienengift vielfältige Linderung bringen. Untersuchungen wie (Kang et al. 2002) haben gezeigt, dass sogar eine ähnliche Wirksamkeit wie bei einer Cortison Behandlung erzielt werden kann.1

Von Selbstbehandlungen raten wir an dieser Stelle ausdrücklich ab. Sprechen sie ihren Arzt auch auf diese potentiell erfolgreiche Behandlungsmethode an.

„Die Therapie mit Bienengift stellt eine interessante Therapiealternative dar, die leider bisher noch unzureichend erforscht wurde.

Dementsprechend hat sie noch keinen Einzug in das konventionelle Therapiespektrum gefunden.“20

Thermotherapie bei Rheuma- Wärme-Kältebehandlung

„Thermotherapie bedeutet, dass man sich die heilende Wirkung hoher oder niedriger Temperaturen bei der Behandlung einer Erkrankung zunutze machen kann.“21

Diese Therapieform ist eine anerkannte Methode bei rheumatischen Erkrankungen. Sie ist hier effektiv und lindert die Schmerzen häufig stark.

Kältekammern, in denen der Körper Temperaturen bis zu -110 Grad ausgesetzt ist, sind eine tolle Möglichkeit um im Körper Reize zu setzten, welche schmerz- und entzündungshemmende Botenstoffe aktivieren.21

Tipp für Zuhause:

Kältepackungen können akut helfen. Achten sie aber darauf die Stelle nicht länger als 5 Minuten zu kühlen und immer ein Tuch um das Kühlpad zu legen. Größere Gelenke wie das Knie nicht länger als 10 Minuten der Kälte aussetzten. Abzuraten ist die Kälteanwendung bei Bluthochdruck und Diabetes, sowie anderen Durchblutungsstörungen.

Auch Wärme in Form von Bädern, Packungen und Licht- und Luftanwendungen sind ebenfalls bei schweren Verspannungen oder Durchblutungsstörungen, als Begleiterscheinung rheumatischer Erkrankungen, häufig sinnvoll. Stauungsabbau von Schwellungen sowie Schmerzlinderung soll bewirkt werden. Auch Ganzwärmetherapien wie Saunagänge empfehlen Experten bei Rheuma. Hier wird zusätzlich das Immunsystem angeregt.21

Tipp für Zuhause:

Für die Eigenanwendung sind Fango- und Paraffin-Wärmepackungen sinnvoll. Erhältlich sind solche Packungen in verschieden Größen. Der Vorteil ist, sie haben eine intensivere Tiefenwirkung. Nach einer Erhitzungsphase von ca. 30 Minuten im Backofen, sollte die Packung dann 20-30 Minuten auf die schmerzende Stelle gelegt werden.

Entspannung und genügend Schlaf

„Stress erhöht die Produktion von Sauerstoffradikalen, die sich negativ auf das Entzündungsgeschehen auswirken“.1

Menschen, die an rheumatischen Erkrankungen leiden, sollten genügend Schlafen und für Entspannung sorgen. Nutzen sie deshalb Entspannungstechniken wie Autogenes-Training oder nehmen sie sich regelmäßig entspannende Auszeiten von ihrem Alltag. Haben sie bereits unsere Tipps zur effektiven Stressbewältigung entdeckt.

Hier finden sie viele Anregungen und Inspiration. Auch unsere besten Tipps zu Entspannung im Alltag können bei rheumatischen Erkrankungen Entspannung und so Linderung bringen.

Emotional Freedom Techniques (EFT)

Klopfen mit den Fingern auf bestimmte Punkte, gegen Schmerzen und emotionalen Belastungen. Das steckt hinter den „Emotional Freedom Techniques“ (EFT). Diese Methode wurde von Gary Craig in den USA entwickelt und hat auch hier bei uns viele Anhänger gefunden.

Durch das Klopfen werden hier die Energieströme des Körpers gezielt gereizt. Erst spannen Muskeln sich vermehrt an, der Pulsschlag erhöht sich, dann kommt es zur Entspannung.22

 Vor allem die Schmerzen und das gestörte Wohlbefinden können Rheumapatienten so potentiell verbessern.

Tipps für Rheuma Betroffene- Erfahrungsberichte lesen, Wissen teilen

Wichtig ist, etwas zu tun, sich zu informieren, mögliche Ansätze auszuprobieren und Erfahrungen auszutauschen. Ob das nun die Ernährungsumstellung, das spezielle Sportprogramm, pflanzliche Mittel oder ein regelmäßiger Austausch ist. Das Gefühl zu schaffen, etwas gegen die Krankheit zu tun, verändert ihre Grundeinstellung. Sie werden zufriedener und seelisch stabiler sein.

Tun sie also etwas für sich und ihre Lebensfreude. Die Krankheit bringt natürlich negative Symptome mit sich, die Grundeinstellung und ihr Umgang mit der Situation hat aber einen großen Einfluss auf ihr Wohlbefinden und ihr Lebensgefühl.

Natürliche Heilmittel für die Wechseljahre, die tatsächlich funktionieren

Schnelle Fakten zu den Wechseljahren

  • Die Wechseljahre auch Klimakterium genannt, gliedern sich in mehrere Phasen rund um die Menopause und belasten viele Frauen sehr.
  • Die Wechseljahre beginnen meist zwischen dem 40. und 50. Lebensjahr und äußern sich durch Symptome wie unregelmäßige Blutungen, Hitzewallungen, Unruhe, Stimmungsschwankungen, Nervösität, verändertes sexuelles Verlangen und vielen anderen Beschwerden.
  • Auch Männer erleben Wechseljahre, meist aber schleichend und weniger belastend.
  • Eine Hormontherapie ist aktuell umstritten und wird nur in schweren Fällen eingesetzt. Wir wollen ihnen aufzeigen, was sie selbst gegen die typischen Wechseljahrsbeschwerden tun können.
  • Neben einer speziellen Ernährung, können auch pflanzliche Alternativen, Nahrungsergänzungsmittel, Homöopathie und andere natürliche Methoden gut helfen.

Bevor wir ihnen die besten natürlichen Heilmittel für Wechseljahrsbeschwerden vorstellen, möchten wir ihnen einen Überblick über diese Lebensphase geben, welche viele Frauen als nicht leicht und herausfordernd empfinden. Was steckt aus medizinischer Sicht dahinter? Wann beginnen die Wechseljahre? Muss ich verhüten? Sind auch Männer betroffen?

Alle wichtigen Fragen wollen wir klären, das Tabuthema offen besprechen um dann mit ihnen den natürlichen Weg zu gehen, Wechseljahrsbeschwerden mit Hilfe der Natur zu lindern.

Wechseljahre Ursachen- Was sind die Wechseljahre aus medizinischer Sicht?

Als Wechseljahre (auch Klimakterium genannt) wird die Übergangsphase von der Geschlechtsreife der Frau zum Senium genannt.1 Diese ist in verschieden Phasen unterteilt. In diesen Phasen ändert sich der Hormonhaushalt stark und die Regelblutungen werden unregelmäßig und bleiben dann ganz aus. Die Eierstöcke bilden immer weniger weibliche Geschlechtshormone und stellen nach und nach ihre Tätig­keit ein. Häufig kommt es zu Wechseljahrsbeschwerden. Neben körperlichen Beschwerden können auch physische und emotionale Veränderungen auftreten, die sich auf das Leben einer Frau auswirken, einschließlich ihres Sexuallebens.

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Die Wechseljahre Ursachen sind auf die hormonelle Veränderung zurückzuführen. Viele wichtige Fortpflanzungshormonen verändern sich, dazu gehören:2 3

  • Östrogen (Östron, Östradiol und Östriol)
  • Progesteron (Gelbkörperhormon)
  • Testosteron
  • Follikel-stimulierendes Hormon (FSH)
  • Gonadotropin-Releasing – Hormon (GnRH)
  • Luteinisierendes Hormon (LH)
  • DHEA (Dehydroepiandrosteron)

Wann beginnen die Wechseljahre?

