Diese Hanföl-Vorteile & Anwendungen sollten Sie kennen!

Fakten zu Hanföl

  • Hanföl bringt viele gesundheitliche Vorteile mit sich!
  • Hanföl wird durch Kaltpressen von Hanfsamen gewonnen.
  • Hanföl ist reich an essentiellen Fettsäuren, mehrfach ungesättigten Fettsäuren, essentiellen Aminosäuren und Terpenen.
  • In Hanföl ist kein berauschendes Hanf enthalten!
  • Es enthält das perfektes Fettsäurenverhältnis von 3 zu 1 (Omega-3- zu den Omega-6-Fettsäuren).

Die zunehmende Anzahl an Studien über die Wirkungsweise von Cannabis und Hanf, beginnen immer mehr die therapeutische Vorteile der Pflanze aufzuzeigen. Tatsächlich zählt das Hanföl aufgrund seiner Zusammensetzung zu den gesündesten Speiseölen überhaupt. Derzeit gibt es viele Sorten der Cannabis sativa Pflanze, diese unterscheiden sich nach der Menge des enthaltenen THC (je nach Menge von psychoaktive Eigenschaften) sowie CBD und anderen Komponenten. Wir zeigen ihnen in diesem Ratgeber alle Vorteile des Hanfölextrakts sowie die Vor- und Nachteile beim Kauf oder Konsum. Cannabis-Sativa-Sorten, mit mehr als 0,2% THC, werden üblicherweise als Marihuana bezeichnet. Der THC Wert in Hanföl muss nach gesetzlichen Vorschriften unter 0,3% liegen und ist somit in keinem Fall berauschend oder psychoaktiv.1  

Was ist Hanföl?

Hanföl oder auch Hanfsamenöl wird aus der Cannabis-Sativa-Pflanze, genauer gesagt aus Hanfsamen bezogen, das Öl stammt also aus den Samen der Hanfpflanze. Das Hanföl wird durch Kaltpressen der Hanfölsamen gewonnen. Da die Hanfsamen von der Cannabispflanze stammen, enthält Hanföl geringe Spuren von THC, welches als psychoaktives, berauschendes Element in Cannabis gilt.

  • Liegt der THC Wert unter 0,3%, gilt es als Hanf.
  • Ist der Wert über 0,3%, gilt es als Marihuana und ist verboten!

Es gibt noch einen weiteren Unterschied zwischen Hanföl vs. CBD-Öl

  • Hanföl ist nicht dasselbe wie Cannabidiolöl (CBD). Bei der Herstellung von CBD-Öl werden die Stiele, Blüten und Blätter der Hanfpflanze verwendet, dadurch wird ein höherer CBD Wert erzielt. Im Hanföl (aus den Samen gewonnen) sind eine große Menge Omega 3 und Omega 6 Fettsäuren enthalten, sogar im optimalen Verhältnis von 1:3. Auch die Linolsäure, eine zweifach ungesättigte Fettsäure, erreicht im Bio Hanföl einen Anteil von über 50%.
  • Hanfsamenöl stammt aus den kleinen Samen der Cannabis-Sativa-Pflanze, es hat eine andere Zusammensetzung und besitzt daher wenig bis gar kein THC oder CBD (Cannabinoide). Deswegen kann Hanfsamenöl keine berauschende Wirkung haben. Das Öl besitzt jedoch wertvolle Nährstoffe und Fettsäuren. Das macht es so wertvoll!

Wenn Sie Hanföl kaufen möchten, kann es sein das Sie auf Produkte mit ähnlichen Beschreibungen treffen. Ein CBD-Öl kann als Hanföl beispielsweise benannt werden. Falls Sie unsicher sind können sie Anhand der Inhaltsstoffliste  erkennen, ob es sich wirklich um ein Hanfsamenöl handelt: 

Beispiel einer Inhaltsangabe für ein CBD Öl:
Hanfextrakt (Cannabis sativa L.): beim THC-Gehalt steht dann weniger als 0,2 %.

Beispiel einer Inhaltsangabe für ein Bio Hanfsamenöl:
Gewöhnliche Hanföle: haben außer Hanföl in der Regel keine weiteren Zutaten da Sie kein CBD-Extrakt enthalten. Hochwertige Öle haben noch den Hinweis auf die Herstellungsart in Form von „100 Prozent reines Bio Hanföl aus erster Kaltpressung“. Meisten heben diese Öle auch den Mehrwert der Omega-3 Fettsäuren hervor.

Achten Sie darauf, dass die wertvollen Wirkstoffe des Öls vor der Lichteinwirkung geschützt bleiben, indem Sie nur Hanföl in einer dunklen Flasche abgefüllt  kaufen.


Zusammengefasst
: Hanföl ist die richtige Wahl für Menschen, die mehr gesunde Fette zu sich zu nehmen möchten. Es hat keine berauschende Wirkung!

Was ist der Unterschied zwischen allen Hanf- und Cannabis-Extrakten?

Hanfölextrakt
Hanfölextrakt wird aus dem Stiel und/oder Samen einer Hanfpflanze extrahiert, dadurch enthält man die Phytocannabinoide. Diese Cannabinoide kommen im Cannabis (Cannabis sativa), der Hanfpflanze vor. Die bekannteste dieser Verbindungen ist CBD. Hanföl wird nicht isoliert produziert, sondern gilt als sogenanntes Ganzpflanzenextrakt. Daher hat es viele unterschiedliche Phytocannabinoide2 , Terpene und Flavonoide, die den Entourage-Effekt (eine höhere biologische Aktivität) besitzen, als die isolierte Reinsubstanz selbst. Diese Cannabinoide helfen  bei der Verdauungs- und Immunfunktion.

Hanfsamenöl
Dies ist das Öl, das aus Hanfsamen gewonnen wurde. Hanföl enthält Hanfsamenöl, dass wenig bis gar kein CBD enthält. Es wird aufgrund seiner gesunden Fette extrahiert. Es dient auch für gesunde Haut, Nägel und Haare.

CBD-Öl
CBD-Öl ist eine isolierte Extraktion des Phytocannabinoids Cannabidiol. Bei der Herstellung von CBD-Öl werden die Stiele, Blüten und Blätter der Hanfpflanze verwendet, dadurch wird ein höherer CBD Wert erzielt.

Cannabisöl
Dieses Öl stammt aus der Cannabis-Sativa-Pflanze, die sowohl CBD als auch THC in unterschiedlichen Konzentrationen enthalten kann. Cannabisöl kann auch höhere Mengen an THC aufweisen.


Zusammengefasst
: Es gibt viele Unterschiedliche Sorten von Hanf und Canabis Produkte auf dem Markt. CBD-Öl gehört zu den meist gekauftesten Produkten, gefolgt von Hanföl.

Vorteile von Hanföl 

Was ist gesund an Hanföl?

Das Hanföl ist für Menschen sowie Haustier sehr gesund da es ein ideales Verhältnis von 3 / 1 der lebenswichtigen Omega-3- zu den Omega-6-Fettsäuren aufweisen kann. Über 80% dieser benötigten, essentiellen, ungesättigten Fettsäuren kann Hanföl abdecken. Hanföl besitzt auch sekundären Pflanzenstoffe wie Vitamin B1 und B2, sowie Vitamin E und Beta-Carotin. Des Weiteren besitzt Hanföl die Gamma-Linolen-Säure, diese gilt als starke Hautbarriere. Die Gamma-Linolensäure ist nicht nur in Hanföl sondern auch in Nachtkerzenöl oder Borretschöl enthalten. Hierbei können entzündliche Vorgänge potentiell gelindert werden. Es wird dem Öl auch nachgesagt, dass es positive Eigenschaften für das Gehirn und deren Nervenreizleitung besitzt und Blutdruck senken kann. Auch die enthaltenen Mineralstoffe können sich sehen lassen, es ist reich an Magnesium, Calcium, Kalium, Eisen, Phosphor und Zink sowie an Natrium, Kupfer und Mangan.

Uns ist es wichtig, in diesen Artikel auf wissenschaftlich belegte Vorteile und die Hanföl Wirkung der Phytocannabinoide einzugehen. Hier sind einige vielversprechende, wissenschaftlich untersuchte Eigenschaften des Hanföls und des Hanfölextraktes, die wir ihnen vorstellen möchten:

Hanföl zur Stressbewältigung

Hanföl besitzt die Eigenschaft, den limbischen Teil3 des menschlichen Gehirns zu beeinflussen. Dieser Teil des Gehirn steuer unter anderem die Stress-Hormone. Deshalb kann es sinnvoll sein, Hanföl zur effektiven Stressbewältigung ergänzend zu nutzen!


Zusammengefasst
: Hanföl hat Auswirkungen auf den Teil des Gehirns, der Stresshormone wie „Angst & Flucht“ positiv beeinflussen kann.

Hanföle für die kognitive Gehirngesundheit

Der gesunde Part des Fettsäuregehalts von Hanföl, könnte positive Auswirkungen im Gehirn bewirken. Es besitzt neben den gesunden Fettsäuren auch weitere wichtige Komponenten für den Schutz des Gehirns.  Eine  Studie zeigte den Zusammenhang von Hanfsamenextrakt und den Wirkstoffen auf, die das Gehirn vor Entzündungen schützen können. Es stellte sich heraus, dass das Hanfsamenöl Polyphenole enthält, die eine Rolle beim Schutz des Gehirns spielen können 5


Zusammengefasst
: Obwohl diese Studien vielversprechend klingen, müssen Wissenschaftler weitere  Studien am Menschen durchführen, um die Vorteile dieses Öls auf unser Gehirn zu bestätigen.

Bei Hautproblemen und Akne

Hanföl wird häufig auf der Haut verwendet, da es als natürlicher Feuchtigkeitsspender wirkt. Es ist geeignet für Menschen mit Akne, trockener Haut, Neurodermitis oder anderen Hautproblemen. Hierzu werden Öle, Salben oder Cremes genutzt um die  Behandlung äußerlich wirken zu lassen.7 Die Fettsäuren im Hanfsamenöl können helfen, die Haut auszugleichen und Entzündungen vorzubeugen, die zu Akne führen können. Eine Studie8 zeigte auf, das Hanfsamenöl die Talgdrüsenfunktion der Haut reduzieren kann, dies kann zu einer Minderung oder Beseitigung von Akne führen. Hanföl ist auch ein Antioxidans, daher kann man es oral einnehmen. Hanföl kann in der Nahrung sowohl die essentiellen Fettsäuren Linolsäure, Alpha-Linolensäure als auch GLA erhöhen. Dadurch können Menschen mit trockener Haut profitieren.  Eine Studie aus dem Jahr 20149 zeigte auf, dass das Lipidprofil von Hanfsamenöl reich an gesunden Ölen und Fettsäuren ist. Die enthaltene Linolsäure unterstützt Haut, Nägel und Haare. Linolsäure wirkt als Schutzbarriere gegen Umwelteinflüsse und kann Faltenbildung und Haarbruch vorbeugen. Das unangenehme Spannen der Haut, wie es bei Schuppenflechte oder Neurodermitis, oder einer trockener Haut auftritt, kann zeitnah nach dem Auftragen des Hanföl  gelindert werden.


Zusammengefasst
: Die Fülle an Fettsäuren im Öl kann dazu beitragen, die Haut zu verbessern und vor Entzündungen zu schützen. Eine äußere Anwendung von Hanföl kann bei bestimmten Voraussetzungen sehr sinnvoll sein!

Herzgesundheit

Das bereits erwähnte herausragende Nährstoffprofil von Hanföl kann auch einen positiven Einfluss auf das Herz haben. Bei Tierstudien konnte festgestellt werden, dass sich Bluthochdruck und der Cholesterinspiegel positiv beinflussen lassen. Hierzu wurde das Nährstoffprofil von Hanfsamen untersucht.10 Weiter Studien, wie die aus dem Jahre 2014 zeigten auf, dass die Alpha-Linolensäure in Hanföl Herz-Kreislauf-Erkrankungen verringern könnte. Diese Fettsäure finden Sie auch in Leinsamenöl oder Fischöl wieder.


Zusammengefasst
: Hanföl ist für seine gesunden Nährstoffe bekannt, die sich laut Tierstudien positiv auf die Herzgesundheit auswirken können. Leider gibt es hierzu noch nicht ausreichende Studien an Menschen.

Kann man mit Hanföl Schmerzen lindern?

Viele Menschen nutzen Hanföl auch um Schmerzen zu lindern, speziell wenn die Schmerzen mit Entzündungen zusammenhängen. Hanfölnährstoffe besitzen entzündungshemmende Eigenschaften.
Menschen die bei schwächeren Schmerzen keine Medikamente einnehmen möchten, können als alternative Möglichkeit Hanföl ausprobieren. Klären Sie dies zuvor mit ihrem Arzt ab, ggf. kann man dies als ergänzende Möglichkeit parallel anwenden. Im Jahr 2018 fanden Forscher in einer Studie11 heraus, dass CBD (eine der Hauptverbindungen in Vollspektrum-Hanföl) vielversprechend für die Behandlung vieler Arten von Schmerzen sein könnte.


Zusammengefasst
: Der Großteil der Studien sind an Tieren untersucht. Es fehlen noch größere und weiter Studien an Menschen. Es scheint möglicherweise eine natürliche Behandlung für kleinere Schmerzen zu sein.

Neun Essentielle Aminosäuren in Hanföl

Der Mensch kann neun spezielle essentielle Aminosäuren nicht selbst produzieren. Diese müssen über die Nahrung eingenommen werden, so dass kein Mangel entsteht. Wenn Sie Lebensmittel wie Hanföl mit hohem Aminosäuregehalt zu sich nehmen, kann dies ihrem Körper und ihrer Gesundheit helfen.


Zusammengefasst
: Der menschliche Körper kann neun bestimmte essentielle Aminosäuren nicht selbst herstellen. Genau diese essentielle Aminosäuren liefert ihnen Hanföl, wenn Sie es oral einnehmen.

Einnahme und Dosierung Hanföl

Es gibt zwei Möglichkeiten Hanföl einzunehmen. Einmal unter der Zunge, hierbei gelangen die Wirkstoffe direkt in die Blutbahn. Mit Kapseln hingegen wird es durch eine konsistente Dosierung langsam im Körper verteilt.

Wichtig: 10 Minuten nach der Einnahme nichts trinken, damit sich die Wirkung entfalten kann. Reines Hanfsamenöl lässt auch toll in Joghurt und andere kalte Speisen einrühren und eignet sich besonders gut für Salate und Dressings!

ACHTUNG! Auf keinen Fall sollten Sie das Öl erhitzen, da die wertvollen Fettsäuren im Bio Hanföl äußerst hitzeempfindlich sind. Deshalb wird es zum kochen und braten nicht empfohlen!

Derzeit gibt es keine Standardrichtlinien für die Dosierung von Hanföl oder einer definierte Obergrenze. Da jeder Mensch auf Hanföl reagieren kann, sollte man selbst herausfinden welche Menge geeignet ist. Am besten die Dosierung von Hanföl mit einem Arzt oder Heilpraktiker abstimmen und nur langsam erhöhen.

Nicht nur Menschen können  von Hanföl profitieren, immer mehr Firmen produzieren Produkte für Katzen und Hunde, auch mit dem Wirkstoff CBD. Hierzu können Sie ein paar Tropfen in das Futter ihres Vierbeiners geben. Viele Hundebesitzer schwören darauf, da es das Tier gesünder und vitaler machen kann.


Zusammengefasst
: Hanfölextrakt nimmt man üblicherweise unter der Zunge ein. Hanfsamenöl kann man auch in kalte Speisen unterrühren oder für Salate nuten. 

Welche Nebenwirkungen hat Hanföl?

Hanföl gilt allgemein als sicher. Laut Hanföl-Erfahrungen von Freunden und Bekannten, ist es meist gut verträglich. Bei CBD (Cannabidiol), z.B. in Hanfölextrakt in größeren Mengen enthalten. hat eine  Studie13 hingegen bestätigte, dass vereinzelt Symptome wie Schläfrigkeit, weniger Appetit und Durchfall auftreten können. Sollte es einmal zu einer Nebenwirkung kommen, sollte diese binnen 2-4 Stunden verschwinden. Reduzieren Sie danach die Menge und sprechen Sie ihren Arzt darauf an.

Wenn Sie schwanger sind, stillen oder Medikamente einnehmen, sprechen Sie mit Ihrem Arzt, bevor Sie Hanföl einnehmen!


Zusammengefasst
: Hanföl hat kaum Nebenwirkungen bei normaler Dosierung. Schwangeren oder Menschen die Medikamente nehmen, sollen vor einer Einnahme mit Ihrem Arzt sprechen.

FAQ

Hier wollen wir alle häufigen User-Fragen zu Hanföl gesammelt beantworten- haben sie auch eine Frage? Dann schreiben sie uns eine Mail ode hinterlassen sie einen Kommentar unter dem Beitrag!

Wie schmeckt Hanföl?

Hanfsamenöl schmeckt mild nussig, es erinnert an Sonnenblumenkerne oder Walnüsse. Schmeckt das Hanföl nicht mehr mild nussig, sondern bitter, ist es bereits verdorben, dann nicht mehr verzehren!

Wie lange ist das Öl haltbar?

Das Hanföl hält bei guter Lagerung (kühl und dunkel) mindestens 1 Jahr haltbar. Sie können es z.B. im unbeheizten Keller lagern.

Wie oft Hanföl einnehmen?

Nehmen Sie das Hanföl in einem Zeitraum von 2 – 3 Wochen ein. Für ein starkes Immunsystem, können Sie 1-2 Esslöffel Hanföl bis zu 2 Mal täglich einnehmen. Der beste Einnahmezeitpunkt ist 45-60 Minuten vor einer Mahlzeit.

Für was ist Hanföl gut?

Hanföl ist eine hervorragende Quelle für Omega-3 und Omega-6 Fettsäuren. Hanföl besitzt nicht nur ungesättigte und mehrfach ungesättigten Fettsäuren, sondern auch alle neun essentielle Aminosäuren die nicht vom Körper selbst produziert werden können.

Wann sollte man Hanföl einnehmen?

Man kann Hanföl einnehmen wenn man bestimmte Symptome verbessern und lindern möchte(siehe Übersicht). Zeitgleich dient es der Immunstärkung und durch die gesunden Inhaltsstoffe wird der Hormonhaushalt wieder ausbalanciert. Das Öl kann oral eingenommen werden, aber auch eine äußerliche Anwendung auf der Haut ist möglich. Sie können es für Salate nutzen oder es in Joghurt untermischen. Wichtig ist nur, dass Hanföl nicht zu erhitzen!

Wie gesund ist die Drachenfrucht wirklich?

Fakten zu Drachenfrucht:

  • Die Drachenfrucht gibt es in der gelben, roten und weißen Variante.
  • Ihr großer Vorteil ist die geringe Kalorienanzahl (50 kcal/100g), auch enthält sie wenig Fett.
  • Antioxidantien, Vitamine, Betalaine, Flavonoide und Hydroxycinnamate machen die Drachenfrucht gesundheitlich so interessant!
  • Dagegen ist die Drachenfrucht reich an Vitamin C, Eisen,Phosphor und  Kalzium.
  • Leider sind die Transportwege oft weit, deshalb beim Kauf auf den Reifegrad achten.

Die Drachenfrucht auch Pitahaya, Pitaya oder Erdbeerbirne genannt, ist eine wunderschöne tropische Frucht. Diese schmeckt sehr süß und ist durch ihre Nährstoffe und Mineralstoffe gleichzeitig richtig gesund. Die Pflanze der Frucht gehört eigentlich einer Art Kaktus an, der Gattung Hylocereus. Der Name Drachenfrucht, bekam die Frucht durch ihre rosarote Haut und den hellgrünen Schuppen, die Ähnlichkeit mit einem Drachen haben. Die Frucht ist zuckerarm, keto und kalorienarm (nur 70 Kalorien pro Drachenfrucht!).


Zusammengefasst
: Die Drachenfrucht auch Pitahaya, Pitaya oder Erdbeerbirne genannt schmeckt süßlich und enthält viele wichtige Vitamine und Mineralstoffe, enthält aber nur wenig Zucker und Kalorien.

Was ist eine Drachenfrucht?

Die Drachenfrucht hat eine Jahrhunderte lange Tradition, die bis zu den Ureinwohner in in Costa Rica zurückführen ist. Nachdem die Frucht nach Asien exportiert wurde, erhielt diese ihren Namen Pitaya (Drachenfrucht) wegen ihres Drachen ähnlichen Aussehens. Die Kombination aus Ballaststoffen, und der geringe Anteil an Zucker, machen die Frucht zu einer leckeren gesundheitlichen Alternative. Forscher sind der Meinung, dass diese Frucht Auswirkungen auf die Verdauung und den Gewichtsverlust haben könnte. Bisherige Studien dazu sind nur an Tieren  durchgeführt worden.1 Die tropische Frucht gibt es in unterschiedlichen Farben (rot, weiß und gelb), diese Sorten besitzen winzige schwarze Samen, die essbar sind, ähnlich wie bei Kiwis. Der Geschmack aller drei Sorten ist fast identisch.

Rote Drachenfrucht

  • pink mit rotem Fruchtfleisch (Hylocereus monacanthus).
  • Reich an Antioxidantien.2
  • Hoher Gehalt an Vitamin C und B1 sowie B2 + B3 Vitaminen.
  • Der Drachenfrucht Geschmack ist zu vergleichen mit einem Mix aus Kiwi, Birne und einer Wassermelone.
  • Es wird behauptet, dass diese Sorte wegen der Antioxidansgruppe namens Betacyane gut, gut für die Leber ist.
  • Drucktest machen: Beim Dagegendrücken darf die Schale nur leicht nachgeben!

Weiße Drachenfrucht

  • pink mit weißem Fruchtfleisch (Hylocereus undatus).
  • Die am weitesten verbreitete Sorte.
  • Schwarze Samen im weißen Fruchtfleisch.
  • Drucktest machen: Beim Dagegendrücken darf die Schale nur leicht nachgeben!

Gelbe Drachenfrucht

  • gelb mit weißem Fruchtfleisch (Selenicereus megalanthus).
  • Schwarze Samen im weißen Fruchtfleisch.
  • Beim Kauf darauf achten, dass die Schale komplett durchgefärbt ist.
  • Wird hauptsächlich in Südamerika angebaut und selten in Deutschland zu finden.

Den Reifegrad aller drei Hauptsorten, kann man anhand der dunklen Flecken der Schale erkennen. Einige Flecken gelten als völlig normal, viele davon deuten auf eine überreife Frucht hin.


Zusammengefasst
: Es gibt drei Hauptsorten der Drachenfrucht (gelb,weiß,rot). Die Drachenfrucht hat wenig Zucker in einer Kombination mit Ballaststoffen, die das Sättigungsgefühl länger erhalten lassen. Ideal für eine gesunde Diät.

Drachenfrucht Nährwerte

Die Drachenfrucht kann als Frucht mit hoher Nährstoffdichte angesehen werden, diese Frucht besitzt viele gesunde Nährstoffe und Mineralstoffe wie Eisen, Magnesium und Kalium, sowie Ballaststoffe. Sie besteht aus 90% Wasser. Zu sehen ist in dieser Tabelle auch welche Vitamine enthalten sind.

Nährwertangaben
1 Portionen pro Packung
Portionsgröße 100

Menge pro Portion
Kalorien 50
% Tageswert*
Gesamtfett 0,7g 0%
Gesättigte Fettsäuren 0g 0%
Trans Fat 0g
Cholesterin 0mg 0%
Natrium 12mg 1%
Gesamtkohlenhydrate 10,5g 4%
Ballaststoffe -g 0%
Gesamtzucker -g
Enthält 0g zugesetzten Zucker 0%
Eiweiß -g

Vitamin D -mcg 0%
Calcium 7mg 1%
Eisen 1,66mg 6%
Kalium 222mg 5%
Phosphat 14%
Vitamin C 7%

Tägliche Prozentwerte basieren auf einer Diät mit 2.000 Kalorien. Ihre täglichen Werte können je nach Kalorienbedarf höher oder niedriger sein.
10

Was für besondere Eigenschaften und Inhaltsstoffe besitzt die Drachenfrucht?

Die Drachenfrucht ist reich an vielen Antioxidantien. Daher sollte man diese Frucht als Teil einer ausgewogenen Ernährung ansehen und wer mag kann sie gelegentlich einbauen. Auch der hohe Gehalt an Beta-Carotin- und Betalain-Farbstoffen, den andere tropische Früchte in diesem Umfang nicht aufweisen können, macht sie herzgesund und kann den Zellwachstum regulieren. Mögliche gesundheitliche Vorteile sind folgende:

Antioxidantien: Die Drachenfrucht enthält drei wichtige Antioxidantien, die ihren Körper vor oxidativen Stress und Entzündungen besser schützen können.

Betalaine: Es wurde gezeigt, dass diese Blüten- und Fruchtfarbstoffe antioxidative Eigenschaften aufweisen, wodurch sie medizinisch interessant sind. Laut Forschungsergebnissen können sie dazu beitragen, den gefährlichen LDL-Cholesterinwert zu verbessern.3

Flavonoide: Die Flavonoide sind ein Geschenk der Pflanzen und Früchte. Die Flavonoide haben antivirale, antifungale  und antibakterielle Wirkung. Ihnen werden Schutzwirkungen gegenüber einigen Krankheiten nachgesagt. Derzeit sind mehr als 8000 verschieden Flavonoide bekannt. Eine Studie untersuchte daher 17 tropischen Früchten und Beeren, darunter auch die Drachenfrucht. Die Forscher kamen zu dem Ergebnis, dass diese Frucht sich am besten erwies, um spezielle Fettsäuren vor Schäden durch freie Radikale zu schützen.4

Hydroxycinnamate: Hierzu haben wir keine klinische Studien gefunden. Tierversuche und Reagenzglas-Studien haben eine Antikrebsaktivität gezeigt. Da es sich um keine Studien an Menschen handelt, sollte man weitere Studien abwarten, die diese These beweisen.5


Zusammengefasst
: Wie kaum eine andere Frucht, besitzt die Drachenfrucht drei wichtige Antioxidantienliferanten (Betalaine, Flavonoide und Hydroxycinnamate). Diese Antioxidantien schützen vor freien Radikalen.

Gesundheitliche Vorteile der Drachenfrucht

Fettleber

Eine Studie an fettleibigen Mäusen zeigte auf, dass weiße und rote Pitayasorten die positive Eigenschaft aufwies, die die Fettleber bei fettleibigen Mäusen zu reduzieren.6 7 Aussagekräftige Studien, welche nicht nur an Tieren durchgeführt wurden, fehlen bisher leider noch!


Zusammengefasst
: Tierstudien an Mäusen zeigen positiven Effekte. Klinische Studien an Menschen fehlen noch.

Abnehmen und Gewichtsverlust

Drachenfrucht ist kalorienarm, zuckerarm und ballaststoffreich und bestehen aus 90% Wasser. Durch ballaststoffreiche Lebensmittel, kann ein längeres Sättigungsgefühl erreicht werden, dadurch nimmt man mit hoher Wahrscheinlichkeit weniger Kalorien pro Tag zu sich und kann so besser Abnehmen.8 Eine Studie an zwei Mäusegruppen mit fettreicher Ernährung, wovon eine Gruppe einen Extrakt aus Drachenfrüchten erhielten, hatten am Ende der Studie weniger Gewicht als die Vergleichsgruppe. Begründet wird dies vermutlich durch eine positive Veränderung der Darmbakterien. 9


Zusammengefasst
: Durch die zuckerarme und ballaststoffreiche Eigenschaft, macht es die Drachenfrucht mit einem 90% Wasseranteil zu einer kalorienarmen Alternative beim Abnehmen.

Herzgesundheit

Der Vitamin B 3 -Gehalt von Drachenfrüchten kann dazu beitragen, den „schlechten“ LDL-Cholesterinspiegel zu reduzieren. Das ist wichtig, um ihr Herz gesund zu halten! Gleichzeitig kann dadurch der gute HDL-Cholesterinspiegel im Blut verbessert und erhöht werden. Eine 30 tägige Tierstudie an Mäusen aus dem Jahr 2018 zeigte auf, dass durch eine Zufütterung von Pulver aus roter Drachenfruchtschale in einer Dosierung 50, 100, 150 und 200 mg / kg Körpergewicht, zu einer Reduzierung des schlechten LDL-Cholesterin beitrug.


Zusammengefasst
: Obwohl dies nur an Mäusen und nicht an Menschen getestet wurde, zeigt es eine mögliche Tendenz, für eine Förderung des positiven Cholesterinspiegels im Blut.

Nicht bewiesene Behauptungen

Weitere Behauptungen über mögliche positive Eigenschaften haben wir im folgenden aufgelistet. Hierbei konnten wir aber keinerlei seriöse Quellen finden, daher sind diese positive Eigenschaften nicht klinisch belegt oder wiederlegt und sollten mit Vorsicht zu genießen sein.

  • Hilft bei der Verdauung(Möglicherweise über die enthaltenen Ballaststoffe)
  • Verwaltet den Blutzuckerspiegel (In Tierstudien gab es positive Ergebnisse. Studien an Menschen waren jedoch nicht zielführend)
  • Verhindert Krebs (Hierzu fanden wir keinerlei seriöse Quellen)
  • Erhält die Gesundheit der Augen
  • Bekämpft Anzeichen von Hautalterung (Drachenfrucht ist in manchen Cremes zwar enthalten, aber fundierte Studien gibt es keine)


Zusammengefasst
: Viele der Behauptungen müssen noch mit Studien belegt oder gar untersucht werden oder besitzen zu kleine Studien um erwähnt zu werden.

Zubereitung- Wie schält und schneidet man die Drachenfrucht richtig?

Ist die Drachenfrucht reif, lässt sie sich problemlos schälen! Dafür wird die Haut einfach mit einem Messer abgezogen. Frucht davor am besten vierteln oder halbieren. Alternativ kann sie ähnlich wie eine Kiwi ausgelöffelt werden!

Hier sind die verschiedenen Schneidetechniken toll beschrieben!

Drachenfrucht richtig schneiden:

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Lagerung Drachenfrüchte

Eine reife Drachenfrucht erkennt man daran, dass  die Schale durch leichten Fingerdruck nachgibt. Leider müssen die Drachenfrüchte durch die langen Transportwege unreif geerntet werden. Diese reifen dann nach. Deshalb unbedingt darauf achten, dass die Drachenfrucht reif ist! Weiterer Nachteil ist, dass sie schnell überreif sind, weswegen eine „reife“ Ernte kaum möglich ist. Verzehren sie die Drachenfrucht nach dem Kauf möglichst zeitnah und legen sie diese nicht in den Kühlschrank! Vermeiden sie Druckstellen durch weiche Lagerung. Durch tägliches besprühen mit Wasser können die wunderschöne Schuppen länger erhalten bleiben.


Zusammengefasst
: Reife Früchte lassen sich problemlos schälen, indem die Haut mit einem Messer abgezogen wird. Auch halbieren und auslöffeln ist eine gute Methode! Verzehren sie gekaufte Drachenfrüchte zeitnah, sie bleiben nicht lange frisch!

Drachenfrucht Rezepte

Im tropischen Obstsalat ist die Drachenfrucht ein echter hingucker! Als Frucht für jeden Tag eignet sie sich durch ihre langen Transportwege leider nicht! Wer etwas besonderes zaubern will, der nutzt die Drachenfrucht gerne als essbare Dekoration! Auch in Smoothies oder als Muß schmeckt sie hervorrangend!

FAQ

Hier sammeln wir User-Fragen zu diesem Artikel, die von unseren Experten gesammelt und beantwortet werden. Bei Fragen einfach in die Kommentare die Frage stellen oder uns eine E-Mail senden.

Wie erkennt man eine reife Drachenfrucht?

Ein reife Drachenfrucht erkennt man an der hellen, kräftigen Fruchtschale, die gleichmäßig gefärbt ist. Die Frucht hat nur wenige dunklen Flecken auf der Schale. Beim Dagegen drücken kann man die Drachenfrucht ebenfalls auf den Reifegrad testen, die Frucht darf nur leicht nachgeben. Wenn es sehr fest ist, kann man die Frucht noch 1-2 Tage reifen lassen. Durch tägliches besprühen mit Wasser können die wunderschöne Schuppen länger erhalten bleiben. Je reifer die Frucht, also so süßer im Geschmack.

Wo kann man Drachenfrucht kaufen?

Die Frucht gibt es in vereinzelnden Supermärkten, ab und an auch auf Wochenmärkte. In Asia-Shops findet man die Drachenfrucht das ganze Jahr über, am häufigsten wieder.

Wie isst man eine Drachenfrucht?

Die Drachenfrucht wird am besten roh gegessen. Die Frucht wird hierbei halbiert und kann dann ausgelöffelt werden. Alternativ die Schale mit einem Messer abziehen, dann das Fruchtfleisch in kleine Stücke schneiden. Es ist vielseitig einsetzbar, z.B. in Scheiben oder Würfel im Obstsalat oder gemixt in einem Früchtesmoothie. Sie ist auch gut geeignet als Beilage für Cocktails oder andere frische Sommergetränke. Die Schale der Drachenfrucht enthält Giftstoffe. Deshalb ist die Schale ungenießbar.

Wie schneide ich eine Drachenfrucht?

Hierzu sollte man am besten ein Schneidebrett benutzen. Direkt in der Mitte der Frucht, sollte der Schnitt erfolgen. Danach kann man das Fruchtfleisch entfernen, indem man mit dem Löffel den inneren Teil auslöffelt. Wenn es danach noch Haut gibt, muss dies abgeschnitten werden. Legen Sie das Fleisch mit der flachen Seite nach unten auf ein Schneidebrett und schneiden Sie alle rosa Rückstände ab. Als gängigste Methode, hat sich das Schneiden in Scheiben und anschließend in kleine Würfel ergeben. Alternativ schneiden sie die Drachenfrucht in der Mitte durch und dann in Viertel. Anschließend mit einem Messer die Schale einfach abziehen! Dann lässt sich die Frucht in die gewünschte Form schneiden.

Wie schmeckt eine Drachenfrucht?

Eine Drachenfrucht schmeckt je nach Reifegrad sehr süß. Viele Menschen empfinden den Geschmack, als eine Mischung aus Kiwi, Birne und Wassermelone.Die Textur ähnelt Kiwis, diese ist leicht cremig mit kleinen Samen.Pinkfarbende Pitahaya mit weißem Fruchtfleisch schmecken eher neutral , jedoch leicht säuerlich. Die gelbe Drachenfrucht schmeckt eher wie eine Mischung aus Mango, Ananas und Erdbeere. Bei allen Sorten gilt, je reifer desto süßer.

Die 11 wichtigsten gesundheitlichen Vorteile von Kurkuma

Fakten zu Kurkuma:

  • Kurkuma hat viele gesundheitliche Vorteile! Begründet werden diese durch den Wirkstoff Curcumin, welcher auch für die tolle gelb/orangene Farbe verantwortlich ist.
  • Curcumin soll entzündungshemmend wirken und hat so potentielle Effekte auf unsere Gesundheit. So kann es bei Arthritis, Diabetes, viele Krebsarten, Depressionen wirksam sein und unsere Herzgesundheit fördern.
  • Wir beschreiben Ihnen in diesem Artikel die bisherigen, interessantesten wissenschaftlichen Untersuchungen dazu, zeigen aber auch auf wo noch weiter geforscht werden sollte, um gesicherte Aussagen zur gesundheitlichen Wirkungsweise zu erhalten!

Es gibt viele gesundheitsbezogene Aussagen zum Wirkstoff Curcumin, der in Kurkuma enthalten ist und ihm auch die gelbe Farbe verleiht. Wir zeigen ihnen wissenschaftliche gesundheitliche Erkenntnisse der Forschung. Kurkuma gilt als eines der Gewürze das Entzündungen bekämpfen kann und das Risiko an einer chronischen Krankheit zu erkranken möglicherweise minimiert. Bereits die antiken Griechen schätzten die magische Knolle aus Indien. Das in Kurkuma enthaltene Curcumin ist ein natürliches Antioxidans, ihm werden mögliche entzündungshemmende Vorteile, wie eine Verlangsamung des Alterungsprozesses oder der Vorbeugung von Alzheimer und potenziellen Depressionen nachgesagt. Kurkuma stammt aus Südasien und ist eines der am schnellsten wachsenden Nahrungsergänzungsmittel.


Zusammengefasst
:  Der Kurkuma Wirkstoff Curcumin ist ein entzündungshemmender Wirkstoff, der im Kampf gegen viele Krankheiten helfen soll.

Hier sind die 11 wichtigsten evidenzbasierten gesundheitlichen Vorteile von Kurkuma.

1. Curcumin wirkt stark entzündungshemmend

Dieser Wirkstoff kann für Entzündungen durchaus sehr wichtig sein. Eine frühe Studie zeigte auf, dass Curcumin in der richtigen Dosis, eine alternative entzündungshemmende Behandlung sein kann, anstatt spezielle Medikamente wie Ibuprofen oder Aspirin einzunehmen, da Curcumin stark entzündungshemmend wirkt.1 Der Wirkstoff schützt das Immunsystem vor fremden Viren und Eindringlingen. Forscher sind davon überzeugt, dass eine länger anhaltende chronische Entzündung, später chronische Krankheiten wie

  • Darmerkrankungen
  • Arthritis
  • Herzerkrankungen,
  • Alzheimer

verursachen kann. Eine Behandlung mit dem Wirkstoff Curcumin kann bei einer richtigen Anwendung möglicherweise unterstützend helfen.1 2


Zusammengefasst
:  Kurkuma kann in der richtigen Dosis, eine alternative oder ergänzende, entzündungshemmende Behandlung bei chronischen Entzündungen sein.

2. Kann Kurkuma helfen, Krebs zu verhindern oder zu behandeln?

Krebs entsteht und entwickelt sich im Menschen durch unkontrolliertes Zellwachstum. Aus hohen Entzündungswerten können Tumore resultieren. Die Ernährung bei Krebs und zur Vorbeugung von Krebs, hat hier eine besondere Rolle inne.  Kurkuma könnte helfen, da der entzündungshemmende Wirkstoff in diesem Gewürz bekanntlich Entzündungen hemmt. Möglicherweise kann man dadurch eine vorbeugende Maßnahme einleiten, um  das Risiko für eine Vielzahl von Krebsarten wie Brust-, Magen- , Darm- , Bauchspeicheldrüsen- , Prostatakrebs zu reduzieren.3 Vielen Menschen ist die Kraft des Curcumin nicht bekannt, dessen Wirkung wurde bei der Krebsbehandlung untersucht. Studien zeigten nachweislich, dass dadurch das Wachstum, sowie die weitere Entwicklung durch das Zellwachstum auf molekularer Ebene beeinflusst wird.4

Es gibt hierzu viele Tierstudie (beispielsweise an Mäusen) welche nahe legen, dass Curcumin die Ausbreitung von Tumorzellen verlangsamen und sogar die Bildung von Tumoren verhindern kann.5 Es gibt auch Hinweise darauf, dass es das Auftreten von Krebs überhaupt verhindern kann, insbesondere Krebserkrankungen des Verdauungssystems wie Darmkrebs. Weitere Studien und auch wissenschaftliche Untersuchungen am Mensch stehen hier noch aus, um gesicherte Erkenntnisse zu erhalten!


Zusammengefasst
: Es muss noch weitergehend untersucht werden ob hochdosiertes Curcumin an Menschen dazu beitragen kann Krebs zu behandeln. Vielleicht wird tatsächlich eines Tages Curcumin ergänzend zu einer Krebstherapie verwendet, wir halten Sie auf dem Laufenden.

3. Arthritis-Patienten könnten Curcumin-Präparate helfen

Rheumatische Erkrankungen wie Arthritis gehören zu den am weitesten verbreiteten Krankheiten. Die rheumatoide Arthritis betrifft ca. 68 Millionen Menschen weltweit, dies ist eine chronisch entzündliche Erkrankung, die häufig die Gelenke betrifft. Die rheumatoide Arthritis führt zu einer  schmerzhaften Schwellung der Gelenke, was dazu führen kann das längerfristig die Knochen deformieren und körperliche Einschränkungen dadurch entstehen.6 Es kann sich auch auf weitere Teile des Körpers ausweiten wie auf Herz und Blutgefäße, Augen, Haut und die Lunge. Da Curcumin eine starke entzündungshemmende Verbindung besitzt, könnte es möglich sein, dass es bei  Arthritis Linderung bringen könnte, so das Ergebnis vieler Studien. Es wurde beispielsweise eine achtwöchige Studie an Probanden durchgeführt, die an einer rheumatoiden Arthritis erkrankt waren. Die Studienergebnisse zeigten auf, dass Curcumin noch wirksamer war, als das entzündungshemmendes Vergleichsmedikament.7


Zusammengefasst
: Rheumatoide Arthritis betrifft Millionen von Menschen, die starke Schmerzen an den Gelenken erhalten. Studien haben gezeigt, dass Curcumin bei einer Behandlung von Arthritis unterstützend wirken kann und teilweise besser wirkte als Medikamente

4. Curcumin könnte vor Herzerkrankungen schützen

Unsere Herzgesundheit ist unglaublich wichtig für ein gesundes und unbeschwertes Leben. Herzkrankheiten sind sehr komplex, daher ist es schwer Risikofaktoren rechtzeitig zu erkennen und natürlich zu bekämpfen. Um die Auswirkungen von Kurkuma besser beurteilen zu können, wurde eine Studie an 121 Menschen gestartet, welche sich einer Bypass-Operation unterzogen hatten. Eine Gruppe erhielt vor und nach der Operation ein Placebo, die andere Gruppe 4 Gramm Curcumin pro Tag. Das Ergebnisse zeigte auf,  dass die Curcumin-Gruppe ein um 65% geringeres Risiko hatte, einen Herzinfarkt im Krankenhaus zu bekommen.8 Curcumin kann unterstützend helfen, wichtige Schritte im Herzkrankheitsprozess umzukehren und zu verbessern.9


Zusammengefasst
: Kurkuma ist ein starkes entzündungshemmendes Mittel mit vielen nützlichen Antioxidantien. Studien zeigen eine mögliche unterstützende Rolle bei der Stärkung der Herzgesundheit.