PrämenopauseMenopausePerimenopause
Beginn der Wechseljahre. Zwischen dem 40. und 50. Lebensjahr bei Frauen. Der weibliche Zyklus wird unregelmäßig, die Blutungen treten in längeren Abständen auf, es finden weniger Eisprünge statt.
Meist werden die letzten 2-7 Jahr vor der Menopause mit dem Begriff Prämenopause beschrieben. Hier treten meist leichte Wechseljahrs-beschwerden auf.
Letzte reguläre Monatsblutung, die von den Eierstöcken ausgelöst und gesteuert wird. Von der Menopause wird nur dann gesprochen, wenn darauffolgend ein Jahr lang keine Blutung erfolgt ist. Der Zeitpunkt liegt durch-schnittlich um das 51. Lebensjahr herum.Die Phase um die Menopause, ungefähr zwei Jahre davor und zwei Jahre danach.
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Verhütung in den Wechseljahren

Eine Schwangerschaft ist in allen drei Phasen der Wechseljahre möglich. Verhüten sie deshalb sowohl in der Prämenopause, als auch nach längerem ausbleiben der Monatsblutung. Selbst in der Perimenopause, also lang nach der Menopause, ist eine Schwangerschaft theoretisch noch möglich.1 Sprechen sie hier mit ihrem Frauenarzt über mögliche Verhütungsmethoden.

Wechseljahre Blutungen

Die Wechseljahre sind das Ende der fruchtbaren Lebensphase der Frau. Die Frau bekommt keinen Eisprung mehr. Zwei Hormone beeinflussen in dieser Zeit den weiblichen Zyklus verstärkt, das Östrogen (für das Wachstum der Schleimhaut der Gebärmutter) und Progesteron (stößt die Gebärmutterschleimhaut durch Blutungen wieder ab).

Gerade zu Beginn der Wechseljahre, haben Frauen fast immer unregelmäßige Blutungen. Einzelne Blutungen können stärker oder schwächer, kürzer oder länger ausfallen, als Frau es bisher gewohnt war. Starke und langanhaltende Blutungen können auch zu Blutarmut mit Eisenmangel führen, der sich durch Schwindel, Müdigkeit, und Antriebslosigkeit zeigt. Bei wechseljahresbedingten starken Blutungen bietet die Naturheilkunde einige Mittel an, die Linderung versprechen.

Wechseljahre Beschwerden

Östrogenmangel und dessen Folgen

Östrogene haben im Körper wichtige Aufgaben. Vor allem eine bedeutende Aufbau- und Schutzfunktion. Wenn ein Östrogenmangel in den Wechseljahren entsteht, äußert sich dies meist durch das klimakterische Syndrom. Hitzewallungen, vermehrtes Schwitzen, Nervosität, Depressivität und Schlafstörungen können die Folge sein. Auch treten häufiger Blasenentzündungen auf und Scheidentrockenheit nimmt zu.5

Folgende Symptomübersicht rund um die Menopause haben wir für sie zusammengefasst:

Hitzewallungen Wechseljahre

Einer der häufig auftretenden Symptome in den Wechseljahren sind die Hitzewallungen. Häufig überkommt die Betroffenen ein Schweißausbruch, der sich über das Gesicht, über den Hals, bis zum Oberkörper ausbreitet. Anschließend folgt häufig ein Frieren oder Frösteln.

Die Einzelheiten der genauen Funktionsweise von Hitzewallungen sind noch nicht vollständig bekannt. Die meisten Untersuchungen legen jedoch nahe, dass ein Mangel an Östrogen die Fähigkeit des Körpers, die Temperatur zu kontrollieren, beeinträchtigt.6

Die Faktoren, die die Häufigkeit und Schwere von Hitzewallungen erhöhen, variieren von Frau zu Frau. Häufige Auslöser sind:

  • warmes Wetter
  • Stress
  • würzige oder warme Speisen und Getränke
  • Alkohol

Weitere Tipps gegen Hitzewallungen:7

  • Entspannte Atemübungen am Morgen und in den Abendstunden können Hitzewallungen entgegenwirken. 2-3 Sekunden tief einatmen und langsam wieder ausatmen. Legen Sie sich dazu auf ihr Bett oder gemütlich auf das Sofa. Wiederholen Sie diese Übungen ca. 8-mal.
  • Heiße und würzige Gerichte sowie koffeinhaltige Getränke inkl. Alkohol nicht konsumieren. Auslöser für intensivere Hitzewallungen.
  • Genug Sonne, 20-30 min am Tag ohne Sonnencreme in die Sonne gehen (Vorsicht kein Sonnenbrand holen) um dadurch Sonne zu tanken und den Vitamin D Speicher aufzufüllen.
  • Kleiden Sie sich so, dass bei den kleinsten Hitzewallungen die Kleidungstücke einzeln schnell ausgezogen werden können. Der sogenannte Zwiebellock kann helfen. Auch Wechselwäsche kann Sicherheit geben und unangenehme Situationen vermeiden.
  • Vielen Frauen hilft auch das waschen der Unterarme mit lauwarmen Wasser, um wieder ein kühleres Körpergefühl zu erreichen.

Veränderte Sexualität- Warum beeinflusst die Menopause die Libido?

Ein weiteres bekanntes Symptom ist die Reduzierung der Libido der Frau. Einerseits können die physische Gesundheit, eine verminderte Durchblutung sowie Stress dazu führen, dass eine Abnahme der Libido beginnt. Aber auch Scheidentrockenheit verändert das sexuelle Verlangen vieler Frauen. Auch die Veränderung des Hormons Testosteron, was auch im Frauenkörper vorhanden ist, hat Auswirkungen.7

Das sexuelle Verlangen während des Übergangs in die Wechseljahre und der frühen Postmenopause sinkt. Beobachtungen aus der Seattle Midlife Women’s Health Study berichten, dass die vielen Nebenwirkungen in den Wechseljahren mit großer Wahrscheinlichkeit dazu führen, dass das Libido Niveau der Frau sinkt. Vor allem Stress und die typischen Wechseljahrssymptome wie Hitzewallungen und Schlafstörungen, führten hier zu einem verminderten sexuellen Verlangen.8

Gewichtszunahme Wechseljahren- Wie kann ich in den Wechseljahren schlank bleiben?

Viele Frauen klagen darüber, dass sie in den Wechseljahren zunehmen und vor allem der Bauch zulegt. Allein die Hormone sind an dieser Gewichtszunahme nicht schuld. Ebenfalls nimmt auch die Muskelmasse ab. Dies wird dadurch begründet, dass der Anteil des männlichen Hormons Testosteron größer wird. Folge davon ist die Fettanlagerung am Bauch, was bei Männern typisch ist und durch das Hormon begründet wird. Wenn also an Gewicht zugenommen wird, ist die Chance hoch, dass es sich als Bauchfett anlagert.

Wichtig ist zu wissen, mit höherem Alter brauchen Männer und Frauen weniger Kalorien. Der Nährstoffbedarf des Körpers sinkt, sowie auch der Grundumsatz. Hunger und Appetit bleibt jedoch meist unverändert. Hinzu kommt, dass wir uns mit zunehmendem Altem weniger bewegen. Also auch unser Leistungsumsatz sinkt. Wir verbrennen weniger Kalorien und nehmen auch deshalb zu.

Bei dem Aspekt der Gewichtszunahme geht es nicht nur um optische Gründe und Wohlbefinden, auch das Risiko an Diabetes oder Herz- Kreislauferkrankungen zu leiden steigt bei Übergewicht.9 Auch ist Sport sowohl für den Körper als auch für die Seele Stressabbau. Reizungen und depressive Phasen in den Wechseljahren, können so natürlich bekämpft werden.

Folgende Tipps sollten sie also beachten, wenn sie eine Gewichtszunahme vermeiden oder gering halten wollen:

  • Passen sie ihre Essgewohnheiten an. Essen sie weniger und vor allem proteinreicher. Dies benötigen Frauen mehr als Männer, um die Muskelmasse auch in den Wechseljahren zu halten.
  • Bleiben sie aktiv oder starten sie mit einer Sportart, die ihnen Spaß macht. Sport und ausreichend Bewegung sind unverzichtbar um das Gewicht dauerhaft zu halten. Auch für ihren Fitnesszustand, ihre Mobilität und ihre Beweglichkeit ist regelmäßiges Training wichtig. Kräftigen sie auch ihre Muskeln gezielt um die Kraft auch im hohen Alter zu behalten.

Schlafstörungen Wechseljahre

Schlafstörungen sind ebenfalls ein häufig genanntes Symptom, wenn es um die Wechseljahre geht. Die Betroffenen schlafen schlechter ein, schlechter durch und wachen auch häufig auf. Bedingt ist dies häufig durch nächtliches Schwitzen mit verbundener Unruhe.