5. Kurkuma könnte helfen, das Altern zu verzögern

Sollte Kurkuma durch seine entzündungshemmenden, antimikrobiellen und antioxidativen Eigenschaften dazu beitragen können Krebs, Herzerkrankungen und Alzheimer vorzubeugen, dann hätte es auch Vorteile für die Langlebigkeit und könnte Auswirkungen auf  Akne, Ekzeme und Schuppenflechte haben. Eine aktuelle Studie aus dem Jahr 2018 zeigte auf, dass orales Curcumin wirksam gegen chronisch entzündliche Hauterkrankung sein kann. Tiefergehende Studien sind aber hier noch von Nöten, um aussagekräftige Handlungsempfehlungen auszusprechen.10 Aufgrund der Tatsache, dass die Entzündungswerte eine Rolle beim Altern spielen, kann Curcumin Eigenschaften besitzen, die weit über die bloße Vorbeugung von Krankheiten hinausgehen. Hierzu gibt es jedoch noch keine wissenschaftlichen Studien.11


Zusammengefasst
: Kurkuma besitzt viele positive Eigenschaften, die bei der Vorbeugung von Herzkrankheiten, Alzheimer und Krebs helfen könnten. Ob dadurch das Alter und die Haut verbessert werden können, ist bisher nicht definitiv geklärt. Es braucht weitere tiefergehende Studien um dies zu belegen.

6. Curcumin könnte helfen Diabetes zu behandeln oder zu verhindern

Es gibt sehr viele Studien zu Kurkuma, auch welche die an fettleibigen Mäusen mit Typ-2-Diabetes durchgeführt wurden. Diese erhielten vier Monate lang ein Curcuminpräparat, dass zur Senkung des Insulinspiegels im Blut beigetragen hatte.12 Auch ältere Studien untersuchten die Auswirkungen des Wirkstoffs Curcumin auf Typ-1-Diabetes und Typ-2-Diabetes und fanden heraus, dass Kurkuma zur Behandlung und Vorbeugung von Diabetes eingesetzt werden kann. Aber auch diese Studien wurden nur an Tieren und nicht an Menschen durchgeführt.13 14


Zusammengefasst
: Studien an Tieren zeigen hervorragende Ergebnisse das Kurkuma Diabetes behandeln kann. Zur Bestätigung sind noch weitere Studien am Menschen erforderlich.

7. Kurkuma und die wichtige Rolle bei Depressionen

Die Wirkstoffe in Kurkuma haben sich als durchaus vielversprechend erwiesen um Depressionen zu lindern. Hierzu wurde eine Studie15 an 60 depressiven Menschen gestartet, diese wurde in drei Gruppen aufgeteilt.

Gruppe 1: Ein Arzneistoff der bei Depressionen üblicherweise eingesetzt wird
Gruppe 2: Kurkuma (1.000 mg Curcumin)
Gruppe 3: Arzneistoff + Kurkuma Wirkstoff

Nach 42 Tagen wurden die Ergebnisse ausgewertet, dass Ergebnis war:

Gruppe 1: Verbesserungen der Symptome
Gruppe 2: Ähnliche Verbesserungen wie Gruppe 1 ohne Arzneistoff
Gruppe 3: Schnitt am besten ab 

Dieses Ergebnisse lies die Forscher zu dem Schluss kommen, dass Curcumin in manchen Fällen eine sichere und wirksame Behandlung für Depressionen sein könnte.


Zusammengefasst
: Eine Studie zeigte auf, dass  Kurkuma (Curcumin), bei der Linderung von Depressionen, im Vergleich genauso wirkt, wie der zeitgleich getestete Arzneistoff. Wissenschaftler verstehen jedoch noch nicht umfassend die Rolle von Kurkuma und Curcumin bei der Behandlung von Depressionen, es sind weitere Untersuchungen an Menschen notwendig.

Weitere Vorteile von Kurkuma auf die wir noch eingehen möchten:

8. Curcumin ist ein starkes Antioxidants, das freie Radikale zerstören kann.16

9. Bei einem Reizdarm, kann es zu Linderungen führen, wenn Sie Kurkuma einnehmen.17

10. Studien zeigen, dass das schlechte LDL Cholesterin durch Kurkuma gesenkt werden kann, damit könnte das Risiko für Herz-Kreislauferkrankungen gesenkt werden.18

11. Curcumin kann möglicherweise durch die entzündungshemmenden Eigenschaften bei Patienten mit Psoriasis vulgaris (Schuppenflechte) für eine Verbesserung sorgen.19


Zusammengefasst
: Kurkuma kann potentiell in noch weiteren Bereichen von großem Nutzen sein. Als starkes Antioxidant, bei Darmproblemen oder bei zu hohem Cholesterinspiegel.

Das müssen Sie unbedingt beachten, bevor sie Kurkuma kaufen!

Eine aktuelle Studie aus dem Jahr 2018 zeigte auf, dass je billiger das Kurkuma-Produkt ist, umso wahrscheinlicher es ist, dass unerwünschte chemische Verbindungen vorhanden sind. Dies bedeutet das synthetisches Curcumin verarbeitet wurde.20 Achten sie also auf eine hochwertige Qualität.  Auch auf die Dosis kommt es an. Sie können es oral einnehmen, es stehen neben der Pulverform auch einige Präparate zur Auswahl. Um die Curcumin Aufnahme zu erhöhen, können wir empfehlen Produkte zu nutzen, die „Bioperine“ beinhalten. Dadurch kann die Aufnahme von Curcumin stark (viele Experten sagen sogar um bis zu 2000 %) erhöht werden. Ohne diese Substanz wird der größte Teil des Curcumins nur durch Ihren Verdauungstrakt transportiert. Suchen Sie deshalb nach Sorten die folgendes in den Inhaltsstoffen aufweisen – Curcumin, Demethoxycurcumin, Bisdemethoxycurcumin.


Zusammengefasst
: Suchen Sie nach Kurkuma Produkten mit dem Inhaltsstoff „Bioperine“. Damit soll das Kurkumas um bis zu 2.000% besser aufgenommen werden.

Rezepte Kurkuma

 

Kurkuma-Tee

Als leckeren, frischen Start in den Tag eignet sich dieser Fitmacher am besten!  Auch die Kokosmilch und das Avocadoöl tragen zur gesunden Lebensweise bei. Durch natürliche Fette, Vitamine und Mineralstoffe ist unser Tee zusätzlich gesund! Wer auf Kuhmilch nicht verzichten will, kann dieses Rezept auch mit Kuhmilch ausprobieren. Diese ist jedoch kalorienhaltiger, enthält aber viel Calcium.

 

Hier gehts zum Rezept!

weitere Rezepte mit Kurkuma finden sie hier:

verschiedene Gerichte mit Kurkuma

Weitere wichtige Infos rund um Kurkuma und die Kurkuma-Pflanze, Dosierung und gesundheitliche Vorteile finden sie in unseren Ernährungsfakten:

Kurkuma

10 praktische Entspannungstipps, die wirklich funktionieren

Frau in Yogapositon- Handflaechen aneinander blickt aufs Meer und den Sonnenuntergang am Horizont

Fakten zu Entspannung

  • Entspannungsphasen sind wichtig, besonders dann, wenn wir uns gestresst oder stark gefordert fühlen.
  • Vielen Menschen fällt es schwer von ihrem intensiven Alltag, ihren Stressoren, ihren Aufgaben abzuschalten.
  • Bewusstes Entspannen als Stressbewältigungsstrategie kann helfen, Situationen gelassener wahrzunehmen und positiver zu bewerten.
  • Wir zeigen Ihnen 10 einfache Übungen zur Entspannung, die funktionieren!
Frau in Yogapositon- Handflaechen aneinander blickt aufs Meer und den Sonnenuntergang am Horizont

Als Entspannungstherapeutin und Seminarleiterin für Stressbewältigung erlebe ich häufig, wie schwer es sein kann zu entspannen. Viele Menschen können von ihrem intensiven Alltag, ihren Stressoren, ihren Aufgaben schwer abschalten. Wird Stress chronisch können Folgeerkrankungen wie Burnout folgen. Bewusstes Entspannen als Stressbewältigungsstrategie kann helfen, Situationen gelassener wahrzunehmen und positiver zu bewerten. Deshalb wollen wir ihnen heute die 10 besten praktischen Entspannungstipps vorstellen und erklären, die wirklich funktionieren! Lassen sie sich darauf ein, probieren sie es aus, und entspannen sie vom Alltag! Sie werden eine positive Veränderung bemerken!


Zusammengefasst
: Unser Alltag ist häufig intensiv und manchmal auch belastend. Vor Allem wenn wir uns gestresst fühlen, sind Entspannungsphasen wichtig. Aus diesem Grund wollen wir ihnen Möglichkeiten an die -hand geben, die einfach zu einer Entspannung führen.

1. Achtsamkeitsübung: Belohnen sie sich und genießen sie bewusst

Kennen sie den Begriff Achtsamkeit? Dieser erlebt gerade einen wahren Boom und hilft uns unsere Umgebung, den Moment, oder unser Tun, ganz bewusst wahrzunehmen. Die Achtsamkeitsexperten des deutschen Fachzentrums für Achtsamkeit definiert den Begriff so:

„Achtsamkeit ist eine Qualität des menschlichen Bewusstseins, eine besondere Form von Aufmerksamkeit. Es handelt sich dabei um einen klaren Bewusstseinszustand, der es erlaubt, jede innere und äußere Erfahrung im gegenwärtigen Moment vorurteilsfrei zu registrieren und zuzulassen.“1

In unserem oft stressigen bzw. arbeitsreichen Alltag nehmen wir uns, gerade für alltägliche kleine Dinge, meist wenig Zeit. Wir holen uns schnell mal einen Kaffee oder essen unser Müsli neben der eigentlichen Arbeit. Bei unsere Achtsamkeitsübung geht es darum zu entschleunigen und etwas für uns ganz Alltägliches, bewusst und achtsam zu tun.

Anleitung zur Übung:

Schalten sie alle Mediengeräte um sich herum aus, suchen sie sich einen ruhigen Ort, an dem sie einen Moment nur für sich sein können. Gehen sie in sich und überlegen sie sich, was sie heute schon alles geschafft haben. Was ist gut gelaufen? Was konnte ich bereits erfolgreich erledigen? Bleiben sie hier bewusst bei den positiven Dingen. Nun dürfen sie sich dafür Belohnen. Sich ganz bewusst etwas Gutes zu tun, steht hier neben dem achtsamen Wahrnehmen im Mittelpunkt. Holen sie sich doch einen leckeren Kaffee, oder einen frischen, knackigen Apfel. Egal mit was sie sich belohnen, nehmen sie sich bewusst Zeit, es zu genießen. Essen oder Trinken sie langsam, kauen sie gut, und lassen sie sich ganz auf diesen Moment ein. Wie schmeckt es? Wie fühlt es sich im Mund an? Was können sie schmecken? Ändert sich der Geschmack? Wie sieht es aus? Wie riecht es?

Was bringt diese Übung?

Durch das Ausbrechen aus dem Alltag und das bewusste Zeit nehmen für uns, sammeln wir Kraft und entschleunigen. Wir haben Zeit für unsere Sinne und Wahrnehmungen. Wir werden uns bewusst, was wir leisten und wie wertvoll wir sind. Das ist für unser Stressempfinden von großer Bedeutung. Mit einem positiven, kraftvollen Selbstbild, bewerten wir Dinge leichter und sehen auch Negatives nicht so schwer. Diese Übung stärkt also unsere Grundeinstellung zu uns, unserem Tun und gibt uns das Gefühl, etwas für uns getan zu haben. Probieren sie es aus, selbst diese wenige Minuten werden ihnen guttun!


Zusammengefasst
: Durch Achtsames Wahrnehmen bündeln wir unsere Aufmerksamkeit auf eine Sache. Das erdet uns, entschleunigt und entspannt. Wenn wir über unsere Stärken nachdenken, hat dies positive Auswirkungen auf unser Selbstbild! Unsere Selbstliebe steigt, diese macht uns stark um mit Herausforderungen gut umzugehen!

2. Bewusstes Atmen

Unser Atem ist etwas natürliches, etwas das immer da ist und das uns Sicherheit und Ruhe geben kann. Wir atmen schneller, wenn wir unter Anspannung stehen. Unser Atmen sagt viel über unsere gegenwärtige Situation aus. Nehmen sie sich bei der nächsten Übung Zeit, ihren Atem bewusst wahrzunehmen, um mit diesem zu entspannen.

Anleitung zur Übung:

Setzen, stehen oder legen sie sich bequem hin. Schließen sie ihre Augen, wenn sie es als angenehm empfinden. Atmen sie tief durch die Nase ein. Legen sie eine kleine Atempause ein und atmen sie langsam wieder durch die Nase oder den Mund aus. Achten sie darauf nur mit der Nase einzuatmen, damit eine Bauchatmung entsteht. Spüren sie in sich hinein. Wo können sie den Atem in ihrem Körper wahrnehmen? Wann haben sie das Bedürfnis auszuatmen? Wann ist ihre Lunge von der verbrauchten Luft befreit? Wie fühlt sich das Einatmen an? Lassen sie den Atem dabei frei fließen und konzentrieren sie sich ca. 10 Atemzüge darauf. Falls ihnen schwindlig wird oder das Atmen unangenehm wird, beenden sie diese Übung vorzeitig.

Was bringt diese Übung?

Durch das bewusste Atmen, konzentrieren wir uns auf uns selbst. Wir lassen den Alltag einen Moment ruhen und verlangsamen unsere Atemfrequenz. So fährt unser Körper herunter und entspannt. Bei einer Stressreaktion atmen wir schneller, weil wir mehr Sauerstoff im Körper benötigen. Durch das bewusste und langsame Ein- und Ausatmen signalisieren wir unserem Körper, dass der Stress vorüber ist und wir uns entspannen können.


Zusammengefasst
: Auf den eigenen Atem zu achten, ist eine tolle Möglichkeit eine kurze entspannende Auszeit vom Alltag zu nehmen!

3. Lachen sie!

Dem Lachen ist inzwischen sogar eine eigene Wissenschaft zugeordnet, die Gelotologie. Allein das zeigt auf, wie wichtig Lachen für unseren Körper ist. In unserer nächsten Übung wollen wir sie dazu aufmuntern, bewusst zu lachen. Aus dem Lachyoga stammend, muntert sie uns auf und trägt zu einem positiven Körpergefühl bei.

Anleitung zur Übung:

Stellen oder setzen sie sich bequem hin und suchen sie sich einen Ort, an dem  in Ruhe geübt werden kann. Zugegeben, was jetzt kommt ist Anfangs etwas seltsam und komisch. Trauen sie sich dennoch an diese Übung! Sie werden merken wie gut sie tut!
Wann haben sie das letzte Mal so richtig lachen müssen? Was war das für eine Situation? Erinnern sie sich an diese zurück. So fällt das bewusste Lachen leichter. Lachen sie nun bewusst, öffnen sie den Mund, ziehen sie die Mundwinkel nach oben und lachen sie laut. Auch wenn sich das etwas künstlich anfühlen wird. Ihrem Körper schicken sie nun die Signale, wie wenn sie wirklich lachen würden, weil etwas lustig ist. Lachen sie eine Weile, optimal sind mindestens 30 Sekunden.
Wem das eine Nummer zu viel ist kann auch nur lächeln. Versuchen sie die Mundwinkel nach oben zu ziehen, an etwas Schönes zu denken und zu lächeln. Auch das hat schon Auswirkungen auf ihren Körper und auf ihr Befinden.

Was bringt diese Übung?

In unterschiedlichen Studien konnten bereits positive Effekte von Lachen auf Stress, Gesundheit und Immunfunktionen bestätigt werden.2 Lachen ist also äußerst gesund und signalisiert unserem Körper, dass es uns gut geht. Über 100 Muskeln werden in unserem Körper aktiviert und auch unsere Atmung verändert sich. Wir atmen tiefer als sonst und so gelangt mehr Sauerstoff in unseren Körper, Muskeln entspannen sich und das Herz-Kreislauf-System wird angeregt. Durch das Lachen wird die Produktion von Stresshormonen wie Adrenalin und Kortison blockiert und wir können Anspannungen und Stress lösen. Auch Serotonin wird ausgeschüttet, das Glückshormon hilft uns und gut zu fühlen.3 Dies wird bereits bewusst genutzt. Lachyoga ist hier eine tolle Möglichkeit, in der Gruppe bewusst zu lachen.


Zusammengefasst
: Lachen ist gesund, baut Stress ab und entspannt!

4. Entspannen sie ihre Muskeln: Progressive Muskelentspannung

Viele Menschen leiden bei vermehrtem Stress, unter Verspannungen und Muskelschmerzen. Hier empfehle ich die Muskelentspannung durch progressive Muskelentspannung (PMR). Viele Krankenkassen bieten Kurse zum erlernen dieser Entspannungsmethode an. Vorteil ist, sie kann immer und überall durchgeführt werden und benötigt wenig Zeitaufwand. Das Prinzip besteht darin, dass durch bewusste Muskelanspannung eine Entspannung erreicht wird.

Anleitung zur Übung:

Setzen sie sich bequem auf ihren Stuhl. Egal ob Zuhause, im Büro oder Unterwegs. Stellen sie beide Füße auf dem Boden ab und legen sie die Hände auf den Oberschenkeln ab. Spannen sie nun Hände, Ober- und Unterarme stark an. Halten sie diese Anspannung 5 Sekunden lang. Entspannen sie anschließend wieder und legen die Arme und Hände wieder ab. Spüren sie nach, wie sich der angespannte Bereich nun anfühlt. Sie spüren eine Entspannung deutlich und sofort.
Wiederholen sie nun die Übung mit dem Anspannen des Kopfes (Kopf leicht einziehen und nach hinten drücken, Lippen und Zähne zusammenpressen, Nase rümpfen, Augenbrauen und Stirn zusammenziehen. Wieder 5 Sekunden anspannen, wieder entspannen und nachspüren.
Nun die Schultern anspannen (nach hinten unten ziehen, leichtes Hohlkreuz, Bauch anspannen). Wieder 5 Sekunden halten, entspannen und nachspüren.
Abschließend sind die Beine an der Reihe (beide Fersen auf den Boden drücken, Zehenspitzen zum Schienbein ziehen, Ober- und Unterschenkel, Gesäßmuskeln anspannen). 5 Sekunden halten, entspannen, nachspüren.
Natürlich können sie im Alltag auch nur einzelne Bereiche anspannen, beispielswiese die Schultern, wenn sie hier besonders verspannt sind. Auch das Anspannen des ganzen Körpers ist möglich.

Was bringt diese Übung?

Durch das bewusste Anspannen und anschließendes Entspannen werden unterbewusste Anspannungen gelöst. Wenn sie vorher leicht angespannt waren, hat sich durch die vermehrte Anspannung und Entspannung die Blockade gelöst. Die Muskelgruppe ist nicht mehr unter Strom. Dies Übung wirkt direkt an der verspannten Muskelstelle und ist vor allem eine Körperentspannungsübung. Aber auch das seelische Wohlbefinden profitiert.


Zusammengefasst
: Bei der progressiven Muskelentspannung werden bewusst Muskelgruppen stark angespannt und wieder gelöst. Diese Körperentspannung zeigt schnelle Effekte auf unser Wohlbefinden.

5. Nutze deine alltäglichen Wege für Entspannung – Entspannungsmusik hören

Viele von uns pendeln täglich zur Arbeit oder in die Schule. Oft sitzen wir in dieser Zeit im Auto oder in Bus und Bahn und sind mehr genervt als entspannt. Stau, volle Verkehrsmittel und Verspätungen, Entspannung sieht anders aus. Deshalb nutzen sie diese Zeit doch ab und zu für Entspannungsmusik.

Anleitung zur Übung:

Laden sie sich auf ihr Handy oder Mp3-Gerät etwas Entspannungsmusik. Was genau sie wählen ist ihnen und ihrem Geschmack überlassen. Generell gilt: Ruhige und melodiöse Musik wirkt beruhigend und entspannend. Wie wäre es also mit etwas klassischem wie Vivaldi, Bach oder Mozart? Auch Naturgeräusche lassen uns sehr gut entspannen.

Wer sich nicht als Fahrer auf den Verkehr konzentrieren muss, kann auch spezielle Entspannungsstücke und Meditationen mit Entspannungsmusik ausprobieren. Sowohl online, als auch in Form von CDs sind viele verschiedene Entspannungsaudios erhältlich. Hören sie sich durch und suchen sie sich etwas Schönes aus.

Was bringt diese Übung?

Durch Entspannungsmusik,ein ruhiger Rhythmus und einer angenehmen Melodie wird unsere Atmung, unser Puls und auch das Nerven- und Drüsensystem beeinflusst. Im Gehirn beeinflusst die Musik unsere Wahrnehmung und heitert unsere Stimmung auf, entspannt uns und macht uns glücklich!


Zusammengefasst
: Nutzen sie „nervige“ Zeiten, um sich zu entspannen. Musik ist hier eine tolle Möglichkeit.

6. Nehmen sie sich Zeit für einen Achtsamkeitsspaziergang- Mit Bewegung und der Natur entspannen

In der TK-Stressstudie 2016 gaben 60 % aller Befragten an, beim Spazieren gehen zu entspannen.4 Kein Wunder, denn Bewegung und dann noch in der Verbindung mit der Natur tut uns gut. Deshalb geht es bei unserem nächsten Tipp raus in die Natur. Egal ob im Wald, am Meer oder auf Feldern. Die Natur kann uns helfen zu entspannen.

Anleitung zur Übung:

Nehmen sie sich optimalerweise mindestens eine Stunde Zeit. Auch weniger ist möglich und zeigt Effekte, jedoch werden sie feststellen, dass es sich lohnt diese Zeit zu investieren. Schalten sie ihr Handy ab. Gerne können sie sich einen ihrer Lieblingsmenschen einladen mitzukommen. Tragen sie bequeme, feste Schuhe und nehmen sie sich etwas zu trinken mit. Dann kann es los gehen. Gehen oder spazieren sie gemütlich durch die Natur. Reden sie wenig, achten sie besser auf ihre Umgebung. Was sehen sie? Was hören sie? Was fühlen sie? Ja, fassen sie gerne auch Dinge an, die ihnen begegnen. Einen Stock, die Rinde eines Baumes, weiches Moos. Machen sie bewusst Sinneserfahrungen und erleben sie die Natur ganz bewusst mit allen Sinnen. Wie riecht es in der Natur?

Was bringt diese Übung?

Die Natur hat viele positive Effekte auf uns. Die frische Luft, die körperliche Betätigung und das Ausbrechen aus dem Alltag. All das lässt uns entspannen. Die Muskeln werden aktiviert und gleichzeitig entspannt, wir atmen durch die Bewegung mehr und konzentrieren uns bewusst auf unsere Umgebung und auf uns selbst.

„Doch ein Effekt wurde in der wissenschaftlichen Forschung oft unterschätzt, nämlich die Geräuschkulisse. Dabei weiß doch jeder, wie entspannend ein lustiges Vogelgezwitscher sein kann (solange es sich nicht um zwei nervige Elstern handelt) oder wie beruhigend das Meeresrauschen wirkt. Dieser Effekt ist auch im Gehirn messbar, denn wir organisieren unsere Denkvorgänge neu, wenn wir biologischen Tönen lauschen.“5

Diese Verbindungen lassen uns also tatsächlich abschalten und entspannen. Dabei tun wir auch unserem Körper, mit der Bewegung, etwas Gutes. Trauen sie sich also raus in die Natur und in neue Gebiete. Sie werden sich gut fühlen!


Zusammengefasst
: Die Natur und Naturgeräusche wirken entspannend auf uns! Hier kann man toll achtsames Wahrnehmen üben und nachweislich entspannen.

7. Erschaffen sie etwas, seien sie kreativ

Das Hobby steht bei uns Deutschen auf der Entspannungsliste ganz oben!4  Dabei kann das Hobby ganz individuell sein. Ob Sport, Gesellschaft oder Kreativität. Was uns gefällt entspannt uns. Wann haben sie zuletzt etwas gemalt oder etwas mit ihren eigenen Händen erschaffen? Bei unserer nächsten Übung, wollen wir sie motivieren, genau das zu tun.

Anleitung zur Übung:

Was macht ihnen Spaß? Malen sie gerne? Stricken sie gerne? Oder sind sie der Bastel- und Heimwerkertyp. Egal was sie sich aussuchen. Diese Übung fordert sie auf kreativ zu werden. Nehmen sie sich bewusst Zeit etwas zu erschaffen. Suchen sie sich schöne Materialien, Wolle, Stifte oder Hölzer und geben sie sich Mühe. Das Ergebnis muss nicht schnell fertig sein, sondern der Weg ist hier das Ziel. Natürlich dürfen sie sich auch auf das Ergebnis freuen, denn wenn man etwas mit eigenen Händen erschaffen hat, ist man umso mehr stolz!
Für alle die noch Ideenlos sind, wie wäre es mit einem Mandala oder Malbuch für Erwachsene?

Was bringt diese Übung?

Kreativität fördert unserer Konzentration. Wir vergessen unseren Alltag für eine Weile, können unsere Gedanken fließen lassen. Dies wirkt auf uns beruhigend und entspannend. Auch das Ergebnis stärkt uns, wir haben einen Grund stolz zu sein, wir haben etwas erschaffen. Diese Effekte zeigen sich besonders bei Kindern, aber auch Erwachsene profitieren sehr von dieser Entspannung. Worauf warten sie noch? Seien sie kreativ!


Zusammengefasst
: Ein Hobby ist entspannender Ausgleich. Besonders Kreatives Tun bündelt unsere Aufmerksamkeit und trägt zur Entspannung bei.

8. Lenken sie ihre Gedanken auf die positiven Dinge in ihrem Leben

Wie zufrieden sind sie mit ihrem Leben? Wie glücklich sind sie? Um diese und weitere Fragen geht es in unserer Übung Nummer 8. Auch wenn neun von zehn Menschen sich als glücklich bezeichnen 4 , eine positive Grundeinstellung und das Bewusstmachen von Ressourcen stärkt uns und unser Stressempfinden.

Anleitung zur Übung:

Holen sie sich Stift und Papier. Suchen sie sich einen ruhigen, ungestörten Ort und nehmen sie sich etwas Zeit.
Nun beantworten sie für sich folgende Fragen:
? Was ist das Schönste, was ich im Leben bisher erleben durfte?
? Welche Menschen unterstützen mich, stehen mir nahe, tun mir gut?
? Welche Ziele konnte ich bereits erreichen?
? Auf was bin ich besonders stolz?
? Was mag ich an mir?
? Was tut mir gut?
? Was entspannt mich?
? Auf was möchte ich nicht mehr verzichten?

Was bringt diese Übung?
Die Grundeinstellung zum Leben und auch zu schwierigen Momenten hat einen großen Einfluss darauf, wie wir Situationen bewerten und wie stark wir dadurch belastet sind. Wenn wir Dinge lernen anzunehmen, das Positive vermehrt im Blick haben und uns unseren Ressourcen im Leben bewusst sind, können wir leichter mit Stress und Problemen umgehen. Genau das soll in dieser Übung gestärkt werden. Es geht darum sich Zeit zu nehmen für Positives im Leben, die negativen Dinge nehmen häufig schon von alleine genug Raum ein. Wer sich seiner Ressourcen bewusst ist, stärkt seine Resilienz und auch sein Selbstwertgefühl. Wir wissen was wir schaffen und was uns im Leben wirklich wichtig ist!


Zusammengefasst
: Durch positives Denken und eine positive Grundeinstellung, nehmen sie Herausforderungen leichter. Dies zu üben stärkt das Selbstbild und lässt und in stressigen Situationen entspannter bleiben. 

9. Nutzen sie Entspannungstechniken: Autogenes Training

Auf die Wirksamkeit von Entspannungstechniken schwören viele Menschen. Autogenes Training als Selbstentspannungsmethode eignet sich sehr gut, um selbst in eine Hypnose, einen Entspannungszustand zu gelangen. Durch eine bewusste Vorstellung von Körperzuständen wie Wärme oder Schwere, können wir körperliche Abläufe beeinflussen. Wir entspannen. Zum Erlernen empfehle ich einen Kurs bei einem geschulten Experten. Viele Krankenkassen bieten hier eine Kostenübernahme an.

Anleitung zur Übung:

Legen sie sich bequem auf den Rücken oder setzten sich bequem hin. Wir haben für sie eine Audiodatei erstellt und möchten sie einladen eine Einsteigerentspannung Autogenes Training mitzumachen. Bitte beachten sie die Hinweise und Vorbereitungen und genießen sie dann die Entspannung! 

Hier gehts zur Audiodatei -Einsteigerentspannung AT

Was bringt diese Übung?

Durch das bewusste vorstellen von schweren Armen/Beinen oder von Wärme im Körper, reagiert unser Körper tatsächlich mit einer Körperreaktion. Wir können so uns selbst beeinflussen und unseren Körper in die bewusste Entspannung schicken. Geübte Personen gelangen so sehr schnell und effektiv in eine Selbstentspannung.


Zusammengefasst
: Autogenes Training als Entspannungsmethode ist selbst durchführbar und beeinflusst direkt unsere Körperfunktionen. 

10. Entspannen sie ihren Körper durch Wärme

Wärme- nur wenn wir daran denken entspannen wir uns bereits. Bei Verspannungen, besonders im Nacken- und Rückenbereich können wir Wärme nutzen, um zu entkrampfen und zu entspannen.

Anleitung zur Übung:

Legen oder setzten sie sich bequem hin. Spüren sie in ihren Körper hinein. Wo fühlt er sich hart, verkrampft oder verspannt an? Schließen sie hierbei gerne die Augen. Nutzen sie nun ein Wärmekissen für diese Stelle. Körnerkissen eignen sich sehr gut, da sie sich dem Körperteil perfekt anpassen. Auch Moorwärmekissen kann ich sehr empfehlen. Machen sie das Kissen nicht zu heiß, um Verbrennungen zu vermeiden. Legen sie nun die Wärme auf die verspannte Stelle. Schließen sie die Augen und fühlen sie in die Stelle hinein. Vermeiden sie Störungen durch Fernseher oder Telefon. Lassen sie sich auf die Situation und auf das Wärmegefühl ein. Wie fühlt sich die Wärme an? Merken sie nach einer Weile einen Unterschied? Was sagt ihnen ihr Körperempfinden? Frieren sie oder schwitzen sie? Was macht die Wärme in ihrem Körper?

Was bringt diese Übung?

Durch das Auflegen des Wärmekissens, wird die behandelte Körperregion erwärmt. Die Erhöhung der Temperatur, führt zur Muskelentspannung und auch zur Schmerzlinderung. Die Blutgefäße erweitern sich, die Muskeln werden besser durchblutet und erhalten so mehr Sauerstoff.6 Das lässt nicht nur unseren Körper, sondern auch unsere Seele entspannen. Besonders wenn wir achtsam wahrnehmen was in unserem Körper passiert. So kommen auch die Gedanken zur Ruhe und sie können vom Alltag abschalten. Diese Übung eignet sich sehr gut als Einschlafhilfe und zum Abschalten von Tag, also am besten in den Abendstunden durchführen.


Zusammengefasst
: Wärme entspannt nicht nur unsere Muskeln, auch auf unser Wohlbefinden hat Wärme entspannende Auswirkungen.

Wir hoffen wir konnten mit unseren praktischen Übungen dazu beitragen, ihren Alltag etwas mehr zu entspannen. Nutzen sie unsere Tipps regelmäßig, um ihren Körper und ihre Seele gesund zu halten. So können sie mit den Belastungen im Alltag gut umgehen, gehen gestärkt in neue Herausforderungen und lernen sich selbst viel besser kennen! Viel Spaß beim Üben und Entspannen!

Sommer, Sonne, Sonnenbrand- so können sie ihre Haut natürlich schützen und pflegen!

Elisabeth teufner von Wildwuchsnatur
Elisabeth teufner von Wildwuchsnatur

WORÜBER REDEN WIR IN DIESER EPISODE?

Unsere Haut ist unser größtes Organ und wir nehmen über sie einen unserer wichtigsten Sinne wahr! Sie ist für unsere Vitamin D Produktion von großer Bedeutung und auch wichtiger Teil des Immunsystems. Im Winter wie im Sommer wird sie verschiedenen Reizen ausgesetzt und nimmt eine wichtige Schutzfunktion ein. Deshalb ist es so wichtig, sich um sie zu kümmern und auch ihr Schutz, Aufmerksamkeit, sowie Pflege zu geben. Doch auf was kommt es an? Was braucht unsere Haut wirklich, besonders jetzt im Sommer?  Was braucht sie an Pflege und wann ist zu viel gecremt? Welche natürlichen Möglichkeiten stellt uns die Pflanzenwelt zur Verfügung?

Um diese und noch mehr Fragen zu klären, haben wir uns heute wieder eine Expertin zum Thema eingeladen.

Zur Person: Elisabeth Teufner (wild.wuchs.Natur-Akademie)

Elisabeth Teufner  ist Agrar- und Pflanzenwissenschaftlerin, sowie Kräuter- und Grüne Kosmetikpädagogin und hat viel Erfahrung und Wissen, rund um das Thema natürlicher Hautschutz und -pflege! Im Rahmen von Kräuterwanderungen, Workshops und Seminaren macht sie die Schätze der Natur begreifbar und bietet die Möglichkeit, Kräuter mit allen Sinnen zu erleben

Webseite: wild.wuchs.natur.at

Zusammenfassung

Aufgaben unserer Haut:

  • die Haut ist unser größtes nervenreichtstes Organ
  • Schutzfunktion (z.B. vor Verbrennungen, Austrocknung, usw.)
  • reguliert Temperaturunterschied z.B. durch Schwitzen
  • bindet und verarbeitet wichtige Stoffe (z.B. Vitamin D)
  • Entgiftungsfunktion
  • Schutzmauer vor Keimen und Co.

Die Haut mit ihren Fähigkeiten ist ein wahres Wunder, sie arbeitet ständig, regeneriert sich selbst und trägt in hohem Maße zu unserem Wohlbefinden und zu unserer Gesundheit bei!

Dabei ist sie einerseits 

  • sehr robust und widerstandsfähig

andererseits 

  • sehr verletzlich und sensibel

Richtiger Hautschutz im Sommer

Gesunder Umgang mit der Haut ist am wichtigsten, Elisabeth gibt folgende Tipps:

  • Haut langsam an die Sonne gewöhnen (rechtzeitig beginnen)
  • Eigener Hautschutz anregen z.B. durch kurze Aufenthalte in der Sonne im Winter und Frühjahr
  •  Hautschutz durch die Ernährung unterstützen- Carotinreiche Lebensmittel  (z.B. Karotten, Sanddorn, Paprika…) 
  • Mittagssonne zwischen 11 und 15 Uhr meiden
  • Sonnenschutz mit UV-A und UV-B Filter
  • Keine Rasuren, Peelings und Co. vor dem Aufenthalt in der Sonne
  • Passende Sonnenschutzkleidung: Kopfbedeckung, Sonnenbrille, lange luftige Kleidung

BESONDERS WICHTIG:

  • Sonnenbaden vermeiden- bewusster und vorsichtiger Umgang mit der Sonne!
  • Regenerative Hautpflege nutzen!
  • Hauttyp und Körpergefühl beachten!

Elisabeth berichtet von sich selbst und ihren Umgang mit Sonne, Sonnenschutz und Hautschutz.

Sonnencreme- Was gibt es zu beachten?

  • Sonnencreme kann die Haut schützen, aber nicht als alleiniger Schutz vor der Sonne verwenden!
  • Auf gute Qualität achten (Bio,Naturkosmetik, Demeter)
  • Inhaltsstoffe beachten und kritische Bestandteile wie chemische Verbindungen, Duftstoffe und Konservierungsstoffe wenn möglich meiden.

Sonnenschutz aus der Natur

Unserer Expertin empfiehlt Pflanzen zu nutzten die die natürliche Haut- und somit Schutz-Funktion unterstützen! Eine Pflanze umfangreich vor der Sonne schützt gibt es nicht! Besser regenerative Pflanzenöle nutzen um die natürliche Schutzfunktion der Haut zu fördern. Sanddornöl, Tiroler-Nussöl sind sollte Beispiele. 

Achtung vor ätherischen Ölen in Verbindung mit Sonnenlicht- negative Reaktionen mit der Haut sind möglich!!

Wie viel Sonne ist gesund?

Direkte Sonneneinstrahlung oder Sonnenbaden ist nicht nötig, auch im Schatten erreicht uns genug Sonne für die Ausreichende Produktion von Vitamin D.

Im Sommer gilt deshalb: immer ausreichend vor der Sonne schützen! Sonnenbaden hat keine Vorteile, sondern bringt Gefahren, bis hin zum Hautkrebs, mit sich!

Akute Hilfe gegen Sonnenbrand

  • Basis Pflanzenöle zur Regeneration: z.B. Leinöl, Hanföl, Sesamlöl, Fruchtfleischöl, Wildrosenöl.
  • Selbstgemachte Ölauszüge: Karotten, Sanddorn, unreife Walnüsse, Johanniskraut, Ringelblume, Lavendel, Kamille, Pfefferminze. Diese werden auf die feuchte Haut nach dem Duschen aufgetragen.
  • Schüttellotion Hydronat

ACHTUNG: Nach Anwendung nicht mehr in die Sonne gehen, besser vor dem Schlafengehen auftragen!

Reicht die Sonnencreme als Hautpflege?

Sonnencreme ist nicht als Hautpflege geeignet. Folgendes braucht unserer Haut unbedingt als Pflege:

  • Feuchtigkeit (auch von innen- ausreichend trinken!)
  • Fett
  • gute qualitativ hochwertige Öle (weniger ist mehr, besser ohne Duftstoffe und Co.)
  • auf Chemie verzichten

Elisabeths Abschluss-Tipp:

1. Nur das auf die Haut auftragen, was du auch essen würdest!

2. Andere Sonnenschutzmaßnahmen  der Sonnencreme vorziehen!

3. Bewusster Umgang mit der Sonne!

4. Weniger ist mehr- eine gesunde Haut braucht wenig Pflege!

 

Unser Artikel zum Thema:

11 der wirksamsten Maßnahmen, die Haut natürlich vor der Sonne und deren Strahlung zu schützen

frau schützt sich vor der sonne

Schnelle Fakten zu Hautschutz im Sommer:

  • Unsere Haut ist unser größtes Organ und hat wichtige Aufgaben für unsere Körper. Im Sommer braucht sie besonderen Schutz!
  • Hautbedeckende Kleidung ist der beste Schutz vor UV-Strahlung.
  • Outdooraktivitäten zu hohen Strahlungzeiten (zwischen 11 und 15 Uhr) besser vermeiden.
  • Sonnencremes können helfen, begrenzte Zeit vor Sonnenbrand zu schützen, ein umfassender Schutz vor Hautkrebs kann aber nicht gecremt werden!
  • Der LSF (Lichtschutzfaktor) sagt aus, wie viel länger man durch ausreichend Sonnencreme, sich ohne Sonnenbrand in der Sonne aufhalten kann.
  • Wir wollen ihnen 11 der wirksamsten Maßnahmen vorstellen, um die Haut  natürlich vor der Sonne und deren Strahlung zu schützen!
frau schützt sich vor der sonne

Was denn nun? Tut Sonnenlicht gut? Oder soll ich mich davor schützen? Die Frage wie viel Sonne gesund für unsere Haut ist, lässt sich nur schwer beantworten! Fest steht, Sonnenlicht in Maßen tut unserer Haut gut und ist wichtig für die Produktion von Vitamin D-das Sonnenvitamin. Wer sich allerdings zu lange und ohne Schutz in der Sonne aufhält geht die Gefahr von Sonnenbrand ein und riskiert Hautverletzungen, Schäden und sogar Erkrankungen! Dabei ist unsere Haut sehr empfindlich und auch für unseren Körper unglaublich wichtig! Sie übernimmt wichtige Schutzfunktionen, ist für die Entgiftung zentral und ist sogar größtes Organ unseres Körpers! Deshalb ist gerade im Sommer wichtig, die Haut vor der Sonne zu schützen. Auf was es ankommt verraten wir ihnen!

Warum Schutz vor Sonne?

Die Sonne wirkt mit ihrer UV-Strahlung auf unsere Haut und auf unsere Augen. Zu viel davon kann verschiedene Schädigungen verursachen, Hautkrebs kann entstehen. Laut dem Bundesamt für Strahlenschutz steigt die Zahl der an Hautkrebs erkrankten Personen ständig weiter an- in Deutschland und auch auf der ganzen Welt!

„Deutschland verdoppelt sich die Anzahl an Hautkrebsneuerkrankungen alle 10 bis 15 Jahre.“1

Um Gefahren wie Hautkrebs oder Verbrennungen zu vermeiden gilt es, sich ausreichend vor der Sonne zu schützen. Damit man weiß wie stark man sich ungefähr schützen muss, haben Wissenschaftler den UV-Index entwickelt. Er gibt Orientierung und wird immer tagesaktuell angegeben!


Zusammengefasst
: Zu viel Sonne kann unserer Haut und auch unseren Augen schaden. Die Anzahl der Hautkrebsneuerkrankungen steigt ständig weiter an! Schützen sie sich und ihre Haut deshalb!

UV-Index (UVI) beachten

Der UV-Index ist international festgelegt und beschreibt die am Boden erwarteten Höchstwerte der UV-Strahlung des Tages! Je höher der UV-Index desto höher die Gefahr für Sonnenbrand und andere Hautschädigungen! Je höher der UVI, desto genauer sollten sie sich vor der Sonne schützen! Er bietet also Orientierung und vermeidet ggf. eine Unterschätzung der Sonnenkraft.

Spätestens ab einem UV-Index von 8 sollten sie besser im Haus bleiben. Ab einem UV-Index von 3 sind Maßnahmen erforderlich:1

  • UV-Index 3-5: Hautschutz durch passende Kleidung, Augenschutz, Kopfbedeckung; in den Mittagsstunden im Schatten aufhalten; ggf. Sonnenschutzmittel
  • UV-Index 6-7: Hautschutz durch passende Kleidung,Augenschutz, Kopfbedeckung; in den Mittagsstunden im Schatten aufhalten; unbedeckte Hautstellen mit Sonnenschutzmittel schützen
  • UV-Index 8-10: Schutz unbedingt nötig! Hautschutz durch passende Kleidung, Augenschutz, Kopfbedeckung; in den Mittagsstunden möglichst nicht draußen aufhalten; im Schatten aufhalten; unbedeckte Hautstellen mit Sonnenschutzmittel schützen
  • UV-Index 11 und höher : oben genannte Schutzmaßnahmen sind extrem wichtig, da die Belastung sehr hoch ist. 