Aber auch zahlreiche andere Ursachen wie beispielsweise Stress, Lebensstil oder Störungen im Schlaf sind möglich. Wenn sie langanhaltende Schlafprobleme haben, sprechen sie bitte mit ihrem Arzt über mögliche Ursachen und Behandlungsmöglichkeiten. Versuchen sie selbst durch Entspannung vor dem Zubettgehen, einen kühlen und dunklen Schlafraum, feste Schlafenszeiten und einer Abendroutine, ihre Schlafbedingungen zu verbessern.

Haarausfall Wechseljahre

„Bei Frauen ist es vor allem die hormonelle Umstellung während der Wechseljahre oder nach der Geburt eines Kindes, die zum Haarausfall führt.“10

 

Helfen kann die richtige Haarpflege. Vermeiden sie zu viel Shampoo, Tönungen und Färbungen. Fördern sie stattdessen die Durchblutung der Kopfhaut durch kämmen in alle Richtungen und durch Kopfhautmassagen.

Stimmungsschwankungen in den Wechseljahren

Scheuen sie sich nicht offen mit ihren Wechseljahren umzugehen. Ihr Umfeld wird sicherlich eine erhöhte Reizbarkeit und Stimmungsschwankungen an ihnen bemerken, das ist ganz normal und darf sein. Doch sie selbst können etwas gegen das Gefühl der Überforderung, den gefühlt erhöhten Stress und andere seelische Belastungen tun.

Versuchen sie aktiv zu entspannen und ihr Stressgefühl und die Belastungen zu lindern. Schauen sie doch mal bei unseren Tipps zur effektiven Stressbewältigung vorbei! So können sie die Wechseljahrssymptome wie Reizbarkeit, Stimmungsschwankungen, Überforderung und Gefühlsschwankungen entspannt entgegenwirken.

Wechseljahre Männer- Sind auch Männer von Wechseljahrsbeschwerden betroffen?

Kennen sie den Spruch: „Frauen werden älter, Männer nur interessanter“? Dieser Spruch steht sinnbildlich für die unterschiedliche Alterungswahrnehmung von Männern und Frauen. Männer sind bis ins hohe Alter zeugungsfähig. Heißt das, dass sie nicht von Wechseljahren und Beschwerden betroffen sind?

Nein keineswegs! Auch Männer erleben eine Phase (häufig wird sie „Andropause“ genannt) mit ähnlichen Symptomen wie die Frauen, meist nur sehr viel schwächer. Männer spüren mit zunehmendem Alter ebenfalls eine Abschwächung der Muskelkraft, eine verminderte Leistungsfähigkeit und sexuelle Veränderungen/Probleme, nehmen diese jedoch sehr schleichend war. 

Auch Haarausfall und Gewichtszunahme betrifft viele Männer. In der Wissenschaft, stehen die Männer ebenfalls deutlich weniger im Forschungsinteresse als Frauen in den Wechseljahren. Ursachen für die Andropause bei Männern geht vermutlich ebenfalls auf die Veränderungen im Hormonhaushalt zurück. So sinkt laut Untersuchungen der Testosteronanteil bei einem Drittel aller Männer.11

Auch depressive Verstimmungen und andere psychische Probleme sind keine Seltenheit. Männer müssen mit einem anderen Selbstbild zurechtkommen. Meist wird der Beruf weniger wichtig, durch den sich viele, in früheren Jahren stark identifiziert haben.

Auch das Partnerschaftsverhältnis verändert sich, die Kinder verlassen das Haus und der Lebensinhalt verändert sich zunehmend. Dies kann ebenfalls zu Stimmungsschwankungen und zu Veränderungen in der Selbstwahrnehmung führen. Haben sie also stets im Hinterkopf, dass auch Männer im Prozess des Älterwerdens mit Problemen und Anpassungen zu kämpfen haben, diese jedoch meist sehr schleichend auftreten.

Kann eine Hormontherapie helfen?

Bis vor ein paar Jahren war die Lösung der Wechseljahrsbeschwerden klar. Der Arzt verschrieb Hormone, die helfen sollten. Positive Nebeneffekte wie bessere Haut, Anti-Aging, weniger Brustkrebs und Demenz, mehr sexuelle Lust wurden versprochen.

„Im Jahr 2002 erhielt die Pilleneuphorie dann einen kräftigen Dämpfer. Eine umfassende Studie der amerikanischen Women’s Health Initiative (WHI) offenbarte, dass die Hormongabe bei gesunden Frauen zu deutlich mehr Herzinfarkten, Schlaganfällen, Thrombosen und Brustkrebs führte. Über 65-Jährige erkrankten zudem öfter an Demenz, Gallenleiden und Inkontinenz.“12

Diese Studie wurde sogar abgebrochen. Folgestudien bestätigten diese Ergebnisse und so kommt es, dass der natürliche Weg mit Wechseljahrsbeschwerden umzugehen, immer mehr ins Interesse rückt. Natürlich gibt es auch zahlreiche Gegenstimmen. Doch die Nachteile überwiegen meist trotzdem.12 Lassen sie sich individuell vom ihrem Arzt beraten, wenn sie eine Hormontherapie in Betracht ziehen und nehmen sie, wenn überhaupt nur kurzfristig und niedrig dosierte Präparate ein. Im Gegensatz zu alternativen Heilmethoden, kann es bei Hormonbehandlungen in den Wechseljahren zu vielen Nebenwirkungen kommen. Das gesteigerte Risiko für Blutgerinnsel, Schlaganfälle und Brustkrebs sind nur einige Beispiele. Nur ein ausgebildeter Experte kann das Nutzen-Risiko-Verhältnis mit ihnen genau besprechen. Daher sind Medikamente mit Hormonen verschreibungspflichtig.

„Der Berufsverband der Frauenärzte empfiehlt, dass Hormone nur bei starken Beschwerden und gesundheitlichen Risiken durch das Klimakterium gegeben werden sollen. Die Risiken müssen sorgfältig abgewogen werden. Auch sollte die Therapie nur so lange wie nötig durchgeführt werden.“13

Wechseljahre was hilft wirklich?

Pflanzliche Alternativen zu Hormonen

Hormone gegen Wechseljahresbeschwerden haben in der Bevölkerung keinen guten Ruf und auch die Forschungslage rät von einer Hormontherapie ab. Die Zeitschrift Ökotest hat deshalb mehrere pflanzliche Mittel gegen Beschwerden in den Wechseljahren untersucht. Die sogenannten Monopräparate (Ein-Wirkstoff-Präparate), haben hierbei die besten Wirkungen gezeigt. Auch gute Mischprodukte wurden getestet.13

Im ersten Test vor einigen Jahren, wurden beispielsweise alle Präparate, die einen Extrakt aus Traubensilberkerze enthalten, mit „sehr gut“ bewertet. 2018 sieht dies nun etwas anders aus. Die Note „gut“ ging jetzt nur noch an Traubensilberkerzen-Präparat“ – Remifemin ®. Hier sei aufgrund einer produktspezifischen Studie die Datenlage besser, schreibt Ökotest.12

Folgende Pflanzen stehen in der natürlichen Behandlung von Beschwerden vor, während und nach der Menopause im Interesse vieler Betroffenen:

Traubensilberkerze

Die Pflanze hat seit Jahrzehnten sich in Deutschland sowie in der westlichen Medizin zur Behandlung von Wechseljahresbeschwerden bewährt. Egal ob Hitzewallungen, Schweißausbrüche, Reizbarkeit, Sie wirkt gegen allgemeine Wechseljahresbeschwerden aber auch bei Schwindel und Kopfschmerzen.2

Auch wirken die Pflanzenextrakte positiv auf die Psyche da manche Präparate zusätzlich Johanniskraut beinhalten. Die Wirksamkeit ist bereits in mehreren Studien nachgewiesen worden.13

Soja

Hier gehen die Meinungen und Erfahrungen weit auseinander. Die Pflanze enthält Isoflavone, die unter anderem negative Auswirkungen auf die Gebärmutter haben können. Auch soll Soja die Funktion der Schilddrüse beeinflussen.

Dagegen sprechen Argumente wie der Osteoporose Schutz. Die Datenlage rund um die isoflavonhaltigen Produkte sind aktuell zu mangelhaft. Die Verbraucherzentrale rät deshalb ab, bzw. rät die empfohlenen Dosen genau einzuhalten. Keinesfalls bei östrogenabhängigem Brustkrebs verwenden!14

Rotklee

Für Präparate aus dieser Pflanze gilt Ähnliches wie für Soja. Sie enthalten ebenfalls Isoflavone.2

Johanniskraut

Johanniskraut wird bei leichten bis mittelschweren Depressionen eingesetzt, sowie bei Stimmungsschwankungen und Reizbarkeit.

Baldrian und Hopfen

Die beruhigende Wirkung hilft vielen Betroffenen gehen Unruhe und Reizbarkeit.15

Salbei

Als natürliches Mittel gegen Schweißausbrüche und übermäßiges Schwitzen in der Nacht

Wechseljahre Ernährung- Welche Rolle spielt die Ernährung?

Ein großer Teil spielt die richtige Ernährung um Symptome der Menopause zu lindern. Je älter Sie werden desto weniger Kalorien pro Tag benötigen Sie, teilweise bedingt durch Schwund von Muskelmasse und weniger Bewegung im zunehmenden Alter. Zu einer gesunden und ausgewogenen Ernährung gehören ausreichend viele Mineralien, sowie gesunde Fette.

Folgende Nahrungsmittel sollten Sie in ihren Ernährungsgewohnheiten mit aufnehmen:

Obst:

Im Idealfall kaufen Sie Bio Qualität. Durch die enthaltenen Antioxidantien können Sie gezielt mit den Ballaststoffen ihren Alterungsprozess verlangsamen.

Gemüse

Lebensmittel mit hohem Indol-3-Carbinol-Gehalt wie Brokkoli, Rosenkohl, Kohl und Grünkohl tragen zur Verbesserung des Östrogenstoffwechsels bei. Diese Gemüse enthalten auch viele Ballaststoffe, Vitamin C, Vitamin K und Elektrolyte, die für den Blutdruck und die Herzgesundheit wichtig sind.16

Ballaststoffe

Ballaststoffe sind deshalb so wichtig, da Sie die eigene Darmflora unterstützen. Ballaststoffe wirken sich positiv auf den Cholesterin- und Blutzuckerspiegel aus.

Phytoöstrogene Lebensmittel wie Natto oder Leinsamen

Fermentiertes Soja wie Tempeh, Miso und Natto, welche in Japan zahlreich verzehrt werden, können durchaus in geringen Mengen, bei Wechseljahrsbeschwerden helfen. Ebenso wie Leinsamen enthalten sie Phytoöstrogene (pflanzliche Östrogene), welche die körpereigenen Hormone ausgleichen können. Allerdings raten wir von diesen Lebensmitteln ab, wenn sie in der Vergangenheit an östrogenabhängigem Brustkrebs erkrankt waren. Bitte beachten sie auch, dass Isoflavone enthalten sind, welche negative Auswirkungen haben können und die Datenlage bisher zu wenig erforscht ist.17

Omega-3-Fettsäuren

Eine erhöhte Aufnahme von Omega-3-Fettsäuren können die negativen Effekte von zu viel Omega-6-Fettsäuren in den Zellmembranen verringern.

Eine schwedische Studie gibt Hinweise darauf, das Omega-3-Fettsäuren folgende positive Eigenschaften mit sich bringen:18

  • Risiko einer Fehlgeburt wird vermindert (Einnahme während der Schwangerschaft)
  • Verhinderung von postpartalen Depressionen
  • Probleme in den Wechseljahren können verringert werden
  • Verhinderung von postmenopausaler Osteoporose
  • Brustkrebsrisiko kann minimiert werden

Joghurt mit probiotischen Bakterien

Meistens bekannt aus der Werbung von zahlreichen Joghurt Sorten. Probiotika sind gesunde Bakterien, welche die Produktion und Regulation von Schlüsselhormonen (Insulin, Ghrelin und Leptin) verbessern können. Sehr oft vorhanden in Sauerkraut, Kuhmilch, Joghurt und weiteren zahlreichen fermentierten Lebensmitteln.

Flüssigkeit

Trockenheit spielt in den Wechseljahren eine große Rolle, vermutlich durch den niedrigeren Östrogenspiegel. Trinken sie deshalb genügend um ihren Körper ausreichend zu versorgen und nicht zusätzlich auszutrocknen.

Welche Nahrungsergänzungen können eine Linderung in den Wechseljahren bringen?

Vitamine

Nehmen sie ab dem 50 Lebensjahr täglich 1500mg Kalzium, 800 IE Vitamin D3 und ggf. Vitamin E ergänzend zu sich. Die Vorteile sind eine höhere Knochenstärke, Minimierung der Hitzewallungen durch Vitamin E. Achten Sie setzts auf die richtige Dosis da sonst Nebenwirkungen wie Blutungen, Schlaganfälle und Herzversagen auftreten können.

Mönchspfeffer

Mönchspfeffer (auch unter Vitex bekannt) gehört zur Pflanzengattung der Lippenblütlerfamilie. Die Blätter haben die Eigenschaften, Wechseljahrbeschwerden entgegenzuwirken. Egal ob Blutungsstörungen oder bei Brustspannungen, der Mönchspfeffer kann die Symptome lindern. Von vielen Frauenärzten wird er auch bei Zyklusstörungen und Hormonschwankungen empfohlen.19

Maca- Wurzel

In den peruanischen Anden wird Maca-Kraut seit vielen Jahrtausenden angebaut und bei hormonellen Problemen eingesetzt. Auch hier wird es inzwischen als Nahrungsergänzungsmittel angeboten und kann ggf. helfen. Besonders als Libido steigernd wird es beworben. Die Datenlage ist bisher leider nicht ausreichend um das Risiko-Nutzen- Verhältnis wissenschaftlich basiert abzuwägen.20 Klären sie deshalb eine Einnahme unbedingt mit ihrem Arzt ab und nehmen sie nicht mehr als 900-1800 mg täglich zu sich!

Adaptogene Kräuter

Eine Vielzahl von Adaptogene Pflanzen helfen ihnen eine Vielzahl von Krankheiten zu lindern und Stress abzubauen. Dazu gehört der echte Ginseng, die Taigawurzel, das chinesische Spaltkörbchen, die Rosenwurz und viele weitere.21

Pflanzliche Adaptogene sind Stoffe sie die Anpassung an Stressoren unterstützen, indem die Körperfunktionen unter Stress normalisiert wird. Die Stressresistenz wird somit erhöht.  Wer unter Reizbarkeit, Erschöpfung, Leistungsabfall und Konzentrationsstörungen in den Wechseljahren leidet, dem können adaptogene Kräuter potentiell helfen.

Eine Studie aus 2012 beobachte positive Effekte auf Menschen mit Lebensstress-Symptomen (z.B. Reizbarkeit in den Wechseljahren) dank der eines Rosenwurz-Spezialextraktes.22

CBD Hanföl

Es gibt zwar keine Hinweise darauf, dass CBD-Öl wahrscheinlich alle Symptome der Menopause beeinflusst, es könnte jedoch für Folgendes hilfreich sein:

Schlafstörungen:

Im Jahre 2016 wurde eine Studie veröffentlicht, in der hervorgeht, dass Personen die an einer posttraumatischer Belastungsstörung litten, CBD-Öl die Schlafstörungen und Angstzustände reduzieren kann.23

Reizbarkeit und depressive Verstimmungen:

Reizbarkeit gehört zu den Top 3 Symptomen in den Wechseljahren. Eine Studie aus dem Jahr 2010 an Mäusen ergab, dass CBD ähnlich wie Antidepressiva im Gehirn wirkt und die Symptome einer Depression lindert. Eine potentielle Wirkung bei ähnlichen Beschwerden in den Wechseljahren ist also durchaus denkbar.24

Pflanzliches Eiweiß gegen frühe Menopause und Muskelerhaltung

Viele Frauen kommen schneller als erwartet in die Wechseljahre, viele teilweise schon ab 40 Jahre. Die Prämenopause beginnt jedoch im Schnitt zwischen 46-47 Jahren.