Aber aufgepasst! Auch der Hauttyp spielt eine Rolle- es gibt Menschen, die empfindlicher auf UV-Strahlung reagieren als andere, bei denen also schneller Sonnenbrand auftritt. Gehören sie dazu? Schützen sie sich lieber zu viel als zu wenig vor der Sonne und halten sie sich, wenn möglich im Schatten auf! Denn sonst kann die Gefahr von Sonnenbrand und das Risiko für Hautkrebs erhöht sein!2

Hier können sie den aktuellen UV-Index nachlesen:

Deutscher Wetterdienst: aktueller UV-Index
Uv-Index Beispiel 06.08.2020

Hier ein Beispiel des UV-Index des DWD an einem Sommertag im August.


Zusammengefasst
: Der UV-Index bietet Orientierung, wie stark die Strahlen aktuell sind und werden sollen! Je höher der UV-Index desto höher die Gefahr für Sonnenbrand!

frau hebt baby in die luft, sonniger tag

 

SCHON GEWUSST?

Kinder müssen besonders vor den UV-Strahlen geschützt werden. Meiden sie hier hohe Belastungen und Sonnenbrände durch konsequente Maßnahmen!  Sonnenbrände in der Kindheit und im Jugendalter sind besonders gefährlich. Das Risiko an Hautkrebs zu erkranken steigt um das 2-3 fache! Besonders „intermittierende“ UV-Belastungen, also plötzlich auftretende und starke UV-Strahlung sind für unsere Kleinen so gefährlich.2

Deshalb sollten sie folgendes beachten:

  • Babys nicht in die Sonne (im Schatten bleiben)
  • KEINE Sonnencreme in ersten Lebensjahr!
  • Besser durch luftige, lange Kleidung schützen und nur im Schatten aufhalten.
  • Weitere Sonnenschutzregeln beachten und einhalten!

 

Sonnencreme als Schutz

Sonnencreme, richtig angewendet, ist ein wirksames Mittel um sich vor den gefährlichen Strahlen zu schützen. Doch hier gibt es immer noch starke Unsicherheiten und Fehlanwendungen!

Sonnencreme dient der Haut als Reflektionsschutz! UV-Strahlen werden durch sie reflektiert oder umgewandelt. Das wichtigste bei einer Sonnencreme ist der Lichtschutzfaktor kurz LSF.  Dabei ist aber wichtig zu wissen, dass Sonnencreme auf der Haut einen Sonnenbrand verzögern, aber nicht verhindern kann. Die Wissenschaft hat darüber hinaus festgestellt, dass Sonnenschutzmittel (gegen UV-B und UV-A Strahlen) auch wirksam sein können gegen Vorzeitige Hautalterung und bestimmte Arten von Hautkrebs! Lesen sie deshalb immer nach, was auf der Verpackung angegeben ist! Der Schutz vor UV-A muss extra gekennzeichnet werden!3

Lichtschutzfaktor (LSF)

Auf jeder Sonnencreme, Spray oder Öl ist der Lichtschutzfaktor (LSF) angegeben. Dieser sagt aus, wie viel länger man sich in der Sonne aufhalten kann, ohne Hautverbrennungen z.B. in Form von Sonnenbränden zu bekommen. Dieser wird auf der ganzen Welt nach der „Internationalen Methode zur Bestimmung des Lichtschutzfaktors“ festgesetzt.

Diese Formel und die genaue Schutzzeit zu berechnen ist sehr umfangreich, da auch der Hauttyp und die eigene Schutzzeit der Haut mit einbezogen wird. Denn natürlich bekommt man nicht gleich bei den ersten Strahlen einen Sonnenbrand. Manche aber früher, manche Hauttypen später.

Deshalb hier ein Beispielhaftes Rechenbeispiel:

Mit sehr empfindlicher Haut reichen schon wenige Minuten in der prallen Sonne ohne Schutzmaßnahmen aus, um Sonnenbrand zu bekommen. Wenn man also nun beispielsweise 5 Minuten Eigenschutz der Haut hat und nun eine Sonnencreme mit LSF 20 aufträgt, verlängert sich die Zeit, bis die Haut erste Verbrennungen aufweist, um 5 Minuten mal 20 (also 100 Minuten).

Die Verbraucherzentrale warnt jedoch, dass diese theoretische Berechnung nicht ausgereizt werden sollte. Besser rechtzeitig aus der Sonne gehen.4 Auch das Bundesamt für Strahlenschutz gibt an, dass die theoretische Schutzzeit, anhand des LSF berechnet, höchstens zu 60 % ausgeschöpft werden sollte! 3

Die Qual der Wahl- welche Sonnencreme ist die Beste?

Die Auswahl an möglichen Sonnenschutzmitteln ist riesig. Ohne Hindergrundwissen fällt die Wahl oft schwer. Deshalb wollen wir ihnen die wichtigsten Unterschiede übersichtlich erklären. Vorab, viele Sonnenschutzmittel enthalten sowohl chemische als auch mineralische UV-Filter. In zertifizierter Naturkosmetik (z. B. BDIH oder NATRUE-Siegel) sind nur mineralische Lichtschutzfilter und keine chemischen UV-Filter erlaubt!

Mineralische-physische vs. Organisch-chemische Sonnencreme

chemische, organische UV-Filterphysikalische, mineralische UV-Filter
Lösliche UV-Filter nehmen die Strahlung auf und geben sie als Wärmestrahlung zurück. Organisch-chemische Filter nehmen die Moleküle auf und wandeln sie in Wärme um. Unlösliche Filter sind sehr kleine Nanopartikel diese absorbieren, streuen und reflektieren UV-Strahlung.
Beispiel ist Octinoxat, Variante der Zimtsäure Titandioxid oder Zinkoxid sind Beispiele
Besonders chemische Lichtschutzfilter geraten durch ihre Auswirkungen auf Gesundheit und Umwelt häufiger in Kritik! Vorsicht vor bestimmte fettlösliche Lichtschutzfilter bzw. deren Abbauprodukte, diese konnten in Studien 5 im Blut und Urin der Anwender nachgewiesen werden. Jedoch sind diese Ergebnisse auf uns in der EU zu übertragen. Hier gilt:
„In der Europäischen Union hingegen müssen UV-Filter untersucht (beispielsweise ob
die Stoffe in den Blutkreislauf übergehen) und bewertet werden - inklusive Angaben zu Maximalmengen. Das heißt: Nach derzeitigem Wissensstand sind gesundheitliche Beeinträchtigungen bei den auf dem europäischen Markt erhältlichen Sonnenschutzmitteln nicht zu erwarten.“6
werden häufig als winzig kleine Nano-Teilchen eingesetzt, die über die Haut allerdings nicht aufgenommen werden können. (sollte nicht eingeatmet werden, auch sind Umweltfolgen und Reaktionen auf geschädigte Haut noch nicht ausreichend erforscht!) Deshalb besser auf Sonnencremes ohne Nanoteilchen zurückgreifen. Diese Hinweise deuten beispielsweise darauf hin: Titanium dioxide (nano).
Lösen bei empfindlichen Hauttypen häufiger Allergien und Hauptprobleme aus. Bei Allergien gegen UV-Filter sind mineralische Lichtschutzfilter die bessere WahlBei häufig auftretenden Hauptproblemen durch UV-Filter sind mineralische Lichtschutzfilter oft eine gute Wahl
Manche zugelassen UV-Filter werden als Auslöser für Störungen im Hormonsystem vermutet Weniger bedenklich
Lässt sich meist besser auftragenOft weißer Film auf der Haut

3 4 6


Zusammengefasst
: Die richtige Sonnencreme sollte je nach Hauttyp und Empfindlichkeit mit Bedacht ausgewählt werden. Achten sie auf die enthaltenen Inhaltsstoffe und einen ausreichenden LSF. Auch sollte die Sonnencreme vor UV-B und UV-A Strahlen schützen!

Sonnenschutz aus der Natur

Viele Menschen versuchen durch die Nachteile beider Sonnenschutzmittelvarianten auf die Kraft der Natur zurückzugreifen. Neben Karotten, Ringelblume und Kokosöl sollen auch Himbeersamen und Weizenkeimöl eine Schutzwirkung haben.

Inzwischen gibt es sogar wissenschaftliche Untersuchungen7 dazu. Hier wurde herausgefunden, dass pflanzliche Öle nicht ausreichend gegen UVB-Strahlung schützen.

Auch der Lichtschutzfaktor wurde für einige Öle berechnet:

  • Kokosnussöle 7–8,
  • Rizinusöl, Pfefferminzöl 5–6,
  • Mandelöl auf 4–5,
  • Senf- und Chalumoograöl auf 2–3
  • Sesamöl LSF 1–2

Die Forscher sehen diese Ergebnisse allerdings als unzureichend an. Auch vor Schwankungen, Hautreizungen und Verunreinigungsgefahr wird gewarnt.8

Andere Hoffnung liegt auf den antioxidativen Pflanzenwirkstoffen. Diese sollen eine Anti-Aging-Wirkung haben und  als natürlicher Sonnenschutz dienen. Besonders Flavonoide und Carotinoide sehen hier im Blickpunkt. 

„Zahlreichen Kosmetika wird das carotinoidreiche Öl der Buriti-Palme zugesetzt. Einer ersten Studie zufolge könnte es möglicherweise auch als Wirkverstärker in Sonnenschutzmitteln dienen.“8

Leider fehlen aktuell noch Untersuchungen die gesicherte Ergebnisse liefern, um potentielle natürliche Sonnenschutzmittel aus den oben genannten Substanzen, als wirksam zu bezeichnen. Als Wirkverstärker macht es jedoch Sinn, die natürlichen Inhaltsstoffe und Produkte auszuprobieren und zu nutzen! Auf eine alleinige Wirkung verlassen sie sich nach aktuellem Forschungsstand besser noch nicht!
Eine Steigerung des Schutzeffekts konnte interessanterweise in einer Studie belegt werden, in der Lipid-Nanocarrier mit Öl aus Reisklee und Himbeersamen mit chemischen UV-Filtern (Butyl-Methoxydibenzoylmethan und Octocrylen) kombiniert wurden. In den Kombinationspräparaten  verbesserte sich der Schutz gegenüber UV-B-Strahlung durch den natürlichen Zusatz um 93 Prozent und gegenüber UV-A-Strahlung um 91 Prozent.9 Auch das Öl aus grünem Tee wird gerne als Wirkverstärker genutzt. So wurde in einer Studie festgestellt, dass dieses mit seinen phenolische Verbindungen, verbunden mit Ethylhexyl-Methoxycinnamat, den Lichtschutzfaktor um bis zu 2 % erhöhen können!9

Natürlicher Schutz von Innen-Carotinoide

Die Karotte mit dem enthaltenen Carotin soll sogar von innen vor Sonnenstrahlung schützen.10 Experten geben an, dass Untersuchungen gezeigt haben, dass Betacarotin die Eigenschutzzeit der Haut verdoppeln kann (also LSF 2). Eine mehrmonatige Einnahme ist hier elementar um die gewünschte Wirkung zu erzielen! Vor allem bei Menschen, welche von Natur aus eine empfindliche Haut haben, kann dies von Vorteil sein!

Auch der Lebensmittelverband Deutschland gibt an, dass die Erhöhung des Lichtschutzes der Haut durch Betacarotin belegt ist:

Beta-Carotin lagert sich in die verschiedenen Zellschichten der Haut ein und wirkt dort als Antioxidans und Lichtfilter. Auf diese Weise unterstützt es die der Haut eigenen Sonnenschutzmechanismen“11


Zusammengefasst
: Die Natur bietet potentiell einige Pflanzen, die vor der Sonne, zumindest in gewissem Maße schützen sollen. Leider fehlen noch aussagekräftige Studien, welche die Wirksamkeit eindeutig belegen. Erste Hinweise sind in Untersuchungen zu finden. Eine natürliche, bewiesene Schutzwirkung von Innen sind die Carotinoide. Diese sollen den Eigenschutz der Haut stärken.

So schützen sie sich optimal vor der Sonne

Im Folgenden möchten wir ihnen die 11 der wirksamsten Maßnahmen, die Haut natürliche vor der Sonnen und deren Strahlung zu schützen, vorstellen:3 4 12

1. Kleidung die die Haut bedeckt, ist der beste Schutz vor zu viel UV-Strahlung!

Hautbedeckende T-Shirts, Hosen und Mützen sind der effektivste Sonnenschutz. Unterschätzen sie deren Nutzen nicht und wenden sie diese an, nicht nur bei ihren Kindern.

2. Meiden sie Outdooraktivitäten vor allem zu strahlungsintensiven Zeiten (11-15 Uhr)!

Beachten sie den UV-Index und tun sie ihrem Körper und ihrer Haut gutes, indem sie sich bei hohen Belastungen (ab 8 und höher), besser innen aufhalten. Auf Outdoor-Sport und andere Aktivitäten besser in diesem Zeitraum verzichten!

3. Sonnenschutzmittel nur als Ergänzung anwenden!

Sonnencremes, Sprays und andere Sonnenschutzmittel helfen, sich und seine Haut eine begrenzte Zeit vor Sonnenbrand und -Hautschädigungen zu schützen! Achtung! Ein zuverlässiger Schutz für alle Hautkrebsarten ist die Sonnencreme nicht! Optimalerweise solle ihr ausgewählter Sonnenschutz einen UV-A- und UV-B-Filter enthalten. Wer sich eingecremt hat, der fühlt sich geschützt, aber hier ist das Gefühl trügerisch. Auch Sonnenschutzmittel mit sehr hohem LSF und Schutzfilter für UV-B- und UV-A-Strahlung bieten keinen vollständigen Schutz. Sonnencreme sollte vor allem dann aufgetragen werden, wenn wir uns nicht im Schatten aufhalten können und besonders auf die Stellen, die wir mit Kleidung schlecht schützen können (Gesicht).

4. Auf hohen LSF achten!

Für welche Sonnencreme sie sich auch entscheiden, ob mineralische-physische, organisch-chemische Sonnencreme, oder eine Mischform, suchen sie sich einen hohen LSF aus und beachten sie diesen auch! Für die Anwendung auf Kinderhaut wird ein LSF von mindestens 30 empfohlen. Jugendliche und Erwachsene sollen mindestens einen Lichtschutzfaktor von 20 auf der Haut auftragen. Bei empfindlicher Haut, hellen Hauttypen und bei starker Strahlung (z.B. im Hochsommer) wählen sie einen LSF von 50 und höher!

5. Sonnencreme richtig auftragen

Tragen sie ihr Sonnenschutzmittel in ausreichender Menge und überall am Körper auf, an denen die Sonne ungehindert strahlen kann. Am besten ca. 30 Minuten vor der Sonnenbelastung, erst dann ist der komplette Schutz garantiert.  Auch die Menge an Sonnencreme ist entscheidend. Der LSF wird anhand einer relativ dicken Schicht berechnet (von 2 Milligramm pro Quadratzentimeter). Für eine bessere Vorstellung, das sind 4 volle Esslöffel Sonnencreme verteilt auf den Körper eines Erwachsenen. Wer weniger nutzt verringert den Lichtschutzfaktor und somit die Schutzzeit erheblich. Deshalb ist auch nachcremen unverzichtbar und wichtig. Hinweise auf optimale Mengen, sind häufig auf der Verpackung angegeben! Mehrmals sollte nachgecremt werden, besonders nach Wasserkontakt. Aber ACHTUNG! Auch durch mehrmaliges Nachcremen sollten sie sich nicht länger in der Sonne aufhalten, das Nachcremen dient nur zur Aufrechterhaltung des Schutzes!3

6. UV-Schutzkleidung

Jede Art von Kleidung schützt in gewissem Maße vor UV- Strahlung. Es gibt allerdings Unterschiede durch Gewebeart und Dichte des Stoffs! „Grundsätzlich gilt: je dichter gewebt, desto besser.“13

Auch spezielle UV-Kleidung mit UV-Schutzfaktor (UPF) gibt es zu kaufen, häufig als Ganzkörperanzug oder Badebekleidung. Diese ersetzt jedoch nicht das eincremen!

7. Kopfbedeckung

Vergessen sie beim Sonnenschutz nicht den Kopf und die Kopfhaut. Dieser kann durch die Haare nicht eingecremt werden, benötigt aber unbedingt einen Schutz. Am besten gelingt dies durch eine Kopfbedeckung, welche auch Ohren, Nacken und Gesicht schützt!

8. Augenschutz Sonnenbrille

UV-Belastungen sind auch für unsere Augen gefährlich. Schädigungen der Netzhaut oder Eintrübungen sind im schlimmsten Fall Folge von ungeschützten Augen. Eine Sonnenbrille mit 100 % UV-Schutz (UV 400) kann hier vorbeugen. Seitenschutz (z.B. durch große Gläser oder Form der Brille) ist optimal! Dabei muss es nicht immer eine teure Optikerbrille sein. Achten sie auf die UV-Filterangabe UV 400.

„Messungen haben gezeigt, dass auf die Kennzeichnung „UV-400“ relativ gut Verlass ist; das heißt, die so gekennzeichneten Sonnenbrillen filtern die gesamte UV-Strahlung bis 400 Nanometer (nm) ausreichend aus und erfüllen somit die Anforderungen, die aus Sicht des Strahlenschutzes an eine gute Sonnenbrille zu stellen sind.“14

9. Schutz auch im Wasser!

Sonnenstrahlung wird im Wasser durch dessen kühlende Wirkung kaum wahrgenommen. In Wahrheit ist die UV- Strahlung im Wasser sogar verstärkt! Deshalb unbedingt rechtzeitig (mind. 30 min) vor dem Baden eincremen und optimalerweise UV-Badekleidung tragen, sowie eine Kopfbedeckung. Nach dem Baden Sonnencreme auffrischen.

10. Wechselwirkung Medikamente und Kosmetika beachten!

Nehmen sie regelmäßige Medikamente ein? Bitte beachten sie mögliche Wechselwirkungen mit Sonnenlicht und besprechen sie diese unbedingt mit ihrem Arzt. Auch die Verbindung von Sonnenlicht und Deo´s, Kosmetik, Parfums und Co. kann sich negativ auf unsere Haut auswirken, oder zu Pigmentstörungen führen. Darauf beim Sonnenbaden besser verzichten!

11. Kein Vorbräunen im Solarium!

Immer wieder steht der Mythos im Raum Vorbräunen hilft, um sich vor Sonnenbrand zu schützen. Es macht Sinn der Haut Zeit zu geben, sich an die Sonne zu gewöhnen, allerdings langsam und im Schatten. Von Solarien raten Experten ab! Ein Vorbräunen hier führt zu keiner Erhöhung des Eigenschutzes der Haut, sondern belasten zusätzlich.


Zusammengefasst
: Wenn sie unsere 11 Tipps beachten, kommen sie natürlich und hautgesund durch den Sommer!

Elisabeth teufner von Wildwuchsnatur

 

Podcast: Sommer, Sonne, Sonnenbrand- so können sie ihre Haut natürlich schützen und pflegen!

Unsere Haut ist unser größtes Organ und wir nehmen über sie einen unserer wichtigsten Sinne wahr! Sie ist für unsere Vitamin D Produktion von großer Bedeutung und auch wichtiger Teil des Immunsystems. Im Winter wie im Sommer wird sie verschiedenen Reizen ausgesetzt und nimmt eine wichtige Schutzfunktion ein. Deshalb ist es so wichtig, sich um sie zu kümmern und auch ihr Schutz, Aufmerksamkeit, sowie Pflege zu geben. Doch auf was kommt es an? Was braucht unsere Haut wirklich, besonders jetzt im Sommer? Was braucht sie an Pflege und wann ist zu viel gecremt? Welche natürlichen Möglichkeiten stellt uns die Pflanzenwelt zur Verfügung? Um diese und noch mehr Fragen zu klären, haben wir  wieder eine Expertin zum Thema eingeladen. Elisabeth Teufner (wild.wuchs.Natur-Akademie) ist Agrar- und Pflanzenwissenschaftlerin, sowie Kräuter- und Grüne Kosmetikpädagogin und hat viel Erfahrung und Wissen, rund um das Thema natürlicher Hautschutz und -pflege!

Hier gehts zum Podcast!
Mann mit kopfbedeckung schützt sich im auto vor der sonne mit der sonnenblende

FAQ- häufig gestellte Fragen

Wir sammeln hier Fragen aus der Community. Unsere Gesundheits-Experten antworten darauf. Haben Sie auch eine Frage, schreiben Sie uns ein Kommentar.

Erhöhen UV-Filter in Sonnenschutzmitteln das Risiko für Krebs?

Nach aktuellem Wissensstand ist eine Erhöhung des Krebsrisikos durch UV-Filter nicht bekannt. Das deutsche Krebsforschungszentrums gibt an, dass es keine Belege aber auch keine wissenschaftlichen, klinischen Studien gibt, die auf ein verstärktes Krebsrisikos durch UV-Filter in Sonnenschutzmitteln hindeuten.6

Braucht man UV-Schutz im Auto?

Die meisten Autoscheiben schützen uns vor UV-B Strahlung, aber nicht ausreichend vor UV-A. Zu viel UV-A- Strahlung kann zu Hautschädigungen oder sogar Hautkrebs führen. Schützen sie sich deshalb im Sommer durch weitere Schutzvorrichtungen, Sonnencreme und Kleidung vor Hautbelastungen.15

Was bewirkt eine Sonnencreme?

Sonnencreme dient der Haut als Reflektionsschutz! UV-Strahlen werden durch sie reflektiert oder umgewandelt. Das wichtigste bei einer Sonnencreme ist der Lichtschutzfaktor kurz LSF. Dabei ist aber wichtig zu wissen, dass Sonnencreme auf der Haut einen Sonnenbrand verzögern, aber nicht verhindern kann.

Welche natürlichen Sonnencremes sind zu empfehlen?