Aus der Literatur geht hervor, dass eine hohe pflanzliche Proteinzufuhr die weibliche Fortpflanzungsfunktion verlängern kann. Aktuell belegt eine Studie aus der University of Massachusetts, dass Frauen die ca. 6,5 % aus pflanzlichen Proteinen zu sich nehmen, ein 16% geringeres Risiko haben, vor dem 45 Lebensjahr in die Wechseljahre zu kommen.Getestet wurde an 86.000 Teilnehmer.Die frühe Menopause, die Beendigung der Eierstockfunktion vor dem 45. Lebensjahr, betrifft etwa 10 Prozent der Frauen und ist nach Angaben der Autoren mit einem höheren Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Osteoporose und frühzeitigen kognitiven Rückgang verbunden. Nur wenige Studien haben ausgewertet, wie die Proteinaufnahme mit dem Timing der Wechseljahre zusammenhängt, und ihres Wissens ist dies die erste, die sich speziell mit den frühen Wechseljahren befasst.25 

Auch für die Erhaltung der Muskeln spielen Proteine eine wichtige Rolle. Frauen essen häufig zu wenig davon. Um die Muskelmasse zu erhalten und die pflanzliche Proteinzufuhr ausreichend aufzunehmen sollten sie vermehrt

  • Erbsen,
  • Linsen,
  • Bohnen,
  • Quinoa,
  • Brunnenkresse,
  • Nüsse,
  • und andere proteinreiche pflanzliche Lebensmittel essen.

Wechseljahre und Homöopathie

Hilft Homöopathie in den Wechseljahren gegen Hitzewallungen und andere Begleiterscheinungen wirklich?

Viele Betroffene schwören auf die kleinen Globuli und sind von ihrer Kraft überzeugt. Im Folgenden möchten wir ihnen eine Übersicht über die wichtigsten Globuli in den Wechseljahren geben, sodass sie für die den homöopathischen Ansatz ausprobieren können.26 27

Homöopathische ArzneiSymptomeDosis
Sanguinaria (D6-12)Hitzewallungen, Bluthochdruck, Gesichtsröte, brennende Hände und Füße, Kopfschmerzen, Verschleiß im Bewegungsapperat3-mal täglich
5 Globuli
Lachesis (D12)Hitzewallungen, Schweißausbrüche oder frösteln, häufig linksseitige Beschwerden, hitziger Kopf, Engegefühl, Stimmungsschwankungen2-mal täglich
5 Globuli
Pulsatilla (D12)Psychosomatische Reaktionen auf Stimmungsschwankungen, Nachtschweiß, launisch, starkes Hitzegefühl2- mal täglich
5 Globuli
Glonoinum (D12)Kopfschmerzen bei ausbleibender Monatsblutung, Hitzewallungen2-mal täglich
5 Globuli
Platinum metallicum (D12)Starkes sexuelles Verlangen, Stimmungsschwankungen, Unterleibsschmerzen2-mal täglich
5 Globuli
Sepia (D12)Überforderung, Hitzewallungen bei geringer Anstrengung, alles ist einem zu viel, vermindertes sexuelles Verlangen, Blasenentzündung, Erschöpfung 2-mal täglich
5 Globuli

Herzgesundheit- 15 Tipps für ein gesundes, kräftiges Herz


Schnelle Fakten zu Herzgesundheit

  • Das Herz ist der größte Muskel in unserem Körper und lebenswichtig! Daher ist es so wichtig es gesund zu halten. Noch immer sterben jährlich 150 000 Menschen an einem Herzinfarkt- sorgen sie vor!
  • Mit herzgesunder Bewegung und der passenden Ernährung halten sie ihr Herz kräftig und stärken es. Was genau es zu beachten gibt, lesen sie in unserem Artikel.
  • Stress belastet unser Herz sehr und kann sogar einen Infarkt auslösen! Leben sie entspannt und natürlich gesund mit unseren Tipps zur Herzgesundheit.

Was ist alles gut fürs Herz? Wie kann man das Herz gesund halten? Dieses wichtige Thema wollen wir beleuchten. Das Herz, als größter Muskel unseres Körpers ist lebenswichtig und muss aktiv gepflegt werden. Doch wie gelingt es jedem einzelnen am besten, die Herzgesundheit zu fördern? Unsere 15 Herzgesundheit-Tipps werden ihnen helfen ihr Herz zu stärken!

Unser Herz

Unser Herz ist ein richtiger Powermuskel, er ist sogar der größte in unserem Körper. Täglich werden ca. 7.000 Liter Blut durch unseren Körper gepumpt. Nur durch unser Herz wird jede Zelle mit Sauerstoff und lebenswichtigen Nährstoffen versorgt. Dafür zieht es sich am Tag bis zu 100.000- mal zusammen und entspannt dann wieder. Eine enorme Leistung! Deshalb gilt es unser Herz gesund zu halten und auch die Gefäße elastisch und frei zu halten. Ungesunde Lebensgewohnheiten können hier schaden und Ablagerungen bedingen, was sich in Atherosklerose (Arterienverkalkung) zeigen kann.

Wie gesund ist mein Herz? – Machen sie den Test!

Ob sie gefährdet sind, an einer Herzschwäche zu leiden oder ob ihre Lebensgewohnheiten für ihr Herz bereits im grünen Bereich liegen, können Sie entweder selbst abschätzen, oder Sie gelangen mit Hilfe von einem Selbsttest zu einer ersten Einschätzung. Wer einen Schnelltest sucht, kann sich bei der deutschen Herzstiftung informieren und hier den Herztest machen.

Herztest der deutschen Herzstiftung

Aber auch der Gang zum Arzt kann präventiv gesehen sehr sinnvoll sein, hier stehen studienfundierte Tests zur Verfügung:

„Das individuelle kardiovaskuläre Risiko lässt sich heute ziemlich genau bestimmen. Auf der Basis von Studien mit Tausenden Teilnehmern wurde ermittelt, welcher Risikofaktor wie stark zu Buche schlägt. Und darauf basierend wurden dann standardisierte Risikorechner, wie zum Beispiel der PROCAM-Test, entwickelt, mit deren Hilfe der Arzt Ihr persönliches Herz-Kreislauf-Risiko einschätzen kann.“1

Häufige Ursachen und Risikofaktoren für Herzerkrankungen

Um sein Herz gesund zu halten ist es wichtig, Risikofaktoren und häufige Ursachen für Herzerkrankungen wie Arteriosklerose und damit zusammenhängend der koronaren Herzkrankheit (KHK) zu kennen. An folgender Übersicht können sie erste Einschätzungen tätigen, ob sie ggf. vermehrt gefährdet sind und dringend etwas für ihr Herz ändern sollten.

RisikofaktorErklärung
Diabetes (Zuckererkrankung)Menschen mit Diabetes sind besonders gefährdet. Eine Minderdurchblutung wird hier oft nicht durch Schmerzen bemerkt. Diese stumme Ischämie kann Warnsignale unterdrücken, ein Herzinfarktrisiko ist somit erhöht. Des Weiteren beschleunigt ein hoher Blutzuckerwert die Arteriosklerose. Der Zucker verbindet sich mit Feinpartikeln im Blut und lagert sich an Gefäßwänden ab.

BlutfetterhöhungDas bekannte Stichwort ist hier „Cholesterin“. Das LDL-Cholesterin welches wir über fettreiche, meist tierische Lebensmittel wie Butter, Fleisch, Milchprodukte und Wurst, in gesättigten Fettsäuren aufnehmen, schadet hier unserer Gesundheit. Zu viel LDL-Cholesterin steigert das KHK und Herzinfarktrisiko, da es sich in den Blutgefäßen einlagert und zu Verengungen beiträgt. Ein Richtwert von 300 Milligramm Cholesterin pro Tag, sollte nicht überschritten werden. Zu beachten ist darüber hinaus, dass jeder Mensch eine andere Wirkung auf Cholesterin zeigt. Auch die Aufnahme des „guten“ Cholesterins HDL spielt eine wichtige Rolle. Hohe Werte verringern hier das Risiko sogar. Behalten sie deshalb ihren Cholesterinspiegel im Blick, dabei sollten stets die LDL- und HDL- Werte erfasst werden.1 2



Rauchen Auch das Rauchen ist ein großer Risikofaktor für die Entwicklung von Infarkt und Herzkrankheiten.

„Zigaretten enthalten eine Vielzahl
aggressiver Stoffe, die Schäden an den Innenwänden der Blutgefäße – unter anderem auch der Herzkranzgefäße – hervorrufen. Ausgehend von solchen Verletzungen kommt es mit der
Zeit zu Wandverdickungen, die die Versorgung des Herzens mit
Sauerstoff behindern.“1
BluthochdruckEine der größten Gefahren für unser Herz ist der Bluthochdruck. Rund 50 % aller Herzinfarkte und Schlaganfälle sind dadurch hervorgerufen. Die gute Nachricht, Bluthochdruck kann gut behandelt werden, wenn er rechtzeitig erkannt wird. Nehmen sie deshalb Bluthochdruck ernst und kontrollieren ihn regelmäßig. Bluthochdruck überlastet unsere Blutgefäße. Wenn der Druck in den Gefäßen zu stark wird, werden diese übermäßig belastet. Risse können entstehen, was zu Atherosklerose führen kann.
Doch welche Werte sind gut für mein Herz?
Optimal ist in der Regel ein systolischer Blutdruck
zwischen 130 bis 139 mmHg und ein diastolischer Blutdruck zwischen 80 und 89 mmHg.1
BewegungsmangelBewegungsmangel und damit eingehergehendes Übergewicht bringt unseren Stoffwechsel häufig durcheinander. Diabetes, Bluthochdruck und Störungen im Fettstoffwechsel (zusammen auch metabolisches Syndrom genannt) entstehen durch den Bewegungsmangel. Aus diesem Grund zählt es zu einem der größten Risiken für Herzkrankheiten.1
Übergewicht Wer an Übergewicht oder Adipositas leidet, ist besonders gefährdet, Herz-Kreislauf- Erkrankungen zu entwickeln. Laut einer Metastudie kann das Risiko bis zu 10-fach erhöht sein.22
Besonders gefährlich ist auch das Bauchfett, welches bei Männern vermehrt ansetzt. Fettzellen im Bauchbereich schütten Stoffe aus, die Veränderungen an den Blutgefäßwänden begünstigen.1
Chronischer Stress- psychische BelastungenStress kann kurzfristig für unseren Körper überlebenswichtig sein. Dauert er aber länger an und wird chronisch, kann es gefährlich werden. Die Anzahl von weißen Blutkörperchen wird im Blut erhöht. Verklumpen diese können Arterien und Herzgefäße verstopfen. Es kann zu Herzinfarkt und Schlaganfall kommen.3 4
Fehlfunktion in der FettspeicherungAuch schlanke Menschen sind in der Risikogruppe für Herzerkrankungen zu finden. Jeder fünfte Normalgewichtige hat ein erhöhtes Risiko für Herz-Kreislauferkrankungen. Grund kann eine Fehlfunktion in der Fettspeicherung sein, eine Stoffwechselstörung. Anzeichen kann eine verminderte Fettanlagerung an den Oberschenkeln sein. 5

Herzinfarkt- Erkennen und Reagieren

„Immer noch sterben in Deutschland jedes Jahr fast 150.000 Menschen an den Folgen des Herzinfarkts“6

Warum ist das so? Ein Herzinfarkt ist ein Lebensbedrohliches Ereignis, besonders dann, wenn Kammerflimmern auftritt. Bei einem Herzinfarkt lösen sich Kalkablagerungen in den Gefäßen und verstopfen die Herzkranzgefäße. Dann wird das Herz nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff versorgt und Muskelgewebe stirbt ab. Das führt häufig zum Tode und gehört auch immer noch zu einer der häufigsten Todesursachen in Industrieländern.

Viel zu oft werden Warnsignale nicht erkannt oder es wird zu spät reagiert. Betroffene können aber häufig gerettet werden, wenn der Rettungswagen rechtzeitig gerufen wird und die Symptome und Beschwerden richtig eingeordnet sind. Wir wollen sie aufklären um einen Herzinfarkt zuverlässig zu erkennen. Zögern sie bei Verdacht nicht den Notruf (112) zu wählen. Symptome können auch einzeln auftreten oder ausbleiben. Folgende sind besonders häufig:1 3 6

Häufige Herzinfarktsymptome bei Männer

Hinweise auf einen Herzinfarkt, welche häufig bei Frauen vermehrt oder zusätzlich vorkommen

Herzinfarktrisiko einschätzen

Welche Nahrungsmittel sollte man einen Herzinfarkt meiden? Was kann ich tun, um einen Herzinfarkt zu verhindern? Diese und viele andere Fragen rund um den Herzinfarkt und das Risiko diesen erleben zu müssen, beschäftigen viele Menschen. Generell sind die gleichen Risikofaktoren, wie auch für andere Herz- Kreislauf-Erkrankungen, zu beachten.

Das persönliche Risikoprofil setzt sich aus den Lebensgewohnheiten (Ernährung, Bewegung, Rauchen, Körpergewicht), dem Stress- und Belastungsempfinden, sowie die Körperwerte (Blutdruck, Blutzucker, Cholesterin) zusammen.

Ein wichtiger, nicht zu vergessener, risikoerhöhender Fakt ist das Alter. Umso älter man ist, umso höher auch die Wahrscheinlichkeit, an einem Herzinfarkt zu leiden.6 Deshalb ist es gerade im Alter so wichtig, andere, beeinflussbare Risikofaktoren auszuschalten bzw. zu verringern.

15 Tipps, wie sie ihre Herzgesundheit fördern können

1) Bewegung – Durch Sport ihr Herz stärken

Bewegung ist für einen gesunden Körper und ein starkes Herz das A und O! Mit regelmäßiger sportlicher Betätigung beugen sie Herzerkrankungen vor und stärken ihre Abwehrkräfte, ihren Organismus und können Stress abbauen. Gehen sie aber auch nicht ins andere Extrem! Exzessiver Sport und übermäßiges Training kann unserem Körper auch schaden.

Tipp: Auch und besonders mit zunehmendem Alter ist Sport und ausreichend Bewegung wichtig! Bewegen sie sich mindestens 30 Minuten bei leichter bis mittlere Anstrengung und das 5-mal die Woche!

Ob sie Walken, stramm Spazieren, Schwimmen oder eine Sportgruppe besuchen ist ihnen überlassen. Bleiben sie auch im Alter durch ihr Sportprogramm mobil und bei Kräften. So tun sie nicht nur ihrem Herz gutes, sondern auch ihre Lebensqualität profitiert davon.

2) Gestalten sie ihren Alltag bewegter

Auch im Alltag lassen sich mit kleinen Tricks ihr Bewegungsmuster verändern. Gehen sie täglich mindestens 10.000 Schritte. Nehmen sie die Treppe, statt den Fahrstuhl, erledigen sie kleine Einkäufe bewusst und zu Fuß. Schauen sie ihre Alltagswege einmal genauer an. Es finden sich sicher ein paar Möglichkeiten diese bewegter zu gestalten.

Auch wenn sie mal keine Lust haben raus zu gehen. Bauen sie doch vor ihrer Lieblingssendung am Abend ein kleines Workout ein. Das hat einen geringen Zeitaufwand, aber positive Effekte auf ihr Herz-Kreislauf-System und ihren Körper, er wird zusätzlich gestärkt. Fehlt ihnen die Inspiration zu Übungen? Wie wäre es mit unseren effektiven Rückenübungen ohne Geräte?

3) Verbringen sie Zeit an der frischen Luft und im Sonnenlicht

Bewegung einer der wichtigsten Komponenten, wenn es um die Herzgesundheit geht. Verbinden sie dies am besten mit frischer Luft und Sonnenlicht. Unser Herz benötigt ausreichend Sauerstoff um gesund und kräftig arbeiten zu können.

Im Wald und der Natur können wir viel davon tanken. Unsere Abwehrkräfte werden angeregt und auch unser Stressempfinden wird durch die Bewegung und die frische Umgebung positiv beeinflusst. Scheint dazu noch die Sonne? Perfekt! Unsere Vitamin D Produktion wird angeregt, welches wir für unser Immunsystem, unserer Knochen und unsere Herzgesundheit benötigen. Zusätzlich schüttet unser Körper Serotonin aus. Ein Nervenbotenstoff der stimmungsaufhellend und erheiternd wirkt.

4) Lebensmittel verzehren, die die Herzgesundheit fördern

Die Ernährung spielt bei einem gesunden Lebensstil eine wichtige Rolle. Neben der Bewegung kann man auch mit den richtigen Lebensmitteln zu einer bestmöglichen Herzgesundheit beitragen. Doch welche Ernährung ist gut für das Herz? Welche Lebensmittel sind blutdrucksenkend?