Jede Haut reagiert anders auf bestimmt Inhaltsstoffe. Deshalb sollte die Auswahl des Sonnenschutzmittels nach individuellen Kriterien entschieden werden. Achten sie auf die Filterart und ob auch ein Schutz vor UV-A Strahlung enthalten ist. Auch auf die Inhaltsstoffe muss geachtet werden, besonders dann, wenn Überempfindlichkeiten oder Allergien vorhanden sind!

Was bringt mehrmaliges Eincremen?

Achtung! Auch mehrmaliges Eincremen schützt nicht länger vor Sonnenbrand und Hautschädigungen! Nachcremen macht nur zur Auffrischung des Schutzes Sinn, verlängert werden kann er dadurch nicht. Besonders nach dem Baden und Abtrocknen sollte der Sonnenschutz wieder Aufgefrischt werden.

Was tun gegen Sonnenbrand?

Erste Hilfe bei Sonnenbrand ist sinnvoll. Noch besser ist es natürlich ihn gar nicht erst auftreten zu lassen. Ist die Haut dennoch gerötet ist es wichtig sie zu kühlen und ihr bei der Regeneration zu helfen. Am besten etwas kalten Quark auf die betroffene Stelle verteilen. Das kühlt und beruhigt. Auch Ringelblumen-Öl oder -Creme wirkt beruhigend und kann nach dem Aufenthalt in der Sonne aufgetragen werden.

7 Tipps die Ihren Stoffwechsel anregen werden

älteres Paar joggt/ walkt im Herbst

Schnelle Fakten zu Stoffwechsel anregen

  • Sie können ihren Stoffwechsel natürlich anregen und beschleunigen. Neben körperlicher Aktivität, spielt die Ernährung auch eine Schlüsselrolle.
  • Stoffwechsel ist nicht mit Verdauung gleichzusetzen. Dahinter steckt ein komplexer Mechanismus. Stoffe werden vom Körper aufgenommen, abgebaut, verändert oder als Baustoff verwendet.
  • Stoffwechsel und das Gewicht stehen in enger Verbindung, aber auch Genetik, Lebensstil, Umweltfaktoren und andere Einflüsse tragen zum individuellen Stoffwechsel bei!
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Ihr Körper hat einen gewissen täglichen Grundumsatz an Kalorien, die er benötigt um die Grundfunktionen aufrecht zu erhalten. Der Stoffwechsel steht für Lebensmittel, die Sie essen und trinken, und die in Energie umwandelt werden. Die einzelnen Inhaltsstoffe der zugeführten Nahrung werden in den Zellen unseres Körpers verändert, abgebaut und als Baustoff für neue Produkte genutzt.

Der Stoffwechsel wird sehr oft mit dem Gewicht in Verbindung gebracht. Menschen die einen schnellen Stoffwechsel haben, nehmen schneller ab. Ist dies wirklich der Fall? Wie weit hängt das Stoffwechsel ankurbeln, mit einem schnelleren und effektiveren Abnehmen zusammen?

Es ist wahr, dass der Stoffwechsel mit dem Gewicht zusammenhängt, der wiederum von vielen Faktoren wie Genetik, Alter, Lebensstil, Bewegung und Klima beeinflusst werden kann. Der Stoffwechsel beeinflusst den grundlegenden Energiebedarf Ihres Körpers, dieser wird beeinflusst von dem was Sie essen und wie viel Sie sich bewegen.

7 Tipps wie man den Stoffwechsel erhöht

Hier erfahren Sie nicht nur wichtige Tipps, wie sie ihren Stoffwechsel ankurbeln können, sondern finden auch zusätzlich eine Liste mit Lebensmittel die als stoffwechsel-anregend gelten.

1. Stoffwechsel beschleunigen mit sportliche Aktivitäten

Ausdauersportarten (Schwimmen, Wandern, Radfahren), mindestens 30 Minuten pro Tag, tragen dazu bei Kalorien zu verbrennen.1 Um abzunehmen oder andere Fitnessziele zu erreichen, müssen Sie möglicherweise mehr Kalorien als sonst verbrennen. Sie müssen ihre Übungen bzw. deren Intensität erhöhen. Hierfür eignet sich das Krafttraining. Die Mayo Clinic 1 z.B. empfiehlt mindestens 2 mal pro Woche Kraftübungen mit Hanteltraining wie Gewichtheben oder Training an Maschinen einzubauen. Ein Muskelaufbau im Alter hat auch den positiven Nebeneffekt, dass sie ihre Muskelkraft verbessern und  dadurch ihre Knochengesundheit schützen. Im Alter tritt ein natürlicher Muskelverlust ein. Wirken sie diesem entgegen und Sie werden vitaler und besser geschützt sein, wenn Sie z.B, einmal Stürzen sollten.

Muskelmasse (wir reden nicht von Bodybuilder mit großen Muskeln)  bzw. das Muskelgewebe verbrennt mehr Kalorien als Fett. Je mehr Sie sich fit halten, desto weniger Fett haben Sie. Dadurch haben Sie automatisch mehr Muskelgewebe das Kalorien verbrennt, ein Schlüsselfaktor für den Gewichtsverlust bzw. die Stoffwechsel-Diät. Krafttraining schont die fettfreie Masse und den Energieverbrauch nach dem Abnehmen. Zu diesem Ergebnis kam eine aktuelle Studie2 , die 48 übergewichtige Frauen vor den Wechseljahren untersuchte. Diese hatten zum Start der Studie einen Body-Mass-Index (BMI) von 27 – 30. Am Ende der Studie wurden BMI Werte bis zu 25 erreicht. Frauen die parallel dazu Krafttraining durchführten, hielten das Muskelgewebe, die Kraft und den Stoffwechsel bei. Die anderen Frauen nahmen auch ab, verloren jedoch Muskelmasse und hatten im Anschluss einen verringerten Stoffwechsel.

Parken Sie bei der Arbeit nicht direkt vor dem Firmengelände, sondern laufen Sie ein paar Meter zu Fuß. Finden Sie Wege, um ein paar Minuten mehr zu laufen, als am Tag zuvor und gestalten sie ihren Alltag so zunehmend bewegter.

Zusammengefasst: Durch vermehrte körperliche Aktivität, können sie ihren Stoffwechsel anregen. Gehen sie vermehrt Strecken zu Fuß und gestalten sie ihren Alltag bewegter. Bauen sie ihre Muskelmasse mit Kraftübungen auf, so werden automatisch mehr Kalorien verbrannt.

2. Scharfes essen kann den Stoffwechsel beschleunigen

Chili, Tabasco & Co. haben längst einen Einfluss auf unser Essverhalten und unsere Gerichte genommen. Scharfes Essen hilft beim Abnehmen, dies zeigt eine aktuelle Studie3 aus Australien auf. Scharfes Essen  wirkt auf unseren Insulinspiegel regulierend und lässt ihn langsamer ansteigen. Der Verzehr von z.B. Chili haltigen Mahlzeiten bzw. den enthaltenen Botenstoffe sorgen dafür, dass die Fettspeicherung gestoppt wird und die Fettverbrennung aktiviert wird. Nach dem Essen wird ein Teil der aufgenommenen Kalorien in Wärme umgewandelt. Der Energieaufwand durch die Wärmeproduktion und die Fettoxidation werden somit erhöht. Auch Fettleibigkeit wird möglicherweise reduziert, indem der Energiebedarf steigt.

Wenn Sie beim Essen, stoffwechselanregende Lebensmittel wie Gewürze hinzufügen, hat dies laut einer Studie in Kombination mit weiteren Strategien, eine kleine aber durchaus vorteilhafte Wirkung auf das Abnehmen.4

Zusammengefasst: Scharfes Essen hilft besser Abzunehmen. Die Fettspeicherung wird verringert, die Fettverbrennung gesteigert.

3. Stoffwechsel anregen mit Kokosnussöl

Kokosöl enthält mehr mittelkettige Fettsäuren als die meisten anderen Fette und Öle. Mittelklassige Fette lassen den Stoffwechsel stärker anregen. Eine Studie5 zeigt auf, dass es vermutlich von Vorteil ist, häufiger Kokosöl zu verwenden, da dies zu einem Gewichtsverlust führen könnte, wenn die Energieaufnahme konstant bleibt. Kokosöl gehört zu den mittelkettigen Fetten, diese haben laut der Studie den Stoffwechsel um 12% ansteigen lassen, normale Fette nur um 4%.

Kokosöl sollte man in geringen Mengen konsumieren, da es nur 10% an ungesättigte Fettsäuren aufweist. Je mehr ungesättigte Fettsäuren in einer Mahlzeit auftauchen, desto besser. Da es aber leicht verdaulich ist, kann man es unbedenklich in kleinen Mengen ergänzend konsumieren. Gesättigte Fettsäuren können in hoher Dosis langfristig zu z.B. Herz-Kreislauf-Erkrankungen führen oder bei Frauen sogar das Brustkrebsrisiko erhöhen.6 Kokosöl enthält nur wenige ungesättigte Fettsäuren und dafür etwa 90 Prozent gesättigte Fettsäuren. Grundsätzlich sollte eine gesunde Ernährung möglichst viele ungesättigte Fettsäuren enthalten. Mehr zum Thema gesunde Fette finden sie hier!

Zusammengefasst: Mittelklassige Fettsäuren lassen den Stoffwechsel verstärkt arbeiten. Kokosöl enthält viele davon, deshalb raten Experten zu Kokosöl zur Verstärkung des Stoffwechsels.

4. Proteine einsetzen um abzunehmen

Ihr Körper verbrennt viel mehr Kalorien, in dem er Eiweiß verdaut, als wenn er Fett oder Kohlenhydrate zu sich nimmt. Deshalb haben proteinreiche Diäten erhebliche positive Auswirkungen auf das Sättigungsgefühl. Wenn Sie versuchen ihre Mahlzeiten vermehrt durch mageres, proteinreiches Essen auszutauschen, kann dadurch der Stoffwechsel bei der Mahlzeit erhöht werden.

Ideale proteinreiche Lebensmittel sind mageres Fleisch, Fisch, Nüsse, Bohnen, Tofu, Eier und fettarme Milchprodukte. Man sollte wissen das es aber Einschränkungen bei proteinreichen Diäten gibt. Sie sollten gerade tierische Proteinquellen nicht zu häufig verzehren, da diese meist einen hohen Fettgehalt haben oder einer erhöhten Säurebelastung ausgesetzt sind.7 Wenn Sie jedoch Proteine gezielt einsetzen, kann ihr Stoffwechsel davon profitieren.

Zusammengefasst: Der Körper benötigt mehr Kalorien um Eiweiß also Proteine zu verdauen, als wenn er Fett oder Kohlenhydrate verdauen muss. Deshalb kann proteinreiche Ernährung den Stoffwechsel ankurbeln.

5 . Wasser trinken wirkt beim Abnehmen unterstützend

So können Sie Ihren Stoffwechsel auf natürliche Weise anregen, indem Sie 1 Liter mehr pro Tag trinken als sonst. Eine Studie8 zeigt auf, dass Erwachsenen mittleren Alters und ältere Menschen, durch Einnahme von Wasser (statt zuckerhaltiger Getränke) das Gewicht halten oder senken können. Der Wasserverbrauch verringert die Nahrungsenergiezufuhr. Probanden die 500 ml Wasser vor den Mahlzeiten zu sich nahmen, fühlten sich besser und gesünder und zeigten über die 12 Wochen eine 44% größere Gewichtsabnahme als die Nichtwassergruppe.

Die Charité-Universitätsmedizin Berlin hat hierzu auch eine Studie9 veröffentlicht, die zeigt das Wasser trinken in Kombination mit einer Diät, beim Abnehmen unterstützend wirken kann.

Zusammengefasst: Studien haben gezeigt, dass reichlich Wasser den Stoffwechsel anregt und reichlich Flüssigkeit, besonders beim Abnehmerfolg, eine große Rolle spielt.

6. Schlaf regt die Stoffwechselfunktion an

Studien der letzten 10-15 Jahre zeigen auf, dass die Stoffwechselfunktion eng mit der Schlafdauer und der Schlafqualität in Verbindung steht und Folgen des metabolischen Syndroms sind.10 Ein aktiver Alltag und viel Schlaf sorgt dafür, dass die Hormone im Körper eine Gewichtsabnahme unterstützen können.

Zusammengefasst: Erholsamer Schlaf und ausreichende Schlafdauer sind für unseren Körper wichtig! Auch unseren Stoffwechsel beeinflusst dies.

7. Stoffwechsel anregende Lebensmittel

Der Schlüssel ist, das Richtige- zur richtigen Zeit zu essen und längere Essenspausen einzulegen. Wenn Sie ihren Stoffwechsel auf Trab halten möchtest, können Ihnen folgenden Lebensmittel dabei helfen:

Hülsenfrüchte
Insgesamt wurden 41 Studien11 untersucht, diese zeigten auf das Hülsenfrüchten eine zentrale Rolle, bei der Prävention und Behandlung des Metabolischen Syndroms spielen. Speziell Linsen sind reich an Proteinen und haben einen hohen Wert an Ballaststoffen und können somit den Stoffwechsel steigern.

Gewürze
Nutzen Sie bei ihren Mahlzeiten beispielsweise Ingwer oder Chilli, dies kann die Körpertemperatur steigern und den Stoffwechsel erhöhen.

Zitronen
Zitronen besitzen nicht nur einen hohen Gehalt an Vitamin C, sondern tragen dazu bei, einen gesunden Stoffwechsel zu erhalten.

Blaubeeren
Blaubeeren können dabei helfen, den Stoffwechsel in Schwung zu bringen. Der Stoffwechsel wird, durch die im Körper frei gesetzten antioxidative Eigenschaften, angekurbelt.

Was kurbelt den Stoffwechsel extrem an?

Kerstin Stickel Ernährungs- und Fitnessexpertin bei Heilkraft-der-Natur.com verrät:

„Bestimmte Lebensmittel können den Stoffwechsel beschleunigen oder verlangsamen und möglicherweise den Gewichtsverlust beeinflussen“.

Hierfür gibt es aber keine pauschale Aussage, die bei jedem zutrifft. Es hängt davon ab was und wie viel wir essen. Mit dieser Liste stoffwechselanregender Lebensmittel, können sie den Stoffwechsel im kleinen Umfang, positiv beeinflussen bzw. beschleunigen:

  • Avocado
  • Blaubeeren
  • Bohnen
  • Blumenkohl
  • Chilischoten / Chili-Pfeffer
  • Grüner Tee
  • Erdbeeren
  • Eier
  • Erdmandeln
  • Frischer Spinat
  • Ingwer
  • Kaffee
  • Kartoffeln
  • Kokosöl
  • Linsen
  • Mandeln
  • Tempeh
  • Tomaten
  • Vollkornprodukte
  • Wildlachs
  • Zimt
  • Zuckerschoten

Fünf Lebensmittel, auf die Sie verzeichnet sollten, wenn es um den Stoffwechsel geht

  • Alkohol
  • gesüßtes Müsli
  • Sojaöl
  • Raffinierte Körner
  • Zuckerhaltige Getränke

Zusammengefasst: Bestimmte Lebensmittel gelten als stoffwechselanregend, andere sollten sie besser meiden. In unserer Übersicht finden sie die wichtigsten Nahrungsmittel!

Die 9 wichtigsten gesundheitlichen Vorteile von Bananen

Fakten zu Bananen:

  • Die Banane wird gesundheitlich unterschätzt, durch ihre Inhaltsstoffe bringt sie uns viele gesundheitliche Vorteile!
  • Bananen sind magenschonend und werden zur Darmheilung eingesetzt. Durch die Ballaststoffe und Antioxidantien in den Bananen, wird die Verdauung reguliert!
  • Eine tolle Quelle für Kalium und Magnesium sind Bananen!
  • Bananen zum Abnehmen empfohlen, sie sättigen gut und haben kein Fett. Durch die enthaltenen Kohlenhydrate jedoch nicht im Übermaß verzehren!
  • Bananen sind für viele Menschen mit Fructoseintoleranz geeignet. Grund hierfür ist die Zusammensetzung von Glukose zu Fruktose!
  • Mit dem veränderten Reifegrad ändert sich die Frucht-Zusammensetzung. Was es zu beachten gibt, lesen sie in unserem Artikel!
Banane vor pinkem Hintergrund

Bananen gehören zu den beliebtesten Früchten weltweit, sie schmecken lecker und haben viele gesundheitliche Vorteile, durch die enthaltenen essentiellen Nährstoffe. Der wissenschaftliche Name für Banane ist Musa. Eine Banane könnte sogar als erste Frucht den Titel „ Superfoods “ erhalten haben, im 20. Jahrhundert wurde die Banane als gesunde Nahrung für Kinder, von der Amerikanische Ärztekammer deklariert. Wie viel Kalorien hat eine Banane? – Eine mittlere Banane enthält ca. 110 Kalorien, 1 Gramm Protein, 28 Gramm Kohlenhydrate, 15 Gramm Zucker (natürlich vorkommend aus Fruchtzucker),  0 Gramm Fett, 450 mg Kalium und 3 Gramm Ballaststoffe. In diesem Artikel erfahren Sie alles über die gesundheitlichen Vorteile einer Banane und wie Sie positive Auswirkungen auf die Verdauung, die Herzgesundheit und den Gewichtsverlust haben können. Versuchen Sie in ihre Ernährung jeden Tag eine Banane einzubauen. Wir beleuchten auch die möglichen Nachteile von Bananen, die manche Ärzte nennen.

Hier sind unsere 9 wissenschaftlich fundierte gesundheitliche Vorteile von Bananen:

Für eine gesunde Verdauung

Bananen werden meistens als kleine Diät bei Magenbeschwerden vom Arzt empfohlen. Sie schonen den Magen und können zur Darmheilung beitragen. Speziell bei einer Erkrankung mit Durchfall und Erbrechen, ist eine Banane im Nachgang eine gute Wahl. Durch den Anteil an Kalium wird der Speicher wieder aufgefüllt. Klinische Studien haben den potenziellen kurzzeitigen Einsatz von Fettsäuren bei der Behandlung von Chronisch-entzündliche Darmerkrankungen, Morbus Crohn und Antibiotika-assoziiertem Durchfall gezeigt.1 Schon eine mittlere Banane pro Tag versorgt ihren Körper mit ca 10% des Ballaststoffbedarfs, den Sie täglich benötigen. Der darin enthaltene Ballaststoff- und Antioxidantiengehalt, kann förderlich für die Verdauungsfunktion sein.


Zusammengefasst
: Bananen sind magenschonend und werden zur Darmheilung eingesetzt. Durch die Ballaststoffe und Antioxidantien in den Bananen wird die Verdauung reguliert!

Abnehmen mit Bananen

Bananen haben wenig Kalorien und kein Fett und sind sehr sättigend, daher gilt Sie als gewichtsreduzierenden Lebensmittel mit vielen Vitaminen. Eine Studie aus den USA untersuchte die Veränderungen in der Aufnahme von Obst und Gemüse und Gewichtsveränderungen bei 133.468 Männern und Frauen. Diese Langzeitstudie begleitete die Probanden über 24 Jahre lang. Das Ergebnis war, dass Bananen genauso wie Äpfeln, Beeren und Birnen, mit einer geringeren Gewichtszunahme in Verbindung gebracht werden.2 Für eine Bananen-Diät sind unreife Grüne Bananen bestens geeignet, diese haben noch widerstandsfähiger Stärke enthalten. Die Stärke sorgt dafür, dass der Appetit verringert wird und Sie ein längeres Sättigungsgefühl haben, die Fettverbrennung startet direkt.3 Im Gegensatz dazu, wurde bei reiferen Bananen, die meistens schon braune Flecken aufweisen, die Stärke bereits in Zucker umgewandelt.

Die folgende Tabelle zeigt die Menge jedes Nährstoffs in einer mittelgroßen Banane:

Nährwertangaben
1 Portionen pro Packung
Portionsgröße 100

Menge pro Portion
Kalorien 93
% Tageswert*
Gesamtfett 0,2g 0%
Gesättigte Fettsäuren 0,1g 0%
Trans Fat g
Cholesterin 0mg 0%
Natrium 1mg 1%
Gesamtkohlenhydrate 20g 7%
Ballaststoffe 2g 7%
Gesamtzucker 17,2g
Enthält g zugesetzten Zucker 0%
Eiweiß 1g

Vitamin D 0mcg 0%
Calcium 7mg 1%
Eisen 0,4mg 0%
Kalium 370mg 9%
Magnesium 30%

Tägliche Prozentwerte basieren auf einer Diät mit 2.000 Kalorien. Ihre täglichen Werte können je nach Kalorienbedarf höher oder niedriger sein.


Zusammengefasst
: Bananen werden mit Abnehmerfolg in Studien in Verbindung gebracht. Vorteil von Bananen: sie haben wenig Fett und machen lange satt! Aber Aufgepasst, auf den Reifegrad kommt es an!

Bananen bei Fructoseintoleranz

Fructose-Intoleranz ist eine Fruchtzucker-Unverträglichkeit, an der immer mehr deutsche Erkranken. Die Symptome nach dem Verzehr von z.B. Obst sind Bauchschmerzen, Blähungen, Völlegefühl oder Durchfall. Nur wenige Obst-Sorten sind verträglich, die Banane ist eine davon. Der Vorteil der Zusammensetzung der Banane ist die Verteilung von Glucose zu Fruktose, was gleichzeitig die Leber und den Stoffwechsel schont. Wenn eine Frucht mehr Glukose aufweist als Fruktose, so gleicht sich dies aus und es ist in kleinen Mengen (1 Banane am Tag) durchaus verträglich.