Wie so oft ist eine bunte Vielfalt das Wichtigste! Ernähren sie sich abwechslungsreich und nehmen sie sich Zeit zum Kochen und Essen. Folgende Lebensmittel sollten sie für ein gesundes Herz, öfter auf ihren Teller bringen und auch ein paar Ernährungstipps sollten sie beachten:

ErnährungstippBegründung
Frühstücken sie!Eine morgendliche Mahlzeit beeinflusst unsere Blutfettwerte positiv, so wird das Risiko für Herz-Kreislauferkrankungen gesenkt!11
Zu empfehlen sind Vollkornprodukte, Proteine und eine Portion Obst oder Gemüse.
Obst und GemüseEine Studie mit 2.500 Probanden gab Hinweise darauf, dass ein vermehrter Obst- und Gemüseverzehr im Jugendalter, die Wahrscheinlichkeit an Herzerkrankungen zu leiden senkt. Durch die Vitamin- und Nährstoffversorgung werden schädliche Radikale abgefangen und die Blutdruckwerte, sowie die Blutfettwerte verbessern sich. 5
Doch bitte beachten sie, Obst enthält viel Fruchtzucker, deshalb nur in Maßen und optimalerweise als Nachtisch verzehren. Bringen sie daher zu den Hauptmahlzeiten und als Snack buntes und vielfältiges Gemüse auf den Teller. Am besten regional und saisonal.
Weitere Studien bestätigen die gesundheitlichen Langzeiteffekte:

„Zwei große Studien, in denen rund 85.000 anfangs gesunde Frauen und Männer
über Jahrzehnte hinweg beobachtet wurden, kam zu folgendem
Ergebnis: Wenn regelmäßig viel frisches Obst und Gemüse auf
dem Speiseplan stehen, ist das Risiko, eine Koronare Herzkrankheit
zu entwickeln, um 20 Prozent reduziert.“ 1 21
Nüsse und MandelnWissenschaftler der DEG fanden heraus, dass Nüsse und Mandeln wahrscheinlich das Risiko für koronaren Herzerkrankungen senken. Begründet werden diese positiven Effekte vermutlich durch Ballaststoffe, gesunde Fettsäuren und Polyphenole.7
Selenreiche Lebensmittel wie Fisch, Fleisch (z.B. Geflügel), EierDas Spurenelement Seelen wird immer wieder in den Blick genommen, wenn es um ein gesundes Herz geht. Es gehört unverzichtbar zum antioxidativen System unseres Körpers. Hier werden positive Effekte auch auf unser Herz vermutet. Studien gibt es bereits, jedoch mit sehr wagen Aussagen. Hinweise sind vorhanden, langandauernde und gebietsuntersuchende Studien sind hier zukünftig sehr wichtig.8
Weniger Salz- mehr frische KräuterWürzen sie ihre Mahlzeiten nicht übermäßig mit Salz, greifen sie besser auf frische Kräuter zurück. Hier können Effekte auf den Blutdruck erzielt werden.3
Fettarme tierische Produkte (außer Fisch) Die DEG fasst aktuelle Studien zusammen und empfiehlt deshalb folgende Richtlinien in Bezug auf den Fettkonsum.
- Rotes Fleisch und Wurstwaren reduzieren
- Fettarme Tierische Produkte
Laut den aktuellen Forschungsergebnissen gibt es zwar keine eindeutigen Hinweise darauf, dass gesättigte Fettsäuren isoliert betrachtet Herz-Kreislauf-Erkrankungen begünstigen. Jedoch sind gesundheitsfördernde Auswirkungen auf unser Herz, durch wenig gesättigte und gleichzeitig vermehrt aufgenommene (mehrfach) ungesättigte Fettsäuren (Omega 3 und 6) nachgewiesen. Besonders das Herzinfarktrisiko kann so gesenkt werden.9
Fettreicher FischEssen sie mindestens ein Mal die Woche Fisch. Am besten fettreiche Kaltwasserfische. Diese versorgen unseren Körper mit gesundem Omega 3. Diese ungesättigten Fettsäuren benötigen wir für unser Gefäße. Studien haben gezeigt, dass ein hoher Anteil dieser Zellen, Herz-Kreislauf-Erkrankungen vorbeugen können.10
Trinken sie genug! (Wasser, ungesüßten Tee oder verdünnte Saftschorle)1,5 Liter sind die gängige Mindestempfehlung an Wasser, Tees oder verdünnten Saftschorle. Für unser Herz ist genügend Flüssigkeit enorm wichtig, um unser Blut gut fließen zu lassen.10

5) Durch Vitamine und Mineralstoffe die Herzgesundheit verbessern

Welche Vitamine sind gut für das Herz? Das fragen sich viele, die auf eine herzfördernde Lebensweise achten wollen. Vitamin D ist eines davon! Auch Vitamin C, Folsäure, Carotin, Calcium und Seelen haben den Ruf, Herzstärkend zu wirken. Eine aktuelle Veröffentlichung zeigt Ergebnisse einer Studie, welche Nahrungsergänzungsmittel in Bezug auf Herz-Kreislauferkrankungen untersucht hat. Sie kommt zum Ergebnis, dass Nahrungsergänzungsmittel keine sichtbaren Auswirkungen gezeigt haben.12

Weitere Forschungen, besonders im Langzeitzusammenhang sind hier wünschenswert. Das Bundeszentrum für Ernährung unterstützt diese Aussage. Eine abwechslungsreiche, gesunde Ernährung reicht bei gesunden Menschen aus, um den Körper mit allen wichtigen Nährstoffen und Vitaminen zu versorgen.13

Etwas anders sieht das bei der Vitamin D Versorgung aus. Viele, gerade ältere Menschen leiden unter Vitamin D Mangel. Dieses wird mit Hilfe von Sonnenlicht im Körper produziert und kann durch die Nahrung nicht in ausreichenden Mengen aufgenommen werden. Doch nicht alle Menschen benötigen Vitamin D zusätzlich als Nahrungsergänzungsmittel. Risikogruppen sollten vorsichtshalber, besonders in den dunklen Monaten auf Präparate zurückgreifen. Ob auch sie dazugehören, können sie in unserem Artikel zu Vitamin D herausfinden.

6) Achten sie auf ihr Gewicht!

Durch ausreichende Bewegung und gesunde, herzfördernde Ernährung achten sie automatisch auf ein gutes Gewicht. Wichtig ist das Verhältnis zwischen Kalorienaufnahme und Verbrauch stets im Blick zu halten. Bewegen sie sich genügend um eine positive Energiebilanz zu erreichen. Verbrauchen sie also mehr, wie dass sie aufnehmen. Kontrollieren sie ihr Gewicht regelmäßig.

Auch ihr Arzt sollte bei regelmäßigen Check-ups ihr Gewicht dokumentieren. Denn gerade in Verbindung mit Bewegungsmangel und weiteren Risikofaktoren, kann Übergewicht ihrem Herzen und ihrer Gesundheit schaden.22

7) Vermeiden sie zu viel Alkohol

Alkohol in Maßen ist ok. Besonders Rotwein steht mit seinem enthaltenen Resveratrol (Flavonoid), gerade beim Gefäßschutz im großen Interesse. Doch dieser ist ebenfalls in Traubensaft, oder noch besser in frischen blauen Weintrauben enthalten. Die Verbindung mit Alkohol ist also nicht nötig. Auch OPC aus Traubenkernen wird hier als Nahrungsergänzung von vielen Befürwortern eingesetzt.

Trinken sie Alkohol also sehr bewusst und nur in kleinen Mengen. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt die Alkoholmenge von 10g für gesunde Frauen und 20g für gesunde Männer nicht zu überschreiten.14 10g Alkohol stecken beispielsweise in einem Glas Bier, Wein oder Schnaps. Eine Studie der Universität Cambridge untersuchte dies ebenfalls in einer groß angelegten Studie.

Sie kommen zur Empfehlung von nicht mehr als 100g reinen Alkohol in der Woche, unabhängig vom Geschlecht. Das sind ebenfalls ca. 1 Bier (0,3 l) täglich. Darüber hinaus warnt die Studie vor einer erhöhten Sterblichkeit durch vermehrtem Alkoholkonsum.15 Des Weiteren erhöht der Alkohol die Blutfettwerte und hat viele Kalorien, was sich auch auf unser Gewicht auswirken kann.

Seien sie sich also bei Alkohol bewusst, dass er das Herz schwächt anstatt es zu stärken:

Entgegen der weitläufigen Meinung, Alkohol reduziere das Herzinfarkt-Risiko, erhöhen schon geringe Mengen Alkohol täglich den Blutdruck. Bei vielen Bluthochdruckpatienten ist Alkohol die wesentliche oder sogar einzige Ursache.“16

8) Finger weg von Zigaretten! – Rauchen schadet dem Herz

Vorab ein wichtiger Hinweis! Es ist nie zu spät mit dem Rauchen aufzuhören. Fest steht, Rauchen ist gesundheitsschädlich und kann ihr Leben verkürzen. Eine Nikotinpause (ohne Zigaretten) von 15 Jahren kann das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen wieder auf das Niveau eines Nichtrauchers bringen.10 Wenn sie rauchen, geben sie konsequent auf! Vor allem ihr Herz und ihre Lunge danken es ihnen und sie werden sich gesunder fühlen.

9) Stress bewältigen

Chronischer Stress kann unser Herz belasten! Wenn der Druck nicht abgelassen werden kann, sind Herz und Gefäße stark belastet. Es kommt zu Bluthochdruck oder das Herz wird durch die Belastung schlechter mit Sauerstoff versorgt. Sogar Infarkte können in Folge dessen entstehen. Vermutet wird von den Wissenschaftlern auch ein Verkrampfen der Gefäße.

Zwischenmenschlicher Stress, Belastungssituationen durch Trauer oder Mobbing sind emotionaler Stress, der besonders negative Auswirkungen zeigt.

„Emotional aufwühlende Ereignisse führen zu einer Alarmreaktion des Körpers: die Stresshormone und das sympathische Nervensystem werden aktiviert. Dies wirkt sich negativ auf das Herz-Kreislaufsystem aus. Die Herzleistung steigt an, der Herzmuskel benötigt mehr Sauerstoff, der Herzschlag beschleunigt. Herzmuskel und Gefäße werden stark belastet, denn die Gefäße verengen sich als Reaktion auf die Stresssituation und es kommt zu kritischer Blutdrucksteigerung. Weiße Blutkörperchen werden aktiviert und es kommt zu einer vermehrten Verklebung von Blutplättchen.“17

Aber auch kleinerer Alltagsstress wirkt sich langfristig negativ auf unseren Körper aus.

Unser Tipp: Sorgen sie für regelmäßige Auszeiten und Entspannung in ihrem Alltag. Hier können Entspannungstechniken wie Autogenes Training oder Mediation helfen. Aber auch kleine Entspannungsübungen im Alltag können ihr Stressempfinden, sowie Belastungen reduzieren. Schauen sie doch mal bei unseren Entspannungstipps vorbei. Hier geben wir ihnen praktische Übungen an die Hand, welche sie ohne großen Zeitaufwand Zuhause oder Unterwegs durchführen können.

Auch die Stressbewältigung spielt für unsere Gesundheit eine große Rolle. Hier ist die Grundeinstellung, wie belastende Situationen wahrgenommen werden, von großer Bedeutung. Der Blick ins Positive und Erkennen von Stressoren können helfen, das Stressempfinden zu senken und so auch unser Herz und unseren gesamten Körper zu entlasten.

10) Bewusst Atmen- Sauerstoffversorgung optimieren

Atmen sie tief ein und aus, wenn sie an der frischen Luft unterwegs sind. Auch als Ritual am Morgen bringt eine zusätzliche Portion Sauerstoff neue Power und Konzentration für den Tag. Atmen sie doch morgens bewusst ein paar Mal tief durch. Nehmen sie beim Einatmen die Arme mit, indem sie diese nach oben strecken. Beim Ausatmen lösen und die Arme schwungvoll hängen lassen. Öffnen sie optimalerweise dabei das Fenster, um noch mehr Sauerstoff in ihren Körper zu bringen. So kann es im Blut besser und auch schneller ins Herz und andere Organe geleitet werden.

11) Sorgen sie für erholsamen Schlaf

Erholsames Schlafen ist für einen gesunden Körper und eine gesunde Seele ein wichtiges Kriterium. Nur erholt und mit genügend Schlaf können wir lernen, regenerieren und fühlen uns wohl und ausgeglichen. Im Schlaf fährt der Körper die Herzfrequenz nach unten, dadurch kommt es zu einer Entlastung des Herzens. Deshalb ist es so wichtig für ungestörte und ausreichende Schlafphasen zu sorgen. Gelingt es ihnen schwer in den Schlaf zu finden und haben sie Schlafprobleme?

Dann sollten sie diese in Blick auf ihre Herzgesundheit unbedingt angehen! Zu wenig Schlaf kann ernste Folgen für ihr Herz haben.18 Entspannung vor dem Einschlafen, regelmäßige Schlafenszeiten, ein dunkler ruhiger Schlafplatz können bereits helfen besser zu Schlafen und sind einfach Zuhause umzusetzen. Wenn sie unter chronischen Schlafstörungen leiden, empfehle ich ihnen dringend, diese ärztlich abklären zu lassen.

12) Mit Medikamenten bewusst umgehen

Stellen sie sich bitte regelmäßig die Frage, brauche ich das Medikament wirklich? Sprechen sie bitte mir ihrem Arzt über notwendige Medikamente und beachten sie die Tatsache, dass eine Vielzahl von Arzneistoffen kardiotoxische Nebenwirkungen haben können, ihrem Herzen also schaden.19

Bei einer Medikamenteneinnahme gilt es also immer, das Risiko-Nutzen-Verhältnis individuell abzuwägen und nicht zu schnell zu starken Medikamente zu greifen. Eventuell stehen natürliche Alternativen aus der Natur bereit, bei denen sich eine Anwendung lohnt. Ihr Arzt als Experte gilt es hier mit einzubeziehen, fragen sie am besten direkt nach!

13) Behalten sie ihre Herzgesundheit im Auge- Vorsorge und Check-up

Der regelmäßige Gang zum Arzt ist ein wichtiger Schritt um seine Herzgesundheit genau zu beobachten und Risiken früh zu erkennen. Die Krankenkassen bezahlen meist einen Check-up, alle 3 Jahre. Hier wird der ganze Körper untersucht, aber vor allem auch ihr Herz! Es werden Blutproben entnommen. Hier wird unter anderem der Gesamtcholesterinwert, LDL- und HDL- Cholesterinwert sowie Triglyceriden- Wert überprüft. Auch das Risiko von Diabetes wird anhand der Blutzuckerwerte erfasst.

Auch der Blutdruck sollte vom Arzt, auch außerhalb der Check-ups regelmäßig kontrolliert werden.

„Zusammen mit dem Cholesterinwert kann der Blutdruck auf Risiken für Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Gefäßverkalkung (Arteriosklerose) oder für einen Herzinfarkt hinweisen.“20

Wenn Risikofaktoren früh erkannt werden, können mit Veränderungen im Lebensstil und beispielsweise einer Ernährungsumstellung, die Werte deutlich verbessert werden. So kann man die Medikamenteneinnahme auch bestmöglich, durch frühzeitiges Erkennen, hinauszögern oder vermeiden.

Soll das Herz genauer untersucht werden, setzten die Experten der Kardiologie auch EKG, Belastungs-EKG und Ultraschall des Herzens ein. Hier kann die Herzgesundheit und Anzeichen einer Herzerkrankung noch genauer untersucht werden.

Darüber hinaus gilt natürlich immer: Wenn sie Beschwerden im Herzbereich haben, beispielsweise ein Herzenge-Gefühl oder Schmerzen, suchen sie einen Arzt auf und lassen sie sich zusätzlich durchchecken.

14) Kontrollieren sie regelmäßig selbst ihren Blutdruck

Besonders wenn sich erste Anzeichen von Bluthochdruck bei ihnen herausstellen, lohnt sich die Anschaffung eines einfachen Blutdruckgeräts. Der Blutdruck ist ein wichtiges Indiz für eventuell auftretende Herz- Kreislauferkrankungen und sollte daher mit zunehmendem Alter, oder bei Auffälligkeiten vermehrt im Blick gehalten werden.

15) Nehmen sie ihre Herz-Medikamente regelmäßig

Leiden sie unter erhöhten Blutfettwerten, verändertem Blutdruck oder anderen Herzerkrankungen? Dann ist es unverzichtbar die Medikamente hierfür regelmäßig einzunehmen. Laut Dr. Prof. Dr. med. M. Weis von der Fachklinik für Innere Medizin Neuwittelsbach, verlängern diese Medikamente nachweislich das Leben von Erkrankten. 10

Sprechen sie die Einnahme von blutdrucksenkenden Mitteln und Co. deshalb unbedingt regelmäßig mit ihrem Arzt ab. Passen sie ggf. Dosierungen an und seien sie in der Einnahme konsequent.

Mit diesen 15 Tipps zur Förderung ihrer Herzgesundheit und einer großen Portion Wille und Motivation, wünschen wir ihnen viel Erfolg beim Vorhaben ihre Herzgesundheit zu verbessern. Schreiben sie uns gerne ihre Tipps, denn von ihren Erfahrungen können wir alle profitieren.

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