  • Wie viel Zucker hat eine Banane? Auf 100 Gramm kommt Sie auf 21,4g Zuckergehalt. Hierbei sprechen wir aber von Fruchtzucker, also kein zugefügter Rohzucker.


Zusammengefasst
: Bananen sind für viele Menschen mit Fructoseintoleranz geeignet. Grund hierfür ist die Zusammensetzung von Glukose zu Fruktose!

Bananen Diät bei Diabetes

In einer Studie haben Bananen, bei täglichem Verbrauch, geringfügig Blutzucker und Lipidprofile bei Menschen mit Typ- 2- Diabetes verbessert.4 Auch die Bananenreife hat Einfluss auf die Blutzucker- und Insulinreaktion bei Typ-2-Diabetikern. Meistens ist die Banane in der Diät für Diabetiker wegen dem freien Zucker nicht geeignet. In unreifen und grünen Bananen macht jedoch die Stärke 80-90% des Kohlenhydratgehalts aus, der erst beim reifen zu Zucker wird. Somit hat die Bananenreife Einfluss auf die Blutzucker- und Insulinreaktion bei Typ-2-Diabetikern.5


Zusammengefasst
: Bananen sind auch für Typ-2 Diabetiker geeignet, wenn auf den Reifegrad geachtet wird! Nur grüne noch nicht vollständig gereifte Bananen sind zu empfehlen!

Bananen und Herzgesundheit

Eine mittlere Banane besitzt schon ca 450 mg Kalium. Da Kalium eine große Bedeutung für Muskelkontraktionen, Herzfunktion und die Regulation des Blutdrucks aufweist, scheint eine Kaliumzufuhr von 3 500 bis 4 700 mg pro Tag geeignet zu sein. Für die 1- bis unter 4-Jährigen beträgt der Schätzwert 1 100 mg/Tag und steigt auf 3 600 mg/Tag für die 13- bis unter 15-Jährigen an.6 Auch Magnesium ist für die Herzgesundheit wichtig, der überdurchschnittliche Magnesium Anteil an Bananen kann sich positiv auf die Herzgesundheit auswirken.7 Eine kaliumreiche Diät kann helfen, den Blutdruck zu senken, und Menschen, die viel Kalium zu sich nehmen, haben ein reduziertes Risiko für Herzerkrankungen.8


Zusammengefasst
: Der hohe Kalium- und Magnesiumgehalt in Bananen wirkt sich positiv auf die Herzgesundheit aus!

Können Bananen das Krebsrisiko reduzieren

Eine Studie zeigte auf, dass Kinder die regelmäßig Obst wie Bananen konsumierten, weniger an Krebs (Leukämie) erkrankten. Die Forscher vermuten, dass dies an der anti-oxidative Eigenschaften des Vitamin C Gehaltes liegen könnte.9 Bananen haben laut einer Laborforschung ein speziellen Protein, dass verhindern kann, dass Leukämiezellen wachsen.10 Dieses Protein gehört zu Antioxidantien die freie Radikale bekämpfen um Zellschäden und Krebs zu verhindern.


Zusammengefasst
: Studien haben gezeigt, dass Bananen helfen können, Krebs zu verhindern.

Bananen können die Nierengesundheit verbessern

Neun Millionen Deutsche leiden an Nierenschäden, doch nur die Hälfte weiß, dass die Nieren genügend Kalium benötigen. Es beeinflusst auch die Blutdruckkontrolle, die Sie durch Einnahme von Bananen in der Nahrung  positiv beeinflussen können. Forscher begleiteten schwedische Frauen in einer Langzeitstudie über 13 Jahre lang. Die Forscher fanden heraus, dass Probanden die 2-3 Mal pro Woche Bananen in ihre Ernährung aufnahmen, ein 33% niedrigeres Risiko hatten, an Nierenerkrankung zu leiden.11 In einer anderen Studie wurde die Anzahl von 4-6 Bananen pro Woche untersucht, hier waren es knapp 50% weniger Nierenerkrankungen. 12


Zusammengefasst
: Der regelmäßige Verzehr von Bananen wirkt sich auf ihre Nierengesundheit aus und kann Nierenerkrankungen verhindern.

Bananen sind einfach zu Ihrer Diät hinzuzufügen

Frische Bananen sind das ganze Jahr über erhältlich, sind gesund und haben auch einen leckeren süßen Geschmack. Im Gegensatz zu einigen Früchten reifen Bananen nach der Ernte weiter. Sie sind vielseitig einsetzbar, man kann Sie in vielen Kombinationen im Essen unterbringen. Im Joghurt, als Müsli Ergänzung oder als Bananen-Milch-Smoothie. Durch die dicke Schicht, sind Bananen fast komplett Schadstofffrei und haben kaum bis gar keine Pestizide. Viele Menschen fügen Bananen anstatt Zucker in Backwaren ein, so haben Sie trotzdem einen süßen Geschmack, verzichten aber auf ungesunden Zucker. Auch als Eiersatz wird die Banane, vor allem in veganen Backrezepten genutzt!


Zusammengefasst
: Bananen sind lecker süß und so vielseitig einsetzbar. Viele Menschen nutzen Bananen als natürliches süßungsmittel, auch in veganen Backstube sind Bananen nicht mehr wegzudenken!

Wir wollen ihnen unser Lieblings-Bananen Rezept  nicht vorenthalten. Hier wird die Banane als süßender Bestandteil in einer veganen Schoko Creme genutzt! Ein leckerer, gesunder Nachtisch! 

 

Avocado-Bananen-Mousse

VEGAN-GESUND-LECKER!

Unser Lieblings-Bananenrezept für sie Schritt für SChritt erklärt!

Hier gehts zum Rezept!
Fruehstueckssmoothie im Glas rosa Farbe

 

Bananen-Frühstücksshake

Als Powerstart in den Tag!

Die Banane macht statt und gibt gesunde Kraft, vor allem in Verbindung mit Johannisbeeren und Mango schmeckt  unser Smoothie super frisch!

Hier gehts zum Rezept!

Grüne Bananen und die Auswirkung auf die Insulinsensitivität

Unreife Grüne Bananen sind gesund, diese haben noch widerstandsfähiger Stärke enthalten und weisen daher noch einen geringeren Anteil an Zucker auf. Je grüner die Banane ist, desto weniger Zucker hat sie. Bananen die schon braune Flecken haben, weißen den höchsten Fruchtzuckergehalt auf. Eine Studie zeigt auf, dass 15 – 30 Gramm der widerstandsfähiger Stärke, die Insulinsensitivität um 33 bis 50 Prozent binnen 4 Wochen verbessern konnten. Insulinsensitivität kann zu einer Erkrankung an Diabetes Typ 2 führen13 . Eine Studie zeigte auf, dass der Konsum resistenter Stärke die Insulinsensitivität bei Patienten verbesserte. Weitere Untersuchungen sind hier jedoch noch erforderlich, da es z.B. bei Tiermodellen keine Verbesserung der Körperfettwerte oder Blutfettwerte gab.14 Grüne Bananen nicht im Kühlschrank lagern, da dies die normale Reifung stören kann.


Zusammengefasst
: Forschungen haben eine potentielle Wirkung von grünen Bananen auf die Insulinsensitivität festgestellt. Weitere Studien werden jedoch noch benötigt um sichere Aussagen treffen zu können!

Bananen sind eine gute Magnesiumquelle

Magnesium ist ein essenzieller Nährstoff und wird Überall im menschlichen Körper gebraucht. Muskelkrämpfe, Migräne, Müdigkeit, Magnesium ist für unseren Körper unentbehrlich, dies merken auch viele Sportler. Treiben Sie viel Sport, dann sollten Sie unbedingt auf ihre Magnesium Spiegel achten. Eine Banane enthält eine gute Menge an Magnesium. Eine hohe Magnesiumzufuhr kann vor verschiedenen chronischen Erkrankungen wie Typ-2-Diabetes, Bluthochdruck oder Herzerkrankungen schützen.15


Zusammengefasst
: Bananens sind gute Magnesiumlieferanten. Nicht nur für Sportler ist es wichtig, auf den Magnesiumspiegel zu achten!

Haben Bananen negative Auswirkungen auf die Gesundheit?

Bananen scheinen keine ernsthaften nachteiligen Wirkungen zu haben. Sie sollten jedoch z.B. in einer Diät bedenken, dass Sie statt einem Snack, eine Banane zu sich nehmen können. Essen Sie weiterhin Snacks und zusätzlich Bananen, erhöhen Sie ihren kcal Wert und erreichen das Gegenteil. Forscher fanden eine interessante Information heraus, Menschen die gegen Latex allergisch sind, können auch gegen  Bananen allergisch Symptome zeigen. Hier ist also Vorsicht geboten.

Thalasso- Die 5 besten Tipps, wie sie die Kraft des Meeres am besten nutzen!

Strandspaziergang nordsee

Fakten zu Thalasso 

  • Thalasso steht für die Kraft des Meeres!
  • Die Mineralstoffe, Vitamine, Spurenelemente und Proteine des Meeres können wir für unsere Gesundheit nutzen! 
  • Thalasso-Anwendungen, Thalasso-Therapien und Kuren werden bei vielen Erkrankungen wie Rheuma, Asthma, Neurodermitis oder chronischen Atemwegserkrankungen gezielt eingesetzt, können aber auch Pollenallergikern Milderung verschaffen.
  • Wir wollen ihnen unsere 5 besten Thalasso-Tipps  vorstellen, mit denen sie die natürliche Heilkraft des Meeres für sich nutzen können!
Thalasso im Sand

Welche Wirkung hat das Meer auf Sie? Die endlose Weite, der Horizont, Sand unter den Füßen und die frische Meeresbrise um die Nase. Das Meer mit allen seine Facetten wirkt magisch! Nach einem Aufenthalt am Meer fühlen wir uns erholt, können abschalten und sind entspannt. Doch ist das nur das Urlaubsgefühl oder steckt hinter dem Meer tatsächlich eine natürliche Kraft, die wir für eine bessere Gesundheit nutzen können? Thalasso gibt die Antwort auf diese Fragen! Kommen sie mit auf eine Entdeckungsreise des Meeres!

Thalasso- Was bedeutet das?

Thalasso ist abgeleitet vom griechischen Wort „thalassa“ was Meer bedeutet. Thalasso für die Gesundheit, steht für die Kraft des Meeres.1 Sinn ist es, diese für den Körper zu nutzen und auch alles was das Meer hergibt, mit seinen Mineralstoffen, Vitaminen, Spurenelementen und Proteinen für uns einzusetzen. Sogar Aminosäuren sind in Meerwasser, Meersalz, Algen und Schlick enthalten.

Dabei helfen die Meereselemente in Thalasso-Anwendungen oder als Thalasso-Therapie und Kur bei vielen Erkrankungen wie Rheuma, Asthma, Neurodermitis oder chronischen Atemwegserkrankungen, können aber auch Pollenallergikern Milderung schaffen. Gesunden Menschen hilft die Kraft des Meeres zu entspannen, Stress entgegenzuwirken und den Körper gesund zu halten.

Thalasso ist inzwischen ein fester Begriff, der besonders an Ost- und Nordsee, einen hohen Stellenwert hat und aktuell sehr im Trend ist.

Die Nordsee gibt einen tollen Einblick in die entspannende Kraft des Meeres:

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Zusammengefasst
: Thalasso ist  griechisch und Bedeutet Meer.Es steht für die gesundheitlichen Vorteile aus der Kraft des Meeres. Wir können diese durch Thalasso-Anwendungen oder als Kur oder Thalasso-Therapie für uns nutzen!

Die Thalasso-Therapie

Thalasso-Anwendungen können einzeln durchgeführt werden. Als anerkannte Therapie, bieten viele Küstenregionen die sogenannte „Thalasso-Therapie“ an. 

Anwendungen

Thalasso und Thalasso-Therapie ist eine anerkannte Therapieform, welche seit mehreren Jahrhunderten angewendet wird. Die Meeresprodukte werden hier sowohl äußerlich, als auch innerlich angewendet. Oft wird bei den Anwendungen auch von Meerwassertherapie oder Klimatherapie gesprochen. Thalasso-Anwendungen können allerdings alle Elemente des Meeres umfassen. Das Meerwasser, die Seeluft, Salz, Schlick, Algen, Sand und alles was zum Meer dazu gehört. Medizinisch wird eine Kur bzw. Thalasso-Therapie bei Krankheitsbildern wie Rheuma, Neurodermitis, Hautproblemen, Durchblutungsstörungen, Morbus Crohn, chronische Verdauungsbeschwerden, Rückenschmerzen, sowie Erschöpfungs- und Stresszuständen eingesetzt. Thalasso-Therapie als Heilmittel setzt strenge Bedingungen voraus und darf nur von ausgebildeten Ärzten und Therapeuten begleitet werden. Hier steht nicht nur Wellness, sondern Anwendungen als Therapie im Vordergrund.


Zusammengefasst
: Eine Thalassotherapie besteht aus verschiedenen Anwendungen und ist eine anerkannte Therapieform. Anwendungen können alle Elemente des Meeres umfassen.  Wasser, Luft, Salz, Schlick und Sand kommen besonders häufig zum Einsatz!

Dauer und Jahreszeit

Die klassische Therapie dauert eine Woche. Asthmatikern und Menschen mit Hautproblemen oder Atemwegserkrankungen wird ein längerer Aufenthalt am Meer empfohlen. Natürlich können sie auch einzelne Elemente der Thalasso-Therapie nutzen, um eine Kraftauffrischung und Entspannung zu erleben.

Wann sie das Meer und seine Elemente genießen ist ihnen überlassen. Je nach Beschwerden oder Wünschen kann auch die Jahreszeit variieren. Viele Menschen gehen gerne in den wärmeren Sommermonaten, andere nutzen die Pollenzeit um am Meer eine Auszeit zu nehmen. Wann und wie lange sie eine Thalasso-Therapie erleben wollen, hängt also von ihren individuellen Bedürfnissen ab.

Orte- Wo kann ich die Thalasso-Therapie anwenden

An welches Meer sie fahren, ist individuell und je nach Beschwerden oder Zielen unterschiedlich. Binnenmeere haben einen geringeren Salzgehalt als offene Meere. Die Ostsee hat weniger Salz als die Nordsee, was Vor- aber auch Nachteile bringen kann. Deshalb gilt es sich vorab gut zu informieren. Auch die warmen Gebiete am Mittelmeer sind möglich, sind aber weniger kühl und nicht so rein wie an Nord- oder Ostsee. Auch bewegt man sich durch die Hitze im Süden meist weniger am Strand. Was sehr schade ist, denn gerade die Bewegung und das Aktiv sein, tut unserem Körper am Meer so gut.

Aus diesen Gründen empfiehlt sich in den meisten Fällen eine Thalasso-Therapie an Nord- oder Ostsee. Hier sind auch zahlreiche Angebote zu finden, oft in Verbindung mit Kurzentren oder Seebädern. Der Thalasso-Verband der Deutschen Zentren hat es sich zum Ziel gesetzt, allgemeine und auch internationale Standards umzusetzen. Viele Inseln und Zentren sind inzwischen Thalasso zertifiziert.

„Seit September 2014 ist die Niedersächsische Nordsee die erste zertifizierte Thalasso-Region Europas und bietet ein breites Spektrum an Thalasso-Angeboten. Die sieben Ostfriesischen Inseln sowie einige Küstenorte haben sich vom Europäischen Prüfinstitut Wellness & Spa e.V. als Region zertifizieren lassen.“2


Zusammengefasst
: Eine Thalasso-Therapie dauert meist eine Woche. Menschen mit Asthma oder Hautproblemen wird häufig ein längerer Zeitraum empfohlen. Die Jahreszeit spielt hier keine Rolle. Die besten Orte für eine Anwendung sind Nord- und Ostsee.

thalasso siegel

Bildquelle: 3

 

Qualität erkennen!

Experten und ausgebildete Therapeuten sind sehr wichtig, wenn es um ihre Gesundheit geht. Achten sie deshalb auf eine gute Zertifizierung und geschultes Personal. So kann ihre Therapie am Meer ein voller Erfolg werden.

Aus persönlicher Erfahrung kann ich besonders die ostfriesischen Inseln sehr empfehlen. Hier gibt es zahlreiche, tolle Angebote und zertifizierte Zentren. Auch viele Hotels sind bereits auf Thalasso-Kuren ausgelegt.

Mit unserer Übersicht und unseren 5 besten Thalasso-Tipps wollen wir ihnen die natürliche Heilkraft des Meeres vorstellen und ihnen praktische Anwendungen aufzeigen.

Tipp 1: Meerwassertherapie- Schwimmen im Meerwasser oder als Thalasso-Anwendung

Baden im Meerwasser tut unserer Haut gut. Besonders die Salze und Mineralien wirken entzündungshemmend und stoffwechselanregend. Das enthaltene Kalium hat entschlackende Effekte und die Durchblutung wird angeregt.

„Die Mineralsalze und Spurenelemente stärken das Bindegewebe und sind wirksam gegen Cellulite. Meerwasser ist entgiftend und reinigend; es hat eine positive Wirkung auf Haut und Nägel“3

Auch ist die Bewegung, gerade im Salz und Meerwasser, sehr gelenkschonend und bietet weiterer gesundheitliche Effekte auf unseren Körper. Wir entspannen uns und unser Körper fühlt sich leicht und schwerelos an. Der erhöhte Widerstand des Wassers, kräftigt uns bei Bewegung verstärkt. Dabei müssen sie nicht immer ins kalte Meer hüpfen. In vielen Urlaubsregionen gibt es Meerwasser-Seebäder, Thalasso-Zentren oder Thermen. Hier können sie das Meerwasser in angenehmen Temperaturen genießen. Auch werden hier gerne Anwendungen der Meerwassertherapie angeboten. Das kann eine Aqua-Gymnastikeinheit sein, ein entspanntes Meerwasserbad mit Algen oder eine Runde Aqua-Spinning.  Zertifizierte Thalassozentren dürfen nur 300 Meter vom Meer entfernt sein. So wird die Meerwasserfrische garantiert und auch die wichtigen Mineralstoffe und Spurenelemente sind enthalten.3


Zusammengefasst
: Das Meerwasser ist ein wichtiges Element um Thalasso für die Gesundheit zu nutzen. Häufig sind in vielen Urlaubsregionen Meerwasser-Bäder und Thalassozentren zu finden!

Kite, Drachen, surfen im Meer

Tipp 2: Algen, Salz und Schlick- Hautanwendungen wie Packungen und Peelings

Algen, Schlick und Salz sind die Schätze des Meeres. Sie haben eine heilende und entspannende Wirkung auf uns. Für ein straffes Bindegewebe, eine tolle Hautfeuchtigkeit sind Algen die perfekte, natürliche Behandlung. Auch beugen sie Entzündungen vor. Schlick dagegen reinigt unsere Haut und versorgt uns mit Mineralstoffen und Spurenelementen. Die Blutzirkulation wird gefördert und das ist besonders bei Gelenkschmerzen, Akne, Schuppenflechte und Rheuma empfehlenswert.4 Besonders als Wärmepackung ist die Anwendung sehr wohltuend! Das Meersalz kann neben Bädern auch als Peeling genutzt werden. Auch hier wird das Bindegewebe gestärkt und die Haut wird entgiftet und gereinigt. Die durchblutungsfördernde Wirkung hat einen glättenden Effekt und regt unseren Stoffwechsel an.3

Gönnen sie sich deshalb auch hier Anwendungen für die Haut. Besonders wohltuend sind Schlickpackungen, Algenmasken und Salzpeelings. Besonders gut tut auch ein Fußbad mit Meersalz. Dafür wird möglichst viel Meersalz in einer Schüssel, in warmem Wasser aufgelöst. Anschließend werden die Füße ca. 30 Minuten darin gebadet. Die Fußsohle soll dabei  Giftstoffe ausscheiden. Die besten Effekte zeigen sich, wenn die Füße im Anschluss kalt abgespült und mit einer reichhaltigen Creme gepflegt werden.


Zusammengefasst
: Algen, Schlick und Salz sind Schätze aus dem Meer. Diese werden zum Beispiel für Hautanwendungen genutzt! Bei Rheuma, Gelenkschmerzen, Akne, Schuppenflechte und andern Hautproblemen sind diese Anwendungen potentiell lindernd.

Alge im wasser

Tipp 3: Die Meeresluft nutzen- Hauterkrankungen (Neurodermitis, Schuppenflechte) und Atemwegserkrankungen (Asthma, Pollenallergie)

Am Meer ist ein ganz besonderes Klima vorzufinden. Als Teil der Thalasso-Therapie sind Elemente der Klimatherapie 12 fester Bestandteil. Oft wird bei Meeresklima auch von Reizklima gesprochen. Die Zusammensetzung aus Luftfeuchtigkeit, Salz, Temperatur, Sonne und Wind reizt unseren Körper und gleichzeitig schont es ihn auch.5 Auf der einen Seite werden unser Kreislauf und unser Organismus aktiviert und gereizt. Wir müssen ggf. Kälte ausgleichen, so wird unser Körper abgehärtet und unser Immunsystem, sowie die Atemwege gestärkt.6 Auf der anderen Seite ist es am Meer meist weniger schwül, der Wind kühlt unsere Haut, was wir als angenehm empfinden. Auch Juckreiz kann vermindert werden. Gerade bei Neurodermitis oder Schuppenflechte kann hier potentiell eine Besserung erzielt werden.

Das Salz in der Luft lagert sich auf unserer Haut ab, wenn wir uns am Strand aufhalten. Dies wirkt entzündungshemmend. Auch das UV-Licht der Sonne hat positive Auswirkungen auf unsere Haut. Die Kortisol-Ausschüttung in unserem Körper wird angeregt, was Entzündungen verringern kann. Auch die Vitamin D Produktion wird durch das Sonnenlicht erreicht, was einem Mangel vorbeugt und für unser Immunsystem von großer Bedeutung ist. Schützen sie sich dennoch vor zu viel Sonne mit Sonnencreme und Kleidung.

Ein weiterer Reizpunkt des Meeresklimas ist das Salz in der Luft. Bei einem Spaziergang direkt am Meeresrand, atmen wir Aerosol ein. Darin sind unzählige Salzwassertropfen enthalten. Diese lösen Schleim im Nasen- und Rachenbereich und gelangen sogar bis in unsere Lungenbläschen. Die Salzkonzentration ist dabei, unmittelbar am Wasser am höchsten, umso weiter man von der Brandung entfernt ist, desto geringer der Salzgehalt. Walken oder Spazieren sie deshalb direkt am Meer. Wenn sie typische Atemwegsprobleme, Asthma oder Bronchitis haben, kann das ihre Beschwerden verringern. Auch die hohe Luftfeuchtigkeit hilft beim Abhusten von Schleim. 12 Menschen mit Pollenallergie kann es ggf. helfen in der Pollenzeit ans Meer zu flüchten und hier einen Seeluft-Urlaub zu genießen. Hier ist die Luft deutlich Pollenärmer auch und Schadstoffärmer. Denn die Belastung an Schadstoffen ist bei uns immer noch zu hoch:

„Gemessen an den in der EU geltenden Grenzwerten sind in Deutschland insbesondere die Konzentrationen von Stickstoffdioxid und Feinstaub noch immer zu hoch. Auch die Konzentrationen von Ozon können so hoch sein, dass gesundheitliche Wirkungen zu befürchten sind.“7

Planen sie doch deshalb bei Atemwegsbeschwerden, ihre Meeresauszeit als Thalassotherapie. Die besten Effekte zeigen sich bei einem längeren Aufenthalt am Meer, 3-4 Wochen werden empfohlen. Auch Lungenfacharzt Prof. Dr. med. Helmut Fabel betont, dass ein Kuraufenthalt an der Nordsee, nachweislich positive Effekte auf den Verlauf chronischer Atemwegserkrankungen hat.8 Teilweise bieten die Kurzentren auch eine gesonderte Klimatherapie an.


Zusammengefasst
: Die reine Meeresluft und deren Salzgehalt hilft nicht nur Menschen mit Atemproblemen besser zu Atmen. Die Luft am Meer ist deutlich Schadstoff und Pollenärmer. Das Meeresklima tut auch unserer Haut gut.

Strandspaziergang nordsee

Tipp 4: Spaziergänge oder Sport am Meer- Gut für Körper und Seele

Als Teil der Thalassotherapie empfehlen sich lange Strandspaziergänge, Walkingeinheiten oder Sport am Strand sehr! Häufig werden Nordic Walking-Kurse, Strandworkouts und diverse Kurse am Strand, von den Kureinrichtungen angeboten. Besonders das tiefe Ein- und Ausatmen hat eine fördernde Heilkraft. Da wir besonders unter körperlicher Aktivität viel Atmen, sind Strandaktivitäten von großem Nutzen.

Haben sie schon versucht im weichen Sand zu rennen? Dann haben sie sicherlich gemerkt, wie schwer das geht und wie wir uns bei nachgebendem Untergrund anstrengen müssen, voran zu kommen. Auch das ist ein Vorteil, wenn wir unseren Körper trainieren wollen. Der Widerstand des Sandes trainiert unsere Muskeln zusätzlich. Das Training ist deutlich intensiver. Schauen sie sich doch mal unser Strandworkout an. Hier werden die gute Meeresluft und der Sand als Untergrund genutzt, um den Körper zu kräftigen und zu trainieren. Das tut nicht nur dem Körper, sondern auch der Seele gut.

Denn auch das psychische Wohlbefinden spielt bei Thalasso eine große Rolle.

„Denn diese Naturgewalt des Meeres streichelt unsere Seele, öffnet die Türen in unseren Gedanken und dient uns als Quelle schier unerschöpflicher Energie.“4  

Die Meeresluft, die weiten Strände, ausgedehnte Spaziergänge, Sport am Strand, die warmen Schlickpackungen und Bäder, das Treiben im Salzwasser, all das tut nicht nur unserem Körper gut, auch unser Wohlbefinden profitiert davon. Wir können vom Alltag abschalten und unserem Körper Gutes tun, so kann auch unsere Psyche neue Kraft tanken.

Sind sie im Alltag schwer belastet und benötigen eine Auszeit?

„Dann wird es Zeit für eine Thalasso-Kur, denn die wirkt sich positiv auf Körper und Geist aus. Sie stärkt nachweislich das Immunsystem des Körpers und mildert Erschöpfungszustände.“9

Sprechen sie mit ihrem Arzt über sinnvolle Behandlungen mit der Kraft des Meeres und eine mögliche Thalasso-Therapie.


Zusammengefasst
: Elementar ist ausreichend Bewegung. Denn wenn wir uns bewegen Atmen wir vertieft und nutzen so noch stärker die fördernde Heilkraft. Auch für unseren Körper und unsere Seele kann Sport oder Bewegung am Strand stärkend sein!

Sportgruppe am strand- fit in den tag

Tipp 5: Thalasso-Reduktionskost- Entspannt Abnehmen und gesund ernähren

Teil einer Thalasso-Therapie kann auch eine Reduktionskost sein. Diese kann dem Körper helfen zu entschlacken und neue Kraft zu tanken. Viele wenden deshalb, auch beim Wunsch Gewicht zu reduzieren, zusätzlich zu anderen Anwendungen, eine kalorienreduzierte Kost an. Der deutsche Thalasso-Verband gibt den Richtwert von 1.000 kcal an.10  Diese werden in drei Mahlzeiten, in Form von Algengerichten, frischem Meeresfisch, frischem Gemüse, sowie Salaten und Obst aufgenommen.

Algen sind sehr gesund. In Ostasien sind sie fester Bestandteil der alltäglichen Nahrung. Durch ihre fettarmen, vitaminreichen, proteinreichen und ballaststoffreichen Inhaltsstoffe sind sie ein echtes Superfood.

Frischer Fisch ist neben Algen, Schlick und Salz, ein weitere Meeresschatz. Er versorgt unseren Körper mit lebenswichtigen Nährstoffen. Die zahlreich enthaltenen Omega 3-Fettsäuren können den Blutdruck senken, das Immunsystem stärken und sind gut für unser Herz-Kreislauf-System. Er ist nicht nur kalorienarm, sondern auch reich an Vitaminen, Proteinen und belastet unseren Magen kaum.4  

Es muss nicht immer eine festgelegte, reduzierte Kalorienanzahl sein, wir empfehlen generell den Aufenthalt am Meer, mit einer gesunden, fischreichen Ernährung zu verbinden. Alles was sie dafür brauchen bekommen sie nirgends frischer.


Zusammengefasst
: Viele Menschen nutzen die Auszeit am Meer für eine Entschlackungskur mit Reduktionskost. Meiste werden 3 Mahzeiten mit insgesamt ca. 1000 Kalorien verzehrt. Leichte Kost wie frische Meerestiere, Gemüse, Obst und Algengerichte wird hier für die Anwender gekocht. Generell wollen wir aber empfehlen das reichhaltige, gesunde Nahrungsangebot an der Küste zu nutzen und sich gesund zu ernähren.

Gefahren des Reizklimas- Nachteile

Achten sie darauf, dass das gesunde Klima den Körper auch reizen kann. Vielen Patienten mit Asthma oder anderen Atemwegserkrankungen geht es am Meer deutlich besser. Es kann aber auch sein, dass sie schlechter Luft bekommen und der Körper mit der Anpassung zu kämpfen hat.

Auch das Meerwasser kann, je nach Ort, Nachteile bringen. Deshalb wird nicht empfohlen Meerwasser zu schlucken.

„So hat Beispielsweise eine Studie von der University of Exeter nachgewiesen, dass Surfer mit dem Meerwasser an britischen Küsten besonders viele antibiotikaresistente Keime aufnahmen.  Auch im Meerwasser sind die weltweit verbreiteten Escherichia-Coli-Bakterien zu finden. In Wasserproben für die Studie an englischen und walisischen Küsten fanden die Forscher dabei auffällige Resistenzen gegen Cephalosporine, eine wichtige Gruppe von Breitbandantibiotika.“11

Sonnenlicht benötigt unser Körper zur Bildung von Vitamin D und für ein gesundes Immunsystem. Doch gerade bei Wind am Meer, lassen wir uns gerne täuschen. Wir vergessen das eincremen oder schätzen die Strahlung geringer ein, als sie tatsächlich ist. Das kann zu Sonnenbrand und auch zu Zellschädigungen führen. Achten sie deshalb auch bei Wind und nur warmen Temperaturen, auf ausreichend Sonnenschutz durch Sonnencreme, Kopfbedeckung und Kleidung.

Dann steht einer genussvollen, gesunden Zeit am Meer nicht im Wege!


Zusammengefasst
: Meeresklima kann auch reizend wirken. Hören sie auf ihren Körper, denn auch Anpassungsschwierigkeiten sind möglich. Unterschätzen sie durch den frischen Meereswind nicht die Kraft der Sonne und schlucken sie kein Meerwasser!

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Und wer dieses Jahr leider nicht ans Meer fahren kann, der kann sich mit unserem kleinen virtuellen Ausflug, das Strandfeeling nach Hause holen!

EMS-Training: Wie funktioniert es und wie effektiv ist es wirklich

Frau im Fitnessstudio

Schnelle Fakten zu EMS-Training

  • EMS steht für elektrische Muskelstimulation. Durch Reizstrom werden die Muskeln stimuliert, dabei sorgen kleine und kurze elektrische „Stromstöße“ für die Effektivität.
  • Bei Frauen mit EMS-Training wurde eine Verringerung des Umfangs festgestellt, insbesondere in den Bereichen Taille, Hüfte und Oberschenkel. 
  • Bei Männern steigt der Muskelwachstum, dies kann an Armen, Brust, Rücken und Beinen festgestellt werden.
Frau im Fitnessstudio

EMS Training verspricht dank Elektrizität ein einfaches und müheloses Tuning von Top Figuren. EMS-Training ist ein Trend, mit dem man die Wirkung eines zweistündigen Trainings in nur 20 Minuten erzielen kann. Es ist mit einem Ganzkörpertraining zu vergleichen, mit dem man fitter und schlanker in kürzerer Zeit werden kann. Dies wird durch eine „elektrischen Muskelstimulation“ hervorgerufen.
Das Elektrostimulationstraining sorgt mit kleinen und kurzen elektrischen „Stromstößen“ für die Effektivität. Das Ziel hierbei ist, durch kleine Impulse Muskelbewegungen  auszulösen. Ist es wirklich so effektiv wie versprochen? Was sind die Nachteile, wenn überhaupt? Und was sagt die Wissenschaft? Diese Fragen wollen wir für sie klären!


Zusammengefasst
: EMS-Training wird durch eine „elektrischen Muskelstimulation“ hervorgerufen. Es wird angenommen, dass man mit einem 20 Minuten Training, ein 120 minütiges Fitnesstraining ersetzen kann.

Was ist EMS-Training?

Das Konzept ist buchstäblich elektrisierend. EMS steht für elektrische Muskelstimulation. Durch Reizstrom werden die Muskeln stimuliert, ohne dass man theoretisch zusätzlich eine Hantelbank oder Stepper benötigt. Im EMS-Training liefert ein Gerät elektrische Impulse, die die Muskelkontraktionen stimulieren, dadurch ist es effektiver als normales Krafttraining.

Angeschlossen an einer Weste, die man während dem Training trägt, kann man hier gezielt die unterschiedlichsten Muskelgruppen stimuliert. Hierfür hat man während dem Training passende Funktionskleidung und eine verkabelte Weste an. Ein Hüftgurt sowie Manschetten für Arme und Beine kommen rundet das ganze ab.

„Jeden Tag sendet unser Gehirn elektrische Impulse an die Muskeln, um Bewegung zu erreichen. Darauf basiert auch das EMS-Modell, hier werden dieselben Prinzipien angewendet um Muskeln zu stimulieren. Angeblich werden durch ein Bizepstraining zwei Muskelkontraktionen ausgelöst, mit einem EMS-Training bis zu 40. „sagt Kerstin Stickel – Fitness Expertin.

Auch in der medizinischen Rehabilitation und im Hochleistungssport, wird diese Methode bereits eingesetzt, um die Kontraktionen in den Muskeln zu verstärken oder hervorzurufen. Besonders wenn die Bewegungsmöglichkeiten eingeschränkt sind, kann das EMS-Training helfen!


Zusammengefasst
: Zum trainieren wird es an eine Weste angeschlossen, über Elektroden und Reizstrom werden die Muskelgruppen angesprochen. Auch in der Rehabilitation hilft EMS-Training vielen Patienten, besonders dann wenn die Bewegungsmöglichkeiten eingeschränkt sind!

Was sind die gesundheitlichen Vorteil von EMS Training?

Training mit EMS scheint verlockend zu klingen, es gibt hierzu auch einige wissenschaftliche Erkenntnisse, die die Effekte belegen: Untersuchungen haben gezeigt, dass  Körperfett reduziert und Muskeln aufbaut werden können 1 . Eine weitere Studie aus dem Jahr 2016 stellt ebenfalls fest, dass EMS-Training eine attraktive, zeiteffiziente und effektive Option  ist, um die allgemeine Kraft und Körperzusammensetzung zu verbessern.2

Ein Körper hat zwei Muskelfasertypen. Langsam und schnell zuckende.

  • Langsam zuckende Muskelfasern unterstützen Ausdauer Tätigkeiten wie Gehen, Schwimmen und Radfahren. Durch das verlangsame zusammenziehen, kann man länger in Bewegung bleiben.
  • Schnell zuckende Fasern unterstützen schnelle, kraftvolle Bewegungen wie Springen oder Sprinten. Durch das schnelle zusammenziehen wird schnell Energie verbrannt, die man bei dieser Variante sofort benötigt.

EMS-Training zielt darauf ab beide Arten zu stimulieren, um Kraft und Fitness zu steigern. Die meisten Studien beziehen sich auf das Ganzkörper-EMS-Training. Hier sind die interessantesten Ergebnisse und Versprechen zusammengefasst:

  • EMS Training fördert offenbar eine nachhaltige Reduzierung von Körperfett 3 9
  • Rückenschmerzen können reduziert werden, wie die Ergebnisse mehrerer Studien 4 5 deutscher Universitäten zeigen.
  • Erhöhte Rumpfstabilität und maximale Festigkeitsverbesserung 6
  • Muskelaufbau 7 3
  • Verbesserungen der Sprint- und Sprungleistung sowie der Beinkraft 8
  • Reduzierung des Körpergewichts und Straffung des Gewebes9

Zum einen kann EMS-Training also bei fitten Sportlern eingesetzt werden, um Muskelpartien effektiv zusätzlich zu stärken, andererseits kann eine Ganzkörper-EMS- Stimulation auch Menschen helfen, die durch ihr Alter und damit verbundenen Einschränkungen nicht mehr anderweitig trainieren können! 


Zusammengefasst
: Vorteile von EMS-Training können sein, eine Reduzierung von Körperfett, Rückenschmerzen und die Straffung des Gewebes.

Wie funktioniert die Elektromuskelstimulation (EMS-Training)?

In einem Gürtel wird das Gerät angeschnallt, dass an eine EMS-Maschine gekoppelt ist.  Die Elektropads werden an den  Muskelgruppen platziert, manchmal auch mit Klettbändern. Oft trägt man hierzu auch eine Weste. Je nach Gerät besteht diese meist aus 10 Elektronenpaaren.

Während eines EMS-Training sollten sie stets von einem Trainer begleitet werden, der die Übungen anleitet. Gestartet wird mit einfachen Gymnastik- und Kräftigungsübungen. Dies kann bis zu 10 mal effizientere sein, als bei normalen Training alleine. Muskelaufbau und Fettverbrennung werden gesteigert. Keine andere Trainingsmethode kann über 350 Muskeln stimulieren.


Zusammengefasst
: Elektroden werden auf diverse Muskelgruppen platziert, danach wird mit leichten Übungen gestartet. Es können in einem 20 minütigem EMS-Training über 350 Muskeln trainiert werden.

Sind die Stromschläge gefährlich?

Nein, die Stromimpulse sind in einem niederfrequenten Bereich und reizen nur die Skelettmuskulatur. Die Herzmuskulatur wird dadurch nicht stimuliert. Die Stärke des Stroms wird je nach Alter, Krankheitsgeschichte und Trainingsziel angepasst. Viele Gesundheitsexperten raten jedoch dazu, Ausdauersport weiterhin zu absolvieren da ein EMS-Training dieses nicht ersetzen kann. 


Zusammengefasst
: Die Stromimpulse sind im niedrig Bereich und reizen nur die Skelettmuskulatur. Herzmuskeln werden nicht stimuliert.

Ist EMS Training schädlich oder sogar ungesund?

Viele der Anwender berichten nach dem Training begeistert über die Effekte des EMS, in manchen Fällen, vor allem bei übermäßigen Gebrauch, kann es auch schädlich sein. Da es ursprünglich aus dem Rehabilitationsbereich stammt und für Hochleistungssportler weiterentwickelt wurde, setzt EMS-Training, wenn es zusätzlich zum Ausdauertraining angewendet wird, ein gewisses Leistungsniveau vorraus. Absolute Trainingsanfänger, sollten zuerst mit normalen Krafttraining beginnen um Muskeln aufzubauen, bevor diese durch zusätzliches EMS stark Überlastet werden könnten. Gefährlich ist, dass die Anstrengung des Körpers bei EMS weniger stark wahrgenommen wird. Durch die Intensität setzt der Körper vermehrt Kreatinkinase (CK) frei. Der Anstieg der CK-Werte beim EMS-Training sind bis zu 18 Mal höher, als bei einem konventionellen Training. 10 Da  es über die Nieren ausgeschieden wird, ist die Belastung sehr hoch. Bei zu wenig Flüssigkeitszufuhr, kann es also den Nieren schaden. Viel zusätzliche Flüssigkeit ist hier also sehr wichtig!

Generell gilt, besonders bei Vorerkrankungen und körperlichen Einschränkungen, mögliche Trainingseinheiten mit EMS, mit dem behandelnden Arzt abzusprechen. Beispielsweise bei Epilepsie, Schwangerschaft oder Herzproblemen sollte auf ein Training mit Elektromuskelstimulation verzichtet werden.


Zusammengefasst
: Ein Gewisses Leistungsniveau wird vorausgesetzt. Trainings unerfahrene sollten erst mit normalem Krafttraining starten. Wichtig ist beim EMS-Training viel zu trinken. Bei Vorerkrankungen eine Anwendung vorab mit dem Arzt besprechen.

Antworten auf häufig gestellte Fragen (FAQ)

Hier sammeln wir ihre Fragen zum Thema und beantworten sie gesammelt und übersichtlich. Haben sie auch eine Frage? Dann hinterlassen sie einen Kommentar oder schreiben uns eine Email.

Was ist das EMS-Training?

Als EMS-Training bezeichnet man eine elektrische Muskelstimulation oder Elektromyostimulation. Ursprünglich stammt dieses Verfahren aus der Physiotherapie. Es wird oft als Ganzkörpertraining verwendet. Die niederfrequente elektrische Impulse stimulieren Muskeln, die bei normalen Training so gut wie nie mit trainiert werden.

Was sind die Nebenwirkungen von EMS-Training?

EMS kann Nierenschäden verursachen, sowie bei unsachgemäßer Anwendung Muskelschäden hervorrufen.

Verbrennt EMS Fett?

Die Verwendung der Hochfrequenzstrom-Therapie kann vorteilhaft sein für die Reduzierung des Taillenumfangs, der Fettleibigkeit im Bauchraum, sowie der Gesamt-Fettmasse.

Ist EMS gefährlich?

Durch falsche Anwendung kann es zu Schäden an Muskeln und Nieren kommen.Wichtig hierbei ist, während dem Training viel Wasser zu trinken.

Wie viele Kalorien verbrennt EMS-Training?

Es wird angenommen, dass eine einzige 20-minütige Trainingseinheit bis zu 500 Kalorien verbrennen kann.

Ist EMS schmerzhaft?

Nein, EMS-Training ist nicht schmerzhaft, es kann als unangenehm empfunden werden. Wenn sie Schmerzen spüren, sprechen sie ihren Trainer darauf an und überprüfen sie die Einstellungen des Geräts.

Wie oft sollten Sie ein EMS-Training absolvieren?

Laut Vorgaben soll man es maximal ein- oder zweimal pro Woche anwenden. Der Körper benötigt mindestens 36 – 48 Stunden Pause um sich zu erholen.

Wieviel kostet EMS-Training?

Die Kosten belaufen sich auf 20 – 45 € je Trainingseinheit. Es gibt deutliche Preisschwankungen, je nach Fitnessstudio oder Personal Trainer.